Meldungen von NAK-karitativ e.V. http://www.nak-karitativ.de de_DE NAK-karitativ e.V. Thu, 21 Feb 2019 03:48:36 +0100 Thu, 21 Feb 2019 03:48:36 +0100 news-52 Thu, 14 Feb 2019 11:27:05 +0100 Kenia: Neue Perspektiven durch Aufforstung http://www.nak-karitativ.de/news/kenia-neue-perspektiven-durch-aufforstung/ Das vom Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mitfinanzierte Projekt „Förderung der Agropastoralisten in der Provinz Turkana“ geht in das zweite Jahr. Angesichts der widrigen Umstände wie zum Beispiel ausbleibender Regen, nicht eingehaltener Verträge seitens der Lokalregierung oder schwacher Kaufkraft der lokalen Bevölkerung kann jedoch Positives berichtet werden. Mit der Einrichtung von acht Baumschulen durch den Partner von NAK-karitativ, Sustainet, konnten in den letzten 10 Monaten Setzlinge für Moringasträucher oder der bekannten Aloe Vera-Pflanze gepflanzt werden. Beim letzten Projektbesuch im Januar 2019 konnten mehrere erfreuliche Änderungen festgestellt werden. Zur Situation

Die Provinz Turkana liegt im Norden Kenias, unweit zur Grenze von Äthiopien. Der Klimawandel zeigt sich hier in deutlicher Form durch immer kürzere Abstände zwischen den Trockenzeiten und wiederkehrenden Dürreperioden. Fruchtbares Weideland ist in dem Turkana-Gebiet, das
flächenmäßig fast so groß ist wie Bayern, mittlerweile kaum noch zu finden. Viele der Nomaden haben sich an dem einzigen Fluss, der das Gebiet durchzieht angesiedelt. Das Sesshaft-werden
bedeutet jedoch auch, dass vermehrt Bäume und Sträucher an dem Gewässer abgeholzt werden. Die Samburu nutzen es zur Fütterung ihres Viehs, zur Herstellung von Körben und zum Bau ihrer Hütten. Doch die geringen Niederschläge erschweren es der Natur, sich zu regenerieren. NAK-karitativ und der lokale Partner Sustainet haben aus diesem Grunde acht Baumschulen eingerichtet. Die Menschen lernen hierbei ihre Umwelt nachhaltig zu schonen, die Baumschulen zu bewirtschaften und Strauchgewächse sowie die wassersparende Pflanze Aloe Turkanensis anzubauen und weiterzuverarbeiten. Es werden damit langfristige Perspektiven durch die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten und die Sensibilisierung der Umwelt ermöglicht.

 

Umwelt schützen und Pflanzen nachhaltig nutzen

In den eben genannten acht Baumschulen werden die einheimischen Baumarten z.B. Grevillea und Acacia Senegalensis angezogen. Die Anzuchtbeutel sind erfreulicherweise nicht aus Plastik. Sie verrotten nach dem Auspflanzen ins Feld. Neben den Bäumen wurde die Anzucht von Moringasträuchern propagiert. Jede Gruppe, die eine Baumschule betreibt, erhielt 400 Stecklinge. Beim Besuch im Januar 2019 war festzustellen, dass die Trockenheitstoleranz dieser Pflanze erstaunlich ist. Deshalb kann mit der Schulung für die Wertschöpfung begonnen werden. Die Blätter werden zu Pulver verarbeitet um dann mit Wasser getrunken wie ein Energizer zu wirken. Die Blätter getrocknet, sind lange haltbar. Zusammen mit dem nationalen Maisbrei Ugali gekocht ergibt es ein leckeres Gericht. Moringa ist in vielen Provinzen in Kenia fester Bestandteil der Lebensmittelpalette, war aber noch unbekannt in Turkana. Es ist erfreulich, dass die Bauern bereit waren, diese Möglichkeit zur Diversifizierung anzunehmen. Inzwischen gibt es viele Nachfragen nach Moringastecklingen.

 

Einkommensförderung durch Stecklinge und Grassamen

Einige Gruppen erhielten zusätzlich Weidegrassamen und haben Futter angebaut, geerntet, getrocknet und verkaufen das Heu zu 300 Schilling (2,80 Euro) den Ballen. Die Tiere müssen weniger umherziehen auf der Suche nach guten Weidegründen. Und Einkommen wird ebenfalls erzielt.  

Aloe Turkanensis eine Unterart der bekannten Aloe Vera Pflanze wächst in der Region angepasst an die Trockenheit. Die staatliche Forstbehörde Kefri (Kenya Forest Research Institute) hat eine neue Linie herausgezüchtet, die mehr Saft enthält, mehr Ableger ausbildet und vor allem schneller wächst. Auf insgesamt 20 Demonstrationsfeldern von jeweils einem viertel ha wurde den Bauern der Anbau, die Pflege und die Ernte dieser Pflanze beigebracht. Der Vorteil der Pflanze ist, dass bereits nach 8 Monaten die Ernte des Saftes möglich sei. Damit kann das nächste große Ziel in Angriff genommen werden. Nämlich der Bau des Ateliers für die Umwandlung des Aloe Saftes zu Shampoo und Seife. Die kenianische Organisation für biologischen Anbau ist schon informiert, dass sie im Monat Juli kommen sollen, um die Zertifizierung der Produkte für den lokalen Markt vorzunehmen. Dementsprechend könnten die Kleinbauern weitere Einnahmen generieren.

