Berichte

aus aller Welt

15.10.2014 
Am 16.10.2014 ist Welternährungstag

Die Bemühungen gegen den Hunger auf der Welt anzukämpfen zeigen Erfolge. Seit 1990 geht die Zahl der hungernden und unterernährten Menschen kontinuierlich zurück. Doch noch immer leben weltweit 805 Millionen unterernährte Menschen, d.h. jeder achte Mensch muss hungrig zu Bett gehen.

Aus den Projekten von NAK-karitativ

Schätzungen zur Folge liegt die Zahl der Menschen, die an Mangelernährung leiden sogar bei 2 Milliarden (Welthunger-Index).

Der Welternährungstag macht seit 69 Jahren auf die weltweite Ernährungs- und Hungersituation aufmerksam. Entstanden ist er durch die Gründung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO als Sonderorganisation der UNO am 16.10.1945. Aufgabe dieser Institution ist die Sicherstellung der Ernährung weltweit.

Besonders vom Hunger betroffen sind Frauen und Kinder; Säuglinge kommen bereits unterernährt zur Welt, das hat gravierende Folgen. Unterernährung trägt zum Tod von 2,9 Millionen Kindern unter 5 Jahren bei (FAO). 66 Millionen Vorschulkinder müssen hungrig zur Schule gehen. Die Liste von Fakten zum Thema Hunger ist lang und erschreckend. Doch um den Hunger zu bekämpfen, müssen wir ihn verstehen.

Warum müssen so viele Menschen hungern, wenn es doch eigentlich genügend Nahrung gibt, um alle Menschen weltweit versorgen zu können?

  • Armut. Viele Menschen können sich nicht selbst versorgen, weil ihnen Anbauflächen fehlen oder sie für Hungerlöhne arbeiten müssen.
  • Klimaveränderungen und extreme Wetterveränderungen vernichten Ernteerträge, machen Böden unfruchtbar und zerstören ganze Lebensräume.
  • Kriege und Vertreibungen hindern den landwirtschaftlichen Anbau. Viele Menschen müssen ihre Heimat verlassen und können sich nicht mehr selbst versorgen.
  • Millionen Hektar Land werden für den Anbau von Getreide für Biosprit genutzt. Diese Flächen könnten für den Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden.
  • Durch erhöhten Fleischkonsum wird immer mehr Nahrung an Nutztiere verfüttert. Nahrung die so dem Menschen nicht mehr zur Verfügung steht (1 Brot = 1Kg Getreide; 1Kg Rinderfleisch = 9-10 Kg Getreide).
  • Böden werden durch menschliches Einwirken, wie Übernutzung und umweltschädliche Anbaumethoden, unfruchtbar.
  • Schwankende Nahrungsmittelpreise, durch Spekulationen mit Nahrungsmitteln, machen der armen Bevölkerung einen regelmäßigen Zugang zu Nahrungsmitteln unmöglich. Arme Menschen müssen Rund 70-80 % ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben.
  • Nahrungsmittelverschwendung. Ein Drittel aller Nahrungsmittel wird weggeschmissen. Die Produktion der Nahrungsmittel benötigt viel Wasser und produziert Treibhausgase. Das wiederum hat Folgen auf das Klima und die Nahrungsmittelproduktion.

 

Was kann ich tun?

In einer kurzen Umfrage berichten Jugendliche und Erwachsene von ihren Ideen für eine verbesserte weltweite Ernährungssituation und ihren Anforderungen an eine gerechtere Welt.

Hier gelangen Sie zu der Umfrage.

 

 

 

Um zu erfahren, was NAK-karitativ gegen den Hunger auf der Welt tut, werfen Sie einen Blick in unsere Projekte.