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18.02.2016 
Flüchtlingshilfe Dortmund: NAK-karitativ erhält tatkräftige Unterstützung

Jouhaina Müller-Abaya ist seit dem 1. Februar diesen Jahres ehrenamtlich für uns tätig. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Flüchtlingshilfe in Dortmund. Schon im vergangenen Jahr engagierte sich die 52-jährige Mutter von zwei mittlerweile jungen Frauen mit einer exzellent organisierten Sachspendensammlung für die Flüchtlingshilfe in Dortmund. Wie die gebürtige Palästinenserin, die heute in der Schweiz lebt, mit uns in Kontakt trat und wie sie die Sachspendenaktion durchführte, lassen wir sie selbst erzählen:

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Startpunkt Schweiz (Jouhaina Müller rechts)

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Angekommen in Dortmund

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Teamgeist ist gefragt

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Das stolze Team nach gelungerner Arbeit

Ich bin in Nazareth, Israel, geboren und wurde mit 12 Jahren neuapostolisch. Meine Muttersprache ist Arabisch, daneben spreche ich Deutsch, Hebräisch und Englisch. Nach dem Abitur in Haifa (Israel) wanderte ich mit 19 Jahren nach Dortmund aus, um meinen Glauben leben zu können.

Ende August, Anfang September 2015 kamen die Nachrichten über die Flüchtlingsströme über die Medien zu uns. Die Not der Menschen aus Syrien ging mir sehr zu Herzen. So fasste ich den Entschluss, mich als Freiwillige zugunsten der Flüchtlinge aus Syrien einzusetzen. Ich besprach mich mit meinem Mann. Er steht 100-prozentig hinter mir.

Zuerst suchte ich Kontakt zu verschiedenen Organisationen in der Schweiz, leider ohne Erfolg.

Ich gab nicht auf und suchte Kontakt zu NAK-karitativ in Deutschland. Der Geschäftsführer Jörg Leske und seine Mitarbeiterinnen waren begeistert und ein erstes Koordinationstreffen fand im Oktober 2015 in Dortmund statt.

Sie berichteten mir, dass bereits kleinere Sachspendenaktion mit der Unterstützung von Gemeinden durchgeführt werden konnten und einige Gemeinden auch selbst aktiv seien. So kam mir die Idee, eine solche Aktion auch in meiner Heimat in den Gemeinden der Neuapostolischen Kirche des Bezirkes Zürich-Süd zusammen mit freiwilligen Helfern durchzuführen.

 

Diese Weihnachtsaktion ist Anfang November 2015 in den Gemeinden angekündigt und im Zeitraum von einem Monat durchgeführt worden. Die Mitwirkenden der 12 Gemeinden zeigten viel Engagement und Einsatz. Die Großzügigkeit vieler Spender war schlicht beeindruckend. Insgesamt sind 275 Kisten mit Winterkleidern, Schuhen und Spielzeuge für Kinder zusammengekommen. Außerdem wurden acht zum Teil neue Kinderwagen, ein Babybett und ein Kinderfahrrad gespendet.

Am 28. November 2015 haben viele freiwillige Helfer aus der Gemeinde Wädenswil den Lastwagen mit der ganzen Pracht geladen, sodass wir innerhalb einer Stunde fertig waren. Bis zum endgültigen Transport am 9. Dezember 2015, zum Zielort und Sitz von NAK-karitativ in Dortmund, mussten wir einige Hürden und Pannen überwinden. Unsere Geduld wurde auf die Probe gestellt. Aber schließlich hat alles wunderbar geklappt.

Am 10. Dezember 2015 konnte ich die Ladung dieser Weihnachtsaktion in Dortmund mit der Hilfe von NAK-karitativ sowie sieben syrischen Flüchtlingen in Empfang nehmen und ausladen. Zwischen dem 10. und 12. Dezember 2015 konnten wir bereits einige Familien mit den Spenden erfreuen. Am Montag, den 14. Dezember, hat NAK-karitativ weitere 48 Kisten und 4 Kinderwagen an bedürftige syrische Flüchtlinge verteilt. In diesem Jahr konnten wir ebenfalls Unterkünfte in Dortmund und Hagen versorgen.

Die Szenen beim Verteilen der Güter an die Flüchtlinge waren rührend, wenngleich die Erzählungen über die Erlebnisse in den Kriegsgebieten erschütternd sind.