 

Nachhaltigkeit: Einkommen und Friedenssicherung durch Aufforstung

Ein interessanter Aspekt des Projektes wurde mehrfach wiederholt. Wegen dieser angepassten Maßnahmen zur Steigerung des Einkommens, müssen die Männer nicht mehr mit den benachbarten Stämmen der Samburu oder Rendille um Weidegründe für das Vieh kämpfen und dabei ihr Leben riskieren. So können oftmals übersehene oder bis dato unbekannte Pflanzen möglicherweise zu einem langen Frieden führen.

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Projektberichte
news-51 Mon, 04 Feb 2019 12:26:00 +0100 Gambia: Einkommen schaffen durch Müllentsorgung http://www.nak-karitativ.de/news/gambia-einkommen-schaffen-durch-muellentsorgung/ Müllberge von bis zu 10 Metern Höhe und 5 Metern Breite sind für uns unvorstellbar. In vielen Stadtteilen Banjuls, der Hauptstadt von Gambia im Südwesten Afrikas ist dies bittere Realität. In wenigen Fällen gibt es ein zentral organisiertes System der Entsorgung. Illegale Mülldeponien entstehen und die Müllberge wachsen unkontrolliert tagtäglich an. Kinder spielen im Abfall, verletzten oder infizieren sich sogar mit schwerwiegenden Krankheiten. Organische Reste dienen während der Regenzeiten als Nährboden für Bakterien und Krankheiten. NAK-karitativ unterstützt seit 2016 die lokale gambischen Organisation Dresden Banjul Organisation (DBO) bei der Müllsammlung- und Verwertung. Die Kooperation hat dafür gesorgt, dass nun regelmäßig Müll abtransportiert, verwertet und sogar Einkommen generiert werden kann. Müllberge in der Hauptstadt Gambias

Müll prägt das Stadtbild der gambischen Hauptstadt Banjul. Die Bevölkerung ist dazu gezwungen, den gesundheitsschädlichen Müll eigenhändig umzusetzen, darin zu leben und in ihm zu arbeiten. Kommunen und Stadt können die Berge von Abfällen nicht bewältigen. Die Müllentsorgung findet meist „durch das Fenster“ statt, ohne zu überlegen, wer den Müll abfährt. Offizielle Sammelstellen für Müll gibt es kaum. Der lokale Partner Dresden-Banjul-Organisation (DBO) führt nun sechs Mal pro Jahr Reinigungsaktionen durch. Dabei werden regelmäßig bis zu 400 Tonnen von den LKWs abtransportiert. Die Kosten für die Müllcontainer, Bagger, LKWs, das Gehalt der Fahrer sowie die Müll- und Kompostanlagen werden dabei von NAK-karitativ getragen.

 

Einrichtung einer Wertschöpfungskette für Müll

Bei der Betrachtung des Mülls, der aus organischem (z.B. Essensreste) und anorganischem (z.B. Plastik, Kunststoff) Material besteht, entstand die Idee, Kompost zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und der Bodenstruktur herzustellen. Um die Qualität des Komposts aufzuwerten wurde die technisch-biologische Mitarbeit der Firma IMA (Institut für mikrobiologische Analytik) gesucht. Die deutsche Gesellschaft für Entwicklung konnte gewonnen werden, um die Herstellung von Kompost finanziell zu unterstützen. Für jede Tonne, die zum Vertrieb auf der Kompostanlage von DBO aufbereitet wurde, zahlt die Firma IMA etwa 20 Euro.

 

Müllaufbereitungsanlage in Tambana und Bakothe

An zwei Orten, Tambana und Bakothe, wird nun organischer und anorganischer Abfall aufbereitet und weiterverwertet. Der Ort Tambana liegt etwa 40 Kilometer vom Stadtzentrum Banjuls entfernt und verwertet organischen Müll. Bakothe ist ein eng bevölkerter Stadtteil nahe dem Zentrum Banjuls, wo auf einer großen Müllhallde der anorganische Abfall (überwiegend Plastikmüll) angeschafft wird. In Tambana werden auf einer Fläche von einem Hektar wöchentlich 20 Tonnen Kompost in zwei Bürocontainern aufbereitet. Durch die tropische Hitze kann die weitere Zersetzung des Komposts durch die Bakterien nur durch dauerhafte Berieselung von Wasser erfolgen. Nach circa 6 Wochen kann der Kompost dann als Schüttware oder in 25 Kilogramm Säcken an Kleinbauern verkauft werden. Neben der Anlage in Tambana befindet sich ein großer Gemüsegarten. Die Düngung der Felder mit dem erzeugten Kompost zeigte, dass sich nicht nur die Bodenstruktur, sondern auch die Erträge besserten. Gemüse wie z.B. Salat kann zwei Wochen schneller gedeihen, womit nun eine zusätzliche Ernte pro Jahr erzielt werden konnte.

