Meldungen von NAK-karitativ e.V. http://www.nak-karitativ.de/news/ 2020-05-25T09:33:21+02:00 http://www.nak-karitativ.denews-88.atom weltwärts Freiwilligendienst: Silvan und Helen zurück in Deutschland! - 2020-05-18T18:57:24+02:00 2020-05-18T19:26:40+02:00 Erst seit wenigen Tagen sind unsere Teilnehmer des weltwärts-Freiwilligendienstes, Silvan aus Backnang und Helen aus Schleswig-Holstein, wieder in Deutschland bei ihren Familien. Leider mussten sie ihren Freiwilligendienst aufgrund der Corona-Krise etwas früher beenden als ursprünglich geplant. Wir haben sie nach ihrer Rückkehr interviewt. Wegen der Krise konnten wir die Beiden nicht persönlich treffen, doch durch die heutige Technik wurde ein Online-Interview möglich.

Im September 2019 hatten sie ihren weltwärts-Freiwilligendienst für NAK-karitativ begonnen. Unser Partner NACRO in Sambia, nahm die Beiden während dieser Zeit unter ihre Fittiche. Vor wenigen Tagen endete ihr Freiwilligendienst vorzeitig aufgrund der Corona-Krise. Während ihrer Zeit in Sambia haben sie viel erlebt. Sie haben neue Freundschaften geschlossen, kulturelle Unterschiede kennengelernt und viel vom Land gesehen. 

Während sich Helen für Waisenkinder in Choma und für Kinder der von NACRO betreuten Schule Makapaela einsetzte, führte Silvan im Trainingszentrum Chabota für die Jugendlichen Computerkurse durch und unterstützte im landwirtschaftlichen Bereich der angrenzenden Farm Chibombo.

Sie berichteten, dass die letzten Monate wie im Flug vergingen. Und auch, wenn sie ihre neu gewonnenen Freunde und Ersatzfamilien vermissen, freuen sie sich wieder bei ihren Familien sein zu können.

Hier geht es zum Interview: 

youtu.be/fHK06mRjA9g

 

 

 

 

http://www.nak-karitativ.denews-86.atom Ostern 2020 - 2020-04-11T14:30:59+02:00 2020-04-11T14:40:40+02:00 Wir wünschen unseren Freunden, Förderern und Partnern gesegnete Ostertage, den Alleinlebenden Zuversicht, den Kranken Genesung und den Gesunden, dass sie gesund bleiben.

Erlösung, Versöhnung und Hoffnung sind zentrale Begriffe dieses hohen christlichen Festes. Hoffnung spornt an zum Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung, sowie zur Bekämpfung des Hungers und der Armut in der Welt.

In der augenblicklichen Lage ist Solidarität mit den Ländern des globalen Südens besonders wichtig, weil durch die Krise dort Hunger und große Not unmittelbar entstehen oder noch verstärkt werden. Staatliche Unterstützungen, wie in unserem Land, gibt es dort nicht, Reserven sind kaum vorhanden. Unsere Hilfe ist daher lebensnotwendig! Jede Spende ist wertvoll für die Fortführung der Projekte – bitte helfen Sie auch weiterhin.

Allen Helfern gilt unser herzlicher Dank!

 

 

 

 

http://www.nak-karitativ.denews-85.atom Weltgesundheitstag 2020 - 2020-04-07T11:58:00+02:00 2020-04-07T12:23:11+02:00 Jahr für Jahr wird er gefeiert, aber noch nie hatte er eine so besondere Bedeutung wie heute. Mit Gründung der WHO im Jahr 1948 wurde dieser Gedenktag ins Leben gerufen. Weltweit sollte das Thema Gesundheit in den Fokus rücken und dieses möglichst flächendeckend für alle Menschen.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde weltweit an der Weiterentwicklung der nationalen Gesundheitssysteme, der primären Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung gearbeitet. In diesen Tagen zeigt sich durch die Corona-Pandemie, wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitssystem ist. Erkranken zu viele Menschen gleichzeitig, stehen selbst gute Systeme vor einer Herausforderung. Dieses gilt es durch das Mitwirken aller zu verhindern.

Eine umfängliche Gesundheitsversorgung ist in vielen Ländern noch keine Selbstverständlichkeit. Laut WHO-Report haben weltweit fast 400 Millionen Menschen keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung. In den von uns betreuten Projektgebieten begegnen wir oft Menschen, die weite Wege und andere Strapazen auf sich nehmen müssen, um überhaupt eine Grundversorgung erhalten zu können. 

Aus diesem Grund setzt sich NAK-karitativ zusammen mit Partnern in Projekten für den Ausbau medizinischer Infrastruktur ein. Vor Kurzem berichteten wir über die medizinischen Stationen auf der Insel Sao Tomé (Projektnummer DA004). Diese werden bereits seit Jahren gefördert und tragen wesentlich zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Menschen bei.

https://www.nak-karitativ.de/news/sao-tome-verbesserte-patientenversorgung/

Wir werden uns auch weiterhin dieses Themas besonders annehmen und freuen uns dabei über eure Unterstützung.

http://www.nak-karitativ.denews-84.atom Weltweite Corona-Pandemie! - 2020-03-25T16:15:31+01:00 2020-03-25T17:32:27+01:00 Die Corona-Pandemie beeinträchtigt nahezu alle Bereiche unseres karitativen Engagements. Wir stehen mit allen Projektpartnern in engem Kontakt, um über die angemessene Fortführung der laufenden Projekte zu beraten und wo nötig die Maßnahmen entsprechend anzupassen.

Weltwärts: Teilnehmer zurückgeholt

So sehr wir das bedauern, unsere Freiwilligen im weltwärts-Programm müssen aus Sicherheitsgründen früher als geplant aus Sambia zurückkehren. Ihre Heimreise findet in dieser Woche statt.

Das Auswahlverfahren für das nächste Entsendungs-Jahr läuft in modifizierter Form „Online“. Allerdings wird sich die für September 2020 geplante Entsendung angesichts der Krise vermutlich um einige Zeit verschieben.

 

Afrika: Einschränkungen in Schulbetrieb, bei Ausbildungen und sozialen Maßnahmen

In Sambia, Malawi, Kenia, Südafrika und auch im Kaukasus sind Schulen, Kindergärten, Ausbildungsbetriebe und soziale Stationen vorerst für einen Monat geschlossen worden.

 

Hygienemaßnahmen

Im Südsudan, wo es bislang noch keine Schulschließungen gibt, werden für die mehr als 1.000 Schüler in Juba verstärkte Anstrengungen zur Schulung in Hygienemaßnahmen vorbereitet (Händewaschen, Verteilung von Seife für Zuhause).

 

Projekte zur Ernährungssicherung werden fortgesetzt

Wo irgend möglich laufen die Projekte weiter. Beispielsweise sind die Hilfsmaßnahmen zur Bekämpfung der Heuschreckenplage in Ostafrika gerade angelaufen. Allerdings müssen bei allen Maßnahmen die Sicherheitsanforderungen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus beachtet werden. So werden beispielsweise die Ausbildungen in Kenia zur Bekämpfung der Heuschrecken im Freien vorgenommen, damit der notwendige Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.

Wir bitten weiterhin um Unterstützung unserer Maßnahmen. Herzlichen Dank.

 

Hinweis: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten zurzeit überwiegend im Homeoffice. Wir sind jedoch telefonisch, per Mail und Post jederzeit erreichbar. Bei der zentralen Rufnummer +49 (231) 57700-100 kann es zu leichten Verzögerungen kommen, wir bitten dafür um Verständnis.

 

 

 

http://www.nak-karitativ.denews-83.atom Weltwassertag 2020: Wasser - der Grundstoff unseres Lebens! - 2020-03-20T16:20:24+01:00 2020-03-20T17:02:04+01:00 Am 22. März ist der Weltwassertag. Was bedeutet dieser Tag? Heute hat einer von sechs Menschen keinen Zugang zu frischem Trinkwasser. 2,6 Milliarden haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Wasser ist nicht nur der Ursprung allen Lebens. Durch kontaminiertes Wasser und den daraus entstehenden Krankheiten kommen jedes Jahr bis zu 500.000 Menschen um. Aus diesem Grund wurde der Tag durch die UN-Generalversammlung 1992 ins Leben gerufen.

Wie wichtig Wasser werden kann, sehen wir auch in der derzeitigen Corona-Krise. Eine der effektivsten Maßnahmen? Das Händewaschen. Erfunden im Jahr 1847 von Dr. Ignaz Semmelweis. Er fand heraus, dass durch diese regelmäßige Routine die Übertragung von Krankheiten erheblich reduziert werden kann.

In vielen Ländern besteht diese einfache aber wirkungsvolle Maßnahme angesichts mangelnder Hygieneeinrichtungen für eine große Anzahl von Menschen nicht. Aus diesem Grund setzen wir uns in unseren WASH-Projekten für den Aufbau dieser Infrastruktur ein. Die Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels Nr. 6 der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser beeinflusst dabei unsere Projektaktivitäten.

Wir haben viel erreicht. Allein in den letzten acht Jahren haben wir in West-Kenia 70 Frischwasserquellen rehabilitiert. In Ost Kenia wurden mehrere Bohrlöcher unter anderem im Mukuru-Slum zur Erschließung von Wasserquellen gebohrt. In Sambia wurden 15 Wasserstellen zum Teil repariert oder erschlossen. In Nairobi konnte für eine Schule eine komplette Wasserversorgung inklusive Rückhaltebecken in Betrieb genommen werden. Auf den Kapverden warten wir gerade auf die Freigabe der Behörden für eine Bohrung, die in 200 Metern Tiefe vorgenommen werden soll.

All diese Projekte bedeuten in Zahlen, dass wir 50.000 Menschen einen Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht haben.

http://www.nak-karitativ.denews-82.atom Sao Tomé: Verbesserte Patientenversorgung - 2020-03-09T11:41:27+01:00 2020-04-01T12:28:17+02:00 Im kleinen afrikanischen Inselstaat Sao Tomé und Principe ist seit dem Jahr 2008 im Ort Santana eine Zahnstation in Betrieb. NAK-karitativ unterstützte zusammen mit dem lokalen Hilfswerk Accao de Igreja Nova Apostolica de Caridade (ANAC STP) in Sao Tomé den Aufbau eines Gesundheitszentrums, in dem auch eine Zahnstation integriert wurde. Die Zahnstation sollte nun um eine Röntgenstation erweitert werden. Vor gut zwei Wochen war es soweit. Ärzte und Projektkoordinatoren flogen zur Installation der neuen Röntgenanlage nach Santana.

Zwei neue Behandlungsräume und ein Röntgengerät für die Station

Die Zahnstation steht auf einem Gelände in Santana, welches von der Neuapostolischen Kirche zur Verfügung gestellt wurde. Neben dem Kirchengebäude entstand in den letzten Jahren ein komplettes Gesundheitszentrum. Zuletzt wurde hier mit Unterstützung von NAK-karitativ eine Zahnstation eingerichtet, die vom lokalen Hilfswerk „Accao de Igreja Nova Apostolica de Caridade“ (ANAC STP) betrieben wird. In den Räumlichkeiten des Zentrums werden für Patienten neben gynäkologischen Untersuchungen und Labortests, auch Zahnreinigungen, Kronenanpassungen, Brücken- und Zahnentfernung angeboten. 

Mit Hilfe eines fünfköpfigen Teams aus Deutschland, bestehend aus Zahntechnikern, Zahnärzten und einem Elektroingenieur konnte im Februar ein neues digitale Röntgengerät in Betrieb genommen werden. Das gespendete Gerät war zuvor per Seefracht aus Deutschland nach Sao Tome verschickt worden. Um dem neuen Röntgengerät einen geeigneten lichtgeschützten Raum zu bieten, wurde die Zahnstation im Vorfeld umgebaut.

Fortbildung für die Zahntechniker  

In den Anfängen der Zahnstation wurden zwei Jugendliche aus dem Ort Trinidad, Roque und Amicio, von Xaver K., einem deutschen Zahntechniker und Initiator des Projekts, in der Herstellung von Zahnkronen und Brücken ausgebildet. Weitere befreundete Zahnärzte aus Deutschland, die ihren Jahresurlaub zur Unterstützung des Projektes einsetzten, begleiteten Herrn K. auf der Reise. Sie führten Roque und Amicio in die Grundlagen der Zahnheilkunde ein.

