Berichte

aus aller Welt

08.06.2016 
Wiederaufbaumaßnahmen in Nepal gehen voran

Es ist über ein Jahr her als die Himalaya-Region von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde. In Nepal starben fast 8.000 Menschen, hunderttausende Häuser stürzten ein. Während die Nothilfe damals schnell in Gang kam, erstrecken sich die Wiederaufbaumaßnahmen bis heute. Grund dafür ist vor allem die schwere Erreichbarkeit der Bergdörfer, von den politischen Gegebenheiten einmal abgesehen. Langsam aber sicher geht es nun auch mit unseren Wiederaufbaumaßnahmen in dem Dorf Sipapokhare voran. Gebaut werden 25 erdbebensichere Wohnhäuser für die Betroffenen.

Wiederaufbau Erdbeben Nepal

Aushubarbeiten

Wiederaufbau Erdbeben Nepal

Blick über einen Teil des Dorfes

Wiederaufbau Erdbeben Nepal

Material wird mühsam den Berg hochgetragen

Wiederaufbau Erdbeben Nepal

Fundamente werden gegossen

Zwischen Staub und Regenmassen

Während nach dem Erdbeben der andauernde Monsun die Erreichbarkeit der Bergdörfer erschwert hat und die Lieferung von Baumaterialien zeitweise unmöglich war, macht aktuell die Trockenheit den Menschen zu schaffen. Roter Staub bedeckt den Boden und das Wasser ist knapp. Gleichzeitig fahren Wassertrucks die Straßen entlang, die spärlich Wasser auf die Straße tröpfeln, um die starken Staubstürme zumindest etwas abzumildern. Die nächste Monsunphase steht vor der Tür, die wiederum andere Probleme in sich birgt. Die Bauarbeiten werden erneut still liegen und Materiallieferungen werden unmöglich werden.

 

Erste Erfolge und ein gutes Fundament

Mittlerweile sind die Baupläne finalisiert und mit dem Dorfentwicklungskomitee besprochen. Die Aushubarbeiten sind erfolgt und auch die Fundamente der 25 Häuser sind fast fertig. Um die Fundamente bis zum Beginn der Regenzeit fertigstellen zu können, mussten zusätzliche Arbeitskräfte hinzugezogen werden. Ursprünglich sollte die Bevölkerung die Bauarbeiten in Eigenregie unter Anleitung selbständig durchführen. Viele junge Menschen mussten nach dem Erdbeben allerdings in die Städte gehen, um dort ein wenig Geld für ihre Familie zu verdienen. Zurück blieben alte Menschen, Frauen und Kinder. Die steilen Hänge innerhalb des Dorfes erfordern ein großes Maß an körperlicher Arbeit. Die Materialien müssen in einzelnen Ladungen Korb für Korb auf dem Rücken zu den Häusern gebracht werden. Dazu braucht es starke Männer, die das Dorf nicht hat.

 

Das Projekt wird in Kooperation mit der Neuapostolischen Kirche in Kanada als Organisator und dem Nepal Trust in Kathmandu als lokale implementierende Organisation durchgeführt und zudem von NAK Humanitas und dem NAC USA World Relief Fund mitgetragen.

 

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung unter dem „Projektkennwort: „2015-011 Erdbeben Nepal“.

 

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