 

Nachhaltigkeit und Wirkung

Die Müllaufbereitungsanlage in Tambana läuft mittlerweile so erfolgreich, dass die Firma IMA die die Arbeit der Deponie bezuschusst. Mit dem Geld können die Mitarbeiter bezahlt und Treibstoff für die täglich stattfindende Müllabfuhr bezahlt werden. In Banjul selbst hat nun ein Umdenken stattgefunden. Der Müll wird nun in Behältern getrennt: Anorganischer Müll (Plastik, Hygieneartikel, Kunststoff) kommt in blaue Behälter, organischer in grüne Container. Die privaten Bewohner Banjuls bringen nun vermehrt den anorganischen Müll zu der Deponie in Bakothe oder werfen ihn in den jeweiligen blauen oder grünen Container. Dies hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich weniger Müll in den Straßen türmt und weniger Schadstoffe in die Luft gelangen. Erste Schritte zu einem nachhaltigen Müllmanagement konnten in dem Sinne unternommen werden.

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Projektberichte
news-50 Fri, 25 Jan 2019 14:31:09 +0100 Burkina Faso: Ausbildung für junge Frauen http://www.nak-karitativ.de/news/burkina-faso-ausbildung-fuer-junge-frauen/ „Frauen als Karosseriebauern, Lackierer oder Motormechaniker- wo gibt es das schon?“ In Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos ist dies gar nicht so unüblich. Hier befindet sich die gemeinnützige Organisation „ATTous Yennenga“, die das „Centre Féminin d’initiation et d’Apprentissage aux Métiers“ (CIFAM) in Ouagadougou betreut. Das CFIAM ist ein Ausbildungszentrum für Frauen im handwerklichen Bereich, das Arbeitsbereiche für Frauen fördert, die traditionell eher von Männern ausgeübt werden. In Zusammenarbeit mit Attous Yennenga, macht es NAK-karitativ durch ein dreijähriges Ausbildungsprogramm möglich, dass etwa 120 junge Frauen ein Leben in Selbstbestimmung führen können. Zur Situation

Burkina Faso liegt in Westafrika und gehört zu den Ländern der Sahelzone. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt nicht einmal 60 Jahre. Jährlich fallen viele Menschen Krankheiten zum Opfer wie Tuberkulose, Malaria und Aids. Das sehr niedrige jährliche Einkommen von etwa 230 US-Dollar pro Kopf verdeutlicht, dass Burkina Faso zu den ärmsten Ländern der Erde zählt. Durch die hohe Geburtenrate hat das Land jedoch ein großes Potential an vielen jungen Menschen, die auf der Suche nach einem Arbeitsplatz sind. Junge Frauen haben hierbei allerdings das Nachsehen, da traditionell die Berufswahl für sie viel begrenzter ist als für Männer. Mädchen, die sich nicht für die herkömmlichen Frauenberufe entscheiden, stoßen auf Vorurteile, sowohl während der Ausbildung als auch zum Zeitpunkt ihrer Arbeitssuche. Sie müssen viele Hindernisse, wie fehlende Ermutigung durch die Familie oder Schwierigkeiten bei der Anpassung an die Arbeitsbedingungen, bewältigen.

 Drei Lehrjahre für neue Perspektiven

Die gemeinnützige Organisation „Attous Yennenga“ beschäftigt sich mit genau dieser Zielgruppe.  Junge Frauen werden dort in den „Männerberufen“ (Auto-)Elektroniker, Karosseriebauer, Motorradmechaniker und Schneider ausgebildet. Bereits seit 2014 kooperiert NAK-karitativ mit dem Zentrum und unterstützt das Ausbildungsangebot. Insgesamt drei Lehrjahre durchlaufen 120 Mädchen, auf 4 Klassen verteilt im Schneiderhandwerk. 25 erlernen den Karosseriebau an PKWs und 20 werden Lackierinnen für LKWs und PKWs. NAK-karitativ finanziert die drei Lehrjahre und trägt durch den Kauf von Nähmaschinen dazu bei, dass die Mädchen nach Abschluss sich entweder selbstständig machen oder weiterbilden können.

 In einem an die Schule angegliederten Verkaufsladen können Kunden die im dritten Lehrjahr genähten Kleider, Hosen und Blusen erwerben. In der Karosserieabteilung werden aus den USA stammende marode Fahrzeuge erworben, neu lackiert und die Sitzbezüge genäht. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf der Kleidung und der aufgewerteten Fahrzeuge fließt in den operativen Betrieb der Schule. Dies hat dazu geführt, dass mittlerweile inzwischen fast die Hälfte der Kosten für den Lehrbetrieb aus der eigenen Kasse getragen werden können.

