Berichte

aus aller Welt

16.12.2016 
Hilfe für Geflüchtete: Einblick in die aktuellen Maßnahmen

NAK-karitativ führt Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete und Migranten in Deutschland und Griechenland durch. Schwerpunkte bilden Sprachangebote, Alltagsbegleitung und psychosoziale Beratung und Betreuung.

Flüchtlingshilfe

Deutschkurse in Dortmund

Flüchtlingshilfe

Lebensmittelverteilung in Griechenland

Flüchtlingshilfe

Besuch Kunstausstellung mit Wuppertaler Schülern

Flüchtlingshilfe

Selbstverteidigungskurse in Griechenland

Dortmund

Seit April 2016 führt NAK-karitativ in tatkräftiger Unterstützung ehrenamtlicher Helfer Sprachkurse in einer Dortmunder Unterkunft für Geflüchtete durch. Vier Mal pro Woche für jeweils 1,5 Stunden werden die Menschen auf freiwilliger Basis in der deutschen Sprache unterrichtet. Vorstandsmitglied Jouhaina Müller, die selbst arabisch spricht, betreut das Angebot, unterstützt die Helfer und unterrichtet selbst. Ein Schwerpunkt der Arbeit von NAK-karitativ in Dortmund ist zudem die Begleitung bei Arztbesuchen, zu Anhörungen, die Wohnungssuche sowie die Unterstützung mit Sachspenden. Dank engagierter Helfer und einem guten Netzwerk in Dortmund konnten die Menschen mit Sachspenden, wie Kleidung und Mobiliar unterstützt werden.

 

Wuppertal

In Kooperation mit dem Bergischen Kolleg in Wuppertal werden junge Migranten und Geflüchtete unterstützt. Für die Zielgruppe hat das Kolleg spezielle Förderklassen eingerichtet. Unterrichtet werden die Fächer Deutsch, Englisch, Mathe, Gesellschaftskunde, Sport und Kunst. Die Klassen sind multikulturell. Menschen aus Syrien, Afghanistan, Somalia und anderen Ländern lernen gemeinsam.

Die jungen Menschen, vor allem die Männer, tragen ein hohes Maß an Verantwortung. Oftmals sind sie alleine nach Deutschland gereist oder sogar mit ihren minderjährigen Geschwistern. Nach nun einem Jahr der Zusammenarbeit werden die Probleme und Bedürfnisse der jungen Menschen immer deutlicher. Einige haben ihre Familien verloren, andere sehen sich in der Verantwortung ihre Familien zeitnah nachzuholen. Doch wird das immer schwieriger. Den Druck können sie selten selbstständig bewältigen.

NAK-karitativ hat aus diesem Grund einen Sozialarbeiter eingesetzt, der die jungen Menschen in einer beratenden und begleitenden Funktion unterstützt. Er vermittelt zwischen den Schülern und Lehrern, zwischen Schülern und den Berteuern der Unterkünfte und zeigt den Jugendlichen Perspektiven auf. Sechs jungen Menschen konnte er bereits Praktikumsplätze vermitteln und auch die Ausbildungsplatzsuche verspricht Erfolg. Regelmäßige Gespräche und Hilfestellungen geben den jungen Migranten Mut weiterzumachen. Ab 2017 wird der Stellenumfang des Sozialarbeiters erhöht. Der Bedarf an dem Erwachsenenkolleg nimmt durch wachsende Schülerzahlen und vermehrte Öffnung gegenüber dem Sozialarbeiter stetig zu.

 

Griechenland

Seit der Schließung der sogenannten „Balkan-Route“ unterstützt NAK-karitativ den Partner Help – Hilfe zur Selbsthilfe in der Unterstützung Geflüchteter in Griechenland. Die Hilfe ist in enger Abstimmung mit lokalen Behörden und Partnerorganisationen vor allem in der Attica-Region, in und um Athen und Thessaloniki, organisiert. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam und durch die Förderung des Auswärtigen Amtes.

Die Menschen werden mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt, psychosoziale Betreuung wird geleistet und in den Camps werden Aktivitäten für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Außerdem werden Rettungstransporte für minderjährige Flüchtlinge mit Gesundheitsproblemen von den Lagern in Krankenhäuser durchgeführt und juristische Beratung für Asylsuchende angeboten. Die Zusammenarbeit erfolgt mit den lokalen Organisationen Smile of the Child, Antigone und dem Greek Council for Refugees.

 

Serbien

Seit August 2015 unterstützt NAK-karitativ Help bei der Versorgung von Flüchtlingen entlang der sogenannten Balkanroute. Seit den Grenzschließungen wird die Anzahl an Migranten in Serbien (Stand 09.09.2016) auf ca. 5.000 bis 5.500 geschätzt. Genaue offizielle Zahlen sind derzeit schwer möglich, da nur die Personen gezählt werden, die in Zentren untergebracht sind. Der UNHCR geht derzeit von täglich bis zu 200 neu ankommenden Flüchtlingen/ Migranten aus, wobei der serbische Flüchtlingskommissar von 600 in den letzten 10 Tagen berichtet. In jedem Falle gehen die NRO‘s von einem Unterkunftsbedarf für 6.000 Personen bis Ende September aus.

Versorgt werden die Flüchtlinge, die sich derzeit in Serbien aufhalten, mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Beliefert werden vor allem die Flüchtlingsunterkünfte mit Nahrungsmitteln. In Presevo wird zudem eine Suppenküche für die geflüchteten Menschen betrieben.

 

Spenden erbeten wir unter dem Stichwort "2015-018 Flüchtlingshilfe"

 

Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSWDE33XXX
IBAN: DE96 3702 0500 0013 1415 16

Commerzbank AG, Dortmund
BIC: DRESDEFF440
IBAN: DE35 4408 0050 0104 0145 00