Berichte

aus aller Welt

07.05.2015 
Erdbeben Nepal: Das Ausmaß der Zerstörung wird immer deutlicher.

Innerhalb der letzten 12 Tage nach dem schweren Erdbeben in Nepal ist die Zahl der Todesopfer auf 7.675 Menschen gestiegen. Regierung und Organisationen haben nun auch die betroffenen Dorfregionen erreicht, berichtet die UN. Immer mehr verschüttete Menschen werden geborgen. Das Ausmaß der Zerstörung zeigt sich dramatischer als zunächst angenommen. Die Situation in den bisher unerreichbaren ländlichen Gebieten erweist sich als katastrophal.

Zerstörte Häuser in Dharkhola

Ev. Amit Shrestha in Sipapokahare

Fotos: NAC Canada

In den dörflichen Bergregionen sind die Häuser traditionell aus Steinen und Lehm in die Hänge gebaut. Einem Erdbeben halten nur die wenigsten stand. Auch einige Mitglieder der Neuapostolischen Kirche im Distrikt Sindhupalchok wurden von dem Erbeben schwer getroffen. Evangelist Amit Shrestha aus Nepal berichtet, dass die Menschen in Sipa Pokhare und Dharkhola während des Gottesdienstes von dem Erdbeben überrascht wurden. Während die Kirche in Sipapokahare der Erschütterung Stand hielt, versuchten die Gottesdienstbesucher in Dharkhola die Wände und Decken zu stützen bis alle Menschen aus dem Gebäude fliehen konnten. Die Kirche fiel erst in sich zusammen, als sich alle nach draußen gerettet hatten. Im Freien mussten die Menschen dabei zusehen, wie ihre Häuser sowie die der Nachbarn und Freunde von den Hängen rutschten und einstürzten.

Durch die finanzielle Ersthilfe der Neuapostolischen Kirche in Kanada und den Einsatz von Evangelist Amit Shrestha konnten die Bewohner in Sipapokahare und Dharkhola bereits mit einigen Lebensmitteln versorgt werden. Keine leichte Aufgabe, denn viele Wege müssen zu Fuß zurückgelegt werden. Im Juni beginnt die Regenzeit – der Weg zu den betroffenen Familien in den Bergregionen wird damit nicht leichter.

Den aktuellen Zahlen zur Folge wurden 284.455 Häuser beschädigt und 234.102 Häuser sowie über 1.000 Schulen zerstört. 100.000 Kinder haben derzeit keinen Zugang zu Bildung (OCHA, Situation Report No. 11, 06.05.2015). Ein Schaden, der Nepals Ziel, im Jahr 2022 den Status als Entwicklungsland abzulegen, vernichtet.

Die Planungen von Wiederaufbau-Maßnahmen und die Koordinierung von Kooperationspartnern befinden sich bereits im Prozess. Das Ausmaß der Zerstörungen im Distrikt Sindhupalchok ist neben Gorkha, Nuwakot, Ramechhap und Dhading am gewaltigsten. Derzeit bringt NAK-karitativ in Kooperation mit der Neuapostolischen Kirche Kanada und Evangelist Shrestha in Erfahrung, wie viele Menschen in den Regionen Sipa Pokhare und Dharkhola (Distrikt Sindhupalchok) betroffen sind und welche Hilfe akut und langfristig von den Bewohnern benötigt wird, um das Dorfleben wieder in seine gewohnte Bahn zu lenken.

Wir bedanken uns bereits jetzt für die eingegangenen Spenden und sind dankbar für jede weitere Unterstützung.

Stichwort: "Katastrophenhilfe 2015"

 

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