Berichte

aus aller Welt

27.01.2015 
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 1945 wurden die letzten Überlebenden im Konzentrationslager Auschwitz befreit. Juden, Sinti, Roma, Homosexuelle und geistig oder auch körperlich behinderte Menschen wurden als lebensunwert bezeichnet und auf grausamste Weise entehrt.

Foto: DerGloeckel.eu

Foto: NAK-karitativ e.V.

Noch heute, nach 70 Jahren, kostet der Schritt durch den Torbogen „Arbeit macht frei“ Überwindung. Bilder ziehen durch den Kopf, die Kehle ist zu. In den Gebäude und Baracken wird es noch schlimmer. Die angsterfüllten Blicke von Frauen und Kindern treiben dem Besucher die Tränen in die Augen.

Wie konnte das geschehen? Warum dieser Hass? Auch heute noch sind unterschiedliche Herkunft, andere Religionen und verschiedene Weltanschauungen Grund für Verfolgung und Mord. Wie schön wäre es, wenn das Andersartige mit Interesse und Neugierde, statt mit Ablehnung und Hass betrachtet würde. Erst die Vielfalt der Menschen macht diese Erde bunt.

Warum macht es nicht jeden stolz auf einer so bunten Erde zu leben?

Das Schlimmste an all der Grausamkeit ist, dass sie noch immer tagtäglich geschieht. Glaubens- und Kulturkriege hören nicht auf. Im Irak werden Christen, Jeziden, Kurden und andere religiöse Gruppierungen verfolgt. Hinrichtungen und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Demokratie und Frieden war der Wunsch der Menschen in Syrien - jetzt befinden sich die Menschen in einem ethnisch und religiös begründeten Bürgerkrieg, der dem Völkermord von Ruanda nahe kommt. Menschen sterben zu Tausenden.

NAK-karitativ dankt für die Unterstützung im Mühen um eine solidarische Gemeinschaft.