Im Februar 2020 kam Amicio von einer 5-jährigen Ausbildung in Brasilien zurück. In dieser hatte er zusätzliche Kompetenzen, wie zum Beispiel die Behandlung von Parodontose (Zahnfleischschwund) und die Kariesbehandlung, erlernt. Jetzt wurde er in die Bedienung des neuen Röntgengerätes eingeführt. Die Technik bietet eine erhebliche Erleichterung bei der Diagnosestellung.

Großer Bekanntheitsgrad der Zahnarztpraxis

Für die Bevölkerung der Insel (ca. 200.000 Personen) und Touristen aus dem Ausland bietet die neue Station viele Vorteile. Mussten die Menschen vorher zur Behandlung nach Portugal fliegen, können Untersuchung und Behandlung jetzt auf der Insel durchgeführt werden. Mancher Zahn, der vorher gezogen wurde, kann erhalten werden, da Probleme früher erkannt werden.

Das neue Röntgengerät ist das einzige (!) seiner Art auf der Insel. Es wird unter anderem zukünftig auch für die Diagnosen in der Hals, Nasen- und Ohrenheilkunde eingesetzt. Die Ärzte am Zentralkrankenhaus können ihre Patienten nach Santana zum Röntgen schicken und erhalten per E-Mail die Bilder zur Unterstützung der Diagnosefindung.

Durch Mund-zu-Mund Propaganda hatte sich die Einweihung der neuen Station innerhalb der Bevölkerung sehr schnell herumgesprochen. Seitdem füllen sich die Terminbücher für Untersuchungen auf der Station. Die Erstellung eines Röntgenbildes ist mit 12 Euro im Vergleich zu Deutschland verhältnismäßig günstig. Hierzulande liegen die Kosten bei circa 40 Euro pro Bild.

Auch im Fernsehen und in den lokalen Zeitungen soll die neue Röntgenmöglichkeit bald bekannt gemacht werden. Durch die gesteigerten Einnahmen sollen auch die anderen Bereiche der Gesundheitsstation profitieren. Die unterstützenden Ärzte aus Deutschland haben für die Zukunft zugesichert, weiterhin die Ausbildung von lokalen Zahntechnikern und Ärzten zu begleiten. Dafür kommen sie gerne auf die Insel zurück oder nehmen die Auszubildenden bei sich zu Hause in Deutschland auf.

Neben den Kosten für den Transport der empfindlichen Röntgengeräte übernahm NAK-karitativ auch die Beschaffung von Verbrauchsmaterialien und die Wiederbeschaffung beschädigter oder irreparabler Zahnarztpraxisausrüstung.

 

Projektnummer: DA004 "Medizinische Station Sao Tomé"

http://www.nak-karitativ.denews-81.atom Sambia: Von der Straße ins Ausbildungszentrum - 2020-02-26T17:08:50+01:00 2020-03-03T13:56:05+01:00 Vorletzte Woche konnten die ersten Schüler des Jahrgangs 2020 im Ausbildungszentrum Chabota auf der Chibombo Farm begrüßt werden. Zwei unserer Projektkoordinatoren waren zusammen mit Vertretern der New Apostolic Church Relief Organisation (NACRO) vor Ort und haben die neuen Auszubildenden in Empfang genommen.

Der neue Schulleiter, Mister Mulenga, ist seit Januar 2020 über das Ministerium für Landwirtschaft für die Verwaltung des Ausbildungszentrums eingestellt und konnte nun die ersten Schüler begrüßen. Die Schule wurde bereits im letzten Jahr zusammen mit dem Ministerium für Jugend, Sport und Gemeindeentwicklung feierlich eröffnet. Kurz nach der Eröffnung gab es noch einige Hindernisse zu bewältigen: Von staatlicher Seite werden die Lehrkräfte für das Zentrum gestellt, durch langwierige administrative Prozesse kam es leider zu Verzögerungen bei der Einstellung der Lehrkräfte. Erste Lehrpläne für die Ausbildung der Jugendlichen wurden entwickelt und der Schulbetrieb mittlerweile aufgenommen. Vier weitere Lehrkräfte unterstützen Mr. Mulenga bei der Ausbildung. Zusätzlich werden die Jugendlichen von einem Sozialarbeiter begleitet.

Den Schülern wird eine einjährige Ausbildung im Bereich Landwirtschaft geboten. Diese umfasst insgesamt 10 Module unter anderem in den Bereichen Tierhaltung, Farmmanagement, Agrartechnik, Bodenkunde, Arbeitssicherheit und Arbeiten am Computer statt. Hinzu kommt ein dreimonatiges Praktikum auf einem kommerziellen Farmbetrieb. Ziel ist es, die Ausbildung auf zwei Jahre zu erweitern, um einen höheren Abschluss vergeben zu können. Die Ausbildung schließen die Jugendlichen mit dem staatlichen Teveta-Zertifikat „Grundausbildung Landwirtschaft“ ab. Mit dem Erlernten können sie sich entweder selbstständig machen oder Arbeit in einem Betrieb suchen. Viele der aufgenommenen Schüler haben zuvor auf der Straße gelebt. Ein weiteres Ziel ist es daher, die Jugendlichen dauerhaft von einem Leben auf der Straße wegzubringen und, sofern dies möglich ist, sie wieder mit ihren Familien zusammenzuführen.

Für alle bedürftigen Jugendlichen ist die Ausbildung kostenfrei. Langfristig sollen auch Schüler angeworben werden, die ein geringes Schulgeld bezahlen. Dies soll in der Zukunft mit dazu beitragen, dass das Ausbildungszentrum sich finanzieren kann. Durch Anzeigen in regionalen Tageszeitungen und einem Aushang am schwarzen Brett des Rathauses wird für das Ausbildungszentrum geworben. 

Vorletzte Woche trafen die ersten Schüler auf dem Gelände ein. Zum Wochenbeginn hatte ihr Ausbildungsjahr anfangen. Insgesamt nehmen 23 Schüler am diesjährigen Ausbildungsprogramm teil.  Davon sind 18 Internatsschüler und 5 Tagesschüler. Den Internatsschülern stehen Schlafmöglichkeiten und ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Derzeit übernachten ausschließlich Jungen in dem Schlafsaal. Mädchen besuchen die Schule als Tagesschülerinnen und gehen nach dem Unterricht wieder nach Hause. Neben den Unterrichtsmöglichkeiten gibt es auch eine Schulküche, in der das tägliche Mittagsessen für die Schülerinnen und Schüler zubereitet wird. 

 

Projektnummer: 2014-011 "Ausbildungszentrum Sambia"

http://www.nak-karitativ.denews-79.atom Gesegnete Festtage und ein gutes neues Jahr 2020! - 2019-12-18T15:24:21+01:00 2019-12-18T15:37:49+01:00 Damals: Ein alter Text erzählt davon, wie Gott mit einer schlichten Frage Rechenschaft vom Menschen für sein Tun fordert: Wo ist dein Bruder? Die Antwort ist bekannt. Heute: Wir sind sehr dankbar, von vielen warmherzigen, weit denkenden, verantwortungsvollen, empathischen, teilungsbereiten, fürsorglichen und großzügigen Förderern umgeben zu sein. Sie alle umtreibt die noch immer aktuelle Frage nach dem Bruder, die heute so klingen könnte: Wie geht es deinem Nächsten? Karitatives Engagement ist eine gute Antwort. Wir bedanken uns für jede Form der Unterstützung im Jahre 2019 und wünschen allen gesegnete Festtage und ein gutes neues Jahr. NAK-karitativ e.V. Jörg Leske
http://www.nak-karitativ.denews-78.atom Malawi: "Das Wasser fließt endlich! - 2019-12-16T14:05:00+01:00 2020-02-24T12:18:14+01:00 Im November 2019 besuchten unsere Projektkoordinatoren die Bauerngemeinschaft in Msongolo/Malawi um die Fortschritte des Projektes zu begutachten. Im Jahr 2015 wurde durch Überschwemmungen das Bewässerungssystem des Dorfes zerstört. NAK-karitativ beteiligte sich zusammen mit dem Partner NACRO (New Apostolic Relief Organisation) am Wiederaufbau des Kanalsystems. Die ersten neuen Bauten konnten jetzt fertiggestellt und besichtigt werden.

 

Aufgrund der Armut des Landes kann die Regierung kaum finanzielle Hilfestellung beim Wiederaufbau der dörflichen Infrastruktur leisten. 

Dabei ist das Problem allgegenwärtig. Während in den Regenmonaten häufig durch Überschwemmungen Ernte und Äcker gefährden werden, bleibt in der Trockenzeit das dringend benötigte Wasser aus. Dieser extreme Wechsel lässt nur die robustesten Pflanzen überleben, was jedes Jahr zu erheblichen Ernteverlusten führt. Ohne funktionierendes Bewässerungssystem und Bevorratungsmöglichkeiten für Wasser ist ein ganzjähriger Anbau unmöglich.

Zusätzliche Schulungen der Bauern in verbesserten landwirtschaftlichen und ökonomischen Methoden sind lange Zeit ausgeblieben. Nach und nach werden diese vereinzelt durch staatliche Unterstützung aber auch durch Hilfsorganisationen wie NAK-karitativ angestoßen.

In den letzten Monaten konnten alte Kanalsysteme rehabilitiert und acht neue Kanäle gebaut werden. Insgesamt umfasst das Bewässerungsnetz 3,2 km mit dem 28 Hektar Land bewässert werden. Gespeist werden die Kanäle mit Wasser aus dem nahegelegene Fluss Rukuru. Früher wurden die Bewässerungssysteme mit Dieselpumpen betrieben. Mittlerweile sind zwei Solarpumpen, als Ersatz für die alten Dieselpumpen, installiert. Zum Schutz für die technischen Komponenten wurden zwei kleine Häuser gebaut. Zusätzliche Hochtanks ermöglichen eine Wasserbevorratung.

Nach dem Bau der Bewässerungssysteme erhielten die Bauern Schulungen zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Anbaumethoden. Auch Spar-Selbsthilfegruppen zur wirtschaftlichen Stärkung der Familien wurden implementiert.

Christina, die Frau eines Bauern, berichtete uns gegenüber im Interview, dass sie mit der Ernte von den bewässerten Feldern nun die vier Hungermonate im Jahr gut überbrücken kann. Insgesamt profitieren rund 1.000 Menschen von dem Projektvorhaben. Durch die verbesserten Ernteerträge können die rund 165 beteiligten Bauern ihre Familien besser ernähren und zusätzlich durch den Verkauf der angebauten Produkte auf den heimischen Märkten ein Einkommen generieren.

 

Projektnummer: 2017-015 "Kanalbewässerung für Kleinbauern in Msongolo".

http://www.nak-karitativ.denews-76.atom Albanien: Nothilfe nach schwerem Erdbeben - 2019-11-27T16:26:00+01:00 2019-11-27T16:38:13+01:00 Gestern in den frühen Morgenstunden wurden die Menschen in Albanien von einem der schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten überrascht. Mit einer Stärke von 6,4 wurde das Land erschüttert. Mindestens 23 Menschen haben ihr Leben verloren. Hunderte wurden verletzt und haben ihr zu Hause verloren.

Gemeinsam mit unserem Partner Help-Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt NAK-karitativ die Versorgung der notleidenden Menschen in Albanien. Ein Team ist bereits vor Ort und verteilt Decken und Schlafsäcke an die Menschen, die nun unter freiem Himmel die kälter werden Nächte verbringen müssen. Als weitere Maßnahmen werden Lebensmittel und Medikamente an die Erdbebenopfer verteilt. Auch psychosoziale Unterstützung wird für die traumatisierten Menschen benötigt.