 Perspektiven für Absolventinnen

Seit Beginn des Schulbetriebs wurden insgesamt 600 Mädchen angenommen. Etwa 400 von ihnen haben einen Abschluss und bereits mehr als die Hälfte arbeitet laut der Schuldirektorin in einer ausbildungsrelevanten Anstellung. Beim letzten Besuch von NAK-karitativ im Dezember 2018 wurde der Abschluss der weiblichen Lehrlinge gefeiert. Dazu wurden eine eigens aufwendige Modenschau und ein Theaterstück, das die Wichtigkeit der Ausbildung verdeutlicht, aufgeführt. Während der Modenschau konnten die jungen Frauen ihre selbst genähten und geschneiderten Kleider präsentieren. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter des Ministeriums für Erziehung, der Handelskammer und lokale Unternehmerinnen teil. Diese waren vom Potential der jungen Frauen sehr angetan, sodass einige Mädchen Zusagen zu einer Anstellung bekamen.

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Projektberichte
news-49 Wed, 16 Jan 2019 17:40:32 +0100 Niger: "Der Drops ist noch nicht gelutscht" http://www.nak-karitativ.de/news/niger-der-drops-ist-noch-nicht-gelutscht/ Der Internationale Jugendtag 2019 in Düsseldorf wirft seine Schatten voraus: Wie zuvor im Jahr 2014 zum Internationalen Kirchentag in München, wurde eine Frauengruppe aus Westafrika gewonnen, um ein Beispiel für die vielfältigen Projektunterstützungen von NAK-karitativ zu geben. Die 18 Frauen der Gruppe Faa’ra in Niger stellen seit nunmehr 10 Jahren gemeinsam in einer Wertschöpfungskette Fruchtsaft, Frühstücksmüslis, Kekse und Baobab-Bonbons her. Die hergestellten Baobab-Drops werden auf dem IJT 2019 in Düsseldorf verteilt. Aufbau einer Vertriebsstruktur im Niger

Vor 3 Jahren wurde der Verkaufsladen der Gruppe im Rahmen der Stadträumungs-Aktion in Niamey zerstört. NAK-karitativ unterstützte deshalb diese Gruppe finanziell und durch technische Beratung im Rahmen des Projekts „Förderung der lokalen Produktion“, von dem 80 Frauen inzwischen Hilfe erhalten haben. Die Gruppe konnte auf einem Stück Land im Zentrum der Hauptstadt einen neuen Laden errichten, eine Mühle anschaffen und eine Vertriebsstruktur aufbauen. Der Umsatz konnte um 50 Prozent gesteigert werden. Die anfänglichen Probleme mit der Lagerung des Rohmaterials haben die Frauen in den Griff bekommen. Großabnehmer, wie zum Beispiel Schulen und Hochzeitsveranstalter, nehmen die qualitativ hochwertigen Müslimischungen und den Hibiskussaft ab. Preisschwankungen in Abhängigkeit von saisonaler Verfügbarkeit kann die Gruppe inzwischen abfangen beziehungsweise proaktiv entgegentreten.

 

Erfolgreiche Vermarktung

Auf der Suche nach einem interessanten Produkt aus dem Portfolio der NAK-karitativ unterstützten Projekte, boten die Frauen an, ihre im Niger häufig nachgefragten Baobab-Bonbons für den IJT 2019 herzustellen. Diese Süßigkeit besteht aus Zucker, Baobab Mehl, Pfefferminze, Ingwer und Wasser. Bei der Vorstellung des Produkts in Deutschland schwankten die Beurteilungen von „komischer Geruch“ über „interessantes Geschmackserlebnis“ zu „prima, bitte mehr davon.“ Die Beschaffung der Bestandteile spiegelt die Regionalität des Produkts wieder. Das Baobab-Pulver, in Deutschland besser bekannt als Pulver aus der Frucht des Affenbrotbaums, stammt aus dem Nachbarstaat des Niger, aus Burkina Faso. Der Zucker wird momentan aus China importiert und ist von zweifelhafter Qualität. Deshalb wurde im Rahmen der NAK-karitativ Bestellung nun auf braunen Rohzucker aus Burkina Faso gewechselt. Die Pfefferminze und den Ingwer bauen die Frauen auf den familieneigenen Betrieben an.

 

Beim Projektbesuch von NAK-karitativ im November sind Qualitätsaspekte, Zollbestimmungen und Transportmodalitäten besprochen worden. Am Schluss wurden dann 7.500 Tüten, die etwa 40 Gramm wiegen, bestellt. Bei den Gesprächen erzählte die Präsidentin der Frauengruppe, Frau Mele Fannata, dass sie auf nationaler Ebene an zwei Ausstellungen teilgenommen haben. Das Motto dieser Ausstellungen ist „Niger 100% local“. Sowohl die Frühstücksmüslis als auch die „Pastilles de Baobab (Affenbrotbaumdrops)“ wurden mit Medaillen ausgezeichnet. Im Juni 2019 findet in Niamey die Versammlung der Afrikanischen Union (vergleichbar mit dem G20) statt. Frau Raina Ganduna, die die Ausstellung „Niger 100% local“ ausgerichtet hat, ist die Abteilungsleiterin für Beschaffung bei dieser Großveranstaltung. Sie hat zugesichert, die Frauengruppe Faa’ra bei den Ausschreibungen für die Lebensmittelversorgung während des viertägigen Events zu berücksichtigen.

