Meldungen von NAK-karitativ e.V. http://www.nak-karitativ.de/news/ 2019-12-13T08:53:10+01:00 http://www.nak-karitativ.denews-77.atom Freie Plätze für den weltwärts-Freiwilligendienst - Bewerbt euch jetzt! - 2019-12-06T13:29:00+01:00 2019-12-06T13:38:57+01:00 NAK-karitativ bietet jungen Menschen über das Freiwilligenprogramm weltwärts jedes Jahr die Möglichkeit sich im Rahmen eines Freiwilligendienstes zu engagieren.

Was ist weltwärts?

weltwärts bietet jungen Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren die Möglichkeit sich im Rahmen eines internationalen Freiwilligendienstes zu engagieren. weltwärts versteht sich nicht als Entwicklungshilfe, sondern als Lerndienst. Als solcher bietet er Freiwilligen die Chance sich mit entwicklungspolitischen und kulturellen Themen in den jeweiligen Einsatzstellen auseinander zu setzten. Die Begegnung mit Menschen in fremden Ländern ist hierbei ein wichtiger Bestandteil und macht den Freiwilligen globale Zusammenhänge und Wechselwirkungen bewusst.

Das Programm wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. NAK-karitativ ist seit 2015 anerkannte weltwärts-Entsendeorganisation und Mitglied im fid-Netzwerk International dem Qualitätsverbund der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. (AGEH). In 2019 wurde NAK-karitativ geprüft und von der Gütegemeinschaft mit dem RAL Gütezeichen Internationaler Freiwilligendienst – Outgoing zertifiziert.

weltwärts - das richtige Programm?

Wenn du:

  • zwischen 18 und 28 Jahre alt bist,
  • dich für zwölf Monate tatkräftig und motiviert bei einem unserer Partner engagieren möchtest,
  • du Schule oder Ausbildung abgeschlossen hast,
  • oder du im Studium bist oder ein Studium abgeschlossen hast,
  • du Sprachkenntnisse in Englisch hast,
  • du bereit bist dich in eine neue Kultur und Lebenswelt einzubringen,

dann ist weltwärts das richtige Programm für dich!

Ausschreibung

Bewirb dich jetzt für das Freiwilligenprogramm 2020! Wähle das für dich passende Projekt in Sambia, Malawi oder Südafrika aus und sende uns ganz einfach deine Bewerbungsunterlagen sowie das ausgefüllte Bewerbungsformular zu. Bewerbungen werden vom 6. Dezember 2019 bis zum 29. Februar 2020 entgegengenommen.

Hast du noch Fragen? Joana von Jarmersted und Ole Krafft helfen dir gerne über freiwilligendienst@nak-karitativ.de weiter.

http://www.nak-karitativ.denews-76.atom Albanien: Nothilfe nach schwerem Erdbeben - 2019-11-27T16:26:00+01:00 2019-11-27T16:38:13+01:00 Gestern in den frühen Morgenstunden wurden die Menschen in Albanien von einem der schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten überrascht. Mit einer Stärke von 6,4 wurde das Land erschüttert. Mindestens 23 Menschen haben ihr Leben verloren. Hunderte wurden verletzt und haben ihr zu Hause verloren.

Gemeinsam mit unserem Partner Help-Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt NAK-karitativ die Versorgung der notleidenden Menschen in Albanien. Ein Team ist bereits vor Ort und verteilt Decken und Schlafsäcke an die Menschen, die nun unter freiem Himmel die kälter werden Nächte verbringen müssen. Als weitere Maßnahmen werden Lebensmittel und Medikamente an die Erdbebenopfer verteilt. Auch psychosoziale Unterstützung wird für die traumatisierten Menschen benötigt.

Bisher sind nur wenige Organisationen vor Ort. Unterstützung bei der Suche nach Überlebenden erhält die albanische Regierung unter anderem von Italien und Griechenland. Immer wieder wurde die Region von Nachbeben erschüttert, die die Menschen in Angst versetzten und eine Rückkehr in die Häuser vorerst unmöglich macht.

http://www.nak-karitativ.denews-75.atom Malawi: "Ein Haus für Tradice und ihre Kinder!" - 2019-11-25T16:16:26+01:00 2019-11-26T10:15:45+01:00 Tradice lebt mit drei ihrer vier Kinder in Msongwe einem kleinen Dorf 20 km außerhalb von Mzuzu. Ihr Mann ist vor vielen Jahren verstorben. Als das Projekt begann, haben sie und ihre Kinder in einer kleinen Hütte mit undichtem Dach auf dem Boden geschlafen. Nicht selten im Schlamm während der Regenzeit. Ruth, die Tochter von Tradice, ist vor einigen Jahren schwer erkrankt. Leider wissen die Ärzte nicht, was die Ursache der Erkrankung der jungen Frau ist. Mittlerweile ist sie fast komplett erblindet. Zusätzlich verformen sich ihre Gelenke und ihre Muskelkraft nimmt ab. Laufen kann sie nicht mehr. Die beiden Söhne von Tradice sind mental eingeschränkt und können keiner normalen Arbeit nachgehen. Deshalb muss Tradice die Familie ganz allein über Wasser halten.

Drei Mal in der Woche macht sie sich auf den langen Weg zum Gemüsemarkt. Hier verkauft sie Gemüse, welches sie vorher von den Bauern der Region erworben hat. Läuft es gut, kommt sie mit etwa 2.000 MK (circa 2,50 EUR) wieder nach Hause. Hiervon kann sie gerade einmal das Nötigste an Mais und Gemüse für die Familie kaufen. Für eine ausgewogene Ernährung reicht das Einkommen ohnehin nicht. Deshalb baut sie zusätzlich auf ihrem Land Mais für die Familie an, mit dessen Ernte sie die Familie drei weitere Monate über Wasser hält. Die Familie lebt von weniger als 1 US$ am Tag und damit in extremer Armut. Aufgrund der Erkrankungen der Kinder, wird die Familie von den übrigen Dorfbewohnern gemieden. Zu der extremen Armut kam soziale Isolation hinzu.

NAK-karitativ unterstütze die Familie durch den Bau eines neuen Hauses. Es half dabei, das Stigma der Isolation zu überwinden und die Familie wieder in der Dorfgemeinschaft zu integrieren. Seither kommen auch die Nachbarn wieder zu Besuch.

In dem von NAK-karitativ betreuten Projekt erhielt nicht nur Tradice ein neues Haus. Insgesamt 10 Familien wurden in dem Projekt "Häuserbau für Witwen und Waisen" unterstützt. Die Familien lebten allesamt in extremer Armut und unzumutbaren Lebensumständen. Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit dem lokalen Partner im Norden Malawis, der New Apostolic Church Relief Organisation (NACRO).

http://www.nak-karitativ.denews-74.atom Welttoilettentag 2019: Ein durchaus schwieriges Geschäft! - 2019-11-18T17:37:42+01:00 2019-11-19T10:06:52+01:00 Bis 2030 sollen alle Menschen weltweit eine hygienische Sanitärversorgung haben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dieses Ziel anvisiert, um weltweit Erkrankungen und Epidemien eindämmen zu können. Morgen ist der Welt-Toilettentag. Was merkwürdig klingt hat einen ernsten Hintergrund. Weltweit hat nur jeder Vierte einen Zugang zu Hygieneeinrichtungen. Rund 673 Millionen Menschen verrichten ihre Notdurft in Straßenrinnen, hinter Büschen oder in offenen Gewässern. Zwei Milliarden Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus Quellen, die mit Fäkalien kontaminiert sind. Entstehende Krankheiten und Epidemien wie zum Beispiel Cholera sind die Folgen.

Gefordert wird von den verantwortlichen Regierungen ein festes Budget einzuplanen, welches zur Umsetzung einer flächendeckenden Sanitär- und Wasserversorgung nötig ist und zur Bekämpfung der Korruption im Umgang mit Wasserrechten dient. Mehrere Millionen US-Dollar im Jahr verschwinden im Schwarzgeschäft "Wasser" anstatt in alternative Sanitär- und Wassertechnologien eingesetzt werden zu können.

 

Was tun wir als NAK-karitativ dagegen?

Seit etwa fünf Jahren engagiert sich NAK-karitativ in mehreren Wash-Projekten in Kenia. Die Wash-Komponente bedeutet die Schaffung von sauberen Wasserquellen, Sanitäreinrichtungen und anderweitige Hygienemöglichkeiten. Der Anfang wurde im County Busia im Westen Kenias gemacht. 70 natürliche Quellen wurden erschlossen und zu Brunnenanlagen gefasst. Gleichzeitig wurden Schulungen zur Händereinigung durch die Lokalregierung abgehalten. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern verfolgen wir das Ziel, allen Haushalten in der Region den Zugang zu eigenen Toiletten zu ermöglichen. In einem Großteil der Haushalte wurden bereits Abtrittplatten aus Zement gegossen. Im Anschluss sollen hier Toiletten aus Lehmziegeln errichtet werden.

Im Slum Mukuru in Kenias Hauptstadt Nairobi mit rund 700.000 Einwohnern, wurde für einen Teilbereich des Slums im Jahr 2019 ein Biogaszentrum eingeweiht. 2.000 Menschen sollen in einem ersten Schritt Zugang zu sauberen Toiletten und Duschen bekommen. Als weiterer Schritt soll mit dem Biogas aus dem Faulturm gekocht und eine Schulspeisung angeboten werden.

Im County Mwingi im Osten Kenias entstehen in den nächsten Monaten in zwei Schulen ebenfalls zwei Biogasanlagen. Das gewonnene Gas soll für die Zubereitung der täglichen Schulmahlzeit genutzt werden.

Nicht immer ist es uns möglich, Projektfortschritte in Zahlen zu erfassen. Ein sicherer Indikator für den Projekterfolg sind jedoch die rückgängigen Fehlzeiten der Kinder in der Schule, bedingt durch Durchfallerkrankungen. Fehlzeiten werden, ähnlich wie bei uns, im Klassenbuch erfasst und dienen letztlich als messbarer Wert. Eines unserer Ziele ist es, die wegen durch mangelnde Hygiene auftretenden Erkrankungen und Fehltage um rund 40% zu senken.

Eine große Aufgabe liegt noch vor uns und nur viele helfende Hände können dieses Problem lösen. Die Entsorgung und Aufbereitung von Fäkalien kann nur zusammen mit den Regierungen angegangen werden. Trotz aller Bemühungen haben immer noch zu viele Menschen keinen Zugang zu einer einfachen Toilette. Ein durchaus schwieriges Geschäft - könnte man sagen. Mit Organisationen wie der German Toilet Organisation Berlin tauschen wir uns regelmäßig zu praktischen und nachhaltigen Lösungen aus. Damit aus dem Unmöglichen das Mögliche wird! 

 

 

 

 

 

Quelle: www.unicef.org /reports/progress-on drinking-water- sanitation and hygiene-2019

http://www.nak-karitativ.denews-73.atom Malawi: Bau von Wasser- und Sanitäreinrichtungen in Mchinji - 2019-10-31T11:12:00+01:00 2019-10-31T11:31:14+01:00 Unser Mitarbeiter Ole Krafft ist bei unserem Partner NACRO in Malawi, er berichtet vom Fortgang der WASH-Projekte: Die Region Mchinji liegt im Westen Malawis an der sambischen Grenze. Tausende Menschen leben in bitterer Armut. Nahrungsmittelknappheit, kein sauberes Trinkwasser und keine Sanitäranlagen, das sind die drängenden Probleme. NACRO hat für die Teilregion Mduwa einen Aktionsplan erstellt, zusammen mit den Lokalbehörden. Er soll im November 2019 starten.

Wie ist der Status quo?

  • Zwei Drittel der Haushalte haben keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen
  • Möglichkeiten zum hygienisch einwandfreien Händewaschen gibt es nicht
  • alle untersuchten Wasserstellen waren keimverseucht
  • Folge: Hohe Krankheitsrate (Durchfall, teilweise sogar Cholera), fast alle Kinder leiden unter häufigem Durchfall
  • Großer Mangel an Sanitäreinrichtungen in Schulen, sind Toiletten vorhanden, dann aber nicht geschlechterspezifisch und in desolatem Zustand

Wasserpumpen und sanitäre Einrichtungen

Insgesamt sollen etwa 6.000 Menschen (das sind ca. 1.300 Haushalte) in der Region Zugang zu sauberem Wasser erhalten. Mehrere Dörfer sollen versorgt werden. An strategisch günstigen Stellen werden neue Brunnen gebohrt. Bis zu 10 Bohrungen sind angesetzt und zwar bis etwa 60 m Tiefe (denn nicht jede Bohrung ist erfolgreich!). 2 Brunnen werden mit solarbetriebenen Wasserpumpen ausgestattet. Gleichzeitig werden beschädigte und verunreinigte Brunnen entfernt.

5 Schulen in der Region erhalten Sanitäranlagen und zwar geschlechtsspezifisch mit Möglichkeiten zum Händewaschen. Ferner ist vorgesehen, zwei Marktplätze sowie ein Gesundheitszentrum mit Sanitäreinrichtungen auszustatten.