Bisher sind nur wenige Organisationen vor Ort. Unterstützung bei der Suche nach Überlebenden erhält die albanische Regierung unter anderem von Italien und Griechenland. Immer wieder wurde die Region von Nachbeben erschüttert, die die Menschen in Angst versetzten und eine Rückkehr in die Häuser vorerst unmöglich macht.

http://www.nak-karitativ.denews-75.atom Malawi: "Ein Haus für Tradice und ihre Kinder!" - 2019-11-25T16:16:26+01:00 2019-11-26T10:15:45+01:00 Tradice lebt mit drei ihrer vier Kinder in Msongwe einem kleinen Dorf 20 km außerhalb von Mzuzu. Ihr Mann ist vor vielen Jahren verstorben. Als das Projekt begann, haben sie und ihre Kinder in einer kleinen Hütte mit undichtem Dach auf dem Boden geschlafen. Nicht selten im Schlamm während der Regenzeit. Ruth, die Tochter von Tradice, ist vor einigen Jahren schwer erkrankt. Leider wissen die Ärzte nicht, was die Ursache der Erkrankung der jungen Frau ist. Mittlerweile ist sie fast komplett erblindet. Zusätzlich verformen sich ihre Gelenke und ihre Muskelkraft nimmt ab. Laufen kann sie nicht mehr. Die beiden Söhne von Tradice sind mental eingeschränkt und können keiner normalen Arbeit nachgehen. Deshalb muss Tradice die Familie ganz allein über Wasser halten.

Drei Mal in der Woche macht sie sich auf den langen Weg zum Gemüsemarkt. Hier verkauft sie Gemüse, welches sie vorher von den Bauern der Region erworben hat. Läuft es gut, kommt sie mit etwa 2.000 MK (circa 2,50 EUR) wieder nach Hause. Hiervon kann sie gerade einmal das Nötigste an Mais und Gemüse für die Familie kaufen. Für eine ausgewogene Ernährung reicht das Einkommen ohnehin nicht. Deshalb baut sie zusätzlich auf ihrem Land Mais für die Familie an, mit dessen Ernte sie die Familie drei weitere Monate über Wasser hält. Die Familie lebt von weniger als 1 US$ am Tag und damit in extremer Armut. Aufgrund der Erkrankungen der Kinder, wird die Familie von den übrigen Dorfbewohnern gemieden. Zu der extremen Armut kam soziale Isolation hinzu.

NAK-karitativ unterstütze die Familie durch den Bau eines neuen Hauses. Es half dabei, das Stigma der Isolation zu überwinden und die Familie wieder in der Dorfgemeinschaft zu integrieren. Seither kommen auch die Nachbarn wieder zu Besuch.

In dem von NAK-karitativ betreuten Projekt erhielt nicht nur Tradice ein neues Haus. Insgesamt 10 Familien wurden in dem Projekt "Häuserbau für Witwen und Waisen" unterstützt. Die Familien lebten allesamt in extremer Armut und unzumutbaren Lebensumständen. Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit dem lokalen Partner im Norden Malawis, der New Apostolic Church Relief Organisation (NACRO).

http://www.nak-karitativ.denews-74.atom Welttoilettentag 2019: Ein durchaus schwieriges Geschäft! - 2019-11-18T17:37:42+01:00 2019-11-19T10:06:52+01:00 Bis 2030 sollen alle Menschen weltweit eine hygienische Sanitärversorgung haben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dieses Ziel anvisiert, um weltweit Erkrankungen und Epidemien eindämmen zu können. Morgen ist der Welt-Toilettentag. Was merkwürdig klingt hat einen ernsten Hintergrund. Weltweit hat nur jeder Vierte einen Zugang zu Hygieneeinrichtungen. Rund 673 Millionen Menschen verrichten ihre Notdurft in Straßenrinnen, hinter Büschen oder in offenen Gewässern. Zwei Milliarden Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus Quellen, die mit Fäkalien kontaminiert sind. Entstehende Krankheiten und Epidemien wie zum Beispiel Cholera sind die Folgen.

Gefordert wird von den verantwortlichen Regierungen ein festes Budget einzuplanen, welches zur Umsetzung einer flächendeckenden Sanitär- und Wasserversorgung nötig ist und zur Bekämpfung der Korruption im Umgang mit Wasserrechten dient. Mehrere Millionen US-Dollar im Jahr verschwinden im Schwarzgeschäft "Wasser" anstatt in alternative Sanitär- und Wassertechnologien eingesetzt werden zu können.

 

Was tun wir als NAK-karitativ dagegen?

Seit etwa fünf Jahren engagiert sich NAK-karitativ in mehreren Wash-Projekten in Kenia. Die Wash-Komponente bedeutet die Schaffung von sauberen Wasserquellen, Sanitäreinrichtungen und anderweitige Hygienemöglichkeiten. Der Anfang wurde im County Busia im Westen Kenias gemacht. 70 natürliche Quellen wurden erschlossen und zu Brunnenanlagen gefasst. Gleichzeitig wurden Schulungen zur Händereinigung durch die Lokalregierung abgehalten. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern verfolgen wir das Ziel, allen Haushalten in der Region den Zugang zu eigenen Toiletten zu ermöglichen. In einem Großteil der Haushalte wurden bereits Abtrittplatten aus Zement gegossen. Im Anschluss sollen hier Toiletten aus Lehmziegeln errichtet werden.

Im Slum Mukuru in Kenias Hauptstadt Nairobi mit rund 700.000 Einwohnern, wurde für einen Teilbereich des Slums im Jahr 2019 ein Biogaszentrum eingeweiht. 2.000 Menschen sollen in einem ersten Schritt Zugang zu sauberen Toiletten und Duschen bekommen. Als weiterer Schritt soll mit dem Biogas aus dem Faulturm gekocht und eine Schulspeisung angeboten werden.

Im County Mwingi im Osten Kenias entstehen in den nächsten Monaten in zwei Schulen ebenfalls zwei Biogasanlagen. Das gewonnene Gas soll für die Zubereitung der täglichen Schulmahlzeit genutzt werden.

Nicht immer ist es uns möglich, Projektfortschritte in Zahlen zu erfassen. Ein sicherer Indikator für den Projekterfolg sind jedoch die rückgängigen Fehlzeiten der Kinder in der Schule, bedingt durch Durchfallerkrankungen. Fehlzeiten werden, ähnlich wie bei uns, im Klassenbuch erfasst und dienen letztlich als messbarer Wert. Eines unserer Ziele ist es, die wegen durch mangelnde Hygiene auftretenden Erkrankungen und Fehltage um rund 40% zu senken.

Eine große Aufgabe liegt noch vor uns und nur viele helfende Hände können dieses Problem lösen. Die Entsorgung und Aufbereitung von Fäkalien kann nur zusammen mit den Regierungen angegangen werden. Trotz aller Bemühungen haben immer noch zu viele Menschen keinen Zugang zu einer einfachen Toilette. Ein durchaus schwieriges Geschäft - könnte man sagen. Mit Organisationen wie der German Toilet Organisation Berlin tauschen wir uns regelmäßig zu praktischen und nachhaltigen Lösungen aus. Damit aus dem Unmöglichen das Mögliche wird! 

 

 

 

 

 

Quelle: www.unicef.org /reports/progress-on drinking-water- sanitation and hygiene-2019

http://www.nak-karitativ.denews-73.atom Malawi: Bau von Wasser- und Sanitäreinrichtungen in Mchinji - 2019-10-31T11:12:00+01:00 2019-10-31T11:31:14+01:00 Unser Mitarbeiter Ole Krafft ist bei unserem Partner NACRO in Malawi, er berichtet vom Fortgang der WASH-Projekte: Die Region Mchinji liegt im Westen Malawis an der sambischen Grenze. Tausende Menschen leben in bitterer Armut. Nahrungsmittelknappheit, kein sauberes Trinkwasser und keine Sanitäranlagen, das sind die drängenden Probleme. NACRO hat für die Teilregion Mduwa einen Aktionsplan erstellt, zusammen mit den Lokalbehörden. Er soll im November 2019 starten.

Wie ist der Status quo?

  • Zwei Drittel der Haushalte haben keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen
  • Möglichkeiten zum hygienisch einwandfreien Händewaschen gibt es nicht
  • alle untersuchten Wasserstellen waren keimverseucht
  • Folge: Hohe Krankheitsrate (Durchfall, teilweise sogar Cholera), fast alle Kinder leiden unter häufigem Durchfall
  • Großer Mangel an Sanitäreinrichtungen in Schulen, sind Toiletten vorhanden, dann aber nicht geschlechterspezifisch und in desolatem Zustand

Wasserpumpen und sanitäre Einrichtungen

Insgesamt sollen etwa 6.000 Menschen (das sind ca. 1.300 Haushalte) in der Region Zugang zu sauberem Wasser erhalten. Mehrere Dörfer sollen versorgt werden. An strategisch günstigen Stellen werden neue Brunnen gebohrt. Bis zu 10 Bohrungen sind angesetzt und zwar bis etwa 60 m Tiefe (denn nicht jede Bohrung ist erfolgreich!). 2 Brunnen werden mit solarbetriebenen Wasserpumpen ausgestattet. Gleichzeitig werden beschädigte und verunreinigte Brunnen entfernt.

5 Schulen in der Region erhalten Sanitäranlagen und zwar geschlechtsspezifisch mit Möglichkeiten zum Händewaschen. Ferner ist vorgesehen, zwei Marktplätze sowie ein Gesundheitszentrum mit Sanitäreinrichtungen auszustatten.

Zusammentreffen mit den Vorsitzenden der Dörfer im Herbst 2019

Die Vorsitzenden der Dorfgemeinschaften wurden in speziellen Informationsveranstaltungen in die konkreten Zielsetzungen eingebunden und über die Nachhaltigkeitsstrategie des Projektes informiert. Dazu wurden sie mit den Herausforderungen der Maßnahme vertraut gemacht. Das Team von NACRO bindet die Dorfgemeinschaften eng mit ein, sie arbeiten intensiv mit:

  • Sie heben die Gräben für die Verlegung der Wasserrohre und Gruben für die Knotenpunkte aus.
  • Landfläche für die Gräben und die Platzierung der Wassertanks wird von den Dorfgemeinschaften zur Verfügung gestellt
  • Komitees für die Schulungen in Hygienemaßnahmen und zur Bedienung und Reparatur der Wasserpumpen sind in jedem der Dörfer gegründet worden.
  • Die Komitees werden die Dorfbewohner in mehreren Durchgängen über Bedienung der Einrichtungen und in Hygienemaßnahmen schulen, jeweils in Gruppen zu 15 Personen
  • Die Dorfbewohner sind für den Schutz der Wasserstellen verantwortlich

 Ausblick

Die begonnenen Maßnahmen des WASH-Projektes lassen begründete Hoffnung aufkommen, dass sich durch diese Maßnahmen die Gesundheitssituation in den Dörfern verbessert. Das wird dann Auswirkungen auf die Bildung haben und im Idealfall mittelfristig auch die Einkommenssituation der Familien positiv beeinflussen.

Maßnahmen in weiteren Dörfern müssen folgen!

http://www.nak-karitativ.denews-72.atom Jahresbericht 2018 online verfügbar. - 2019-10-21T15:24:30+02:00 2019-10-22T09:22:50+02:00 Der Jahresbericht 2018 steht im neuen Format zum Download zur Verfügung.

„Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.“ Vielmehr, wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken (aus Römer 12, 13.20)“. Mit diesen Worten begrüßt unser Schirmherr Wilhelm Leber den Leser. Auch in 2018 haben wir das Ziel, unser Leben als Dienst am Nächsten zu sehen, stets vor Augen gehabt und unsere Arbeit danach ausgerichtet.

Im Jahresbericht 2018 können Sie in die folgenden Projekte einen tieferen Einblick nehmen:

  •       Ein paar Tropfen machen den Unterschied!
  •       60-Tage-Komfort
  •       Eingeschult mit 10 Jahren
  •       Wasser für alle verfügbar zu machen ist eine Sisyphusarbeit
  •       Nothilfe in Südostasien
  •       Im Austausch für New York

Zusätzlich finden Sie umfangreiche Informationen zur Vereinstätigkeit und den Finanzen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und danken Ihnen für das Interesse an unserer Arbeit!

