• Kerstin und Laurenz bei einem Vorbereitungsseminar
  • Kerstin bei ihrem Schüleraustausch in China
  • Laurenz
  • Kerstin und Laurenz bei einem Vorbereitungsseminar

Bildung

weltwärts mit NAK-karitativ

Projektberichte

12 Monate. Zwei junge Erwachsene. Ein fremdes Land.

 

NAK-karitativ entsendet erstmalig zwei junge Erwachsene über das weltwärts-Programm der Bundesregierung für einen Freiwilligendienst. Kerstin aus Witten und Laurenz aus Lemgo reisen am 1. September nach Sambia. 12 Monate lang absolvieren sie bei NACRO, der Partnerorganisation von NAK-karitativ, ihren Freiwilligendienst. An 12 Seminartagen wurden Kerstin und Laurenz in Deutschland bereits auf ihre weltwärts-Zeit vorbereitet. Gesundheit, Handeln in Notfällen, interkulturelle Kommunikation, die Reflektion über Rassismus, Armut und die eigenen Privilegien waren Inhalt der Seminare. Im Folgenden stellen sich Laurenz und Kerstin kurz vor.

 

Kerstin: Neugierde auf andere Kulturen

Mein Name ist Kerstin Alexy, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Witten, einem Ort im Ruhrgebiet in der Nähe von Dortmund. Nach zwölf Jahren Schulbank drücken und meinem Abitur im Gepäck ruft nun die große Freiheit! Bevor ich allerdings eine Ausbildung oder ein Studium beginne, möchte ich vorher die Gelegenheit nutzen eine andere Kultur und neue Menschen kennenzulernen. Aus diesem Grund entschied ich mich für den Freiwilligendienst des „weltwärts-Programms“ und habe nun die Möglichkeit für die nächsten zwölf Monate in eine neue Kultur einzutauchen und Erfahrungen in den gemeinsamen Projekten von NAK-karitativ und NACRO zu sammeln.

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meinen Freunden, mit Lesen oder auch Klavier spielen. Aber ich liebe es auch die Welt zu bereisen. Schon während meiner Schulzeit zog es mich immer wieder ins Ausland. Meine Neugierde auf andere Kulturen wurde 2014 mit einem Schüleraustausch nach Yuxi, China geweckt. Der Kulturschock war zunächst groß, doch trotz des subtropischen Klimas, des ungewohnten Essens und den vielen kulturellen Unterschieden habe ich mich in den zwei Wochen bei meiner herzlichen Gastfamilie sehr wohl gefühlt und stehe auch heute noch mit meiner Austauschschwester in Kontakt. Wenige Monate nach meiner Heimkehr war ich bereits wieder auf dem Weg. Dieses Mal nach Irland, um dort für vier Monate bei einer Gastfamilie zu leben, in die Schule zu gehen und vor allem auch mein Englisch zu verbessern.

Auf einer Tour durch Namibia, die ich zusammen mit meiner Familie machte, ist mir bewusst geworden, in welchen fast schon luxuriösen Umständen wir in Deutschland leben. In den Townships lebten Familien teilweise mit acht Personen in einer Wellblechhütte, die gerade einmal so groß war wie mein eigenes Zimmer in Deutschland. Die Eindrücke häuften sich und mir wurde klar, was ich nach dem Abitur machen wollte. Ich wollte mich in Afrika sozial engagieren.

 

 Kerstin wird sich in Frauenförderungs- und Bildungsprojekten engagieren. Die Unterstützung und Begleitung von Waisenkindern in Choma (sambische Südprovinz) und in der von NACRO betreuten Schule in Makapaela (sambische Westprovinz) stehen im Vordergrund. 

 

 

Laurenz : Upcycling ist eine Selbstverständlichkeit

Ich bin 20 Jahre jung und lebe in Lemgo. Im vergangenen Jahr begann ich mein Studium der Elektrotechnik. In diesem Jahr soll es mal etwas ganz anderes sein. Was könnte ich besseres tun als das das Studium zu unterbrechen und mich für ein Jahr ins Ausland zu begeben? Nun mache ich mich im September auf den Weg in ein Land, in dem ich niemanden kenne, ich die Sprache nicht verstehe und schon gar nicht spreche, und zu allem Überfluss auch noch alles anders aussieht, als hier in Europa. Was in Sambia im Detail auf mich zukommt, weiß ich wahrscheinlich erst hinterher. Dennoch versuche ich mir anhand der mir vorliegenden Informationen ein Bild von meinen Aufgaben zu machen. Die große Überschrift lautet ‚ländliche Entwicklung‘, allein diese beiden Wörter lassen mich schon grübeln.

Meine Hobbies? Ich schreibe gerne, über Weltbewegendes oder auch das, was grade so passiert. Ich bin ein leidenschaftlicher Katamaran-Segler. Mindestens genauso gerne reise ich durch die Welt. In den letzten Jahren ist der Trend ´Upcycling` aufgetaucht. Schon in jungen Jahren hat mir mein Vater Upcycling beigebracht - allerdings in einer etwas abgewandelten Form. Es geht uns um Verwertung von vermeintlichem Müll bis zum bitteren Ende. Das heißt: Das, was wir wegwerfen, ist wirklich Müll. Upcycling ist für mich also weniger ein Trend als eine Selbstverständlichkeit, die sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben zieht. Außerdem liebe ich es, zu essen. Wobei ich eine klare Linie ziehe zu so ziemlich allem, was gesüßt wird mit Zucker (na ja, vielleicht auch generell raffinierter Zucker) und allem, was mit ´Rahm` anfängt oder diesen beinhaltet.

 

Laurenz wird im Rahmen des Freiwilligendienstes in den Projekten zur ländlichen Entwicklung in Sambia helfen und den Projektkoordinator bei seiner Arbeit begleiten. Seit 2014 baut NAK-karitativ mit dem Partner NACRO einen Farmbetrieb auf 18 ha Land auf. Dieser Farmbetrieb dient als Grundlage für das gegenwärtig entstehende Ausbildungszentrum für gefährdete Jugendliche und Straßenkinder.

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