Zusammentreffen mit den Vorsitzenden der Dörfer im Herbst 2019

Die Vorsitzenden der Dorfgemeinschaften wurden in speziellen Informationsveranstaltungen in die konkreten Zielsetzungen eingebunden und über die Nachhaltigkeitsstrategie des Projektes informiert. Dazu wurden sie mit den Herausforderungen der Maßnahme vertraut gemacht. Das Team von NACRO bindet die Dorfgemeinschaften eng mit ein, sie arbeiten intensiv mit:

  • Sie heben die Gräben für die Verlegung der Wasserrohre und Gruben für die Knotenpunkte aus.
  • Landfläche für die Gräben und die Platzierung der Wassertanks wird von den Dorfgemeinschaften zur Verfügung gestellt
  • Komitees für die Schulungen in Hygienemaßnahmen und zur Bedienung und Reparatur der Wasserpumpen sind in jedem der Dörfer gegründet worden.
  • Die Komitees werden die Dorfbewohner in mehreren Durchgängen über Bedienung der Einrichtungen und in Hygienemaßnahmen schulen, jeweils in Gruppen zu 15 Personen
  • Die Dorfbewohner sind für den Schutz der Wasserstellen verantwortlich

 Ausblick

Die begonnenen Maßnahmen des WASH-Projektes lassen begründete Hoffnung aufkommen, dass sich durch diese Maßnahmen die Gesundheitssituation in den Dörfern verbessert. Das wird dann Auswirkungen auf die Bildung haben und im Idealfall mittelfristig auch die Einkommenssituation der Familien positiv beeinflussen.

Maßnahmen in weiteren Dörfern müssen folgen!

http://www.nak-karitativ.denews-72.atom Jahresbericht 2018 online verfügbar. - 2019-10-21T15:24:30+02:00 2019-10-22T09:22:50+02:00 Der Jahresbericht 2018 steht im neuen Format zum Download zur Verfügung.

„Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.“ Vielmehr, wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken (aus Römer 12, 13.20)“. Mit diesen Worten begrüßt unser Schirmherr Wilhelm Leber den Leser. Auch in 2018 haben wir das Ziel, unser Leben als Dienst am Nächsten zu sehen, stets vor Augen gehabt und unsere Arbeit danach ausgerichtet.

Im Jahresbericht 2018 können Sie in die folgenden Projekte einen tieferen Einblick nehmen:

  •       Ein paar Tropfen machen den Unterschied!
  •       60-Tage-Komfort
  •       Eingeschult mit 10 Jahren
  •       Wasser für alle verfügbar zu machen ist eine Sisyphusarbeit
  •       Nothilfe in Südostasien
  •       Im Austausch für New York

Zusätzlich finden Sie umfangreiche Informationen zur Vereinstätigkeit und den Finanzen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und danken Ihnen für das Interesse an unserer Arbeit!

Ihr Team von NAK-karitativ

http://www.nak-karitativ.denews-71.atom Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht! - 2019-10-16T17:07:50+02:00 2019-10-16T17:17:00+02:00 Heute, am 16. Oktober 2019 erinnert der Welternährungstag daran, dass noch immer 11% der Weltbevölkerung nicht ausreichend Nahrung zur Verfügung haben.

Hunger ist weltweit noch ein Thema. Während zwei Millionen Menschen deutlich überversorgt sind, leiden über 821 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung und Hunger. Ein merkwürdiger Umstand, bedenkt man, dass hierzulande Tonnen von Lebensmittel einfach im Müll landen. Nachdem sich die Ernährungssicherung in einigen Ländern wie Äthiopien und Ruanda deutlich verbesserte, zeigte der Welthunger-Index (WHI) 2019, dass sich in Ländern wie Tschad, Madagaskar, Jemen, Sambia und Südsudan das genaue Gegenteil abzeichnet. Durch soziale Ungleichheit, Konflikte und wetterbedingte Auswirkungen wie Überschwemmungen oder extreme Dürren verschärfte sich hier die Situation so drastisch, dass auch in den nächsten Jahren nicht mit einer Besserung zu rechnen ist. Derzeit geht man davon aus, dass über 800 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Hungers betroffen sind. Hinzu kommen knapp zwei Milliarden Menschen, die Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen leiden – sogenanntem „verstecktem Hunger“.

NAK-karitativ setzt sich in vielen Projekten zur Ernährungssicherung für die Rechte der Menschen und die Bekämpfung von Hunger ein. Ein Schwerpunkt liegt dabei in Subsahara-Afrika. Hier setzen wir auf nachhaltige Methoden der organischen Landwirtschaft, die die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten und den Einsatz von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln reduzieren. So bleiben Ressourcen langfristig erhalten und die Ausgaben der Bauern gering. Diversifizierung im Anbau und verbesserter Zugang zu Wasserquellen soll die Anbaubedingungen grundlegend verbessern. Begleitende landwirtschaftliche Beratungsleistungen unterstützen die Menschen im Umgang mit den sich verschlechternden Bedingungen.

Durch Überfischung und Verunreinigung der Seen zum Beispiel durch Pflanzenschutzmittel sind die Fischbestände in den letzten Jahren in Burkina Faso rapide zurückgegangen. Fisch ist jedoch eines der Hauptnahrungsmittel und eine wichtige Proteinquelle für die Menschen in Burkina Faso. Lange Trockenzeiten haben die Böden teilweise unfruchtbar gemacht. Die Menschen mussten mit dem Wegfall von mehreren Ernährungsquellen auskommen. Viele zogen in die Städte, da dort die Versorgung aus anderen Ländern, wie der Elfenbeinküste, dem Senegal, Mauretanien und Mali noch funktioniert. Aber auch in den Städten treten zunehmend Engpässe auf oder hohe Preise stellen die Familien vor Herausforderungen. NAK-karitativ unterstützt in Ouagadougou 150 Familien mit dem Aufbau einer Fischfarm. Die sieben Fischteiche ermöglichen eine Ernährungsgrundlage für die Familien.

http://www.nak-karitativ.denews-70.atom Kenia: „Erfolgreicher Start in die Ziegenzucht.“ - 2019-09-20T12:43:47+02:00 2019-09-20T12:55:46+02:00 Die Kleinbauern in unserem Projekt in Maua in Kenia haben erfolgreich die ersten Hürden im Aufbau einer Ziegenzucht hinter sich gelassen. Insgesamt zwei Kleinbauern-Gruppen mit 60 Mitgliedern hatten sich letztes Jahr zusammengeschlossen, um die Ziegenzucht voranzutreiben, nachdem die bisherige Einkommensquelle, der Anbau von Mira-Kraut, aufgrund von Importverboten innerhalb der EU eingebrochen war. Das Kraut wird weiterhin angebaut, jedoch als Ziegenfutter verwendet.

Die ersten 120 Ziegen- und 60 Ziegenböcke wurden angeschafft und an die 60 Kleinbauern in Maua verteilt. Zuvor hatten die beiden Kleinbauern-Gruppen Ställe für eine permanente Stallhaltung errichtet. Zwei Ziegenrassen „Toggenburg“ und „Alpine“ wurden eingekreuzt, um Ziegen mit höherer Fleisch- und Milchleistung züchten zu können. Durch den Verkauf von Ziegenfleisch und Milch auf dem lokalen Markt, soll ein solides Einkommen für die Kleinbauern generiert werden. Jahrelang hatten sie vom Verkauf von Mira-Blätter gelebt, die zuletzt in einigen Ländern der EU aufgrund eines Importstopps nicht mehr eingeführt werden durften.

Die Blätter können als Grundstoff für die Herstellung des gleichnamigen Rauschmittels verwendet werden, weshalb ein Importverbot verhängt wurde. Eine Diversifizierung des Anbaus soll bei der Einkommenslücke Abhilfe schaffen. Aus diesem Grund entschied man sich für den Anbau von Futterbäume wie Grevillea. Hierdurch soll die langfristige Versorgung der Tiere gesichert werden. Pro Haushalt wurden bereits mindestens zehn Futterbäume gepflanzt. Zwei Schulen wurden ebenfalls mit Futterbäumen ausgestattet. Weiteres Saatgut wird Kumea (der lokale Partner vor Ort) vor Beginn der Regenzeit im Oktober verteilen, damit die Gruppen und Schulen weitere Bäume heranziehen können. Der Verkauf von Setzlingen sollen sowohl den Schulen als auch den Gruppen ein weiteres Einkommen ermöglichen.

Einige Kleinbauern hatten bereits viel Glück mit ihren Ziegen. Als sie die Ziegen bekamen, waren sie bereits trächtig. Dadurch hatten die Familien der Kleinbauern zusätzlich zu der sonst eher kargen Ernährung sofort Ziegenmilch für den eigenen Konsum zur Verfügung. Es blieb auch etwas für den Verkauf übrig, was sofort kleine Einnahmen generierte. Zukünftig soll die Ziegenzucht so erweitern werden, dass bis zu 150 Liter Ziegenmilch täglich verkauft werden können. Bereits jetzt sind die Kleinbauern-Gruppen dabei, die nötigen Vertriebsstrukturen für die Milchabnahme zu schaffen.

Hierfür soll als nächstes ein Aufnahmeantrag an den nationalen Verband der Ziegenzüchter gestellt werden. Durch Aufnahme in den nationalen Verband würden die Kleinbauern von einer geregelten veterinär-ärztlichen Betreuung und besseren Konditionen bei der Beschaffung von weiteren Zuchttieren profitieren. Der nationale Verband führt auch Schulungen im Umgang mit den Tieren und Futtermitteln durch. Gleichzeitig werden durch den Verband Qualitätskontrollen der Milch und der weiterverarbeiteten Käsereiprodukte angestoßen.

Um den Aufbau der Strukturen in die richtigen Bahnen zu lenken, wurde ein in Maua ortsansässiger Projektkoordinator angestellt. Er betreut die Kleinbauern und steht mit seiner Erfahrung im Bereich Tierzucht zur Seite, damit möglichst schnell die gesetzten Ziele bezüglich der Einkommensgenerierung erreicht werden. Weitere Schritte zur Nachzucht sind bereits in Planung. Futterpläne werden erstellt und Verkaufsmöglichkeiten für Fleisch und Milch akquiriert. Durch Bildung eines Gemeinschaftssparfonds sollen Anschaffungen finanziert und Tierverluste ausgeglichen werden. Jedes Mitglied der Kleinbauern-Gruppen zahlte bereits 5.000 Kenia-Schilling ein, das entspricht etwa 45 Euro.

 

 

Projektnummer: 2017-012 „Ziegenhaltung Igembe“

http://www.nak-karitativ.denews-69.atom Internationaler Tag der Wohltätigkeit: „Sharety statt Charity!“ - 2019-09-03T16:59:50+02:00 2019-09-05T09:37:19+02:00 Heute ist der internationale Tag der Wohltätigkeit. Er wurde im Jahr 1997 anlässlich des Todestages der Ordensschwester Mutter Teresa ausgerufen um daran zu erinnern, dass es große Not auf der Erde gibt, die nur mit vielen helfenden Händen bekämpft werden kann. Nicht umsonst wurde die ursprünglich aus Albanien stammende Teresa als Heilige von Kalkutta bezeichnet. Ihr ganzes Leben setzte sie sich für Arme, Obdachlose, Kranke und Sterbende ein. Im Jahr 1979 erhielt sie für ihre Arbeit den Friedensnobelpreis. Wir von NAK-karitativ folgen auch ihrem Beispiel und versuchen mit unseren Projekten den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Es war auch ihre Persönlichkeit, die sie auf der ganzen Welt bekannt machte und den Wohltätigkeitsgedanken bis in den kleinsten Winkel des Planeten trug. Christliche Barmherzigkeit und Nächstenliebe waren die Grundpfeiler ihrer Arbeit.

Seit ihrem Tod hat sich viel getan. Natürlich ist Wohltätigkeit nach wie vor wichtig, um benachteiligten Menschen und Regionen Mittel zur Verbesserung ihrer Situation zukommen zu lassen.

Leider entsteht durch reine Wohltätigkeit aber eine Abhängigkeit vom Geber. Im Vordergrund steht also heute eher die Hilfe zur Selbsthilfe, um eine dauerhafte und nachhaltige Veränderung zu erreichen.

Sharety statt Charity. Das ist eine neue Form des Teilens. Diese Philosophie schafft ein Teamwork auf Augenhöhe, nicht von oben herab. Ob es das gemeinsame Nutzen einer Ressource ist, oder das Wissen, welches man mit anderen teilt aber natürlich auch finanzielle Aspekte. Es liegt in der Natur von uns Menschen, gemeinsam mit anderen Großes erschaffen zu wollen. Am schönsten ist es doch, wenn wir es freiwillig tun. Jemanden begleiten auf seinem Weg, bis er auf eigenen Füßen stehen kann.

Konfuzius sagte einmal: „Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

Wir von NAK-karitativ haben uns in unseren Projekten das Ziel gesetzt, nicht nur die Menschen für eine Zeit zu unterstützen, sondern nachhaltigen Erfolg anzustreben. Hierzu teilen wir unser Wissen und setzen es gemeinsam mit den Menschen vor Ort und unseren Partnern für eine Weiterentwicklung der durch uns betreuten Gebiete ein. Wie z.B. in unserem Projekt im Mukuru-Slum in Kenia (Projektnummer: 2016-016), wo wir eine Biogasanlage errichtet haben, die nun durch die einheimische Bevölkerung betrieben wird. Durch gezielte Schulungen sind die dort Menschen auf diese Aufgabe vorbereitet worden. Wir sind unseren Unterstützern dankbar für jede Zuwendung, mit der sie unser Verständnis von Sharety möglich machen.

 

Hier geht es zum Bericht "Biogasanlage im Mukuru-Slum":

https://www.nak-karitativ.de/projekt/kenia-hygieneentwicklung-und-einkommen/

 

 

http://www.nak-karitativ.denews-68.atom Timapita ku Sambia: Wir gehen nach Sambia! - 2019-08-28T12:32:35+02:00 2019-08-28T14:00:03+02:00 Auch in diesem Jahr entsendet NAK-karitativ zwei junge Erwachsene für einen Freiwilligendienst. Helen aus Heide (Schleswig-Holstein) und Silvan aus Backnang (Baden-Württemberg) reisen Mitte September nach Sambia (Südostafrika). 12 Monate lang absolvieren sie bei NACRO (New Apostolic Church Relief Organisation), der Partnerorganisation von NAK-karitativ, ihren Freiwilligendienst. In einem knapp zweiwöchigen Seminar in Bonn wurden die beiden bereits auf ihre Zeit im Ausland vorbereitet. Gesundheit, Handeln in Notfällen, interkulturelle Kommunikation, die Reflektion über Rassismus, Armut und die eigenen Privilegien waren Inhalt der Seminare. Zwei weitere Tage wurden die beiden nun in Dortmund von zwei Mitarbeitern von NAK-karitativ über kulturelle Besonderheiten in Sambia sensibilisiert und bekamen zudem weitere Informationen zu den Projekten, bei denen sie in unterstützender Funktion tätig sein werden.