Ihr Team von NAK-karitativ

http://www.nak-karitativ.denews-71.atom Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht! - 2019-10-16T17:07:50+02:00 2019-10-16T17:17:00+02:00 Heute, am 16. Oktober 2019 erinnert der Welternährungstag daran, dass noch immer 11% der Weltbevölkerung nicht ausreichend Nahrung zur Verfügung haben.

Hunger ist weltweit noch ein Thema. Während zwei Millionen Menschen deutlich überversorgt sind, leiden über 821 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung und Hunger. Ein merkwürdiger Umstand, bedenkt man, dass hierzulande Tonnen von Lebensmittel einfach im Müll landen. Nachdem sich die Ernährungssicherung in einigen Ländern wie Äthiopien und Ruanda deutlich verbesserte, zeigte der Welthunger-Index (WHI) 2019, dass sich in Ländern wie Tschad, Madagaskar, Jemen, Sambia und Südsudan das genaue Gegenteil abzeichnet. Durch soziale Ungleichheit, Konflikte und wetterbedingte Auswirkungen wie Überschwemmungen oder extreme Dürren verschärfte sich hier die Situation so drastisch, dass auch in den nächsten Jahren nicht mit einer Besserung zu rechnen ist. Derzeit geht man davon aus, dass über 800 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Hungers betroffen sind. Hinzu kommen knapp zwei Milliarden Menschen, die Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen leiden – sogenanntem „verstecktem Hunger“.

NAK-karitativ setzt sich in vielen Projekten zur Ernährungssicherung für die Rechte der Menschen und die Bekämpfung von Hunger ein. Ein Schwerpunkt liegt dabei in Subsahara-Afrika. Hier setzen wir auf nachhaltige Methoden der organischen Landwirtschaft, die die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten und den Einsatz von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln reduzieren. So bleiben Ressourcen langfristig erhalten und die Ausgaben der Bauern gering. Diversifizierung im Anbau und verbesserter Zugang zu Wasserquellen soll die Anbaubedingungen grundlegend verbessern. Begleitende landwirtschaftliche Beratungsleistungen unterstützen die Menschen im Umgang mit den sich verschlechternden Bedingungen.

Durch Überfischung und Verunreinigung der Seen zum Beispiel durch Pflanzenschutzmittel sind die Fischbestände in den letzten Jahren in Burkina Faso rapide zurückgegangen. Fisch ist jedoch eines der Hauptnahrungsmittel und eine wichtige Proteinquelle für die Menschen in Burkina Faso. Lange Trockenzeiten haben die Böden teilweise unfruchtbar gemacht. Die Menschen mussten mit dem Wegfall von mehreren Ernährungsquellen auskommen. Viele zogen in die Städte, da dort die Versorgung aus anderen Ländern, wie der Elfenbeinküste, dem Senegal, Mauretanien und Mali noch funktioniert. Aber auch in den Städten treten zunehmend Engpässe auf oder hohe Preise stellen die Familien vor Herausforderungen. NAK-karitativ unterstützt in Ouagadougou 150 Familien mit dem Aufbau einer Fischfarm. Die sieben Fischteiche ermöglichen eine Ernährungsgrundlage für die Familien.

http://www.nak-karitativ.denews-70.atom Kenia: „Erfolgreicher Start in die Ziegenzucht.“ - 2019-09-20T12:43:47+02:00 2019-09-20T12:55:46+02:00 Die Kleinbauern in unserem Projekt in Maua in Kenia haben erfolgreich die ersten Hürden im Aufbau einer Ziegenzucht hinter sich gelassen. Insgesamt zwei Kleinbauern-Gruppen mit 60 Mitgliedern hatten sich letztes Jahr zusammengeschlossen, um die Ziegenzucht voranzutreiben, nachdem die bisherige Einkommensquelle, der Anbau von Mira-Kraut, aufgrund von Importverboten innerhalb der EU eingebrochen war. Das Kraut wird weiterhin angebaut, jedoch als Ziegenfutter verwendet.

Die ersten 120 Ziegen- und 60 Ziegenböcke wurden angeschafft und an die 60 Kleinbauern in Maua verteilt. Zuvor hatten die beiden Kleinbauern-Gruppen Ställe für eine permanente Stallhaltung errichtet. Zwei Ziegenrassen „Toggenburg“ und „Alpine“ wurden eingekreuzt, um Ziegen mit höherer Fleisch- und Milchleistung züchten zu können. Durch den Verkauf von Ziegenfleisch und Milch auf dem lokalen Markt, soll ein solides Einkommen für die Kleinbauern generiert werden. Jahrelang hatten sie vom Verkauf von Mira-Blätter gelebt, die zuletzt in einigen Ländern der EU aufgrund eines Importstopps nicht mehr eingeführt werden durften.

Die Blätter können als Grundstoff für die Herstellung des gleichnamigen Rauschmittels verwendet werden, weshalb ein Importverbot verhängt wurde. Eine Diversifizierung des Anbaus soll bei der Einkommenslücke Abhilfe schaffen. Aus diesem Grund entschied man sich für den Anbau von Futterbäume wie Grevillea. Hierdurch soll die langfristige Versorgung der Tiere gesichert werden. Pro Haushalt wurden bereits mindestens zehn Futterbäume gepflanzt. Zwei Schulen wurden ebenfalls mit Futterbäumen ausgestattet. Weiteres Saatgut wird Kumea (der lokale Partner vor Ort) vor Beginn der Regenzeit im Oktober verteilen, damit die Gruppen und Schulen weitere Bäume heranziehen können. Der Verkauf von Setzlingen sollen sowohl den Schulen als auch den Gruppen ein weiteres Einkommen ermöglichen.

Einige Kleinbauern hatten bereits viel Glück mit ihren Ziegen. Als sie die Ziegen bekamen, waren sie bereits trächtig. Dadurch hatten die Familien der Kleinbauern zusätzlich zu der sonst eher kargen Ernährung sofort Ziegenmilch für den eigenen Konsum zur Verfügung. Es blieb auch etwas für den Verkauf übrig, was sofort kleine Einnahmen generierte. Zukünftig soll die Ziegenzucht so erweitern werden, dass bis zu 150 Liter Ziegenmilch täglich verkauft werden können. Bereits jetzt sind die Kleinbauern-Gruppen dabei, die nötigen Vertriebsstrukturen für die Milchabnahme zu schaffen.

Hierfür soll als nächstes ein Aufnahmeantrag an den nationalen Verband der Ziegenzüchter gestellt werden. Durch Aufnahme in den nationalen Verband würden die Kleinbauern von einer geregelten veterinär-ärztlichen Betreuung und besseren Konditionen bei der Beschaffung von weiteren Zuchttieren profitieren. Der nationale Verband führt auch Schulungen im Umgang mit den Tieren und Futtermitteln durch. Gleichzeitig werden durch den Verband Qualitätskontrollen der Milch und der weiterverarbeiteten Käsereiprodukte angestoßen.

Um den Aufbau der Strukturen in die richtigen Bahnen zu lenken, wurde ein in Maua ortsansässiger Projektkoordinator angestellt. Er betreut die Kleinbauern und steht mit seiner Erfahrung im Bereich Tierzucht zur Seite, damit möglichst schnell die gesetzten Ziele bezüglich der Einkommensgenerierung erreicht werden. Weitere Schritte zur Nachzucht sind bereits in Planung. Futterpläne werden erstellt und Verkaufsmöglichkeiten für Fleisch und Milch akquiriert. Durch Bildung eines Gemeinschaftssparfonds sollen Anschaffungen finanziert und Tierverluste ausgeglichen werden. Jedes Mitglied der Kleinbauern-Gruppen zahlte bereits 5.000 Kenia-Schilling ein, das entspricht etwa 45 Euro.

 

 

Projektnummer: 2017-012 „Ziegenhaltung Igembe“

http://www.nak-karitativ.denews-69.atom Internationaler Tag der Wohltätigkeit: „Sharety statt Charity!“ - 2019-09-03T16:59:50+02:00 2019-09-05T09:37:19+02:00 Heute ist der internationale Tag der Wohltätigkeit. Er wurde im Jahr 1997 anlässlich des Todestages der Ordensschwester Mutter Teresa ausgerufen um daran zu erinnern, dass es große Not auf der Erde gibt, die nur mit vielen helfenden Händen bekämpft werden kann. Nicht umsonst wurde die ursprünglich aus Albanien stammende Teresa als Heilige von Kalkutta bezeichnet. Ihr ganzes Leben setzte sie sich für Arme, Obdachlose, Kranke und Sterbende ein. Im Jahr 1979 erhielt sie für ihre Arbeit den Friedensnobelpreis. Wir von NAK-karitativ folgen auch ihrem Beispiel und versuchen mit unseren Projekten den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Es war auch ihre Persönlichkeit, die sie auf der ganzen Welt bekannt machte und den Wohltätigkeitsgedanken bis in den kleinsten Winkel des Planeten trug. Christliche Barmherzigkeit und Nächstenliebe waren die Grundpfeiler ihrer Arbeit.

Seit ihrem Tod hat sich viel getan. Natürlich ist Wohltätigkeit nach wie vor wichtig, um benachteiligten Menschen und Regionen Mittel zur Verbesserung ihrer Situation zukommen zu lassen.

Leider entsteht durch reine Wohltätigkeit aber eine Abhängigkeit vom Geber. Im Vordergrund steht also heute eher die Hilfe zur Selbsthilfe, um eine dauerhafte und nachhaltige Veränderung zu erreichen.

Sharety statt Charity. Das ist eine neue Form des Teilens. Diese Philosophie schafft ein Teamwork auf Augenhöhe, nicht von oben herab. Ob es das gemeinsame Nutzen einer Ressource ist, oder das Wissen, welches man mit anderen teilt aber natürlich auch finanzielle Aspekte. Es liegt in der Natur von uns Menschen, gemeinsam mit anderen Großes erschaffen zu wollen. Am schönsten ist es doch, wenn wir es freiwillig tun. Jemanden begleiten auf seinem Weg, bis er auf eigenen Füßen stehen kann.

Konfuzius sagte einmal: „Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

Wir von NAK-karitativ haben uns in unseren Projekten das Ziel gesetzt, nicht nur die Menschen für eine Zeit zu unterstützen, sondern nachhaltigen Erfolg anzustreben. Hierzu teilen wir unser Wissen und setzen es gemeinsam mit den Menschen vor Ort und unseren Partnern für eine Weiterentwicklung der durch uns betreuten Gebiete ein. Wie z.B. in unserem Projekt im Mukuru-Slum in Kenia (Projektnummer: 2016-016), wo wir eine Biogasanlage errichtet haben, die nun durch die einheimische Bevölkerung betrieben wird. Durch gezielte Schulungen sind die dort Menschen auf diese Aufgabe vorbereitet worden. Wir sind unseren Unterstützern dankbar für jede Zuwendung, mit der sie unser Verständnis von Sharety möglich machen.

 

Hier geht es zum Bericht "Biogasanlage im Mukuru-Slum":

https://www.nak-karitativ.de/projekt/kenia-hygieneentwicklung-und-einkommen/

 

 

http://www.nak-karitativ.denews-68.atom Timapita ku Sambia: Wir gehen nach Sambia! - 2019-08-28T12:32:35+02:00 2019-08-28T14:00:03+02:00 Auch in diesem Jahr entsendet NAK-karitativ zwei junge Erwachsene für einen Freiwilligendienst. Helen aus Heide (Schleswig-Holstein) und Silvan aus Backnang (Baden-Württemberg) reisen Mitte September nach Sambia (Südostafrika). 12 Monate lang absolvieren sie bei NACRO (New Apostolic Church Relief Organisation), der Partnerorganisation von NAK-karitativ, ihren Freiwilligendienst. In einem knapp zweiwöchigen Seminar in Bonn wurden die beiden bereits auf ihre Zeit im Ausland vorbereitet. Gesundheit, Handeln in Notfällen, interkulturelle Kommunikation, die Reflektion über Rassismus, Armut und die eigenen Privilegien waren Inhalt der Seminare. Zwei weitere Tage wurden die beiden nun in Dortmund von zwei Mitarbeitern von NAK-karitativ über kulturelle Besonderheiten in Sambia sensibilisiert und bekamen zudem weitere Informationen zu den Projekten, bei denen sie in unterstützender Funktion tätig sein werden.

