Burkina Faso: Einkommen durch Schweinehaltung

Ernährung

Subsistenzlandwirtschaft ist in ruralen Regionen von Burkina Faso noch immer Haupteinkommens-quelle. Die Abhängigkeit von der Regenzeit erschwert den Kleinfarmern eine kontinuierliche Produktion und die durchgängige Versorgung ihrer Familien. Fällt die Regenzeit schlecht aus, leiden viele Familien an Hunger. Eine Diversifikation der landwirtschaftlichen Tätigkeiten wirkt den Existenznöten entgegen. NAK-karitativ ermöglicht Kleinfarmern die Haltung von Schweinen als alternative Einkommensquelle.

Situation

In Burkina Faso werden aktuell 4,9 Millionen Schweine gehalten. Das ist ein Drittel der Landesbevölkerung. Die Tiere werden in einfachen traditionellen Systemen von Kleinbauern gehalten. In der Trockenzeit, von Oktober bis Mai, streunen die Tiere frei umher, während sie von Juni bis September in kleinen Verschlägen untergebracht oder an Pflöcken festgebunden sind. Fehlendes Wissen und geringe finanzielle Ressourcen, führen dazu, dass die Viehhalter kein zusätzliches Futter anschaffen können. Die Produktivität der Schweinehaltung bleibt dadurch niedrig.

Schweine für 350 Farmer in Bobo

In Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Poteram Si Volebam (PSV) in Burkina Faso fördert NAK-karitativ Kleinbauern und ermöglicht so eine Verbesserung des Einkommens für die ganze Familie. In der Region Bobo erhalten fünf bäuerliche Produktionsgruppen mit insgesamt 350 Mitgliedern Zugang zu Methoden der verbesserten Schweinehaltung.

 

Maßnahmen konkret:

  • Schulungen: Die Bauern werden in der Haltung von Schweinen geschult. Im Vordergrund stehen die Fütterung und die Pflege von Muttersauen und Ferkeln. Ziel ist es, die Produktion so zu steigern, dass die Ferkel möglichst zügig das gewünschte Gewicht für den Verkauf erreichen.
  • Stallbau: Die Schweine werden in Ställen mit einer ausreichenden Entfernung von den Wohnhäusern untergebracht. Geruchsbelästigung als auch Infektionsgefahren werden dadurch verhindert. Der 3-Zonen-Stall besteht aus Innenbereich, überdachtem Außenbereich und offenem Außenbereich. Den Schweinen wird so ermöglicht, ihrem natürlichen Verhalten nachzukommen.
  • Fütterung: Für eine sorgfältige und produktive Fütterung wird eine Mühle gebaut. Bestandteile des Futters (beispielsweise Mais) können von den Farmern selbst gemahlen werden. Das ist kostengünstiger als die Beschaffung der fertigen Futtermixturen. Zusätzlich wird aus der lokalen Bierproduktion der Treber, Rückstände aus der Malzverarbeitung, für die Fütterung genutzt.
  • Verwaltung eines revolvierenden Fonds: Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf der gezüchteten Ferkel wird in einen Fonds der fünf Gruppen eingelegt. Die Rücklagen dienen dem Erhalt des Projektes. Die Kleinfarmer werden dazu befähigt Reparaturen und Anschaffung als Gemeinschaft zu finanzieren. Des Weiteren werden aus dem Fond Kleinkredite an Mitglieder der Bauerngruppen gegeben. Diese Kredite ermöglichen es den Mitgliedern eigene Aktivitäten zum Ausbau ihrer Existenzsicherung zu finanzieren.

Ziele

Die Tierhalter werden dazu befähigt Schweinefleisch mit besserer Qualität und höherem Ertrag zu produzieren. Das zusätzliche Einkommen ermöglicht den Familien, sich ausgewogen zu ernähren und in die Bildung der Kinder zu investieren. Der eingerichtete Fonds macht Kleinkredite zugänglich und eröffnet den Familien durch sinnvolle Investitionen weitere Möglichkeiten, um das Haushaltseinkommen zu verbessern.

Projektnummer: 2016-009
Projekt-Kennwort: Schweinehaltung Burkina Faso

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Mit 1.000 Euros bauen Sie 10 m² des Schweinestalls.

Mit 400 Euro sorgen Sie für die Schulung zur verbesserten Schweinehaltung von 10 Projektteilnehmern.

Mit 55 Euro finanzieren Sie ein Mutterschwein.

Mit 15 Euro können 100 Backsteine für den Bau des Schweinestalls beschafft werden.

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