• Die glücklichen Empfänger des Kompostes.
  • Der Kompost wird verarbeitet.
  • Der Kompost wird gemischt.
  • Einer der angelegten Kompostgärten.

Struktur

Gambia: "Müllabfuhr und Kompostherstellung laufen weiter!"

Projektberichte

Wie in vielen anderen Bereichen haben die Folgen der Corona-Pandemie sich auch auf unser Umweltprojekt in Gambia ausgewirkt (Müllentsorgung und Verwertung des anorganischen Abfalls zu Kompost).

Zur Situation:

Touristenhotels wurden geschlossen, damit entfiel auch die Müllentsorgung gegen Entgelt durch unsern Partner DBO. Vor Juni 2021 werden keine Besucher aus Europa nach Gambia kommen. Zahlreiche Europäer, die sonst in Gambia „überwintern“ kommen ebenfalls nicht mehr ins Land. Märkte dürfen nicht abgehalten werden.

Fazit:

Der Kreislauf der Mülltrennung ist unterbrochen. Die Leute entsorgen wieder ihren Abfall wie vorher durchs Fenster. Das benötigte organische Material für die Herstellung von Kompost liegt in den Straßen und kann nicht mehr eingesammelt werden. Da also erheblich weniger Müll anfiel, mussten Müllfahrer entlassen werden.

Darüber hinaus generierte unser Partner DBO in zurückliegenden Jahren weitere Einnahmen aus Erlösen, die im Zusammenhang mit Touristen stehen. Das fiel wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus.

Obwohl die DBO noch zu Beginn des Jahres einen Mitarbeiter für den Vertrieb des Kompostes eingestellt hatte, kam der Verkauf im Frühjahr völlig zum Erliegen. Auf der Anlage in Tambana, wo der organische Müll zu Kompost verarbeitet wird, lagen im Februar bereits über 1.000 Tonnen Kompost auf Halde, eine drangvolle Enge. Der Vertriebsleiter entschied, verschiedenen Gemüsegärten 120 Tonnen Kompost unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Diese Gärten werden von Frauengruppen bewirtschaftet, die in der Vergangenheit bereits Begünstigte von Projekten waren. Eine dieser Frauengruppen hat inzwischen direkt neben der Kompostanlage einen Gemüsegarten eingerichtet. So konnte die produktionssteigernde Wirkung des Komposts den Frauen sehr plakativ vermittelt werden.

Für diese Gruppen in den Gemüsegärten haben die Verzögerungen im Umweltprojekt somit positive Auswirkungen: Die Frauen können eine wertvolle Humusdecke in den Gärten aufbringen, bevor die bald einsetzende Regenzeit die ganzen Nährstoffe auswäscht.

An dem Umweltprojekt (Produktion von Kompost aus organischem Abfall) ist als weiterer Förderer eine deutsche Abfallfirma beteiligt, sie hält ihre Unterstützung für die Müllumwandlung weiterhin aufrecht. Das hilft mit, das Projekt „über Wasser zu halten“. Wir hoffen, dass wir dank der Bereitschaft ökologisch orientierter Spender, das Projekt weiterführen können.

Dazu ein Rechenbeispiel: Für etwa 2,20 Euro kann eine Tonne Müll abgefahren werden, als Voraussetzung für die Kompost-Herstellung, d.h.:

·         Sammeln und Verfrachten des anorganischen Mülls auf die städtische Deponie oder

·         Verbringen des organischen Mülls auf die Anlage in Tambana und Weiterverarbeiten

          zu Kompost.

Dazu braucht es einen funktionstüchtigen Fuhrpark für die Müllabfuhr, Maschinen zum Schreddern, Siebanlagen und Roll-Lader.

 

Projektnummer: 2016-003 "Umweltprogramm Gambia"

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Mit 200 Euro finanzieren Sie den Müllabtransport von den Sammelstellen zur Mülldeponie für eine Woche.

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MEHR INFORMATIONEN ZU DIESEM PROJEKT

Müll stellt vor allem in Städten und dicht besiedelten Regionen in vielen Ländern des Globalen Südens ein Problem dar. In wenigen Fällen gibt es ein zentral organisiertes System der Entsorgung. Illegale Mülldeponien entstehen und die Müllberge wachsen unkontrolliert an. Kinder spielen im Abfall, verletzten sich oder infizieren sich sogar mit schwerwiegenden Krankheiten. Organische Reste dienen während der Regenzeiten als Nährboden für Bakterien und Krankheiten. NAK-karitativ setzt sich für eine geregelte Abfallentsorgung zum Schutz der Menschen in Gambia ein.
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