„weltwärts“ das Freiwilligenprogramm

Einmal jährlich bietet NAK-karitativ jungen Menschen über das Programm weltwärts die Möglichkeit, an einem 12-monatigen Freiwilligendienst teilzunehmen. Das Freiwilligenprogramm „weltwärts“, wurde im Jahr 2008 vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ins Leben gerufen. 

Seit 2017 bietet auch NAK-karitativ dieses Programm an und sendete bereits zwei Freiwillige nach Sambia. Die Freiwilligen werden bei einer lokalen Partnerorganisation eingesetzt. Sie engagieren sich in einem der Themenschwerpunkte Bildung, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Kultur oder Menschenrechte. Im Mittelpunkt dieses Freiwilligenprogramms steht insbesondere interkulturelles Lernen, der Nord-Süd-Austausch, das Erwerben von Sprachkenntnissen und die persönliche Weiterentwicklung.

Vorbereitungsseminar in Dortmund

Am 19. und 20. August fand mit den Teilnehmern Helen und Silvan ein zweitägiges Vorbereitungsseminar in Dortmund statt. Im Mittelpunkt des Seminars standen die zukünftigen Tätigkeiten der beiden sowie das Verständnis der Arbeit von NAK-karitativ. Hierbei wurden insbesondere geschichtliche Hintergründe zur Kolonialisierung aber auch kritische Themen wie deutsche Kolonialzeit, Rassismus und Privilegien beleuchtet. Außerdem wurde mit den Freiwilligen erörtert, in welchem Umfang in diesen Ländern Entwicklungszusammenarbeit geleistet werden kann und auf welche Faktoren geachtet werden muss. Fragen wie: „Welche Rolle spiele ich als Freiwilliger beim Partner NACRO?“ und „Wie kann ich mich als Freiwilliger einbringen?“ wurden hier in den Mittelpunkt gerückt.  

Einsatz in zwei Projektschwerpunkten in Sambia

In den kommenden zwölf Monaten werden sich Helen und Silvan in einen der Themenbereiche, Bildung und landwirtschaftliche Entwicklung, in den von NAK-karitativ und NACRO betreuten Projekten einarbeiten.  

Helen hat sich für den Schwerpunkt Frauenförderung- und Bildungsprojekte entschieden. Hierbei wird sie Waisenkinder in Choma (sambische Südprovinz) begleiten und unterstützen und sich in der von NACRO betreuten Schule in Makapaela (sambische Westprovinz) engagieren. Zusätzlich unterstützt Helen die Selbsthilfe- und Spargruppen „Saving and Loans“. Hierbei handelt es sich um Gruppen aus dem landwirtschaftlichen Sektor, die am Rande des Existenzminimums leben. Ihre Gewinne durch den Verkauf agrarischer Produkte reichen gerade einmal aus um ihre Familien zu ernähren. Durch gemeinsames Sparen können die Mitglieder der Gruppen sich aus dem Gruppenkapital kleine Kredite für ihre Einkommensaktivitäten nehmen und haben mehr finanziellen Rückhalt.

Silvan wird im Rahmen des Freiwilligendienstes in Projekten zur ländlichen Entwicklung in Sambia helfen und den Projektkoordinator bei seiner Arbeit begleiten. Im Jahr 2014 baute NAK-karitativ mit dem Partner NACRO hier einen Farmbetrieb mit einer Anbaufläche von 18 Hektar auf. Neben anderen Gemüsesorten werden Tomaten angebaut, mit denen ein Verarbeitungsbetrieb beliefert wird. Die Tomaten werden dort zu einer Sauce verarbeitet und neuerdings in einer großen Supermarktkette in Lusaka und Umgebung verkauft. Der Farmbetrieb dient als Grundlage für das in diesem Frühjahr fertiggestellte Ausbildungszentrum für gefährdete Jugendliche und Straßenkinder, das nun im Herbst die ersten Auszubildenden aufnimmt.  

  

Projektkennwort: „DA012 weltwärts“

http://www.nak-karitativ.denews-67.atom Deutschland: „Ein Sommerfest für alle.“ - 2019-08-26T12:16:59+02:00 2019-08-26T14:25:39+02:00 Am 23. August 2019 fand bei angenehmen Temperaturen und blauem Himmel ein Sommerfest für alle Geflüchteten vor Ort und Helfer des Flüchtlingscamps in der Mergelteichstraße in Dortmund statt. Bereits seit Beginn 2016 arbeitet NAK-karitativ mit der Leitung des Camps zusammen und organisiert neben Deutschkursen auch Feste und Mitmach-Aktionen wie. z.B. die Gestaltung des Camps durch Bemalung und Bepflanzung von Autoreifen durch die dort lebenden Kinder. Zusätzlich ist NAK-karitativ Familien bei der Wohnungssuche und Behördengängen behilflich und unterstützt bei der Suche nach passenden Schul- und Ausbildungsplätzen. Das Fest sollte nun eine unbeschwerte Abwechslung für die Bewohner des Camps und Helfer sein, die oft mit unermüdlichem Einsatz und Herz bei der Sache sind.

Nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder genossen sichtlich die ihnen gebotenen Aktionen wie die von Clown Thomas, der eine Jonglierschau mit Bällen und Feuerstäben zeigte und den Kindern eine Anleitung gab, wie aus Luftballons Tiere, Motorräder und Blumen geformt werden können. Ebenfalls die Hüpfburgen fanden guten Anklang bei den Kindern, die sich bei bestem Wetter und sommerlichen Temperaturen zusammen bei gemeinsamen Spielen und kleinen Wettkämpfen vergnügten. Eine kleine Bimmel-Bahn war für die Besucher arrangiert und fuhr vorbei am dort ansässigen Zoo hinaus in ein dahinter liegendes Waldstück. Auch sie wurde von Erwachsenen und Kindern gerne für eine gemeinsame Fahrt genutzt.

Zu den Besuchern des Festes zählten neben Bewohnern aus der Nachbarschaft auch eine kleine Gruppe von Senioren aus dem dort ansässigen Seniorenheim, die sich unter die Gäste und Bewohner des Camps mischte.

Kulinarisches durfte natürlich nicht fehlen. So konnten die Besucher des Festes ihren Hunger bei afghanischem Essen stillen. Besonders der eisige Nachtisch fand bei den Kindern großen Anklang, die bei den sommerlichen Temperaturen dankbar waren für eine Abkühlung.

http://www.nak-karitativ.denews-66.atom Sambia: Aus einem Traum wird Realität - 2019-07-31T11:25:16+02:00 2019-07-31T11:49:43+02:00 In 2008 errichtete die Neuapostolische Kirche Sambia in Zusammenarbeit mit den umliegenden Dörfern ein Schulgebäude mit zwei Klassenräumen und einem Wohnhaus für die Lehrer. Schnell wurde klar, dass der vorhandene Platz für die Kinder (2017 waren es 230) nicht ausreicht. Da die Schule durch ihren Erfolg konstanten Zulauf bekam, beschloss NAK-karitativ zusammen mit der Neuapostolischen Kirche und dem lokalen Partner NACRO (New Apostolic Church Relief Organisation) ein zusätzliches Schulgebäude zu errichten, dazu auch zwei weitere Wohngebäude für die Lehrkräfte. Diese Gebäude konnten in diesem Sommer fertig gestellt werden und wurden vor zwei Wochen feierlich eingeweiht. Für die Schüler ging damit ein großer Traum in Erfüllung

Situation

In Sambia sind 47% der 17 Millionen Einwohner 15 Jahre alt und jünger. Dies stellt das Land vor die Herausforderung, angemessene Bildungseinrichtungen für die vielen Kinder und Jugendlichen bereit zu stellen. Die Lehrer/ Schüler Rate sollte eigentlich bei unter 40 Schüler pro Lehrer liegen. Häufig wird dies jedoch weit überschritten. In Matenda hat über Jahre hinweg jeder Lehrer weit über 60 Schüler betreut. Der Unterricht fand in Schichten in den zwei Klassenzimmern statt. Diese Überbelastung wirkt sich negativ auf die Zeit aus, die jeder Schüler mit dem Lehrer im Unterricht verbringt und auf die Lernerfolge der Kinder.

 

Entsprechend ausgelassen feierten die Lehrer, Schüler und Eltern die Erweiterung der Schule um drei zusätzliche Klassenzimmer. In einer feierlichen Eröffnung in Anwesenheit von Vertretern des Ministeriums für Bildung, dem Chief (traditioneller Führer), dem NACRO Team sowie der Projektkoordinatorin von NAK-karitativ wurden die drei Klassenzimmer und zwei Lehrerhäuser eingeweiht. Die Schüler begleiteten die Eröffnung mit einer musikalischen Darstellung, durch die sie ihre Freude und Dank zum Ausdruck brachten.

 

Neue Klassenräume und Unterkünfte für die Lehrer

 

Mithilfe der Dorfgemeinschaft wurden die drei neuen Klassenzimmer und zwei Häuser für neue Lehrer gebaut. Die Dorfgemeinschaft brannte selbst Ziegelsteine und stellte Sand und Kies sowie ihre Arbeitskraft für den Bau zur Verfügung. Gesamt trugen sie so mit 26% zur Erweiterung der Schule bei. Die restlichen 74% kamen von NAK-karitativ. NACRO der lokale Partner in Sambia betreute das Projekt und sorgte für die ordentliche Umsetzung. Die Regierung stellt weitere Lehrer für die Schule bereit, sodass die Schüler nun von drei Vollzeitlehrern und zwei Assistenten unterrichtet werden.

http://www.nak-karitativ.denews-65.atom Earth Overshoot Day: „Wir haben keine zwei Welten!“ - 2019-07-29T14:37:00+02:00 2019-07-29T14:29:24+02:00 Heute, am 29 Juli ist der Earth Overshoot Day, also der Erdüberlastungstag. Das Global Footprint Network – eine Nichtregierungs-Organisation mit Sitz in Kalifornien – berechnet seit 2003 jährlichen den „Ökologischen Fußabdruck“. Nach einem ausgewogenen Kennzahlensystem wird der Tag berechnet, an dem diese natürlichen Ressourcen verbraucht sind. In diesem Jahr ist das der 29. Juli, bezogen auf die ganze Menschheit.

Derzeit verbrauchen wir Ressourcen in einer Größenordnung von zwei Erden und der Verbrauch steigt seit Jahren kontinuierlich an. Aus diesem Grund verlagert sich der Earth Overshoot Day immer weiter nach vorn. Verbrauch bedeutet dabei: Entnahmen aus dem Ökosystem, also Pflanzen, Futtermittel, Holz, Fisch etc., hinzukommt, dass mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als die Erdatmosphäre aufnehmen kann. Wir verbrauchen also kräftig die Ressourcen künftiger Generationen.

Das kann nicht gut gehen, dieser Raubbau muss aufhören! Gefordert sind Politik, Wirtschaft und Finanzsysteme weltweit, um ein Wirtschaften zu erreichen, dass die ökologischen Beschränkungen der Erde berücksichtigt. Diese Veränderungen werden letztlich beeinflusst vom Wissen (Bewusstsein), der Bereitschaft und Entschlossenheit der Menschen.

Um das Datum zukünftig in die entgegengesetzte Richtung zu verschieben, kann jeder seinen ganz persönlichen Teil hierzu beitragen. Veränderungen in der eigenen Lebensweise könnten erste Schritte in diese Richtung sein.