 

Von einer weiteren interessanten Entwicklung wusste sie zu berichten: Eine gängige Praxis in den Supermärkten der Hauptstadt ist es, statt Wechselgeld zu geben, den entsprechenden Betrag in Form von Bonbons zu erstatten. Diese Bonbons stammen aus chinesischer Produktion und beinhalten Schweineschmalz und künstliche Aromen. In einem Land, das größtenteils muslimisch geprägt ist, führt dies zu Diskussionen. Deshalb wird überlegt diese Bonbons durch lokale, gesunde Produkte und dort vor allem Baobab Pastillen zu ersetzen.

 

Für NAK-karitativ schließt sich ein Kreis, da auch in anderen Teilen Afrikas, wie z.B. in Simbabwe, mit Hilfe von lokalen Produkten aus Baobab, Bauern und Bäuerinnen zu gesteigertem Einkommen verholfen werden konnte. NAK-karitativ freut sich sehr, am Stand beim IJT 2019 viele Besucher empfangen zu können, die sich für dieses nachhaltige Projekt interessieren.

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news-48 Fri, 11 Jan 2019 11:23:50 +0100 Armenien: Winterfeste Unterkünfte http://www.nak-karitativ.de/news/armenien-winterfeste-unterkuenfte/ In der Großstadt Gjumri in der Provinz Schirak im Nordwesten Armeniens leben heute noch mehrere Tausend Menschen in großer Armut. Das schwere Erdbeben im Jahre 1988 zerstörte viele Häuser. Nur wenige Häuser wurden seither vom Staat neu aufgebaut. Hinzu kam, dass viele Industrieanlagen durch das Beben zerstört wurden. Ein Großteil der Einwohner von Gjumri verlor dadurch den Arbeitsplatz und ein sicheres Einkommen. Seither leben mehrere tausend Menschen in den von Hilfsorganisationen errichteten Containern, welche nur unzureichend Schutz gegen die strenge Kälte im Winter bieten. NAK-karitativ hat 2018 insgesamt 6 Container erfolgreich saniert und engagiert sich nun bei der Ausstattung von weiteren 8 Containern. Dadurch wird den Betroffenen ein menschenwürdigeres Leben ermöglicht. Zur Situation

In der Regel sinken die Temperaturen in der Gebirgsregion von Schirak unter minus 40 Grad Celsius. Die meisten der in Gjumri errichteten Container verfügen wegen der dünnen Wände nicht über die notwendige Isolation, um die eisige Kälte abzuhalten. Da zudem die Wellblechdächer unzureichenden Schutz bieten, treten häufig Feuchtigkeit und Schimmel an den Wänden auf. Einige Familien konnten, nachdem sie wieder Arbeit gefunden haben, ihre Container mit Tuff-Steinen ummanteln. Dies war längst nicht für alle Räume ausreichend.

Vor allem alleinerziehende Frauen sind betroffen. Ihnen fehlt das Geld um sich und ihre Kinder zu versorgen. Zum Teil sorgen die Großmütter alleine für ihre Kinder und Enkelkinder oder helfen mit ihrem wenigen Geld aus, um die Not ein wenig zu lindern. Dass darüber hinaus die Kosten für Kohle und Holz zum Heizen sehr hoch sind, macht es für die Familien nicht leichter und vergrößert die Notlage. All das führt dazu, dass die Betroffenen jeden Winter große Existenzängste haben. Jedes Jahr aufs Neue stellt sich die Frage, ob die finanziellen Mittel und die Struktur der Unterkunft ausreichen, um sicher über den Winter zu kommen.

Maßnahmen

NAK-karitativ hat deshalb ein Pilotprojekt im Herbst 2017 gestartet. Zunächst wurden sechs Container von innen mit Teppichen und Decken ausgestattet. Drei davon haben zudem Steinfassungen an den Außenwänden bekommen. Des Weiteren wurden an allen Containern verbesserte Türen und Fenster mit Plexiglas-Fassung eingebaut. Die undichten Dächer wurden durch neue ersetzt, Zwischendecken mit einer Holzfassung versehen und die Böden erneuert. Die getätigten Maßnahmen machen sich bereits spürbar bemerkbar: Durch die Verdichtungen an den mit Tuff-Steinen verkleideten Wänden hält sich die Wärme länger in den Häusern. Schließlich tritt viel seltener Feuchtigkeit an den Wänden auf, was das Wohnen menschenwürdiger macht.