„weltwärts“ das Freiwilligenprogramm

Einmal jährlich bietet NAK-karitativ jungen Menschen über das Programm weltwärts die Möglichkeit, an einem 12-monatigen Freiwilligendienst teilzunehmen. Das Freiwilligenprogramm „weltwärts“, wurde im Jahr 2008 vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ins Leben gerufen. 

Seit 2017 bietet auch NAK-karitativ dieses Programm an und sendete bereits zwei Freiwillige nach Sambia. Die Freiwilligen werden bei einer lokalen Partnerorganisation eingesetzt. Sie engagieren sich in einem der Themenschwerpunkte Bildung, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Kultur oder Menschenrechte. Im Mittelpunkt dieses Freiwilligenprogramms steht insbesondere interkulturelles Lernen, der Nord-Süd-Austausch, das Erwerben von Sprachkenntnissen und die persönliche Weiterentwicklung.

Vorbereitungsseminar in Dortmund

Am 19. und 20. August fand mit den Teilnehmern Helen und Silvan ein zweitägiges Vorbereitungsseminar in Dortmund statt. Im Mittelpunkt des Seminars standen die zukünftigen Tätigkeiten der beiden sowie das Verständnis der Arbeit von NAK-karitativ. Hierbei wurden insbesondere geschichtliche Hintergründe zur Kolonialisierung aber auch kritische Themen wie deutsche Kolonialzeit, Rassismus und Privilegien beleuchtet. Außerdem wurde mit den Freiwilligen erörtert, in welchem Umfang in diesen Ländern Entwicklungszusammenarbeit geleistet werden kann und auf welche Faktoren geachtet werden muss. Fragen wie: „Welche Rolle spiele ich als Freiwilliger beim Partner NACRO?“ und „Wie kann ich mich als Freiwilliger einbringen?“ wurden hier in den Mittelpunkt gerückt.  

Einsatz in zwei Projektschwerpunkten in Sambia

In den kommenden zwölf Monaten werden sich Helen und Silvan in einen der Themenbereiche, Bildung und landwirtschaftliche Entwicklung, in den von NAK-karitativ und NACRO betreuten Projekten einarbeiten.  

Helen hat sich für den Schwerpunkt Frauenförderung- und Bildungsprojekte entschieden. Hierbei wird sie Waisenkinder in Choma (sambische Südprovinz) begleiten und unterstützen und sich in der von NACRO betreuten Schule in Makapaela (sambische Westprovinz) engagieren. Zusätzlich unterstützt Helen die Selbsthilfe- und Spargruppen „Saving and Loans“. Hierbei handelt es sich um Gruppen aus dem landwirtschaftlichen Sektor, die am Rande des Existenzminimums leben. Ihre Gewinne durch den Verkauf agrarischer Produkte reichen gerade einmal aus um ihre Familien zu ernähren. Durch gemeinsames Sparen können die Mitglieder der Gruppen sich aus dem Gruppenkapital kleine Kredite für ihre Einkommensaktivitäten nehmen und haben mehr finanziellen Rückhalt.

Silvan wird im Rahmen des Freiwilligendienstes in Projekten zur ländlichen Entwicklung in Sambia helfen und den Projektkoordinator bei seiner Arbeit begleiten. Im Jahr 2014 baute NAK-karitativ mit dem Partner NACRO hier einen Farmbetrieb mit einer Anbaufläche von 18 Hektar auf. Neben anderen Gemüsesorten werden Tomaten angebaut, mit denen ein Verarbeitungsbetrieb beliefert wird. Die Tomaten werden dort zu einer Sauce verarbeitet und neuerdings in einer großen Supermarktkette in Lusaka und Umgebung verkauft. Der Farmbetrieb dient als Grundlage für das in diesem Frühjahr fertiggestellte Ausbildungszentrum für gefährdete Jugendliche und Straßenkinder, das nun im Herbst die ersten Auszubildenden aufnimmt.  

  

Projektkennwort: „DA012 weltwärts“

http://www.nak-karitativ.denews-67.atom Deutschland: „Ein Sommerfest für alle.“ - 2019-08-26T12:16:59+02:00 2019-08-26T14:25:39+02:00 Am 23. August 2019 fand bei angenehmen Temperaturen und blauem Himmel ein Sommerfest für alle Geflüchteten vor Ort und Helfer des Flüchtlingscamps in der Mergelteichstraße in Dortmund statt. Bereits seit Beginn 2016 arbeitet NAK-karitativ mit der Leitung des Camps zusammen und organisiert neben Deutschkursen auch Feste und Mitmach-Aktionen wie. z.B. die Gestaltung des Camps durch Bemalung und Bepflanzung von Autoreifen durch die dort lebenden Kinder. Zusätzlich ist NAK-karitativ Familien bei der Wohnungssuche und Behördengängen behilflich und unterstützt bei der Suche nach passenden Schul- und Ausbildungsplätzen. Das Fest sollte nun eine unbeschwerte Abwechslung für die Bewohner des Camps und Helfer sein, die oft mit unermüdlichem Einsatz und Herz bei der Sache sind.

Nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder genossen sichtlich die ihnen gebotenen Aktionen wie die von Clown Thomas, der eine Jonglierschau mit Bällen und Feuerstäben zeigte und den Kindern eine Anleitung gab, wie aus Luftballons Tiere, Motorräder und Blumen geformt werden können. Ebenfalls die Hüpfburgen fanden guten Anklang bei den Kindern, die sich bei bestem Wetter und sommerlichen Temperaturen zusammen bei gemeinsamen Spielen und kleinen Wettkämpfen vergnügten. Eine kleine Bimmel-Bahn war für die Besucher arrangiert und fuhr vorbei am dort ansässigen Zoo hinaus in ein dahinter liegendes Waldstück. Auch sie wurde von Erwachsenen und Kindern gerne für eine gemeinsame Fahrt genutzt.

Zu den Besuchern des Festes zählten neben Bewohnern aus der Nachbarschaft auch eine kleine Gruppe von Senioren aus dem dort ansässigen Seniorenheim, die sich unter die Gäste und Bewohner des Camps mischte.

Kulinarisches durfte natürlich nicht fehlen. So konnten die Besucher des Festes ihren Hunger bei afghanischem Essen stillen. Besonders der eisige Nachtisch fand bei den Kindern großen Anklang, die bei den sommerlichen Temperaturen dankbar waren für eine Abkühlung.

http://www.nak-karitativ.denews-66.atom Sambia: Aus einem Traum wird Realität - 2019-07-31T11:25:16+02:00 2019-07-31T11:49:43+02:00 In 2008 errichtete die Neuapostolische Kirche Sambia in Zusammenarbeit mit den umliegenden Dörfern ein Schulgebäude mit zwei Klassenräumen und einem Wohnhaus für die Lehrer. Schnell wurde klar, dass der vorhandene Platz für die Kinder (2017 waren es 230) nicht ausreicht. Da die Schule durch ihren Erfolg konstanten Zulauf bekam, beschloss NAK-karitativ zusammen mit der Neuapostolischen Kirche und dem lokalen Partner NACRO (New Apostolic Church Relief Organisation) ein zusätzliches Schulgebäude zu errichten, dazu auch zwei weitere Wohngebäude für die Lehrkräfte. Diese Gebäude konnten in diesem Sommer fertig gestellt werden und wurden vor zwei Wochen feierlich eingeweiht. Für die Schüler ging damit ein großer Traum in Erfüllung

Situation

In Sambia sind 47% der 17 Millionen Einwohner 15 Jahre alt und jünger. Dies stellt das Land vor die Herausforderung, angemessene Bildungseinrichtungen für die vielen Kinder und Jugendlichen bereit zu stellen. Die Lehrer/ Schüler Rate sollte eigentlich bei unter 40 Schüler pro Lehrer liegen. Häufig wird dies jedoch weit überschritten. In Matenda hat über Jahre hinweg jeder Lehrer weit über 60 Schüler betreut. Der Unterricht fand in Schichten in den zwei Klassenzimmern statt. Diese Überbelastung wirkt sich negativ auf die Zeit aus, die jeder Schüler mit dem Lehrer im Unterricht verbringt und auf die Lernerfolge der Kinder.

 

Entsprechend ausgelassen feierten die Lehrer, Schüler und Eltern die Erweiterung der Schule um drei zusätzliche Klassenzimmer. In einer feierlichen Eröffnung in Anwesenheit von Vertretern des Ministeriums für Bildung, dem Chief (traditioneller Führer), dem NACRO Team sowie der Projektkoordinatorin von NAK-karitativ wurden die drei Klassenzimmer und zwei Lehrerhäuser eingeweiht. Die Schüler begleiteten die Eröffnung mit einer musikalischen Darstellung, durch die sie ihre Freude und Dank zum Ausdruck brachten.

 

Neue Klassenräume und Unterkünfte für die Lehrer

 

Mithilfe der Dorfgemeinschaft wurden die drei neuen Klassenzimmer und zwei Häuser für neue Lehrer gebaut. Die Dorfgemeinschaft brannte selbst Ziegelsteine und stellte Sand und Kies sowie ihre Arbeitskraft für den Bau zur Verfügung. Gesamt trugen sie so mit 26% zur Erweiterung der Schule bei. Die restlichen 74% kamen von NAK-karitativ. NACRO der lokale Partner in Sambia betreute das Projekt und sorgte für die ordentliche Umsetzung. Die Regierung stellt weitere Lehrer für die Schule bereit, sodass die Schüler nun von drei Vollzeitlehrern und zwei Assistenten unterrichtet werden.

http://www.nak-karitativ.denews-65.atom Earth Overshoot Day: „Wir haben keine zwei Welten!“ - 2019-07-29T14:37:00+02:00 2019-07-29T14:29:24+02:00 Heute, am 29 Juli ist der Earth Overshoot Day, also der Erdüberlastungstag. Das Global Footprint Network – eine Nichtregierungs-Organisation mit Sitz in Kalifornien – berechnet seit 2003 jährlichen den „Ökologischen Fußabdruck“. Nach einem ausgewogenen Kennzahlensystem wird der Tag berechnet, an dem diese natürlichen Ressourcen verbraucht sind. In diesem Jahr ist das der 29. Juli, bezogen auf die ganze Menschheit.

Derzeit verbrauchen wir Ressourcen in einer Größenordnung von zwei Erden und der Verbrauch steigt seit Jahren kontinuierlich an. Aus diesem Grund verlagert sich der Earth Overshoot Day immer weiter nach vorn. Verbrauch bedeutet dabei: Entnahmen aus dem Ökosystem, also Pflanzen, Futtermittel, Holz, Fisch etc., hinzukommt, dass mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als die Erdatmosphäre aufnehmen kann. Wir verbrauchen also kräftig die Ressourcen künftiger Generationen.

Das kann nicht gut gehen, dieser Raubbau muss aufhören! Gefordert sind Politik, Wirtschaft und Finanzsysteme weltweit, um ein Wirtschaften zu erreichen, dass die ökologischen Beschränkungen der Erde berücksichtigt. Diese Veränderungen werden letztlich beeinflusst vom Wissen (Bewusstsein), der Bereitschaft und Entschlossenheit der Menschen.

Um das Datum zukünftig in die entgegengesetzte Richtung zu verschieben, kann jeder seinen ganz persönlichen Teil hierzu beitragen. Veränderungen in der eigenen Lebensweise könnten erste Schritte in diese Richtung sein.

Nachstehend Beispiele für Lebensbereiche, die Einfluss auf eine Reduktion des Verbrauchs an Ressourcen haben:

  • Verkehr/Reisen: Nutzung alternativer Transportmöglichkeiten (Bahn statt Flug, öffentliche Verkehrsmittel statt PKW, wo möglich, Radfahren …)

  • Lebensmittel: Verschwendung vermeiden, weniger Fleisch, mehr Kalorienverbrauch aus Pflanzen, bevorzugt lokale Produkte kaufen, Verpackungen reduzieren…

  • Natur: Wiederaufforstung von Wald, naturnahe Gärten…, Gewässerschutz durch Reduktion verschmutzender Düngemittel…

  • Wohnen: umweltbewusstes Heizen, Isolierungen, Strom sparen…

  • Güter/Kleidung: weniger Wegwerfen, Mehrfachnutzung bei Kleidung

Die Arbeit von NAK-karitativ zielt seit Jahren zu einem großen Teil auf Einkommen schaffende Maßnahmen, traditionelle Landwirtschaft steht dabei besonders im Fokus. Nachstehend ein paar typische Projekte, in denen Aspekte des Ressourcenschutzes und eines schonenden Umgangs mit der Natur besonders berücksichtigt werden:

https://www.nak-karitativ.de/projekt/sao-tome-und-principe-boleia-boleia/

https://www.nak-karitativ.de/projekt/simbabwe-15-us-dollar-fuer-300-kilogramm-baumwolle/

https://www.nak-karitativ.de/projekt/kenia-bienen-und-grassamen-schaffen-neue-perspekt/

https://www.nak-karitativ.de/projekt/kenia-aufforsten-statt-abholzen/

https://www.nak-karitativ.de/news/gambia-legale-muellentsorgung/

Wir gehen davon aus, dass unseren Unterstützern und Förderern Boden- und Gewässerschutz, Pflanzengesundheit und Tierwohl, Klima- und Artenschutz, nachhaltiger Ressourcenverbrauch ebenso am Herzen liegen wie uns. Eine Unterstützung unserer Projekte wäre eine großartige Hilfe!