Nachstehend Beispiele für Lebensbereiche, die Einfluss auf eine Reduktion des Verbrauchs an Ressourcen haben:

  • Verkehr/Reisen: Nutzung alternativer Transportmöglichkeiten (Bahn statt Flug, öffentliche Verkehrsmittel statt PKW, wo möglich, Radfahren …)

  • Lebensmittel: Verschwendung vermeiden, weniger Fleisch, mehr Kalorienverbrauch aus Pflanzen, bevorzugt lokale Produkte kaufen, Verpackungen reduzieren…

  • Natur: Wiederaufforstung von Wald, naturnahe Gärten…, Gewässerschutz durch Reduktion verschmutzender Düngemittel…

  • Wohnen: umweltbewusstes Heizen, Isolierungen, Strom sparen…

  • Güter/Kleidung: weniger Wegwerfen, Mehrfachnutzung bei Kleidung

Die Arbeit von NAK-karitativ zielt seit Jahren zu einem großen Teil auf Einkommen schaffende Maßnahmen, traditionelle Landwirtschaft steht dabei besonders im Fokus. Nachstehend ein paar typische Projekte, in denen Aspekte des Ressourcenschutzes und eines schonenden Umgangs mit der Natur besonders berücksichtigt werden:

https://www.nak-karitativ.de/projekt/sao-tome-und-principe-boleia-boleia/

https://www.nak-karitativ.de/projekt/simbabwe-15-us-dollar-fuer-300-kilogramm-baumwolle/

https://www.nak-karitativ.de/projekt/kenia-bienen-und-grassamen-schaffen-neue-perspekt/

https://www.nak-karitativ.de/projekt/kenia-aufforsten-statt-abholzen/

https://www.nak-karitativ.de/news/gambia-legale-muellentsorgung/

Wir gehen davon aus, dass unseren Unterstützern und Förderern Boden- und Gewässerschutz, Pflanzengesundheit und Tierwohl, Klima- und Artenschutz, nachhaltiger Ressourcenverbrauch ebenso am Herzen liegen wie uns. Eine Unterstützung unserer Projekte wäre eine großartige Hilfe!

Tun wir etwas. Gemeinsam!

http://www.nak-karitativ.denews-64.atom Deutschland: Finanzberatung im Grünen - 2019-07-23T16:38:33+02:00 2019-07-24T15:40:19+02:00 Das Jugenddorf „Hoher Meißner“ liegt ganz im Nordosten von Hessen, nahe der Thüringischen Grenze zwischen Kassel und Eisenach. Der Weg dorthin führt serpentinartig an der höchsten Erhebung „Hohen Meißner“ durch dichtbewachsene Wälder, wilden Blumenwiesen mit Mohn, Disteln und Klee, vorbei. Vom 15. bis 21. Juli fand in dieser lieblichen Gegend der Sommerkurs „Auszeit vom Alltag“ statt, der vom Sozial- und Bildungswerk der Neuapostolischen Kirche (SBW) durchgeführt und von NAK-karitativ finanziert wird. Vor allem Alleinstehende und Familien, die von staatlichen Transferleistungen und Arbeitslosengeld abhängig sind, zählen zur Zielgruppe dieses Programmes. Neben diversen Workshops zur Schuldner- und Finanzberatung sowie einem Bewerbertraining standen aber auch Aktivitäten „im Grünen“ auf der Agenda.

Situation

„Wie gehe ich mit wenig Geld im Alltag um?“, „Was mache ich, wenn ich meine Stromrechnung nicht mehr bezahlen kann? oder „Was kann ich machen, wenn ich komplett zahlungsunfähig bin?“ Diese Fragen beschäftigen viele Menschen in Deutschland, die zumeist Empfänger von Sozialleistungen wie Hartz IV sind. Laut dem Schuldneratlas sind 6,9 Millionen Bürger in Deutschland über 18 Jahre überschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf- Tendenz steigend (Stand: Oktober 2018). Vor allem bei älteren Menschen und alleinerziehenden Frauen sind deutliche Steigerungen festzustellen.

 

 

Da die Kosten für Miete, Strom und Energiezulieferern nicht weniger werden, bringt dies viele Menschen an den Rand der Armutsgrenze. Die Anfrage für Schuldnerberater ist dementsprechend groß. Zwar bieten Kommunalverwaltungen oder Wohlfahrtsunternehmen wie Caritas oder die Diakonie Schuldnerberatungen kostenlos an, jedoch sind diese hoffnungslos überlaufen, sodass ein Großteil der Betroffenen oft monatelang auf einen Termin warten muss. Die üblich zu Rate gezogenen Schuldnerberater kosten zum Teil mehr als 500 Euro, was für die meisten nicht rentabel ist.

 

Beratung durch das Neuapostolische Sozial- und Bildungswerk SBW

Das Neuapostolische Sozial- und Bildungswerk (SBW) bot auch in diesem Jahr ein 6-tägiges Bildungs- und Erholungsprogramm an. Das Angebot richtete sich vor allem an Familien und Alleinerziehende mit ihren Kindern, die auf Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder andere staatliche Leistungen angewiesen sind. Beratung in sozialen oder wirtschaftlichen Fragen gehörten ebenso zu den Aktivitäten, aber auch Workshops und Vorträge zu Bewerbung, Ernährung und Haushalt. Die gemeinsamen Freizeitaktivitäten, Gespräche und Informationsveranstaltungen schaffen ein motivierendes Miteinander.

 

Beispielsweise gab es für die Teilnehmer ein Bewerbertraining, in dem wertvolle Tipps zu Formulierungen und Strukturierung von Bewerbungsschreiben gegeben wurden. Auf Wunsch konnte individuell auch ein Vorstellungsgespräch mit den Seminarleitern geübt werden. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nutzten dieses Angebot. Darüber hinaus wurde in diesem Sommerkurs ein Workshop in der Schuldnerberatung und Kenntnisse über das Sozialgesetzbuch vermittelt. Neben praktischem Wissen, zum Beispiel: „Wo kann ich Abstriche bei Genussmitteln (Tabak, Alkohol, Süßigkeiten) machen, um am Ende des Monats nicht in den roten Zahlen zu stehen?“, bekamen die Teilnehmer durch den Schuldnerberater vom SBW, Wolfgang Wegener und Hans-Jürgen Röhr einen Eindruck, welche (kostengünstigen) Versicherungen (z.B. die Haftpflichtversicherung) sie abschließen sollten, um abgesichert zu sein. Daneben boten die Workshop-Leiter auch individuelle Schuldnerberatung im Laufe der Woche an.

 

Erholung und weitere Angebote „Im Grünen“

Neben Angeboten in der Sozial- und Wirtschaftsberatung konnten die Teilnehmer das Angebot der „Anlage im Grünen“ genießen. Für die Kinder gab es unter anderem Tiergehege, einen Spielplatz sowie einen Barfußpfad, der durch den Wald führte. Auch in der Ernährungsberatung gab es diverse Angebote: Beispielsweise zeigte eine Diplom-Biologin den Teilnehmern verschiedene Kräuter des Waldes und erklärte, welche Kräuter genießbar, zur Nutzung von Tees oder zum Heilen von Wunden verwendet werden könnten und welche giftig sind. Der Kurs sorgte für große Begeisterung bei Jung und Alt. Ebenso gut kam der Kurs „Das Leben einer Honigbiene“ bei den Kindern an, die Insektennester erstellen und damit den Bienen eine Lebensgrundlage schaffen konnten.

 

Das Bildungs- und Erholungsprogramm wird ebenfalls im Oktober angeboten. Nur noch wenige Plätze sind frei. Anmelden können sich die Teilnehmer auf der Website vom SBW unter info@nak-sbw.de.

 

 

 

Projektkennwort: “DA010-Familienrüstzeiten“

http://www.nak-karitativ.denews-63.atom Bangladesch: "Wir gehen unter". Katastrophenhilfe nach Monsun - 2019-07-17T16:29:04+02:00 2020-04-23T14:53:32+02:00 Das Land Bangladesch leidet derzeit unter dem starken Monsunregen, der das Land jedes Jahr zwischen Juni und September trifft. Dieses Jahr hat der Monsun die Bangladescher besonders hart getroffen. Begünstigt durch die Auswirkungen des Klimawandels, sind die auftretenden Regenfälle so heftig, dass die Flüsse Brahmaputra, Ganges und Menghna über die Ufer getreten sind und ganze Dörfer unter Wasser gesetzt haben.

Zur Situation

Die dort lebenden Menschen haben auch aufgrund der großen Armut keine Ausweichmöglichkeit und somit ihr Hab und Gut verloren. Die Lage spitzt sich zu. Wir trafen Kinder, die den ganzen Tag durch das stehende Wasser waten. Ein idealer Nährboden für Erkrankungen wie Cholera, Durchfall, Hepatitis aber auch Malaria.

Mit etwa 165 Millionen Einwohnern gehört Bangladesch zu einem der größten aber auch ärmsten Entwicklungsländer der Erde.  Die Menschen versuchen sich mit Sandsäcken gegen die immer höher werdenden Fluten zu wappnen, um zumindest etwas ihre Häuser und Tiere absichern zu können.

Die durch die Erdrutsche meist zusammenfallenden Häusern werden zur tödlichen Falle für die Menschen. Hinzu kommt, dass die Haupteinnahmequelle die Landwirtschaft ist. Durch die starken Regenfälle sind die Ernten verloren, was mit der Gefahr einer großen Hungersnot einhergeht.

Sämtliche Kommunikationsmöglichkeiten ins Land  sind eingebrochen, da die Leitungen ebenfalls mit zerstört wurden. 

Meteorologen geben derzeit keine Entwarnung. Es wird mit weiter anhaltenden starken Regenfällen gerechnet.

  

Unsere Maßnahmen

Zusammen mit unserer Partnerorganisation Help e.V. beteiligt sich NAK-karitativ an der Notversorgung der Menschen vor Ort. Neben Hygiene- und Nahrungsmittelpaketen engagieren wir uns bei der Reparatur von Sanitäreinrichtungen und einer Organisation der Abfallentsorgung um den Ausbruch von schweren Krankheitsepidemien zu verhindern und die erste Not zu lindern.

 

Spenden Sie

Ihre Unterstützung wird dringend benötigt. Unterstützen Sie uns bei unseren Hilfsmaßnahmen vor Ort mit einer Spende unter dem Stichwort "2019-010 Katastrophenhilfe Südasien“

Wir danken Ihnen herzlich.

  

http://www.nak-karitativ.denews-62.atom IJT2019 – NAK-karitativ goes green - 2019-06-12T10:09:01+02:00 2019-06-12T12:40:01+02:00 Vom 30. Mai bis zum 2. Juni fand der IJT2019 (Internationaler Jugendtag der Neuapostolischen Kirche) auf dem Messegelände in Düsseldorf statt. NAK-karitativ präsentierte sich den etwa ca. 30.000 Teilnehmern in Halle 6 auf einem gemeinsamen Stand zusammen mit den anderen kirchlichen Hilfsorganisationen.

Das etablierte Logo von NAK-karitativ erschien erstmalig ergänzt um einen grünen Stempel „GOES GREEN“, passend in den Kontext der Aktionen auf dem Stand und der Ausrichtung von NAK-karitativ. Die Arbeit von NAK-karitativ steht großenteils im Zusammenhang mit Auswirkungen des Klimawandels. Seit Jahren investiert NAK-karitativ z.B. in organische Landwirtschaft, um Kleinbauern in Afrika ein erträgliches Einkommen zu ermöglichen, viele Projekte beinhalten klimawirksame Komponenten. Insbesondere junge Menschen bewegt die Sorge um die Klimaentwicklung, die Möglichkeiten zur Einflussnahme sind allerdings begrenzt. Sind sie das? Jeder kann etwas tun, um seinen ökologischen Fußabdruck zu beeinflussen. Und genau hier setzt die Mitmach-Kampagne an:

NAK-karitativ bewies, dass z.B. „klimabewusstes Essen“ Spaß macht. Fernsehkoch Simon Tress zeigte in 4 lustigen Kochshows, wie es gehen kann. Motto: „saisonal – regional – lecker“, und alle Rezepte leicht nachkochbar! Ein Riesenspaß für Zuschauer und Akteure, denn Simon Tress machte Teilnehmer zu „Koch-Assistenten“. In 30 Minuten entstand ein super-leckeres Gericht. Kommunikativ war es auch, denn jeweils 3 Teilnehmer verputzten ihre Kostproben gemeinsam von einem Teller – Porzellangeschirr und Metallbesteck selbstredend!