Acht weitere Container sollen nun im Frühjahr 2019 winterfest gemacht werden. Bis dahin werden in den Wintermonaten Ausbesserungen im Innenbereich (zum Beispiel Einlegen von Teppichen, Einbau und Verdichten neuer Fenster, etc.) gemacht. Etwa 30 Menschen konnte bisher geholfen werden, was als kleiner, aber erster wirksamer Schritt zu einer Besserung in der Region Schirak gesehen werden kann. Angesichts des großen Bedarfs in der Region sind noch weitere Hilfsmaßnahmen nötig.

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Projektberichte
news-47 Fri, 14 Dec 2018 09:26:34 +0100 Weihnachtsfeier in der Unterkunft für Geflüchtete in Dortmund http://www.nak-karitativ.de/news/weihnachtsfeier-in-der-unterkunft-fuer-gefluechtete-in-dortmund/ Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Um auch den Bewohnern der Kommunalen Einrichtung Mergelteich in Dortmund dieses Weihnachtsgefühl näher zu bringen, fand die diesjährige Weihnachtsfeier am 14. November statt. Zahlreiche Bewohner nahmen begeistert an den dreistündigen Feierlichkeiten teil, begleitet von herrlichem Sonnenschein und angenehmen, nicht ganz winterlichen Temperaturen. NAK-karitativ Mitarbeiter dekorierten vorab die Gemeinschaftsräume der Einrichtung und organisierten den Ablauf der Feier. Bei Kaffee, Tee und Keksen konnten die Gäste in angenehmer Atmosphäre gemeinsam mit den NAK-Mitarbeitern die Seele baumeln lassen und sich einfach mal vom Alltag ablenken lassen. Wer Hunger mitbrachte, wurde nicht enttäuscht und bekam Leckeres vom Grill angeboten.

Die allgemeine Vorstellung, eine Weihnachtsfeier käme nur mit Weihnachtsmelodien aus, ist hier definitiv falsch. Einer der Höhepunkte dieses Tages war die Darstellung eines kurdischen Tanzes, der erst vorgezeigt und anschließend von allen Gästen gemeinsam getanzt wurde. So macht interkultureller Austausch Spaß und gefällt Generationen übergreifend.

Vor allem die Kinder kamen nicht zu kurz. Die NAK-karitativ Mitarbeiter bereiteten bereits vor Beginn der Feier kleine Geschenktütchen gespickt mit Süßigkeiten vor und verteilten diese gegen Ende des Festes. So bleibt dieses schöne Ereignis hoffentlich noch längere Zeit in angenehmer Erinnerung.

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news-45 Wed, 21 Nov 2018 14:18:00 +0100 weltwärts-Freiwilligendienst Ausschreibung verlängert! http://www.nak-karitativ.de/news/weltwaerts-freiwilligendienst-ausschreibung-verlaengert/ Wir haben den Bewerbungszeitraum für einen Platz im weltwärts- Freiwilligenprogramm verlängert! Bewerbt euch bis zum 31. Dezember 2018 um einen der 2 Plätze in Sambia. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen! NAK-karitativ bietet jungen Menschen über das Freiwilligenprogramm weltwärts jedes Jahr die Möglichkeit sich im Rahmen eines Freiwilligendienstes zu engagieren.

Was ist weltwärts?

weltwärts bietet jungen Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren die Möglichkeit sich im Rahmen eines internationalen Freiwilligendienstes zu engagieren. weltwärts versteht sich nicht als Entwicklungshilfe, sondern als Lerndienst. Als solcher bietet er Freiwilligen die Chance sich mit entwicklungspolitischen und kulturellen Themen in den jeweiligen Einsatzstellen auseinander zu setzten. Die Begegnung mit Menschen in fremden Ländern ist hierbei ein wichtiger Bestandteil und macht den Freiwilligen globale Zusammenhänge und Wechselwirkungen bewusst.

Das Programm wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwichklung (BMZ) gefördert. NAK-karitativ ist seit 2015 anerkannte weltwärts-Entsendeorganisation und Mitglied im fid-Netzwerk Inaternational dem Qualitätsverbund der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. (AGEH).


weltwärts - das richtige Programm?

Wenn du:

  • zwischen 18 und 28 Jahre alt bist,
  • dich für zwölf Monate tatkräftig und motiviert bei einem unserer Partner engagieren möchtest,
  • du Schule oder Ausbildung abgeschlossen hast,
  • oder du im Studium bist oder ein Studium abgeschlossen hast,
  • du Sprachkenntnisse in Englisch hast,
  • du bereit bist dich in eine neue Kultur und Lebenswelt einzubringen,

dann ist weltwärts das richtige Programm für dich!

 

Ausschreibung

Bewirb dich jetzt für das Freiwilligenprogramm 2019! Wähle das für dich passende Projekt in Sambia aus und sende uns ganz einfach deine Bewerbungsunterlagen sowie das ausgefüllte Bewerbungsformular zu. Bewerbungen werden vom 1. September bis zum 30. November 2018 entgegengenommen.

Hast du noch Fragen? Joana von Jarmersted hilft dir gerne weiter.