Tun wir etwas. Gemeinsam!

http://www.nak-karitativ.denews-64.atom Deutschland: Finanzberatung im Grünen - 2019-07-23T16:38:33+02:00 2019-07-24T15:40:19+02:00 Das Jugenddorf „Hoher Meißner“ liegt ganz im Nordosten von Hessen, nahe der Thüringischen Grenze zwischen Kassel und Eisenach. Der Weg dorthin führt serpentinartig an der höchsten Erhebung „Hohen Meißner“ durch dichtbewachsene Wälder, wilden Blumenwiesen mit Mohn, Disteln und Klee, vorbei. Vom 15. bis 21. Juli fand in dieser lieblichen Gegend der Sommerkurs „Auszeit vom Alltag“ statt, der vom Sozial- und Bildungswerk der Neuapostolischen Kirche (SBW) durchgeführt und von NAK-karitativ finanziert wird. Vor allem Alleinstehende und Familien, die von staatlichen Transferleistungen und Arbeitslosengeld abhängig sind, zählen zur Zielgruppe dieses Programmes. Neben diversen Workshops zur Schuldner- und Finanzberatung sowie einem Bewerbertraining standen aber auch Aktivitäten „im Grünen“ auf der Agenda.

Situation

„Wie gehe ich mit wenig Geld im Alltag um?“, „Was mache ich, wenn ich meine Stromrechnung nicht mehr bezahlen kann? oder „Was kann ich machen, wenn ich komplett zahlungsunfähig bin?“ Diese Fragen beschäftigen viele Menschen in Deutschland, die zumeist Empfänger von Sozialleistungen wie Hartz IV sind. Laut dem Schuldneratlas sind 6,9 Millionen Bürger in Deutschland über 18 Jahre überschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf- Tendenz steigend (Stand: Oktober 2018). Vor allem bei älteren Menschen und alleinerziehenden Frauen sind deutliche Steigerungen festzustellen.

 

 

Da die Kosten für Miete, Strom und Energiezulieferern nicht weniger werden, bringt dies viele Menschen an den Rand der Armutsgrenze. Die Anfrage für Schuldnerberater ist dementsprechend groß. Zwar bieten Kommunalverwaltungen oder Wohlfahrtsunternehmen wie Caritas oder die Diakonie Schuldnerberatungen kostenlos an, jedoch sind diese hoffnungslos überlaufen, sodass ein Großteil der Betroffenen oft monatelang auf einen Termin warten muss. Die üblich zu Rate gezogenen Schuldnerberater kosten zum Teil mehr als 500 Euro, was für die meisten nicht rentabel ist.

 

Beratung durch das Neuapostolische Sozial- und Bildungswerk SBW

Das Neuapostolische Sozial- und Bildungswerk (SBW) bot auch in diesem Jahr ein 6-tägiges Bildungs- und Erholungsprogramm an. Das Angebot richtete sich vor allem an Familien und Alleinerziehende mit ihren Kindern, die auf Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder andere staatliche Leistungen angewiesen sind. Beratung in sozialen oder wirtschaftlichen Fragen gehörten ebenso zu den Aktivitäten, aber auch Workshops und Vorträge zu Bewerbung, Ernährung und Haushalt. Die gemeinsamen Freizeitaktivitäten, Gespräche und Informationsveranstaltungen schaffen ein motivierendes Miteinander.

 

Beispielsweise gab es für die Teilnehmer ein Bewerbertraining, in dem wertvolle Tipps zu Formulierungen und Strukturierung von Bewerbungsschreiben gegeben wurden. Auf Wunsch konnte individuell auch ein Vorstellungsgespräch mit den Seminarleitern geübt werden. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nutzten dieses Angebot. Darüber hinaus wurde in diesem Sommerkurs ein Workshop in der Schuldnerberatung und Kenntnisse über das Sozialgesetzbuch vermittelt. Neben praktischem Wissen, zum Beispiel: „Wo kann ich Abstriche bei Genussmitteln (Tabak, Alkohol, Süßigkeiten) machen, um am Ende des Monats nicht in den roten Zahlen zu stehen?“, bekamen die Teilnehmer durch den Schuldnerberater vom SBW, Wolfgang Wegener und Hans-Jürgen Röhr einen Eindruck, welche (kostengünstigen) Versicherungen (z.B. die Haftpflichtversicherung) sie abschließen sollten, um abgesichert zu sein. Daneben boten die Workshop-Leiter auch individuelle Schuldnerberatung im Laufe der Woche an.

 

Erholung und weitere Angebote „Im Grünen“

Neben Angeboten in der Sozial- und Wirtschaftsberatung konnten die Teilnehmer das Angebot der „Anlage im Grünen“ genießen. Für die Kinder gab es unter anderem Tiergehege, einen Spielplatz sowie einen Barfußpfad, der durch den Wald führte. Auch in der Ernährungsberatung gab es diverse Angebote: Beispielsweise zeigte eine Diplom-Biologin den Teilnehmern verschiedene Kräuter des Waldes und erklärte, welche Kräuter genießbar, zur Nutzung von Tees oder zum Heilen von Wunden verwendet werden könnten und welche giftig sind. Der Kurs sorgte für große Begeisterung bei Jung und Alt. Ebenso gut kam der Kurs „Das Leben einer Honigbiene“ bei den Kindern an, die Insektennester erstellen und damit den Bienen eine Lebensgrundlage schaffen konnten.

 

Das Bildungs- und Erholungsprogramm wird ebenfalls im Oktober angeboten. Nur noch wenige Plätze sind frei. Anmelden können sich die Teilnehmer auf der Website vom SBW unter info@nak-sbw.de.

 

 

 

Projektkennwort: “DA010-Familienrüstzeiten“

http://www.nak-karitativ.denews-63.atom Bangladesch: "Wir gehen unter". Katastrophenhilfe nach Monsun - 2019-07-17T16:29:04+02:00 2019-07-23T10:30:57+02:00 Das Land Bangladesch leidet derzeit unter dem starken Monsunregen, der das Land jedes Jahr zwischen Juni und September trifft. Dieses Jahr hat der Monsun die Bangladescher besonders hart getroffen. Begünstigt durch die Auswirkungen des Klimawandels, sind die auftretenden Regenfälle so heftig, dass die Flüsse Brahmaputra, Ganges und Menghna über die Ufer getreten sind und ganze Dörfer unter Wasser gesetzt haben.

Zur Situation

Die dort lebenden Menschen haben auch aufgrund der großen Armut keine Ausweichmöglichkeit und somit ihr Hab und Gut verloren. Die Lage spitzt sich zu. Wir trafen Kinder, die den ganzen Tag durch das stehende Wasser waten. Ein idealer Nährboden für Erkrankungen wie Cholera, Durchfall, Hepatitis aber auch Malaria.

Mit etwa 165 Millionen Einwohnern gehört Bangladesch zu einem der größten aber auch ärmsten Entwicklungsländer der Erde.  Die Menschen versuchen sich mit Sandsäcken gegen die immer höher werdenden Fluten zu wappnen, um zumindest etwas ihre Häuser und Tiere absichern zu können.

Die durch die Erdrutsche meist zusammenfallenden Häusern werden zur tödlichen Falle für die Menschen. Hinzu kommt, dass die Haupteinnahmequelle die Landwirtschaft ist. Durch die starken Regenfälle sind die Ernten verloren, was mit der Gefahr einer großen Hungersnot einhergeht.

Sämtliche Kommunikationsmöglichkeiten ins Land  sind eingebrochen, da die Leitungen ebenfalls mit zerstört wurden. 

Meteorologen geben derzeit keine Entwarnung. Es wird mit weiter anhaltenden starken Regenfällen gerechnet.

  

Unsere Maßnahmen

Zusammen mit unserer Partnerorganisation Help e.V. beteiligt sich NAK-karitativ an der Notversorgung der Menschen vor Ort. Neben Hygiene- und Nahrungsmittelpaketen engagieren wir uns bei der Reparatur von Sanitäreinrichtungen und einer Organisation der Abfallentsorgung um den Ausbruch von schweren Krankheitsepidemien zu verhindern und die erste Not zu lindern.

 

Spenden Sie

Ihre Unterstützung wird dringend benötigt. Unterstützen Sie uns bei unseren Hilfsmaßnahmen vor Ort mit einer Spende unter dem Stichwort "2019-010 Katastrophenhilfe Südasien“

Wir danken Ihnen herzlich.

  

http://www.nak-karitativ.denews-62.atom IJT2019 – NAK-karitativ goes green - 2019-06-12T10:09:01+02:00 2019-06-12T12:40:01+02:00 Vom 30. Mai bis zum 2. Juni fand der IJT2019 (Internationaler Jugendtag der Neuapostolischen Kirche) auf dem Messegelände in Düsseldorf statt. NAK-karitativ präsentierte sich den etwa ca. 30.000 Teilnehmern in Halle 6 auf einem gemeinsamen Stand zusammen mit den anderen kirchlichen Hilfsorganisationen.

Das etablierte Logo von NAK-karitativ erschien erstmalig ergänzt um einen grünen Stempel „GOES GREEN“, passend in den Kontext der Aktionen auf dem Stand und der Ausrichtung von NAK-karitativ. Die Arbeit von NAK-karitativ steht großenteils im Zusammenhang mit Auswirkungen des Klimawandels. Seit Jahren investiert NAK-karitativ z.B. in organische Landwirtschaft, um Kleinbauern in Afrika ein erträgliches Einkommen zu ermöglichen, viele Projekte beinhalten klimawirksame Komponenten. Insbesondere junge Menschen bewegt die Sorge um die Klimaentwicklung, die Möglichkeiten zur Einflussnahme sind allerdings begrenzt. Sind sie das? Jeder kann etwas tun, um seinen ökologischen Fußabdruck zu beeinflussen. Und genau hier setzt die Mitmach-Kampagne an:

NAK-karitativ bewies, dass z.B. „klimabewusstes Essen“ Spaß macht. Fernsehkoch Simon Tress zeigte in 4 lustigen Kochshows, wie es gehen kann. Motto: „saisonal – regional – lecker“, und alle Rezepte leicht nachkochbar! Ein Riesenspaß für Zuschauer und Akteure, denn Simon Tress machte Teilnehmer zu „Koch-Assistenten“. In 30 Minuten entstand ein super-leckeres Gericht. Kommunikativ war es auch, denn jeweils 3 Teilnehmer verputzten ihre Kostproben gemeinsam von einem Teller – Porzellangeschirr und Metallbesteck selbstredend!

Der IJT2019 ist zugleich Kick-Off der Mitmach-Kampagne „NAK-karitativ goes green“. Jeder kann etwas tun:

·        Regionales Einkaufen,

·        Saisonales Obst und Gemüse kaufen

·        Reduzieren des Fleischkonsums, wenn Fleisch und Geflügel, dann tiergerecht und ökologisch produziert

·        Reduzieren/Vermeiden von Kunststoffverpackungen,

·        Wegwerfen von Lebensmitteln vermeiden,

·        Food-sharing (eine Kooperation mit dem ASTA der FH Dortmund mit NAK-karitativ ist in Vorbereitung),

·        Vermeiden von Inlandsflügen,

·        Verstärktes Nutzen von Fahrrad und Öffentlichen Verkehrsmitteln

·        Kauf von fair und ökologisch produzierter Kleidung…

Zahlreiche IJT-Besucher haben Interesse an dieser Mitmachkampagne signalisiert und sind bereit sich als Botschafter für NAK-karitativ zu engagieren. Details folgen…

 

Was gab es noch auf dem Stand? Baobab-Drops! Ein Give-away aus der Frucht des Affenbrotbaums, produziert von einer Frauengruppe aus Niamey in Niger. Blieben vor Jahren in Afrika noch viele Baobabs ungenutzt liegen, sind mittlerweile etliche Produktionsketten zur Nutzung und zum regionalen Vertrieb entstanden. Die sofortige Verkostung der Proben vor Ort ergab unterschiedlichste Ergebnisse. Sie reichten von „lecker“, „mehr davon“ bis „ungewohnt“ oder auch „etwas merkwürdig“…, ältere Probanden entdeckten Ähnlichkeiten mit Brausepulver.

http://www.nak-karitativ.denews-61.atom HEUTE: Deutscher Erdüberlastungstag - alle Ressourcen aufgebraucht! - 2019-05-03T13:53:00+02:00 2019-05-07T10:12:01+02:00 Wenn alle so leben würden wie wir in Deutschland, dann hätten wir heute bereits die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. Noch nicht einmal ein halbes Jahr kommen wir mit unserem Verbrauch über die Runden!

Zur Berechnung werden dazu die biologischen Kapazitäten der Erde, Ressourcen aufzubauen, sowie Abfälle und Emissionen aufzunehmen, dem Bedarf an natürlichen Ressourcen und Flächen wie Wälder und Ackerland, gegenübergestellt.

 

Die Daten werden jährlich vom Global Footprint Network ermittelt und veröffentlicht. „Da wir nur eine Erde haben, führt diese Übernutzung zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Böden und Waldqualität und zu einer hochriskanten Klimakrise. Wir sind Teil eines gefährlichen Schneeballsystems: Wir nehmen Ressourcen der Zukunft, um die heutige Wirtschaft zu füttern. Wie bei einem finanziellen Schneeballsystem bauen wir uns damit die eigene Falle“, sagt Dr. Mathis Wackernagel, Gründer des Global Footprint Networks.