Der IJT2019 ist zugleich Kick-Off der Mitmach-Kampagne „NAK-karitativ goes green“. Jeder kann etwas tun:

·        Regionales Einkaufen,

·        Saisonales Obst und Gemüse kaufen

·        Reduzieren des Fleischkonsums, wenn Fleisch und Geflügel, dann tiergerecht und ökologisch produziert

·        Reduzieren/Vermeiden von Kunststoffverpackungen,

·        Wegwerfen von Lebensmitteln vermeiden,

·        Food-sharing (eine Kooperation mit dem ASTA der FH Dortmund mit NAK-karitativ ist in Vorbereitung),

·        Vermeiden von Inlandsflügen,

·        Verstärktes Nutzen von Fahrrad und Öffentlichen Verkehrsmitteln

·        Kauf von fair und ökologisch produzierter Kleidung…

Zahlreiche IJT-Besucher haben Interesse an dieser Mitmachkampagne signalisiert und sind bereit sich als Botschafter für NAK-karitativ zu engagieren. Details folgen…

 

Was gab es noch auf dem Stand? Baobab-Drops! Ein Give-away aus der Frucht des Affenbrotbaums, produziert von einer Frauengruppe aus Niamey in Niger. Blieben vor Jahren in Afrika noch viele Baobabs ungenutzt liegen, sind mittlerweile etliche Produktionsketten zur Nutzung und zum regionalen Vertrieb entstanden. Die sofortige Verkostung der Proben vor Ort ergab unterschiedlichste Ergebnisse. Sie reichten von „lecker“, „mehr davon“ bis „ungewohnt“ oder auch „etwas merkwürdig“…, ältere Probanden entdeckten Ähnlichkeiten mit Brausepulver.

http://www.nak-karitativ.denews-61.atom HEUTE: Deutscher Erdüberlastungstag - alle Ressourcen aufgebraucht! - 2019-05-03T13:53:00+02:00 2019-05-07T10:12:01+02:00 Wenn alle so leben würden wie wir in Deutschland, dann hätten wir heute bereits die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. Noch nicht einmal ein halbes Jahr kommen wir mit unserem Verbrauch über die Runden!

Zur Berechnung werden dazu die biologischen Kapazitäten der Erde, Ressourcen aufzubauen, sowie Abfälle und Emissionen aufzunehmen, dem Bedarf an natürlichen Ressourcen und Flächen wie Wälder und Ackerland, gegenübergestellt.

 

Die Daten werden jährlich vom Global Footprint Network ermittelt und veröffentlicht. „Da wir nur eine Erde haben, führt diese Übernutzung zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Böden und Waldqualität und zu einer hochriskanten Klimakrise. Wir sind Teil eines gefährlichen Schneeballsystems: Wir nehmen Ressourcen der Zukunft, um die heutige Wirtschaft zu füttern. Wie bei einem finanziellen Schneeballsystem bauen wir uns damit die eigene Falle“, sagt Dr. Mathis Wackernagel, Gründer des Global Footprint Networks.

 

Energieversorgung, Verkehr aber auch die industrielle Landwirtschaft tragen in hohem Maße zu den enormen Treibhausgasemissionen Deutschlands bei. Für unseren Lebensstil benötigen wir 3 Erden. Wir leben auf Kosten anderer! Die Auswirkungen sind bereits heute zu Spüren. Der Zyklon Idai hat ganze Landstriche in Malawi, Simbabwe und Mosambik zerstört. Den dort lebenden Bauern sind ihre Existenzgrundlagen zerstört worden. Im Gegensatz zu uns benötigt Malawi gerade mal eine „halbe Erde“ pro Jahr. Auch in Deutschland kann man die Folgen unseres Lebensstils spüren: Rekordsommer in 2018 mit teilweise massiven Ernteausfällen; der Winter, viel zu mild - und doch waren über Wochen mehrere Dörfer wegen extremen Schneefalls von der Außenwelt abgeschlossen. Stürme und Starkregen zerstörten Häuser, Straßen und Ernten.

 

Der Klimawandel ist eine Aufgabe aller Industriestaaten, der sogenannten „entwickelten“ Welt. Jeder kann seinen Anteil beitragen, zum Beispiel durch

  • Verzicht auf die dritte Städtereise im Jahr,
  • Lebensmittel können regional besorgt werden,
  • bewussteren Einsatz des PKW,
  • häufige Nutzung von Fahrrad und Bahn als Verkehrsmittel

Auf der Website des Global Footprint Networks kann jeder seinen eigenen Verbrauch berechnen und sich Anregungen holen, wie man den eigenen Lebensstil anpassen kann.

http://www.nak-karitativ.denews-60.atom Surinam: Ein Ultraschallgerät für Paramaribo - 2019-04-23T13:01:00+02:00 2019-04-25T15:20:06+02:00 Von Europa nach Südamerika: Vorbei an blühenden Tulpenfeldern wurde am Tage des Käsebällchens (17.4. 2019 nach WDR 2 Auskunft) ein Ultraschallgerät von Dortmund nach Lelystad in Holland gebracht. In Lelystad wurde die Sachspende, die aus einer Praxis in Wuppertal stammt, von Mitarbeitern von Stichting Corantijn, dem lokalen Partner von NAK-karitativ in Empfang genommen. In Kürze wird das funktionsfähige Gerät nach Paramaribo, der Hauptstadt von Surinam, in einem Container verschifft. Dort soll es an eine Krankenstation weitergegeben werden, die dringenden Bedarf hat.

Sachspende aus Wuppertal

Das Krankenhaus in der Hauptstadt freut sich schon sehr auf das Ultraschallgerät, das eine Arztpraxis aus Wuppertal freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Eine Krankenstation wird es dann in der Abteilung für Innere Medizin einsetzen können. Stichting Corantijn, das soziale Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche in Holland, verschickt jährlich 3 Container, die jeweils eine Länge von 13,20 Meter haben. Durch die aktive Mitarbeit von Kirchenmitgliedern können in Lelystad Kleidungsstücke, Medizinbedarf, Hilfsmittel für Senioren, Bücher und Schulmöbel sortiert, verpackt und verladen werden- vor allem Schulbücher werden üblicherweise verschifft.

 

Mit Sachspenden konnte bereits viel geholfen werden

In den nächsten Tagen geht der erste Überseecontainer für dieses Jahr auf die Reise. Der zweite, mit dem gut in einer Holzkiste verpackten Ultraschallgerät, soll im Juli die dreiwöchige Reise nach Surinam antreten. Stichting Corantijn unterstützt durch seine Sachspendensammlung mehrere Nichtregierungsorganisationen in Suriname. Nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch im Binnenland, wobei sich auch der Einzelschicksale von Kirchen- und Nichtkirchenmitgliedern angenommen wird. Zum Beispiel erhält eine junge Frau mit Mehrfachbehinderungen ein Bett mit Rollen, das in Holland von einem Schreiner gebaut wurde und nun im Container mitgeschickt wird.  Damit kann sie zum ersten Mal nach einigen Jahren in der dunklen Wohnung wieder das Sonnenlicht und die Luft vor ihrem Haus genießen. NAKK ist froh, Stichting Corantijn in seinen Bemühungen um ein würdiges Leben in diesem armen Teil Südamerikas fachlich und finanziell unterstützen zu können.

http://www.nak-karitativ.denews-59.atom Kenia: Erfolgreiche Mikroprojekte im Mukuru Slum in Nairobi - 2019-04-11T15:07:32+02:00 2019-04-12T08:44:02+02:00 Im Februar 2019 konnte endlich das neue Biocentrum im Mukuru-Slum in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, eröffnet werden. Während der einjährigen Erbauung des Biozentrums, erhielten mehrere Jugend- und Frauengruppen begleitende Schulungen. Sie erlernten neben den Grundsätzen der Buchhaltung die Herstellung von Holzkohle, Wiederverwertung von Plastikmüll und die Saftherstellung. Der Verkauf von Holzkohle läuft nun seit mehreren Monaten erfolgreich. Nicht nur weniger Hausbrände, sondern weniger Ausgaben für Energie lassen sich feststellen. NAK-karitativ hat neben den Schulungen in der Herstellung dieser angepassten Technologie finanziert. Auch die Einrichtung eines Fonds zur Beschaffung der benötigten Materialien wurde begleitet.

Verkauf von Mango- und Orangensaft

Die Ausbildung in der Saftherstellung wurde bis jetzt noch in den Ausbildungsräumen des Kenianischen Instituts für Qualitätssicherung durchgeführt. Parallel dazu wurde während der Herstellung des Mango- und Orangensafts auch das Qualitätszertifikat beantragt. Dieses konnte nach einiger Wartezeit zur Freude aller Beteiligten erteilt werden. Somit kann die Produktion in den Slum verlagert werden und die Familien, die um das Biozentrum herum leben, profitieren von einem vielfältigen Getränkeangebot zum fairen Preis. Darüber hinaus haben die jungen Menschen sowie Frauen einen Arbeitsplatz und ein festes Einkommen.

 

Einkommen durch Müllbeseitigung-, Trennung, und Recycling

Zwei Jugendgruppen wurde beigebracht, wie Plastik gesammelt und getrennt werden muss. Es werden dabei zwei Sorten, gezogener und geblasener Plastik, bei der Trennung des Plastikmülls unterschieden: Gezogener Plastik wird bei der Herstellung von Plastikwannen verwendet, während Plastik bei der Kanister-Herstellung geblasen wird. Eine Maschine zum häckseln wurde angeschafft und ein Abnehmer für die Plastikschnipsel gefunden. Die kleinen, geschredderten Plastikreste werden momentan in einem 18-Fuß Container gelagert. Um diese Sammlung in größerem Umfang durchführen zu können, wird überlegt sich einen Trafo anzuschaffen. Dieser kann wiederum den Anschluss an das Versorgungsnetz im Slum garantieren.

 

Selbst hergestellte Holzkohle: Aus vielerlei Sicht ein Gewinn für Mukuru

Auch die Herstellung und der Verkauf von Holzkohle hat sich für die Jugend- und Frauengruppen ausgezahlt: Lange Zeit war die genutzte Kohle aus der Region für die Menschen gesundheitsschädlich- Zusatzstoffe wie Eukalyptus sorgen für ein Brennen in den Augen- ebenso löste der Rauch bei vielen einen Reizhusten aus. Darüber hinaus gab es vermehrt Hausbrände, weswegen vor wenigen Jahren ein Umdenken erfolgte: Aus Altpapierresten und Resten von Kohleflöze wird dieses Gemisch zu neuen Holzkohle-Briketts gepresst. Diese sind energiesparender, besser für die Gesundheit, und haben die Anzahl der Hausbrände quasi auf null gebracht.

 

Das Potenzial in Mukuru ist längst noch nicht ausgeschöpft

Diese drei Projekte sind das erfreuliche Beiwerk zu dem Großprojekt „Hygieneverbesserung und Biogasproduktion im Slum Mukuru“. Sie bieten langfristig Arbeitsplätze für die Jugendliche und die Frauen. Darüber hinaus gibt es schon weitere kreative Überlegungen, um weitere Projekte im Bereich Gesundheit in Eigenverwaltung durchführen zu können.

http://www.nak-karitativ.denews-58.atom Aber bitte nicht älter als 40 Jahre! - 2019-04-05T12:48:00+02:00 2019-04-05T13:03:25+02:00 Beim Projektbesuch von Jouhaina Müller und Joana von Jarmersted in Amman, der Hauptstadt Jordaniens berichtet die Projektmanagerin Stephanie Yousef von den Schwierigkeiten, denen alte Menschen gegenüberstehen. „Viele Unternehmen suchen keine Mitarbeiter, die älter als 40 Jahre sind. Dies wird auch bereits in der Stellenausschreibung so angeben. Für die über 1 Million geflüchteter Menschen in Jordanien ist es noch schwieriger.“

NAK-karitativ unterstützt HelpAge in einem durch die Deutsche Humanitäre Hilfe und Aktion Deutschland Hilft gefördertem Projekt für ältere geflüchtete Menschen in Jordanien. Nach der UN gilt als älter, wer das 60. Lebensjahr erreicht hat, doch in den meisten Entwicklungsländern hört damit das Arbeitsleben der Menschen nicht auf. Die meisten müssen bis ins hohe Alter für sich und ihre Familien sorgen. Bei Katastrophen gehören ältere Menschen zu den gefährdeten Gruppen. Ihre Mobilität ist häufig eingeschränkt, eine Flucht dadurch erschwert. Zudem benötigen sie eine intensivere medizinische Versorgung. Doch leider gibt es zu den Bedürfnissen und Problemen älterer Menschen in Entwicklungsländern zu wenige Informationen. Das Projekt „Keiner bleibt zurück!“ in Jordanien hat als einen Schwerpunkt Akteure der Humanitären Hilfe, lokale und internationale Hilfsorganisationen sowie Ministerien und Regierungsorganisationen darin zu schulen, wie die Aktionen und Projekte inklusive für Ältere gestaltet werden können. Ziel des zweijährigen Projektes war es 200 Mitarbeiter von 25 Organisationen zu trainieren. Dieses Ziel wurde weit übertroffen. Die Anfragen waren so groß, dass mittlerweile über 500 Mitarbeiter von 75 unterschiedlichen Organisationen geschult wurden. Zusätzlich wurde eine Online-Plattform aufgebaut, sodass diese Schulungen nun auch online durchgeführt werden können.