 

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Vereins-Nachrichten
news-46 Wed, 07 Nov 2018 15:49:40 +0100 Jahresbericht 2017 online verfügbar http://www.nak-karitativ.de/news/jahresbericht-2017-online-verfuegbar/ Der Jahresbericht 2017 im neuen Format steht zum Download zur Verfügung. "Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden..." (Galater 6,9) mit diesen Worten begrüßt unser Schirmherr Wilhelm Leber den Leser. Auch in 2017 haben wir dieses Ziel stehts vor Augen gehabt und unsere Arbeit danach ausgerichtet.

Im Jahresbericht 2017 können Sie in die folgenden Projekte einen tieferen EInblick nehmen:

  • Von der Tomate zum Ketchup
  • Südafrika im Kampf gegen die Sucht
  • weltwärts in Sambia
  • Biogasproduktion im Slum von Nairobi
  • Integration - gemeinsam Hürden nehmen
  • Gambia: Im Müll versunken

Zusätzlich finden Sie umfangreiche Inforamtionen zur Vereinstätigkeit und den Finanzen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und danken Ihnen für das Interesse an unserer Arbeit!

 

Ihr Team von NAK-karitativ

 

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Vereins-Nachrichten
news-43 Thu, 19 Jul 2018 15:24:21 +0200 Jordanien: Keiner bleibt zurück! Eröffnung des Centers Hope http://www.nak-karitativ.de/news/jordanien-keiner-bleibt-zurueck-eroeffnung-des-centers-hope/ Jordanien gilt als Zufluchtsort für viele Menschen, die aus den benachbarten Krisenländern Syrien und Irak überwiegend in die Hauptstadt Amman fliehen. Dass es in Jordanien auch über 500.000 betagte Menschen gibt, die selten eine Betreuung erhalten, ist jedoch kein bedeutendes Thema in der jordanischen Gesellschaft. Während männliche Pensionäre bereits nur sehr geringe Bezüge erhalten, entfällt die Absicherung für Frauen gänzlich. Um die Existenz zu sichern, arbeiten viele ältere Menschen bis ins hohe Alter. Durch die Eröffnung eines Schulungs- und Ausbildungscenters in der Hauptstadt Amman sollen nun ältere Menschen mit Einschränkungen (Alter über 55, Behinderung, und weiteres) Unterstützung bekommen. Eine Renten- beziehungsweise Pflegeversicherung wie in Deutschland kennen die Menschen in Jordanien nicht. Für gewöhnlich wird über das 65. Lebensjahr hinaus gearbeitet, da häufig die Rente nicht für einen normalen Lebensstandard ausreicht. In der Regel haben Menschen in Jordanien, die älter als 55 Jahre alt sind, beziehungsweise mit Einschränkungen oder Behinderungen zu tun haben, große Probleme einen Arbeitsplatz zu bekommen. Da ihre Mobilität eingeschränkt ist und sie keinen Zugang zu Service- und Informationseinrichtungen haben, sind sie per se unsichtbar für die Behörden und erhalten keine Sozialhilfe.

Durch die hohe Anzahl der Geflüchteten aus den Krisenländern wie Syrien, Irak und dem Jemen verschärfen sich diese Probleme. Unter den Flüchtlingen befinden sich auch viele ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen, die zum Überleben eine bezahlte Stelle benötigen. Ein Großteil jedoch wird von der jordanischen Gesellschaft ausgegrenzt und hat Schwierigkeiten eine Arbeitserlaubnis in Jordanien zu erhalten.

Dazu kommt, dass die Infrastruktur in Amman und in der Umgebung nicht alten- und behindertengerecht ist. Es gibt keine vernünftigen Absenkungen für Bordsteine, Geländer zum Festhalten, keine Rampen für Rollstuhlfahrer und schlecht begehbare sanitäre Anlagen. Der Beschaffung von Medikamenten und der Zugang zu medizinischen Einrichtungen sind somit für viele ältere Menschen äußerst beschwerlich. Dies hängt damit zusammen, dass die Betreuung und Pflege betagter bzw. behinderter Menschen ein wenig beachtetes Thema in der Gesellschaft ist. Viele jüngere Menschen haben keine oder wenig Kenntnisse um betagte Menschen zu betreuen oder zu pflegen. Dementsprechend kommt häufig die Hilfe für diesen Teil der Bevölkerung zu kurz.

Gezielte Maßnahmen für ältere und bedürftige Menschen

Durch die Flüchtlingskrise in Syrien sah sich HelpAge Deutschland e.V. veranlasst, in Amman ein zweijähriges Projekt zu starten, das eine Laufzeit von zwei Jahren hat. NAK-karitativ sowie die Hilfswerke German humanitarian assistance und Aktion Deutschland Hilft unterstützen HelpAge seit Beginn in 2017 mit finanziellen Mitteln. In dem Schulungscenter, das am 27.Juni 2018 von den Förderern und der Ministerin für Soziales, Hala Basiso in Amman eröffnet wurde, sollen 20 Trainer ausgebildet werden. Die Trainer wiederum werden nach ihrem Lehrgang insgesamt 200 Teilnehmer aus 25 verschiedenen Organisationen und Behörden der humanitären Einrichtungen schulen. Diese können mit ihren Kenntnissen direkt vor Ort ältere Menschen mit Einschränkungen betreuen und in lebenswichtigen Fragen beraten.