 

Energieversorgung, Verkehr aber auch die industrielle Landwirtschaft tragen in hohem Maße zu den enormen Treibhausgasemissionen Deutschlands bei. Für unseren Lebensstil benötigen wir 3 Erden. Wir leben auf Kosten anderer! Die Auswirkungen sind bereits heute zu Spüren. Der Zyklon Idai hat ganze Landstriche in Malawi, Simbabwe und Mosambik zerstört. Den dort lebenden Bauern sind ihre Existenzgrundlagen zerstört worden. Im Gegensatz zu uns benötigt Malawi gerade mal eine „halbe Erde“ pro Jahr. Auch in Deutschland kann man die Folgen unseres Lebensstils spüren: Rekordsommer in 2018 mit teilweise massiven Ernteausfällen; der Winter, viel zu mild - und doch waren über Wochen mehrere Dörfer wegen extremen Schneefalls von der Außenwelt abgeschlossen. Stürme und Starkregen zerstörten Häuser, Straßen und Ernten.

 

Der Klimawandel ist eine Aufgabe aller Industriestaaten, der sogenannten „entwickelten“ Welt. Jeder kann seinen Anteil beitragen, zum Beispiel durch

  • Verzicht auf die dritte Städtereise im Jahr,
  • Lebensmittel können regional besorgt werden,
  • bewussteren Einsatz des PKW,
  • häufige Nutzung von Fahrrad und Bahn als Verkehrsmittel

Auf der Website des Global Footprint Networks kann jeder seinen eigenen Verbrauch berechnen und sich Anregungen holen, wie man den eigenen Lebensstil anpassen kann.

http://www.nak-karitativ.denews-60.atom Surinam: Ein Ultraschallgerät für Paramaribo - 2019-04-23T13:01:00+02:00 2019-04-25T15:20:06+02:00 Von Europa nach Südamerika: Vorbei an blühenden Tulpenfeldern wurde am Tage des Käsebällchens (17.4. 2019 nach WDR 2 Auskunft) ein Ultraschallgerät von Dortmund nach Lelystad in Holland gebracht. In Lelystad wurde die Sachspende, die aus einer Praxis in Wuppertal stammt, von Mitarbeitern von Stichting Corantijn, dem lokalen Partner von NAK-karitativ in Empfang genommen. In Kürze wird das funktionsfähige Gerät nach Paramaribo, der Hauptstadt von Surinam, in einem Container verschifft. Dort soll es an eine Krankenstation weitergegeben werden, die dringenden Bedarf hat.

Sachspende aus Wuppertal

Das Krankenhaus in der Hauptstadt freut sich schon sehr auf das Ultraschallgerät, das eine Arztpraxis aus Wuppertal freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Eine Krankenstation wird es dann in der Abteilung für Innere Medizin einsetzen können. Stichting Corantijn, das soziale Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche in Holland, verschickt jährlich 3 Container, die jeweils eine Länge von 13,20 Meter haben. Durch die aktive Mitarbeit von Kirchenmitgliedern können in Lelystad Kleidungsstücke, Medizinbedarf, Hilfsmittel für Senioren, Bücher und Schulmöbel sortiert, verpackt und verladen werden- vor allem Schulbücher werden üblicherweise verschifft.

 

Mit Sachspenden konnte bereits viel geholfen werden

In den nächsten Tagen geht der erste Überseecontainer für dieses Jahr auf die Reise. Der zweite, mit dem gut in einer Holzkiste verpackten Ultraschallgerät, soll im Juli die dreiwöchige Reise nach Surinam antreten. Stichting Corantijn unterstützt durch seine Sachspendensammlung mehrere Nichtregierungsorganisationen in Suriname. Nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch im Binnenland, wobei sich auch der Einzelschicksale von Kirchen- und Nichtkirchenmitgliedern angenommen wird. Zum Beispiel erhält eine junge Frau mit Mehrfachbehinderungen ein Bett mit Rollen, das in Holland von einem Schreiner gebaut wurde und nun im Container mitgeschickt wird.  Damit kann sie zum ersten Mal nach einigen Jahren in der dunklen Wohnung wieder das Sonnenlicht und die Luft vor ihrem Haus genießen. NAKK ist froh, Stichting Corantijn in seinen Bemühungen um ein würdiges Leben in diesem armen Teil Südamerikas fachlich und finanziell unterstützen zu können.

http://www.nak-karitativ.denews-59.atom Kenia: Erfolgreiche Mikroprojekte im Mukuru Slum in Nairobi - 2019-04-11T15:07:32+02:00 2019-04-12T08:44:02+02:00 Im Februar 2019 konnte endlich das neue Biocentrum im Mukuru-Slum in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, eröffnet werden. Während der einjährigen Erbauung des Biozentrums, erhielten mehrere Jugend- und Frauengruppen begleitende Schulungen. Sie erlernten neben den Grundsätzen der Buchhaltung die Herstellung von Holzkohle, Wiederverwertung von Plastikmüll und die Saftherstellung. Der Verkauf von Holzkohle läuft nun seit mehreren Monaten erfolgreich. Nicht nur weniger Hausbrände, sondern weniger Ausgaben für Energie lassen sich feststellen. NAK-karitativ hat neben den Schulungen in der Herstellung dieser angepassten Technologie finanziert. Auch die Einrichtung eines Fonds zur Beschaffung der benötigten Materialien wurde begleitet.

Verkauf von Mango- und Orangensaft

Die Ausbildung in der Saftherstellung wurde bis jetzt noch in den Ausbildungsräumen des Kenianischen Instituts für Qualitätssicherung durchgeführt. Parallel dazu wurde während der Herstellung des Mango- und Orangensafts auch das Qualitätszertifikat beantragt. Dieses konnte nach einiger Wartezeit zur Freude aller Beteiligten erteilt werden. Somit kann die Produktion in den Slum verlagert werden und die Familien, die um das Biozentrum herum leben, profitieren von einem vielfältigen Getränkeangebot zum fairen Preis. Darüber hinaus haben die jungen Menschen sowie Frauen einen Arbeitsplatz und ein festes Einkommen.

 

Einkommen durch Müllbeseitigung-, Trennung, und Recycling

Zwei Jugendgruppen wurde beigebracht, wie Plastik gesammelt und getrennt werden muss. Es werden dabei zwei Sorten, gezogener und geblasener Plastik, bei der Trennung des Plastikmülls unterschieden: Gezogener Plastik wird bei der Herstellung von Plastikwannen verwendet, während Plastik bei der Kanister-Herstellung geblasen wird. Eine Maschine zum häckseln wurde angeschafft und ein Abnehmer für die Plastikschnipsel gefunden. Die kleinen, geschredderten Plastikreste werden momentan in einem 18-Fuß Container gelagert. Um diese Sammlung in größerem Umfang durchführen zu können, wird überlegt sich einen Trafo anzuschaffen. Dieser kann wiederum den Anschluss an das Versorgungsnetz im Slum garantieren.

 

Selbst hergestellte Holzkohle: Aus vielerlei Sicht ein Gewinn für Mukuru

Auch die Herstellung und der Verkauf von Holzkohle hat sich für die Jugend- und Frauengruppen ausgezahlt: Lange Zeit war die genutzte Kohle aus der Region für die Menschen gesundheitsschädlich- Zusatzstoffe wie Eukalyptus sorgen für ein Brennen in den Augen- ebenso löste der Rauch bei vielen einen Reizhusten aus. Darüber hinaus gab es vermehrt Hausbrände, weswegen vor wenigen Jahren ein Umdenken erfolgte: Aus Altpapierresten und Resten von Kohleflöze wird dieses Gemisch zu neuen Holzkohle-Briketts gepresst. Diese sind energiesparender, besser für die Gesundheit, und haben die Anzahl der Hausbrände quasi auf null gebracht.

 

Das Potenzial in Mukuru ist längst noch nicht ausgeschöpft

Diese drei Projekte sind das erfreuliche Beiwerk zu dem Großprojekt „Hygieneverbesserung und Biogasproduktion im Slum Mukuru“. Sie bieten langfristig Arbeitsplätze für die Jugendliche und die Frauen. Darüber hinaus gibt es schon weitere kreative Überlegungen, um weitere Projekte im Bereich Gesundheit in Eigenverwaltung durchführen zu können.

http://www.nak-karitativ.denews-58.atom Aber bitte nicht älter als 40 Jahre! - 2019-04-05T12:48:00+02:00 2019-04-05T13:03:25+02:00 Beim Projektbesuch von Jouhaina Müller und Joana von Jarmersted in Amman, der Hauptstadt Jordaniens berichtet die Projektmanagerin Stephanie Yousef von den Schwierigkeiten, denen alte Menschen gegenüberstehen. „Viele Unternehmen suchen keine Mitarbeiter, die älter als 40 Jahre sind. Dies wird auch bereits in der Stellenausschreibung so angeben. Für die über 1 Million geflüchteter Menschen in Jordanien ist es noch schwieriger.“

NAK-karitativ unterstützt HelpAge in einem durch die Deutsche Humanitäre Hilfe und Aktion Deutschland Hilft gefördertem Projekt für ältere geflüchtete Menschen in Jordanien. Nach der UN gilt als älter, wer das 60. Lebensjahr erreicht hat, doch in den meisten Entwicklungsländern hört damit das Arbeitsleben der Menschen nicht auf. Die meisten müssen bis ins hohe Alter für sich und ihre Familien sorgen. Bei Katastrophen gehören ältere Menschen zu den gefährdeten Gruppen. Ihre Mobilität ist häufig eingeschränkt, eine Flucht dadurch erschwert. Zudem benötigen sie eine intensivere medizinische Versorgung. Doch leider gibt es zu den Bedürfnissen und Problemen älterer Menschen in Entwicklungsländern zu wenige Informationen. Das Projekt „Keiner bleibt zurück!“ in Jordanien hat als einen Schwerpunkt Akteure der Humanitären Hilfe, lokale und internationale Hilfsorganisationen sowie Ministerien und Regierungsorganisationen darin zu schulen, wie die Aktionen und Projekte inklusive für Ältere gestaltet werden können. Ziel des zweijährigen Projektes war es 200 Mitarbeiter von 25 Organisationen zu trainieren. Dieses Ziel wurde weit übertroffen. Die Anfragen waren so groß, dass mittlerweile über 500 Mitarbeiter von 75 unterschiedlichen Organisationen geschult wurden. Zusätzlich wurde eine Online-Plattform aufgebaut, sodass diese Schulungen nun auch online durchgeführt werden können.

Das Projekt wurde nun um weitere zwei Jahre verlängert. Eine kürzlich abgeschlossene Studie hat Probleme in der Gesundheitsversorgung sowie sozialen Teilhabe für ältere Menschen ergeben. Nur 3% der älteren syrischen Geflüchteten fühlen sich in das gesellschaftliche Leben integriert. Fehlende soziale Kontakte führen häufig zu depressiven Stimmungen bei den Menschen, die ohnehin bereits durch ihre Flucht besondere Ausnahmesituationen ertragen müssen. Diese beiden Komponenten werden in der nächsten Phase des Projekts besonders ins Auge genommen. Hierbei ist ein partizipativer Ansatz, bei dem die älteren Menschen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, besonders wichtig.

http://www.nak-karitativ.denews-57.atom Schöner wohnen in Angola - 2019-03-29T13:20:41+01:00 2019-04-12T12:17:04+02:00 Ganz im Nordosten Angolas in der Nähe der Stadt Saurimo, ungefähr zwei Tagesreisen mit dem PKW von der Hauptstadt Luanda entfernt, befindet sich der Farmbetrieb Muachucico. Sie liegt etwa 30 Kilometer von der als Diamantenzentrum bezeichneten Stadt Saurimo entfernt und wird von NAK-karitativ seit 2014 finanziell und mit technischer Hilfe unterstützt. Ein Großteil der ländlichen Bevölkerung führt in dieser ländlichen Gegend ein hartes Leben als Kleinbauern oder arbeitet in den Diamantenminen für einen Hungerlohn. Um den aus anderen Provinzen stammenden Feldarbeitern eine langfristige Perspektive bieten zu können wurde beschlossen, 6 Häuser und eine Versammlungshalle auf der Farm zu errichten. Die ersten Häuser konnten nun bezogen werden.

Zur Situation

Seit 2 Wochen wohnt Simao Camboeta mit seiner Frau und seinen beiden Jungen im Haus Nr 1 in der Siedlung in Machuchico. 30 Kilometer von der nächsten Stadt Saurimo in der Provinz Lunda Sul im Norden Angolas entfernt. Sechs Familien konnten Ende Februar nach der Maisernte, der Tomatenernte und der Ananasernte mit dem Abklingen der Regenzeit aus ihren Lehmhäusern mit Strohdach in die Steinhäuser mit Wellblechdach einziehen. Die Kinder konnten die Schule, die nur 100 Meter von den Häusern entfernt neu errichtet wurde, das erste Mal vor 2 Wochen besuchen. Der Lehrer, der von der Regierung entsandt wird, kann bis zu 30 Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren unterrichten. Beim Besuch des Projektkoordinators wurden einige infrastrukturelle Lösungen besprochen und der Mietvertrag erläutert.

 

 

Maßnahmen

Mit dem Bau der Häuser war die Absicht verbunden, dass die Farm in mehreren Schritten in die Selbstverwaltung durch die 8 Mitarbeiter der Farm übergehen sollte. Dazu gehört das Anlegen eines Hausgartens, der die Selbstversorgung der Familien mit Gemüse, Obst und Getreide sicherstellen soll. Die Fläche von 1 Hektar pro Arbeiter erlaubt mehr Lebensmittel zu produzieren als für die durchschnittliche Familie mit 5 Personen benötigt werden. Eine Einkommenssteigerung ist somit auch möglich. 30 Stunden ihrer wöchentlichen Arbeitszeit arbeiten die Bauern auf dem Gelände der Farm und 10 Stunden pro Wochen sollen sie in ihren Hausgärten verbringen. Momentan wird der Vertrieb der Farmprodukte und die Planung der Feldnutzung noch von einem lokalen Agraringenieur übernommen. Mit Beginn 2020 werden die Farmmitarbeiter mit dieser Aufgabe betraut.

