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Surinam: Wohnungen für die Ärmsten

Ernährung

Paramaribo, die Hauptstadt Surinams, leidet unter eine Überbevölkerung. Mittellose Menschen werden an den Rand der Stadt gedrängt. Notdürftig errichten sie sich kleine Hütten und leben in schlechten Hygienebedingungen ohne sauberes Wasser und Strom. NAK-karitativ baut gemeinsam mit dem Partner Stichting Corantijn und der Neuapostolischen Kirche Niederlande Wohnungen für Bedürftige und sorgt für ein angemessenes Bestattungswesen in der Stadt.

Hintergrund

Geschlafen, gegessen, gespielt und gelernt wird in ein und dem selben Raum der kleinen Holzhütte, die sich im Gebiet Commewijn, am Rande der Stadt Parmaribo befindet. Sauberes Wasser gibt es nicht. Ab 18 Uhr macht eine Petroliumlampe oder eine Kerze die Dunkelheit erträglicher. Im Dämmerlicht machen die Kinder ihre Hausaufgaben für den nächsten Tag. Schon in der Frühe verlassen sie wieder das Haus und machen sich auf den Kilometerlangen Schulweg. In der einbrechenden Dunkelheit kehren sie erst wieder zurück. Krank werden dürfen sie nicht. Die nächste Krankenstation ist viel zu weit weg. Commewijn ist ein Gebiet, dass sich erst durch die Verdrängung der in Armut lebenden Menschen aus der Stadt entwickelt hat. Aus der Not heraus haben unzählige Familien am Stadtrand, dem heutigen Gebiet Commewijn, notdürftige Hütten errichtet, in denen sie nun leben.

Die Menschen in Paramaribo leiden an einem weiteren Problem – fehlende Abschiedsmöglichkeiten von Verstorbenen. In Paramaribo gibt keine bezahlbaren Aufbahrungsstätten oder Leichenhäuser, in denen traditionelle Waschungen der Verstorbenen durchgeführt werden können. Die in dem südamerikanischen Land herrschende Hitze zwingt die Menschen dazu, Familienangehörige und Freunde noch am Todestag zu beerdigen. Auf kulturelle und/oder religiösen Bräuche kann durch die Gefahr von Seuchen keine Rücksicht genommen werden. Auf dem Geländer der Neuapostolischen Kirche in Balinsoela baut NAK-karitativ eine Leichenhalle, die den Menschen Paramaribos ihre Brauchtumspflege wieder ermöglicht.

Maßnahmen

  • 7 Wohnhäuser werden auf einer ehemaligen Zitrusplantage am Rande von Commewijn gebaut
  • Arbeiter werden vor Ort angeworben
  • Die Zielgruppe wird in leichte Arbeiten, wie Hausanstrich, involviert
  • Die Häuser werden an einen Abwassertank angeschlossen (Klärgrube)
  • Jede Wohnung wird mit einer eigenen Regenwassereinricthung ausgestattet, die an das Wassernetzwerk angeschlossen ist. Durch einen eingebauten Algenfilter füllt sich der 500 Liter Tank mit sauberem Wasser
  • Ein Leichenhaus mit Kühlung wird in Balinsoela errichtet

Ziele

Verbesserte Wohnverhältnisse fördern die Lebensqualität von zunächst 100 Personen. Der Zugang zu sauberem Wasser wirkt sich positiv auf die Hygienebedingungen und damit die Gesundheit der Menschen aus. Strom ermöglicht die Beleuchtung der Räumlichkeiten und die Kinder können nach den langen Schultagen problemslos ihre Hausaufgaben erledigen. Da es in Paramaribo bereits ab 18 Uhr dunkel ist, war das bisher kaum möglich.

Das Leichenhause in Balinsoela hilft den Menschen sich von ihren Angehörigen in angemessener Weise zu verabschieden. Auch das ist Teil eines würdevollen Lebens.

Projektnummer: 2016-001
Projekt-Kennwort: Dorfentwicklung Surinam

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