Das Projekt wurde nun um weitere zwei Jahre verlängert. Eine kürzlich abgeschlossene Studie hat Probleme in der Gesundheitsversorgung sowie sozialen Teilhabe für ältere Menschen ergeben. Nur 3% der älteren syrischen Geflüchteten fühlen sich in das gesellschaftliche Leben integriert. Fehlende soziale Kontakte führen häufig zu depressiven Stimmungen bei den Menschen, die ohnehin bereits durch ihre Flucht besondere Ausnahmesituationen ertragen müssen. Diese beiden Komponenten werden in der nächsten Phase des Projekts besonders ins Auge genommen. Hierbei ist ein partizipativer Ansatz, bei dem die älteren Menschen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, besonders wichtig.

http://www.nak-karitativ.denews-57.atom Schöner wohnen in Angola - 2019-03-29T13:20:41+01:00 2019-04-12T12:17:04+02:00 Ganz im Nordosten Angolas in der Nähe der Stadt Saurimo, ungefähr zwei Tagesreisen mit dem PKW von der Hauptstadt Luanda entfernt, befindet sich der Farmbetrieb Muachucico. Sie liegt etwa 30 Kilometer von der als Diamantenzentrum bezeichneten Stadt Saurimo entfernt und wird von NAK-karitativ seit 2014 finanziell und mit technischer Hilfe unterstützt. Ein Großteil der ländlichen Bevölkerung führt in dieser ländlichen Gegend ein hartes Leben als Kleinbauern oder arbeitet in den Diamantenminen für einen Hungerlohn. Um den aus anderen Provinzen stammenden Feldarbeitern eine langfristige Perspektive bieten zu können wurde beschlossen, 6 Häuser und eine Versammlungshalle auf der Farm zu errichten. Die ersten Häuser konnten nun bezogen werden.

Zur Situation

Seit 2 Wochen wohnt Simao Camboeta mit seiner Frau und seinen beiden Jungen im Haus Nr 1 in der Siedlung in Machuchico. 30 Kilometer von der nächsten Stadt Saurimo in der Provinz Lunda Sul im Norden Angolas entfernt. Sechs Familien konnten Ende Februar nach der Maisernte, der Tomatenernte und der Ananasernte mit dem Abklingen der Regenzeit aus ihren Lehmhäusern mit Strohdach in die Steinhäuser mit Wellblechdach einziehen. Die Kinder konnten die Schule, die nur 100 Meter von den Häusern entfernt neu errichtet wurde, das erste Mal vor 2 Wochen besuchen. Der Lehrer, der von der Regierung entsandt wird, kann bis zu 30 Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren unterrichten. Beim Besuch des Projektkoordinators wurden einige infrastrukturelle Lösungen besprochen und der Mietvertrag erläutert.

 

 

Maßnahmen

Mit dem Bau der Häuser war die Absicht verbunden, dass die Farm in mehreren Schritten in die Selbstverwaltung durch die 8 Mitarbeiter der Farm übergehen sollte. Dazu gehört das Anlegen eines Hausgartens, der die Selbstversorgung der Familien mit Gemüse, Obst und Getreide sicherstellen soll. Die Fläche von 1 Hektar pro Arbeiter erlaubt mehr Lebensmittel zu produzieren als für die durchschnittliche Familie mit 5 Personen benötigt werden. Eine Einkommenssteigerung ist somit auch möglich. 30 Stunden ihrer wöchentlichen Arbeitszeit arbeiten die Bauern auf dem Gelände der Farm und 10 Stunden pro Wochen sollen sie in ihren Hausgärten verbringen. Momentan wird der Vertrieb der Farmprodukte und die Planung der Feldnutzung noch von einem lokalen Agraringenieur übernommen. Mit Beginn 2020 werden die Farmmitarbeiter mit dieser Aufgabe betraut.

 

Wert auf Eigeninitiative der Bauern

Es wurde zudem festgelegt, dass nach 6 Monaten die Versorgung der Farmarbeiter mit Lebensmitteln eingestellt wird, da bis dahin die ersten Produkte verzehrt bzw. verkauft werden können. Ebenso muss jeder Farmarbeiter, solange bis die Solaranlage für Licht auf den einzelnen Dächern installiert ist, 10 Euro monatlich für Beteiligung an Diesel bezahlen. Dann kann ein Generator, der für 5 Stunden täglich Strom bereitstellt, betrieben werden. In den letzten beiden Tagen wurde die Fläche festgelegt, die nun in den nächsten Wochen in Hausgärten umgewandelt wird. Dabei wurde auf die Notwendigkeit der Erhaltung der schattenspendenden Bäume hingewiesen, die auf dem Betriebsgelände stehen, das 30 Jahre landwirtschaftlich nicht genutzt worden war.

 

Aus dem ganzjährlich Wasser führenden Fluss, der sich durch das Betriebsgelände schlängelt, wurde während der Anwesenheit des Projektkoordinators von NAK-karitativ Wasser in einen Tank gepumpt, der in der Mitte der Häuser stehend den Familien die langen Wege zum Wasserholen verkürzt. Der nächste Schritt zu einer mühelosen Wasserversorgung erfolgt in den nächsten Tagen: Dann sind die Hochtanks, die das Wasser in Leitungen direkt in die Häuser bringen , vor den Einflüssen von Wind und Starkregen geschützt und können befüllt werden. Eine Filterung und nachhaltige Sicherung der Wasserqualität als Trinkwasser ist dann ebenfalls möglich.

Dieses soziale Projekt verlangt noch sehr viel Betreuung seitens von NAK-karitativ. Es ist ein Pilotprojekt für den Aufbau einer landwirtschaftlichen Genossenschaft, verbunden mit hohen Anforderungen an Kreativität, Durchhaltevermögen und Bereitschaft zur Solidarität für die Farmarbeiter. Die ersten getätigten Schritte stimmen jedoch positiv im Hinblick auf die weitere Entwicklung.

http://www.nak-karitativ.denews-56.atom Armenien: Mit kleinen Schritten zum Erfolg - 2019-03-26T11:58:50+01:00 2019-03-26T15:43:19+01:00 Die Region Tawusch liegt im Nordosten von Armenien und zählt zu seinen ärmsten Regionen. Ein Großteil der Menschen ist arbeitslos. Selbst mit einem guten Bildungsabschluss ist es schwierig eine Arbeitsstelle zu bekommen. Dazu kommt der Konflikt mit dem Nachbarland Aserbaidschan, der vor allem junge Menschen zu einem Wegzug bewegt. Diese unberechenbare Situation wirkt sich stark auf das Leben der Familien an der Landesgrenze aus: Die Frauen kämpfen zu Hause ums Überleben, die Männer an der Grenze oder auf der Suche nach Arbeit in Russland. Seit 2016 betreibt NAK-karitativ ein Einkommensförderungsprojekt für bedürftige Menschen in dieser Region. Da nun immer mehr Familien eingestiegen sind und meist erfolgreich mit geförderten Mikroprojekten wie Bienen,- Hühner oder Ziegenhaltung waren, wurde die Einkommensförderung nun um drei Jahre verlängert.

Zur Situation

Seit Oktober 2016 unterstützt NAK-karitativ mit der Einkommensförderung über 70 bedürftige Familien in der Tawusch-Region aus den Dörfern Noyemberyan, Koghb, Berdavan und Zorakan mit Nahrungsmitteln, Kinderkleidung und Schulmaterialien. Durch die Kleinwirtschaftsprojekte konnten auch Jugendgruppen im Bereich Näherei, Stickerei und in der Schmuckherstellung ausgebildet werden. Nach gut zwei Jahren hat sich gezeigt, dass sich vor allem die Tierhaltung von Schafen und Ziegen sowie die Bienenzucht als sehr profitabel für die Menschen erwiesen hat. Auch Kleingeschäfte wie Friseursalons zeigen positive Effekte für die Einkommens- und Lebenssituation, zumal diese Mikroprojekte keinen großen Vorschuss benötigen um initiiert zu werden. Aus diesem Grund soll zukünftig vor allem auf diese Businessaktivitäten gesetzt werden.

 
 

Maßnahmen

Das Einkommensförderungsprojekt entwickelt NAK-karitativ mit betroffenen Familien in der Tawusch-Region. Mithilfe der lokalen Partner werden mit den Familien zunächst Ideen entwickelt, wie sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Einkommen erzielen können. Bei der Umsetzung werden sie finanziell und beratend unterstützt. Mittels Fragebögen und persönlicher Gespräche wird zunächst eine Bedarfsanalyse erstellt. In einigen Fällen bekommen die Teilnehmer eine Weiterbildung in Tätigkeiten wie dem Handwerk (Friseursalon, Schneider) oder Fertigkeiten in der Landwirtschaft (Nutztierhaltung, Vermarktung von Produkten) vermittelt. Danach bekommen sie als Vorschuss die notwendigen Güter (z.B. als Start 10 Schafe oder Ziegen) und werden 2 Jahre lang betreut.

 

Ein selbstbestimmtes Leben in Würde

In 2018 sind etwa 25 Familien zu den Mikroprojekten dazugekommen. Weitere 25 sind für 2019 und 2020 eingeplant. Der große Zulauf ist damit zu begründen, dass viele Familien mit den Mikroprojekten große Erfolge vorweisen können. Da ist zum Beispiel Mechita, ein Kleinbauer aus der Kleinstadt Noyemberyan. Mittels eines Mikrokredites konnte er eine Firma aufmachen, die sich auf den Bau und die Auslieferung von Holzkisten spezialisiert. Er ist nun so erfolgreich, dass er sogar 7 Angestellte beschäftigen kann, die etwa 2 US-Dollar (etwa 1.75 Euro) pro Stunde- für armenische Verhältnisse ein gutes Einkommen- verdienen.

Gevorg ist Ziegenhalter in Kogb, ist mit10 Schafen gestartet und konnte durch umsichtige Haltung den Bestand auf 20 erhöhen. Aus dem Verkauf kann er sich genügend Geld für Futtermittel und seine Familie zurücklegen. Am anderen Ende des Dorfes wohnt Mamyan, ein Bienenhalter. Er bekam als Starthilfe von NAK-karitativ 8 Bienenkästen gestellt. Bei unserem Besuch verkündete er stolz, dass er weit über 30 Kilogramm Honig herstellen und verkaufen konnte. Für einen Kilo bekam er ca. 4.500 Armenische Dram (etwa 8 Euro). Mit den Einnahmen kann er sich über den gesamten Winter finanzieren und sich sogar Geld für weitere Bienenkörbe zurücklegen.

 

Es gibt viele weitere Erfolgsgeschichten, die zeigen, dass Mikroprojekte bei guter Vorplanung und enger Absprache mit den lokalen Partnern vor Ort durchaus Erfolg haben können. Die vielen Neuanfragen betroffener Familien zeigen, wie wichtig Hilfsmaßnahmen in dieser Gegend sind. Die enge Kooperation der Kleinbauern untereinander in der Region und ihr Bemühen, das bestmögliche aus ihrem Startkapital zu ziehen, macht Hoffnung, dass sich die Situation in den Dörfern spürbar verbessern kann.