 

Wert auf Eigeninitiative der Bauern

Es wurde zudem festgelegt, dass nach 6 Monaten die Versorgung der Farmarbeiter mit Lebensmitteln eingestellt wird, da bis dahin die ersten Produkte verzehrt bzw. verkauft werden können. Ebenso muss jeder Farmarbeiter, solange bis die Solaranlage für Licht auf den einzelnen Dächern installiert ist, 10 Euro monatlich für Beteiligung an Diesel bezahlen. Dann kann ein Generator, der für 5 Stunden täglich Strom bereitstellt, betrieben werden. In den letzten beiden Tagen wurde die Fläche festgelegt, die nun in den nächsten Wochen in Hausgärten umgewandelt wird. Dabei wurde auf die Notwendigkeit der Erhaltung der schattenspendenden Bäume hingewiesen, die auf dem Betriebsgelände stehen, das 30 Jahre landwirtschaftlich nicht genutzt worden war.

 

Aus dem ganzjährlich Wasser führenden Fluss, der sich durch das Betriebsgelände schlängelt, wurde während der Anwesenheit des Projektkoordinators von NAK-karitativ Wasser in einen Tank gepumpt, der in der Mitte der Häuser stehend den Familien die langen Wege zum Wasserholen verkürzt. Der nächste Schritt zu einer mühelosen Wasserversorgung erfolgt in den nächsten Tagen: Dann sind die Hochtanks, die das Wasser in Leitungen direkt in die Häuser bringen , vor den Einflüssen von Wind und Starkregen geschützt und können befüllt werden. Eine Filterung und nachhaltige Sicherung der Wasserqualität als Trinkwasser ist dann ebenfalls möglich.

Dieses soziale Projekt verlangt noch sehr viel Betreuung seitens von NAK-karitativ. Es ist ein Pilotprojekt für den Aufbau einer landwirtschaftlichen Genossenschaft, verbunden mit hohen Anforderungen an Kreativität, Durchhaltevermögen und Bereitschaft zur Solidarität für die Farmarbeiter. Die ersten getätigten Schritte stimmen jedoch positiv im Hinblick auf die weitere Entwicklung.

http://www.nak-karitativ.denews-56.atom Armenien: Mit kleinen Schritten zum Erfolg - 2019-03-26T11:58:50+01:00 2019-03-26T15:43:19+01:00 Die Region Tawusch liegt im Nordosten von Armenien und zählt zu seinen ärmsten Regionen. Ein Großteil der Menschen ist arbeitslos. Selbst mit einem guten Bildungsabschluss ist es schwierig eine Arbeitsstelle zu bekommen. Dazu kommt der Konflikt mit dem Nachbarland Aserbaidschan, der vor allem junge Menschen zu einem Wegzug bewegt. Diese unberechenbare Situation wirkt sich stark auf das Leben der Familien an der Landesgrenze aus: Die Frauen kämpfen zu Hause ums Überleben, die Männer an der Grenze oder auf der Suche nach Arbeit in Russland. Seit 2016 betreibt NAK-karitativ ein Einkommensförderungsprojekt für bedürftige Menschen in dieser Region. Da nun immer mehr Familien eingestiegen sind und meist erfolgreich mit geförderten Mikroprojekten wie Bienen,- Hühner oder Ziegenhaltung waren, wurde die Einkommensförderung nun um drei Jahre verlängert.

Zur Situation

Seit Oktober 2016 unterstützt NAK-karitativ mit der Einkommensförderung über 70 bedürftige Familien in der Tawusch-Region aus den Dörfern Noyemberyan, Koghb, Berdavan und Zorakan mit Nahrungsmitteln, Kinderkleidung und Schulmaterialien. Durch die Kleinwirtschaftsprojekte konnten auch Jugendgruppen im Bereich Näherei, Stickerei und in der Schmuckherstellung ausgebildet werden. Nach gut zwei Jahren hat sich gezeigt, dass sich vor allem die Tierhaltung von Schafen und Ziegen sowie die Bienenzucht als sehr profitabel für die Menschen erwiesen hat. Auch Kleingeschäfte wie Friseursalons zeigen positive Effekte für die Einkommens- und Lebenssituation, zumal diese Mikroprojekte keinen großen Vorschuss benötigen um initiiert zu werden. Aus diesem Grund soll zukünftig vor allem auf diese Businessaktivitäten gesetzt werden.

 
 

Maßnahmen

Das Einkommensförderungsprojekt entwickelt NAK-karitativ mit betroffenen Familien in der Tawusch-Region. Mithilfe der lokalen Partner werden mit den Familien zunächst Ideen entwickelt, wie sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Einkommen erzielen können. Bei der Umsetzung werden sie finanziell und beratend unterstützt. Mittels Fragebögen und persönlicher Gespräche wird zunächst eine Bedarfsanalyse erstellt. In einigen Fällen bekommen die Teilnehmer eine Weiterbildung in Tätigkeiten wie dem Handwerk (Friseursalon, Schneider) oder Fertigkeiten in der Landwirtschaft (Nutztierhaltung, Vermarktung von Produkten) vermittelt. Danach bekommen sie als Vorschuss die notwendigen Güter (z.B. als Start 10 Schafe oder Ziegen) und werden 2 Jahre lang betreut.

 

Ein selbstbestimmtes Leben in Würde

In 2018 sind etwa 25 Familien zu den Mikroprojekten dazugekommen. Weitere 25 sind für 2019 und 2020 eingeplant. Der große Zulauf ist damit zu begründen, dass viele Familien mit den Mikroprojekten große Erfolge vorweisen können. Da ist zum Beispiel Mechita, ein Kleinbauer aus der Kleinstadt Noyemberyan. Mittels eines Mikrokredites konnte er eine Firma aufmachen, die sich auf den Bau und die Auslieferung von Holzkisten spezialisiert. Er ist nun so erfolgreich, dass er sogar 7 Angestellte beschäftigen kann, die etwa 2 US-Dollar (etwa 1.75 Euro) pro Stunde- für armenische Verhältnisse ein gutes Einkommen- verdienen.

Gevorg ist Ziegenhalter in Kogb, ist mit10 Schafen gestartet und konnte durch umsichtige Haltung den Bestand auf 20 erhöhen. Aus dem Verkauf kann er sich genügend Geld für Futtermittel und seine Familie zurücklegen. Am anderen Ende des Dorfes wohnt Mamyan, ein Bienenhalter. Er bekam als Starthilfe von NAK-karitativ 8 Bienenkästen gestellt. Bei unserem Besuch verkündete er stolz, dass er weit über 30 Kilogramm Honig herstellen und verkaufen konnte. Für einen Kilo bekam er ca. 4.500 Armenische Dram (etwa 8 Euro). Mit den Einnahmen kann er sich über den gesamten Winter finanzieren und sich sogar Geld für weitere Bienenkörbe zurücklegen.

 

Es gibt viele weitere Erfolgsgeschichten, die zeigen, dass Mikroprojekte bei guter Vorplanung und enger Absprache mit den lokalen Partnern vor Ort durchaus Erfolg haben können. Die vielen Neuanfragen betroffener Familien zeigen, wie wichtig Hilfsmaßnahmen in dieser Gegend sind. Die enge Kooperation der Kleinbauern untereinander in der Region und ihr Bemühen, das bestmögliche aus ihrem Startkapital zu ziehen, macht Hoffnung, dass sich die Situation in den Dörfern spürbar verbessern kann.

http://www.nak-karitativ.denews-55.atom Sauberes Wasser für alle! - 2019-03-22T10:39:00+01:00 2019-03-22T10:44:24+01:00 Das war das Motto für den Weltwassertag 1997. Der diesjährige Weltwassertag 2019 steht unter dem Motto "Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle". Das Thema wird in dem Nachhaltigkeitsziel Nr. 6, das im Jahr 2015 von Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen beschlossen wurde, "Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten" ebenfalls festgeschrieben. Hinter diesen Absichtserklärungen werden Aktionen und Fortschritte erwartet. Nichtsdestotrotz haben 2,1 Milliarden Menschen aktuell keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Für NAK-karitativ bedeutet dies, dass alle Projekte in der Planungsphase, auf ihre Auswirkungen für den Wasserbedarf und -verbrauch hin untersucht werden. Der Fokus wird zum einen auf das Adjektiv „sauber“ gelegt. Viel wichtiger ist jedoch, dass der Konsum des Trinkwassers für die Bevölkerung sicher ist. Das heißt es ist frei von Bakterien, enthält keinerlei Schwermetalle und Pestizidrückstände.

Momentan dreht sich in 20 Projekten von NAK-karitativ, in Gambia, Kenia, Malawi und Sambia, alles direkt oder indirekt um die Komponente Wasser. Sei es durch die Finanzierung von Bohrlöchern mit Wasserbevorratung und nachfolgendem Wasserverkauf oder dass die Bevölkerung geschult wird, wie mit der Ressource Wasser pflegsam und effektiv umgegangen werden kann.

Es kann bemerkt werden, dass bei der ländlichen Bevölkerung ein Umdenken stattfindet: Die Bevölkerung beteiligt sich nun finanziell, materiell und mit Arbeitskraft am Aufbau der Infrastruktur für eine permanente und sichere Wasserversorgung.

NAK-karitativ verbindet mit diesen Projekten die drei Leitmotive „Brot, Bildung, Gesundheit“, und trägt dazu bei, dass die extrem hohe Zahl von 700 Kindern, die täglich aufgrund von verschmutztem Trinkwasser sterben, deutlich gesenkt werden kann.

http://www.nak-karitativ.denews-54.atom 8. März ist internationaler Weltfrauentag! - 2019-03-08T10:17:00+01:00 2019-03-08T10:20:26+01:00 Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Ein Recht darauf Land zu besitzen und zu erben! So unterschiedlich sind die Forderungen von Frauen an diesem besonderen Tag. Es ist erstaunlich, wie der Geburtsort die Chancen im Leben beeinflussen kann, nur leider scheint es, dass Frauen trotzdem immer noch relativ im Nachteil sind. Nicht ohne Grund lautet das 5. Ziel der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG): Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.

In den Projekten von NAK-karitativ wird dieses globale Ziel ebenfalls verfolgt und umgesetzt. Das Projekt für Spar- und Kreditgruppen in Sambia und Malawi eignet sich hervorragend um Frauen und Mädchen zu stärken und ihnen eine Stimme in der Familie zu geben. Durch gemeinsames Sparen, können die Mitglieder der Gruppen sich aus dem Gruppenkapital kleine Kredite für ihre Einkommensaktivitäten nehmen. Viele Frauen sind ohnehin vermehrt im informellen Sektor tätig. Als Marktfrauen handeln sie mit Lebensmitteln, Second-Hand-Kleidung oder bereiten Backwaren vor, die sie auf den Straßen verkaufen. Die kleinen Kredite ermöglichen Ihnen die Chance die Aktivitäten auszuweiten und somit für ihre Familien zu sorgen.

Sophia aus Rufunsa in Sambia ist seit 2017 Mitglied in einer Spargruppe, betreut durch NACRO (New Apostolic Church Relief Organisation) der lokale Partner von NAK-karitativ. Sie ist 59 Jahre alt und seit längerem verwitwet. Sie kümmert sich um fünf ihrer Enkel, da die Eltern verstorben sind. Die finanzielle Belastung für die Kinder und für sich zu sorgen lag schwer auf ihren Schultern. Teilweise hatte sie nicht genügend Geld, um ihrer Familie eine ausreichende Ernährung zu ermöglichen, einmal abgesehen von den Kosten für die Schulbildung ihrer Enkel. Sie hat mit kleinen Sparbeträgen von 2 oder 5 Euro monatlich angefangen. Am Ende des ersten Jahres hatte sie 35 Euro zusammengespart und ausgezahlt bekommen. Von der Hälfte des Geldes hat sie sich drei Ziegen-Kitz gekauft. Zusätzlich baut sie nun auf ihrem Land Ananas für den Verkauf an und handelt mit Stoffen, die sie in der Hauptstadt kauft. „Im letzten Jahr habe ich aus meinen 3 Zicklein, 27 Ziegen herangezogen.“ berichtet Sophia. „Leider wurden mir 23 Ziegen geklaut. Nun habe ich noch 4, aber ich weiß wie es geht, ich lasse mich nicht unterkriegen und starte von neuem. Ich bin schon alt und hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal so eine Chance bekommen würde. Jetzt kann ich für meine Enkel sorgen und Schulgelder und Material bezahlen, genügend Essen haben wir auch. Ich bin sehr dankbar an dem Projekt teilnehmen zu können.“

Dies ist nur eine von vielen Geschichten aus den Projekten. Immer wieder wird von den Frauen berichtet, dass sie nun zu Hause ein Mitspracherecht haben, da sie ebenfalls etwas zum Familieneinkommen beisteuern. Dies sind wichtige Schritte auf dem Weg zur Erreichung des 5. Entwicklungsziels.

Mehr Informationen zur Existenzsicherung der Dorfgemeinschaften in Sambia finden Sie hier.

http://www.nak-karitativ.denews-53.atom Sambia: Chabota - Wir sind Glücklich! - 2019-03-06T10:34:00+01:00 2019-03-06T10:48:10+01:00 In Sambia wurde vor einer Woche das landwirtschaftliche Trainingszentrum Chabota eröffnet. Übersetzt heißt Chabota „Wir sind glücklich“. Nach einer intensiven Planungsphase gefolgt von einer 7-monatigen Bauphase sind wir von NAK-karitativ glücklich, dass das Trainingszentrum seinen Betrieb aufnehmen kann. In einer feierlichen Zeremonie mit hochrangigen Vertretern der sambischen Regierung, Bezirksapostel Ndandula der Neuapostolischen Kirche für Sambia, Malawi und Simbabwe sowie dem Geschäftsführer und der Projektkoordinatorin von NAK-karitativ, wurde die Schule in der vergangenen Woche eingeweiht.

