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Kenia: Sauberes Wasser für 13.880 Menschen

WASH

Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser ist in den ländlichen Gebieten Kenias ist noch immer dramatisch. Alleine in der im Westen von Kenia gelegenen Region Busia befinden sich 295 Dörfer, die unter einer schlechten Wasserversorgung leiden. 277 ungeschützte Quellen, die sich zu 72 Prozent in Butula und Matayos Sub County befinden, gefährden die Gesundheit von mehr als einhunderttausend Menschen. NAK-karitativ sorgt für sauberes Wasser an 44 Wasserquellen.

Tödliches Wasser

Frauen und Kinder verbringen viele Stunden pro Tag mit dem Wasserholen. Das Schöpfen alleine nimmt viel Zeit in Anspruch. Hinzu kommt das lange Anstehen an den Quellen sowie die teils ewiglangen Wege zwischen Quelle und Zuhause.

„Manchmal stehen die Menschen hier bis drei Uhr in der Nacht, um Wasser zu holen. Sie haben einer Frau die Kehle aufgeschnitten, weil es kaum Wasser gab“, erzählt eine Frau an der Wasserquelle in dem Dorf Amoni in Kenia. Während sie spricht demonstriert sie mit ihrer Hand die Stelle an der das Messer den Hals der Frau aufgeschlitzt hat. Warum? Es war mal wieder ein heißer Tag und eine lange Nacht, in der die Quelle kaum Wasser hergegeben hat. Die Menschen standen stundenlang an, um ihre gelben Kanister mit dem schmutzigen Wasser zu füllen, an der einzigen zugänglichen Quelle. Vermutlich hat die Frau sich vordrängeln wollen, um ihre Kinder zu Hause versorgen zu können. Armut und Hunger sind Nährboden für Konflikte, denen vorgebäugt werden kann.

Wie die Quelle in Amoni, tragen tausende Wasserquellen in den heißen Monaten Subsahara Afrikas wenig oder gar kein Wasser. In den regenreichen Zeiten dagegen, werden die Fäkalien der Tiere und Menschen aus dem umliegenden Gelände in die Quellen gespült. Unbedacht trinken die Kinder das Wasser. Schlimme Durchfallerkrankungen sind die Folge. Zudem bieten die Feuchtgebiete Moskitos ein wunderbares Umfeld und gefährden Kinder und Erwachsene zusätzlich. Im Schnitt versorgt eine Quelle 630 Personen, das sind 126 Familien. Durch den Zugang zu sauberem Wasser können besonders Kinder vor schweren Durchfallerkrankungen, die nicht selten tödlich enden, geschützt werden. Alleine in der von uns ausgewählten Projektregion Busia, im Westen Kenias, sind 295 Dörfer von einem mangelhaften Zugang zu Wasser betroffen. Es befinden sich dort 277 ungeschützte Quellen. Im Jahr 2015 haben wir begonnen diese Situation zu verändern.

Quellen schützen

NAK-karitativ hat im Jahr 2015 ein Pilotprojekt begonnen, dass die Fassung von 19 ungeschützten Wasserquellen zum Ziel hatte. Die Konstruktionsmaßnahmen ermöglichen den Menschen das Quellewasser direkt aus Leitungsrohren abzufüllen. Das langwierige Abschöpfen von verschmutztem Wasser aus offenen Senken oder Rückhaltebecken gehört damit der Vergangenheit an. Zudem werden die Quellen umzäunt. Auf diese Weise wird der Verschmutzung durch Tiere entgegen gewirkt.

Damit die Quellfassungen langfristig erhalten bleiben, werden Arbeiter, meist junge Männer, in die Baumaßnahmen eingebunden. Sie können spätere Reparaturmaßnahmen eigenständig durchführen. Zudem wurden Brunnenkomitees für jede Quelle gebildet. Die Mitglieder werden speziell im Bereich Hygieneverhalten und Quell-Management geschult.

 

 

Erfolge und Aussichten

Zum Ende der ersten Projektphase im Jahr 2015 hat NAK-karitativ 19 Wasserquellen gefasst und für die Ausbildung 15 junge Männer als Arbeiter gesorgt. 13.880 Menschen in den Regionen Butula und Teso South haben dadurch Zugang zu sauberem Wasser. 24 Dorfbewohner, darunter 14 Frauen und 10 Männer wurden zu Health Agents ausgebildet und tragen das gelernte Wissen über hygienische Verhaltensweisen weiter. Pius ist der Sekretär des Quellkomitees, das sich für die Verwaltung der Victor-Quelle aufgestellt hat. Gemeinsam mit seinen Komitee-Kollegen sorgt er zukünftig für die Verwaltung und damit auch die Instandhaltung des Brunnens. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden wurden jeweils drei Mitglieder der 19 Komitees im Quellmanagement geschult.

Die Schulungen zu Hygieneverhalten und nachhaltigem Quellmanagement sowie die ausgebildeten Arbeiter befähigen die Menschen zur eigenständigen Instandsetzung der Quellen und vor allem zur nachhaltigen Pflege durch Wissen und angepasste Verhaltensweisen. Nicht zuletzt wirken sich das saubere Wasser und ein verbessertes Hygieneverhalten unmittelbar auf die Gesundheit der Menschen aus. Von der Zeitersparnis beim Wasserholen ganz zu schweigen. Im Optimalfall benötigen die Frauen zum Befüllen eines 20 Liter-Kanisters nur noch 10 Sekunden anstatt bis zu 10 Minuten. Frauen und Mädchen können ihre Zeit dadurch anderen Dingen widmen, wie Schularbeiten oder Aktivitäten zur Einkommensgenerierung.

Der Bedarf an geschützten Wasserstellen ist in den Regionen sehr hoch. Aus diesem Grund hat NAK-karitativ noch im Jahr 2015 eine zweite Phase zum Schutz weiterer 25 Quellen begonnen.

Projektnummer: 2015-019
Projekt-Kennwort: Wasserstellen-Reha

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