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06.08.2009 Waisenkinderprojekt und Projekt der häuslichen Pflege schwer chronisch Kranker in Sambia vor dem Kollaps
Schulprogramm für Vollwaisen
Seit 2006 betreut die Henwood Foundation in Sambia 1.450 Vollwaisen in einem Programm, welches den Schulbesuch dieser Kinder sichert. Mit internationalen Hilfsgeldern, welche die Henwood Foundation über die Organisation Churches Health Association Zambia (CHAZ) erhielt, wurden Schulgeld, Schuluniformen, Lehr- und Lernmittel und die Schulmahlzeiten, bei Schülern der Sekundarstufe auch die Kosten für Boarding Schools (Internate), übernommen.
Dieses Projekt entstand aus der Erkenntnis, dass allein eine adäquate Bildung diesen Kindern einen Weg in eine selbstbestimmte Zukunft eröffnet. Meist sind diese Kinder in Familien von Pflegeeltern untergebracht, wenn Kinder bereits älter sind, so führen sie unter Anleitung ehrenamtlicher Betreuerinnen aus den jeweiligen Gemeinden ihren Haushalt selbst.
Dieses Projekt brachte ausgezeichnete Ergebnisse. Die Kinder besuchen die Schulen regelmäßig und zeigten in der Regel auch in der Sekundarstufe gute Leistungen. Im März wurde ein Anschlussvertrag zur Weiterführung des Projektes mit CHAZ abgeschlossen, der das Programm für weitere drei Jahre sichern sollte. Nun sind aber die Auslandsgelder ausgeblieben. Zwar wird zugesichert, dass sie noch eintreffen werden, aber die Schulgelder konnten seit drei Monaten nicht gezahlt werden. Deshalb mussten bereits zahlreiche Kinder die Schulen verlassen. Wann der Schulbesuch fortgesetzt werden kann, ist noch nicht absehbar. In dieser Situation beschloss NAK-karitativ die Lücke zu überbrücken und für das nächste Quartal die notwendigen Mittel bereitzustellen. Benötigt werden in diesem Programm 50.000 EUR pro Quartal. Das sind im Durchschnitt ca. 35 EUR pro Schüler. Aus den Reserven für Notfälle wird NAK-karitativ zunächst die Mittel bereitstellen. Es werden aber dringend Spenden benötigt, denn niemand weiß, wie lange dieser Zustand der ausbleibenden Hilfsgelder andauern wird. Außerdem steht ein weiteres Programm vor dem Kollaps.
Ehrenamtliche Helfergruppen zur häuslichen Pflege schwer chronisch Kranker
In den vergangenen Jahren haben die Neuapostolische Kirche und die Henwood Foundation in zahlreichen Regionen und Orten Sambias lokale, ehrenamtliche Helfergruppen gebildet, die sich um völlig allein stehende schwer chronisch Kranke und Invaliden kümmern. In der Regel sind es Hausfrauen und Helferinnen aus verschiedensten Berufen, die sich dieser Aufgabe mit hohem persönlichem Einsatz verschreiben. Sie sorgen für das Essen, sie reinigen die Kranken, sie kümmern sich um Kleidung und die Wäsche und reparieren auch die Hütten. Sie sind Ansprechpartnerinnen in allen Notlagen und sorgen auch, wenn es nötig ist, für ärztliche Hilfe. Viele Leistungen erbringen sie aus Nächstenliebe ohne jede finanzielle Unterstützung. Da aber diese Helfergruppen überwiegend auch in engen wirtschaftlichen Verhältnissen leben, werden für diese wichtige Arbeit Mittel für Medikamente und Verpflegung gewährt. Dieses effiziente Programm wurde ebenfalls mit Mitteln von CHAZ gefördert. Für die Versorgung der ca. 1.500 betreuten Kranken und Invaliden wurden pro Quartal 40.000 EUR bewilligt. Auch diese Mittel können wegen der ausbleibenden Überweisung der ausländischen Organisationen nicht mehr gezahlt werden. In Gesprächen des Geschäftsführers von NAK-karitativ mit Gruppenleiterinnen und Helferinnen im Bereich Mongu und Senanga offenbarte sich die unerträgliche Belastung dieser Frauen, die versuchen, alles aus der eigenen Tasche zu schaffen. Dies ist aber nicht möglich. Somit fehlen besonders Medikamente, Hygieneartikel und Geld für eine ausgewogene Ernährung, besonders bei den HIV-Aids-Kranken.
Auch hier will NAK-karitativ diese Frauen, die einen bewundernswerten persönlichen Einsatz nun schon seit Jahren erbringen, nicht alleine lassen. Für das nächste Quartal wurden die Mittel zur Fortführung der häuslichen Pflegegruppen freigegeben. Hier werden ebenfalls dringend Spenden benötigt, wenn die Unterstützungen durch CHAZ weiter ausbleiben.
Spender können unter den Stichworten „Projekt OVC“ (Waisenkinder, Orphans and Vulnerable Children) und „Projekt HBC“ (häusliche Pflege, Home Based Care) ihren Beitrag leisten.