Weltweit haben 264 Millionen Kinder und Jugendliche nicht die Chance zur Schule zu gehen oder diese abzuschließen (UNICEF). Sambias Bevölkerung besteht zu 45% aus Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren. Bei einer Einwohnerzahl von 17 Mio. Menschen sind das über 7,6 Mio. Kinder und Jugendliche, die einen Wunsch nach Bildung haben und eine Perspektive für ihr Leben brauchen. Für das Land ist dies ein riesen Unterfangen, aber auch eine Chance. Gemeinsam mit dem lokalen Partner New Apostolic Church Relief Organisation (NACRO) leistet NAK-karitativ einen Beitrag und bietet jährlich 20 bedürftigen Jugendlichen eine Unterkunft und landwirtschaftliche Ausbildung in dem neu eröffneten Chabota Skills Training Center. Zusätzlich können 10 weitere Jugendliche der Region das Trainingszentrum besuchen.

Es war ein langer Weg zum Erfolg: Die Planung für das landwirtschaftliche Trainingszentrum begann bereits in 2014, die Umsetzung erfolgte in 2017. Anforderungen der Regierung für Trainingszentren brachten einige Änderung in der Planung mit sich. Dies führte auch zu einer Erhöhung des Budgets um die Qualitätsstandards zu erfüllen. Ein Bauunternehmen wurde schlussendlich mit dem Bau des Schlafsaals, der Büroräume und des Klassenzimmers, sowie der Küche und des Speisesaals beauftragt. Zusätzlich wurden zwei 3-Zimmer Häuser für die Trainer errichtet. Die Bereitstellung der Wohnhäuser ermöglicht eine Kooperation mit der Regierung. Diese stellt die Lehrkräfte für das Trainingszentrum. So können die langfristigen laufenden Kosten gesenkt werden. Die Registrierung bei der lokalen „Handelskammer“, zuständig für alle praktischen Ausbildungen, ist abgeschlossen und das Zertifikat liegt vor. Somit sind die wichtigsten Meilensteine für den Beginn der landwirtschaftlichen Ausbildung erreicht. Die Henwood Chibombo Farm dient den Schülern als praktische Lehrgrundlage. Derzeit werden die Anforderungen des Ausbildungsplans mit dem Anbauplan der Farm abgeglichen und in Übereinstimmung gebracht. Die Schüler erlernen in der einjährigen Ausbildung theoretische und praktische Kenntnisse über Sicherheitsbestimmungen, Anbau von Gemüse und anderen Feldfrüchten sowie Bodenkunde, Schweinehaltung, Hühnerhaltung, Fischzucht, Bewässerungssysteme und den Umgang mit landwirtschaftlichen Maschinen. Ein zusätzliches Praktikum auf größeren landwirtschaftlichen Betrieben zum Ende der Ausbildung eröffnet den Jugendlichen die Chance, weitere Erfahrungen zu sammeln.

Derzeit werden gemeinsam mit den Heimen in Lusaka die Jugendlichen ausgewählt, die im März die Ausbildung im Chabota Training Center beginnen können.

http://www.nak-karitativ.denews-52.atom Kenia: Neue Perspektiven durch Aufforstung - 2019-02-14T11:27:05+01:00 2019-02-14T11:48:22+01:00 Das vom Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mitfinanzierte Projekt „Förderung der Agropastoralisten in der Provinz Turkana“ geht in das zweite Jahr. Angesichts der widrigen Umstände wie zum Beispiel ausbleibender Regen, nicht eingehaltener Verträge seitens der Lokalregierung oder schwacher Kaufkraft der lokalen Bevölkerung kann jedoch Positives berichtet werden. Mit der Einrichtung von acht Baumschulen durch den Partner von NAK-karitativ, Sustainet, konnten in den letzten 10 Monaten Setzlinge für Moringasträucher oder der bekannten Aloe Vera-Pflanze gepflanzt werden. Beim letzten Projektbesuch im Januar 2019 konnten mehrere erfreuliche Änderungen festgestellt werden.

Zur Situation

Die Provinz Turkana liegt im Norden Kenias, unweit zur Grenze von Äthiopien. Der Klimawandel zeigt sich hier in deutlicher Form durch immer kürzere Abstände zwischen den Trockenzeiten und wiederkehrenden Dürreperioden. Fruchtbares Weideland ist in dem Turkana-Gebiet, das
flächenmäßig fast so groß ist wie Bayern, mittlerweile kaum noch zu finden. Viele der Nomaden haben sich an dem einzigen Fluss, der das Gebiet durchzieht angesiedelt. Das Sesshaft-werden
bedeutet jedoch auch, dass vermehrt Bäume und Sträucher an dem Gewässer abgeholzt werden. Die Samburu nutzen es zur Fütterung ihres Viehs, zur Herstellung von Körben und zum Bau ihrer Hütten. Doch die geringen Niederschläge erschweren es der Natur, sich zu regenerieren. NAK-karitativ und der lokale Partner Sustainet haben aus diesem Grunde acht Baumschulen eingerichtet. Die Menschen lernen hierbei ihre Umwelt nachhaltig zu schonen, die Baumschulen zu bewirtschaften und Strauchgewächse sowie die wassersparende Pflanze Aloe Turkanensis anzubauen und weiterzuverarbeiten. Es werden damit langfristige Perspektiven durch die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten und die Sensibilisierung der Umwelt ermöglicht.

 

Umwelt schützen und Pflanzen nachhaltig nutzen

In den eben genannten acht Baumschulen werden die einheimischen Baumarten z.B. Grevillea und Acacia Senegalensis angezogen. Die Anzuchtbeutel sind erfreulicherweise nicht aus Plastik. Sie verrotten nach dem Auspflanzen ins Feld. Neben den Bäumen wurde die Anzucht von Moringasträuchern propagiert. Jede Gruppe, die eine Baumschule betreibt, erhielt 400 Stecklinge. Beim Besuch im Januar 2019 war festzustellen, dass die Trockenheitstoleranz dieser Pflanze erstaunlich ist. Deshalb kann mit der Schulung für die Wertschöpfung begonnen werden. Die Blätter werden zu Pulver verarbeitet um dann mit Wasser getrunken wie ein Energizer zu wirken. Die Blätter getrocknet, sind lange haltbar. Zusammen mit dem nationalen Maisbrei Ugali gekocht ergibt es ein leckeres Gericht. Moringa ist in vielen Provinzen in Kenia fester Bestandteil der Lebensmittelpalette, war aber noch unbekannt in Turkana. Es ist erfreulich, dass die Bauern bereit waren, diese Möglichkeit zur Diversifizierung anzunehmen. Inzwischen gibt es viele Nachfragen nach Moringastecklingen.

 

Einkommensförderung durch Stecklinge und Grassamen

Einige Gruppen erhielten zusätzlich Weidegrassamen und haben Futter angebaut, geerntet, getrocknet und verkaufen das Heu zu 300 Schilling (2,80 Euro) den Ballen. Die Tiere müssen weniger umherziehen auf der Suche nach guten Weidegründen. Und Einkommen wird ebenfalls erzielt.  

Aloe Turkanensis eine Unterart der bekannten Aloe Vera Pflanze wächst in der Region angepasst an die Trockenheit. Die staatliche Forstbehörde Kefri (Kenya Forest Research Institute) hat eine neue Linie herausgezüchtet, die mehr Saft enthält, mehr Ableger ausbildet und vor allem schneller wächst. Auf insgesamt 20 Demonstrationsfeldern von jeweils einem viertel ha wurde den Bauern der Anbau, die Pflege und die Ernte dieser Pflanze beigebracht. Der Vorteil der Pflanze ist, dass bereits nach 8 Monaten die Ernte des Saftes möglich sei. Damit kann das nächste große Ziel in Angriff genommen werden. Nämlich der Bau des Ateliers für die Umwandlung des Aloe Saftes zu Shampoo und Seife. Die kenianische Organisation für biologischen Anbau ist schon informiert, dass sie im Monat Juli kommen sollen, um die Zertifizierung der Produkte für den lokalen Markt vorzunehmen. Dementsprechend könnten die Kleinbauern weitere Einnahmen generieren.

 

Nachhaltigkeit: Einkommen und Friedenssicherung durch Aufforstung

Ein interessanter Aspekt des Projektes wurde mehrfach wiederholt. Wegen dieser angepassten Maßnahmen zur Steigerung des Einkommens, müssen die Männer nicht mehr mit den benachbarten Stämmen der Samburu oder Rendille um Weidegründe für das Vieh kämpfen und dabei ihr Leben riskieren. So können oftmals übersehene oder bis dato unbekannte Pflanzen möglicherweise zu einem langen Frieden führen.

http://www.nak-karitativ.denews-51.atom Gambia: Einkommen schaffen durch Müllentsorgung - 2019-02-04T12:26:00+01:00 2019-02-04T12:26:50+01:00 Müllberge von bis zu 10 Metern Höhe und 5 Metern Breite sind für uns unvorstellbar. In vielen Stadtteilen Banjuls, der Hauptstadt von Gambia im Südwesten Afrikas ist dies bittere Realität. In wenigen Fällen gibt es ein zentral organisiertes System der Entsorgung. Illegale Mülldeponien entstehen und die Müllberge wachsen unkontrolliert tagtäglich an. Kinder spielen im Abfall, verletzten oder infizieren sich sogar mit schwerwiegenden Krankheiten. Organische Reste dienen während der Regenzeiten als Nährboden für Bakterien und Krankheiten. NAK-karitativ unterstützt seit 2016 die lokale gambischen Organisation Dresden Banjul Organisation (DBO) bei der Müllsammlung- und Verwertung. Die Kooperation hat dafür gesorgt, dass nun regelmäßig Müll abtransportiert, verwertet und sogar Einkommen generiert werden kann.

Müllberge in der Hauptstadt Gambias

Müll prägt das Stadtbild der gambischen Hauptstadt Banjul. Die Bevölkerung ist dazu gezwungen, den gesundheitsschädlichen Müll eigenhändig umzusetzen, darin zu leben und in ihm zu arbeiten. Kommunen und Stadt können die Berge von Abfällen nicht bewältigen. Die Müllentsorgung findet meist „durch das Fenster“ statt, ohne zu überlegen, wer den Müll abfährt. Offizielle Sammelstellen für Müll gibt es kaum. Der lokale Partner Dresden-Banjul-Organisation (DBO) führt nun sechs Mal pro Jahr Reinigungsaktionen durch. Dabei werden regelmäßig bis zu 400 Tonnen von den LKWs abtransportiert. Die Kosten für die Müllcontainer, Bagger, LKWs, das Gehalt der Fahrer sowie die Müll- und Kompostanlagen werden dabei von NAK-karitativ getragen.

 

Einrichtung einer Wertschöpfungskette für Müll

Bei der Betrachtung des Mülls, der aus organischem (z.B. Essensreste) und anorganischem (z.B. Plastik, Kunststoff) Material besteht, entstand die Idee, Kompost zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und der Bodenstruktur herzustellen. Um die Qualität des Komposts aufzuwerten wurde die technisch-biologische Mitarbeit der Firma IMA (Institut für mikrobiologische Analytik) gesucht. Die deutsche Gesellschaft für Entwicklung konnte gewonnen werden, um die Herstellung von Kompost finanziell zu unterstützen. Für jede Tonne, die zum Vertrieb auf der Kompostanlage von DBO aufbereitet wurde, zahlt die Firma IMA etwa 20 Euro.

 

Müllaufbereitungsanlage in Tambana und Bakothe

An zwei Orten, Tambana und Bakothe, wird nun organischer und anorganischer Abfall aufbereitet und weiterverwertet. Der Ort Tambana liegt etwa 40 Kilometer vom Stadtzentrum Banjuls entfernt und verwertet organischen Müll. Bakothe ist ein eng bevölkerter Stadtteil nahe dem Zentrum Banjuls, wo auf einer großen Müllhallde der anorganische Abfall (überwiegend Plastikmüll) angeschafft wird. In Tambana werden auf einer Fläche von einem Hektar wöchentlich 20 Tonnen Kompost in zwei Bürocontainern aufbereitet. Durch die tropische Hitze kann die weitere Zersetzung des Komposts durch die Bakterien nur durch dauerhafte Berieselung von Wasser erfolgen. Nach circa 6 Wochen kann der Kompost dann als Schüttware oder in 25 Kilogramm Säcken an Kleinbauern verkauft werden. Neben der Anlage in Tambana befindet sich ein großer Gemüsegarten. Die Düngung der Felder mit dem erzeugten Kompost zeigte, dass sich nicht nur die Bodenstruktur, sondern auch die Erträge besserten. Gemüse wie z.B. Salat kann zwei Wochen schneller gedeihen, womit nun eine zusätzliche Ernte pro Jahr erzielt werden konnte.

