• Ein stilles Örtchen im Königspalast de Sintra, Portugal
  • Entsorgung hat leider in vielen afrikanischen Ländern noch keine Priorität.
  • Die Fäkalien werden per Müllwagen abtransportiert.
  • Plakate mit Hygieneempfehlungen hängen in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen.

WASH

Welttoilettentag 2020: Das stille Örtchen!

Projektberichte

Da ist er wieder. Der Welttoilettentag. Die Vereinten Nationen (UN) machen mit diesem Tag darauf aufmerksam, dass aktuell weltweit rund 2,3 Milliarden Menschen ohne sanitäre Grundversorgung leben müssen.

 

Laut dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stirbt alle 20 Sekunden ein Kind an den Folgen einer Krankheit, verursacht durch mangelhafte Hygiene, mit Fäkalien verunreinigte Nahrung oder verschmutztem Trinkwasser.

In unserer Kultur spricht man vom „stillen Örtchen“ – es gab Zeiten, da war der öffentliche Toilettengang ein gesellschaftliches Ereignis. Ab und an stoßen Archäologen bei Ausgrabungen auf Überreste aus Sanitäranlagen vergangener Kulturen. Funde aus Schottland belegen, dass es auf der britischen Insel schon vor 5.000 Jahren Toiletten gab. Die Sumerer im heutigen Irak verfügten bereits im dritten Jahrtausend vor Christus über Toilettenräume mit Wasserspülung. Im alten Rom waren besonders edle Latrinen sogar Orte der Begegnung. Hier traf sich die Oberschicht sozusagen zum gemeinsamen Defäkieren. Die Römer hatten also bereits erkannt, wie wichtig die Eindämmung von Krankheitsherden ist. Kontaminierte Bereiche wurden mit Kalk abgedeckt. Aquädukte verliefen meist unterirdisch. Die verschiedenen Wasserleitungen trugen mit dazu bei das Trinkwasser sauber zu halten.

Heute verhindern umfangreiche Hygienekonzepte und der unterirdische Abtransport von Fäkalien die Ausbreitung von Seuchen. Doch was in Mitteleuropa normal ist, ist in Afrika leider noch für viele Menschen kein Alltag. In den meisten Unterkünften gibt es keine festen Toiletten, das gilt ebenso für fast alle Slums. Auch in Flüchtlings- und Auffanglagern herrschen meist unzureichende Zustände. Die Entsorgung des täglichen Geschäfts erfolgt vielfach über „Flying Toilets“ (Entsorgung aus dem Fenster) oder per Gang in den Busch.

In unseren WASH-Projekten z.B. in Kenia, Sambia, Malawi und Gambia wird durch die Kombination der Komponenten Wasser, Hygiene- und Sanitärinstallationen eine Verbesserung der Situation erreicht. Durch die Installation von Trockentoiletten in Haushalten, die Errichtung von Brunnenanlagen und Sanitärhäusern, die kostenlose Wasch-, Dusch-, und Toilettenanlagen anbieten, wird den Menschen die Möglichkeit einer verbesserten Körperhygiene gegeben. Fäkalien aus den Trockentoiletten werden auf Kompostfeldern für den Einsatz als Düngemittel auf den Gemüsefeldern aufbereitet. Um eine gewisse Sensibilität für das Thema auch bei den Kleinsten zu erreichen, greift der Schulunterricht die Wichtigkeit von Hygieneregeln und Nährstoffkreisläufen auf.

 

Projektnummern: 2016-011 "Entwicklung Slum Mukuru", 2018-009 "Wash Mchinji", 2016-003 "Umweltprogramm Gambia"

 

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MEHR INFORMATIONEN ZU DIESEM PROJEKT

In Mchinji, einer kleinen Stadt auf rund 1360m Höhe in der Zentralregion von Malawi, leben rund 20.000 Einwohner dicht an der Grenze zu Sambia. Infrastruktur und Verkehrssysteme gibt es kaum. Malawi gehört zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Regionen der Welt. Die Armut trifft vor allem die Menschen auf dem Land. Unterernährung ist weit verbreitet. Dürreperioden sowie Überflutungen führen immer wieder zu Nahrungsmittelknappheit. Große Probleme stellen zudem die fehlende Sanitärinfrastruktur und Trinkwasserversorgung dar. NAK-karitativ schafft mit dem Bau von Brunnen und Sanitäreinrichtungen verbesserte hygienische Bedingungen für die dort lebende Bevölkerung.
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