 

Nachhaltigkeit und Wirkung

Die Müllaufbereitungsanlage in Tambana läuft mittlerweile so erfolgreich, dass die Firma IMA die die Arbeit der Deponie bezuschusst. Mit dem Geld können die Mitarbeiter bezahlt und Treibstoff für die täglich stattfindende Müllabfuhr bezahlt werden. In Banjul selbst hat nun ein Umdenken stattgefunden. Der Müll wird nun in Behältern getrennt: Anorganischer Müll (Plastik, Hygieneartikel, Kunststoff) kommt in blaue Behälter, organischer in grüne Container. Die privaten Bewohner Banjuls bringen nun vermehrt den anorganischen Müll zu der Deponie in Bakothe oder werfen ihn in den jeweiligen blauen oder grünen Container. Dies hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich weniger Müll in den Straßen türmt und weniger Schadstoffe in die Luft gelangen. Erste Schritte zu einem nachhaltigen Müllmanagement konnten in dem Sinne unternommen werden.

http://www.nak-karitativ.denews-50.atom Burkina Faso: Ausbildung für junge Frauen - 2019-01-25T14:31:09+01:00 2019-01-25T14:55:52+01:00 „Frauen als Karosseriebauern, Lackierer oder Motormechaniker- wo gibt es das schon?“ In Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos ist dies gar nicht so unüblich. Hier befindet sich die gemeinnützige Organisation „ATTous Yennenga“, die das „Centre Féminin d’initiation et d’Apprentissage aux Métiers“ (CIFAM) in Ouagadougou betreut. Das CFIAM ist ein Ausbildungszentrum für Frauen im handwerklichen Bereich, das Arbeitsbereiche für Frauen fördert, die traditionell eher von Männern ausgeübt werden. In Zusammenarbeit mit Attous Yennenga, macht es NAK-karitativ durch ein dreijähriges Ausbildungsprogramm möglich, dass etwa 120 junge Frauen ein Leben in Selbstbestimmung führen können.

Zur Situation

Burkina Faso liegt in Westafrika und gehört zu den Ländern der Sahelzone. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt nicht einmal 60 Jahre. Jährlich fallen viele Menschen Krankheiten zum Opfer wie Tuberkulose, Malaria und Aids. Das sehr niedrige jährliche Einkommen von etwa 230 US-Dollar pro Kopf verdeutlicht, dass Burkina Faso zu den ärmsten Ländern der Erde zählt. Durch die hohe Geburtenrate hat das Land jedoch ein großes Potential an vielen jungen Menschen, die auf der Suche nach einem Arbeitsplatz sind. Junge Frauen haben hierbei allerdings das Nachsehen, da traditionell die Berufswahl für sie viel begrenzter ist als für Männer. Mädchen, die sich nicht für die herkömmlichen Frauenberufe entscheiden, stoßen auf Vorurteile, sowohl während der Ausbildung als auch zum Zeitpunkt ihrer Arbeitssuche. Sie müssen viele Hindernisse, wie fehlende Ermutigung durch die Familie oder Schwierigkeiten bei der Anpassung an die Arbeitsbedingungen, bewältigen.

 Drei Lehrjahre für neue Perspektiven

Die gemeinnützige Organisation „Attous Yennenga“ beschäftigt sich mit genau dieser Zielgruppe.  Junge Frauen werden dort in den „Männerberufen“ (Auto-)Elektroniker, Karosseriebauer, Motorradmechaniker und Schneider ausgebildet. Bereits seit 2014 kooperiert NAK-karitativ mit dem Zentrum und unterstützt das Ausbildungsangebot. Insgesamt drei Lehrjahre durchlaufen 120 Mädchen, auf 4 Klassen verteilt im Schneiderhandwerk. 25 erlernen den Karosseriebau an PKWs und 20 werden Lackierinnen für LKWs und PKWs. NAK-karitativ finanziert die drei Lehrjahre und trägt durch den Kauf von Nähmaschinen dazu bei, dass die Mädchen nach Abschluss sich entweder selbstständig machen oder weiterbilden können.

 In einem an die Schule angegliederten Verkaufsladen können Kunden die im dritten Lehrjahr genähten Kleider, Hosen und Blusen erwerben. In der Karosserieabteilung werden aus den USA stammende marode Fahrzeuge erworben, neu lackiert und die Sitzbezüge genäht. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf der Kleidung und der aufgewerteten Fahrzeuge fließt in den operativen Betrieb der Schule. Dies hat dazu geführt, dass mittlerweile inzwischen fast die Hälfte der Kosten für den Lehrbetrieb aus der eigenen Kasse getragen werden können.

 Perspektiven für Absolventinnen

Seit Beginn des Schulbetriebs wurden insgesamt 600 Mädchen angenommen. Etwa 400 von ihnen haben einen Abschluss und bereits mehr als die Hälfte arbeitet laut der Schuldirektorin in einer ausbildungsrelevanten Anstellung. Beim letzten Besuch von NAK-karitativ im Dezember 2018 wurde der Abschluss der weiblichen Lehrlinge gefeiert. Dazu wurden eine eigens aufwendige Modenschau und ein Theaterstück, das die Wichtigkeit der Ausbildung verdeutlicht, aufgeführt. Während der Modenschau konnten die jungen Frauen ihre selbst genähten und geschneiderten Kleider präsentieren. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter des Ministeriums für Erziehung, der Handelskammer und lokale Unternehmerinnen teil. Diese waren vom Potential der jungen Frauen sehr angetan, sodass einige Mädchen Zusagen zu einer Anstellung bekamen.

http://www.nak-karitativ.denews-49.atom Niger: "Der Drops ist noch nicht gelutscht" - 2019-01-16T17:40:32+01:00 2019-01-18T09:38:47+01:00 Der Internationale Jugendtag 2019 in Düsseldorf wirft seine Schatten voraus: Wie zuvor im Jahr 2014 zum Internationalen Kirchentag in München, wurde eine Frauengruppe aus Westafrika gewonnen, um ein Beispiel für die vielfältigen Projektunterstützungen von NAK-karitativ zu geben. Die 18 Frauen der Gruppe Faa’ra in Niger stellen seit nunmehr 10 Jahren gemeinsam in einer Wertschöpfungskette Fruchtsaft, Frühstücksmüslis, Kekse und Baobab-Bonbons her. Die hergestellten Baobab-Drops werden auf dem IJT 2019 in Düsseldorf verteilt.

Aufbau einer Vertriebsstruktur im Niger

Vor 3 Jahren wurde der Verkaufsladen der Gruppe im Rahmen der Stadträumungs-Aktion in Niamey zerstört. NAK-karitativ unterstützte deshalb diese Gruppe finanziell und durch technische Beratung im Rahmen des Projekts „Förderung der lokalen Produktion“, von dem 80 Frauen inzwischen Hilfe erhalten haben. Die Gruppe konnte auf einem Stück Land im Zentrum der Hauptstadt einen neuen Laden errichten, eine Mühle anschaffen und eine Vertriebsstruktur aufbauen. Der Umsatz konnte um 50 Prozent gesteigert werden. Die anfänglichen Probleme mit der Lagerung des Rohmaterials haben die Frauen in den Griff bekommen. Großabnehmer, wie zum Beispiel Schulen und Hochzeitsveranstalter, nehmen die qualitativ hochwertigen Müslimischungen und den Hibiskussaft ab. Preisschwankungen in Abhängigkeit von saisonaler Verfügbarkeit kann die Gruppe inzwischen abfangen beziehungsweise proaktiv entgegentreten.

 

Erfolgreiche Vermarktung

Auf der Suche nach einem interessanten Produkt aus dem Portfolio der NAK-karitativ unterstützten Projekte, boten die Frauen an, ihre im Niger häufig nachgefragten Baobab-Bonbons für den IJT 2019 herzustellen. Diese Süßigkeit besteht aus Zucker, Baobab Mehl, Pfefferminze, Ingwer und Wasser. Bei der Vorstellung des Produkts in Deutschland schwankten die Beurteilungen von „komischer Geruch“ über „interessantes Geschmackserlebnis“ zu „prima, bitte mehr davon.“ Die Beschaffung der Bestandteile spiegelt die Regionalität des Produkts wieder. Das Baobab-Pulver, in Deutschland besser bekannt als Pulver aus der Frucht des Affenbrotbaums, stammt aus dem Nachbarstaat des Niger, aus Burkina Faso. Der Zucker wird momentan aus China importiert und ist von zweifelhafter Qualität. Deshalb wurde im Rahmen der NAK-karitativ Bestellung nun auf braunen Rohzucker aus Burkina Faso gewechselt. Die Pfefferminze und den Ingwer bauen die Frauen auf den familieneigenen Betrieben an.

 

Beim Projektbesuch von NAK-karitativ im November sind Qualitätsaspekte, Zollbestimmungen und Transportmodalitäten besprochen worden. Am Schluss wurden dann 7.500 Tüten, die etwa 40 Gramm wiegen, bestellt. Bei den Gesprächen erzählte die Präsidentin der Frauengruppe, Frau Mele Fannata, dass sie auf nationaler Ebene an zwei Ausstellungen teilgenommen haben. Das Motto dieser Ausstellungen ist „Niger 100% local“. Sowohl die Frühstücksmüslis als auch die „Pastilles de Baobab (Affenbrotbaumdrops)“ wurden mit Medaillen ausgezeichnet. Im Juni 2019 findet in Niamey die Versammlung der Afrikanischen Union (vergleichbar mit dem G20) statt. Frau Raina Ganduna, die die Ausstellung „Niger 100% local“ ausgerichtet hat, ist die Abteilungsleiterin für Beschaffung bei dieser Großveranstaltung. Sie hat zugesichert, die Frauengruppe Faa’ra bei den Ausschreibungen für die Lebensmittelversorgung während des viertägigen Events zu berücksichtigen.

 

Von einer weiteren interessanten Entwicklung wusste sie zu berichten: Eine gängige Praxis in den Supermärkten der Hauptstadt ist es, statt Wechselgeld zu geben, den entsprechenden Betrag in Form von Bonbons zu erstatten. Diese Bonbons stammen aus chinesischer Produktion und beinhalten Schweineschmalz und künstliche Aromen. In einem Land, das größtenteils muslimisch geprägt ist, führt dies zu Diskussionen. Deshalb wird überlegt diese Bonbons durch lokale, gesunde Produkte und dort vor allem Baobab Pastillen zu ersetzen.

 

Für NAK-karitativ schließt sich ein Kreis, da auch in anderen Teilen Afrikas, wie z.B. in Simbabwe, mit Hilfe von lokalen Produkten aus Baobab, Bauern und Bäuerinnen zu gesteigertem Einkommen verholfen werden konnte. NAK-karitativ freut sich sehr, am Stand beim IJT 2019 viele Besucher empfangen zu können, die sich für dieses nachhaltige Projekt interessieren.

http://www.nak-karitativ.denews-48.atom Armenien: Winterfeste Unterkünfte - 2019-01-11T11:23:50+01:00 2019-01-11T11:50:50+01:00 In der Großstadt Gjumri in der Provinz Schirak im Nordwesten Armeniens leben heute noch mehrere Tausend Menschen in großer Armut. Das schwere Erdbeben im Jahre 1988 zerstörte viele Häuser. Nur wenige Häuser wurden seither vom Staat neu aufgebaut. Hinzu kam, dass viele Industrieanlagen durch das Beben zerstört wurden. Ein Großteil der Einwohner von Gjumri verlor dadurch den Arbeitsplatz und ein sicheres Einkommen. Seither leben mehrere tausend Menschen in den von Hilfsorganisationen errichteten Containern, welche nur unzureichend Schutz gegen die strenge Kälte im Winter bieten. NAK-karitativ hat 2018 insgesamt 6 Container erfolgreich saniert und engagiert sich nun bei der Ausstattung von weiteren 8 Containern. Dadurch wird den Betroffenen ein menschenwürdigeres Leben ermöglicht.

Zur Situation

In der Regel sinken die Temperaturen in der Gebirgsregion von Schirak unter minus 40 Grad Celsius. Die meisten der in Gjumri errichteten Container verfügen wegen der dünnen Wände nicht über die notwendige Isolation, um die eisige Kälte abzuhalten. Da zudem die Wellblechdächer unzureichenden Schutz bieten, treten häufig Feuchtigkeit und Schimmel an den Wänden auf. Einige Familien konnten, nachdem sie wieder Arbeit gefunden haben, ihre Container mit Tuff-Steinen ummanteln. Dies war längst nicht für alle Räume ausreichend.

Vor allem alleinerziehende Frauen sind betroffen. Ihnen fehlt das Geld um sich und ihre Kinder zu versorgen. Zum Teil sorgen die Großmütter alleine für ihre Kinder und Enkelkinder oder helfen mit ihrem wenigen Geld aus, um die Not ein wenig zu lindern. Dass darüber hinaus die Kosten für Kohle und Holz zum Heizen sehr hoch sind, macht es für die Familien nicht leichter und vergrößert die Notlage. All das führt dazu, dass die Betroffenen jeden Winter große Existenzängste haben. Jedes Jahr aufs Neue stellt sich die Frage, ob die finanziellen Mittel und die Struktur der Unterkunft ausreichen, um sicher über den Winter zu kommen.

Maßnahmen

NAK-karitativ hat deshalb ein Pilotprojekt im Herbst 2017 gestartet. Zunächst wurden sechs Container von innen mit Teppichen und Decken ausgestattet. Drei davon haben zudem Steinfassungen an den Außenwänden bekommen. Des Weiteren wurden an allen Containern verbesserte Türen und Fenster mit Plexiglas-Fassung eingebaut. Die undichten Dächer wurden durch neue ersetzt, Zwischendecken mit einer Holzfassung versehen und die Böden erneuert. Die getätigten Maßnahmen machen sich bereits spürbar bemerkbar: Durch die Verdichtungen an den mit Tuff-Steinen verkleideten Wänden hält sich die Wärme länger in den Häusern. Schließlich tritt viel seltener Feuchtigkeit an den Wänden auf, was das Wohnen menschenwürdiger macht.

Acht weitere Container sollen nun im Frühjahr 2019 winterfest gemacht werden. Bis dahin werden in den Wintermonaten Ausbesserungen im Innenbereich (zum Beispiel Einlegen von Teppichen, Einbau und Verdichten neuer Fenster, etc.) gemacht. Etwa 30 Menschen konnte bisher geholfen werden, was als kleiner, aber erster wirksamer Schritt zu einer Besserung in der Region Schirak gesehen werden kann. Angesichts des großen Bedarfs in der Region sind noch weitere Hilfsmaßnahmen nötig.