 

Konkret erlangen die Teilnehmer in den Seminaren grundlegende Kenntnisse über den Umgang und der Betreuung von altersschwachen Menschen. Sie werden darauf sensibilisiert, welche Herausforderungen der Alltag für altgewordene Menschen mit sich bringt und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um ihnen einen Zugang zur Gesellschaft und medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Zielführend soll ein Umfeld geschaffen werden, in dem diese Altersklasse durch Schulungen und Gruppenarbeit mit Praxis aus dem Lebensalltag, die Möglichkeit bekommt, Geld zu verdienen und ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu führen. Es gibt beispielsweise für ältere Menschen Kurse, in denen ihnen beigebracht wird, wie sie für wenig Geld gesund und reichhaltig kochen können.

Zum einen zielt das Projekt darauf, dass alte und bedürftige Gruppen einen festen Platz in der jordanischen Gesellschaft bekommen und sich ihre wirtschaftliche Situation verbessert. Den Weg dahin bilden Schulungen für lokale Organisationen sowie existenzsichernde Maßnahmen, zur direkten Unterstützung der Zielgruppe. Dies ermöglicht es auch, dass es in den Haushalten künftig vermehrt behindertengerechte sanitäre Anlagen gibt. Somit entsteht in der jordanischen Gesellschaft eine Toleranz für das Älterwerden und ein menschenwürdiges Dasein wird geschaffen. Ferner fördert die Symbiose zwischen Jung und Alt auch die Integration verschiedener Altersgruppen und anderer Ethnien wie Syrern und Irakern in der jordanischen Gesellschaft. Probleme der Ausgrenzung beziehungsweise Isolation können somit auf ein Minimum reduziert werden.

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Projektberichte
news-42 Thu, 24 May 2018 14:55:04 +0200 Beratung, Bildung, Erholung - Es sind noch Plätze frei! http://www.nak-karitativ.de/news/beratung-bildung-erholung-es-sind-noch-plaetze-frei/ Es gibt noch freie Plätze im diesjährigen Bildungs- und Erholungsprogramm des Neuapostolischen Sozial- und Bildungswerks (SBW) in Oer-Erkenschick vom 16. bis 24. Juli. Das Programm ermöglicht den Teilnehmern Beratung in sozialen oder wirtschaftlichen Fragen, als auch Workshops und Vorträge zu Bewerbung, Ernährung und Haushalt. Gemeinsame Freizeitaktivitäten, Gespräche und Informationsveranstaltungen schaffen ein motivierendes Miteinander.

Das Angebot richtet sich an Familien und Alleinerziehende mit ihren Kindern, die auf Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder andere staatliche Leistungen angewiesen sind.

Eine Anmeldung für das Bildungs- und Erholungsprogramm kann bis Mitte Juni beim SBW unter info(at)nak-sbw.de erfolgen.

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Projektberichte
news-41 Fri, 18 May 2018 15:51:44 +0200 Südsudan: Wenigstens einmal am Tag satt… http://www.nak-karitativ.de/news/suedsudan-wenigstens-einmal-am-tag-satt/ Der Südsudan hat seit Jahren ein akutes Hungerproblem. Insbesondere die Kinder leiden massiv unter der anhaltenden Armut und damit auch Lebensmittelknappheit im Land. Viele haben nicht einmal die Mittel für wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag. „Mein Vater arbeitet als Fahrer für die Regierung. Er verdient nicht viel Geld. Oft höre ich die Eltern erzählen. Es ist für sie sehr schwer, Geld zu verdienen. Alles wird immer teurer. Meine Mutter hat vier Jobs und mein Vater hat noch zwei Nebenjobs. Trotzdem haben wir nicht jeden Tag eine richtige Mahlzeit zu Hause. Mir tut oft der Bauch weh vor Hunger. Dass es jetzt in der Schule ein warmes Essen gibt, ist sehr schön.“ berichtet Fiona. Sie ist schon ein paar Mal umgekippt, weil sie zu schwach war und es nicht den ganzen Tag ausgehalten hat. Wie andere Organisationen auch hat NAK-karitativ wiederholt Hilfsaktionen initiiert. Dauerhaft kann das aber die von der politischen Unsicherheit mit beeinflusste Situation nicht verändern. Juba (Südsudan), Stadtteil Munuki, auf dem Areal der Neuapostolischen Kirche befinden sich Vorschule, Grund- und Oberschule, Gesundheitszentrum, Wasseraufbereitungsanlage und ein Kiosk – nicht zu vergessen die Kirche im hinteren Teil des Grundstücks. Die gesamte Anlage auf dem Areal, entstanden seit 2007, ist damit in Juba ein Platz, der Sicherheit und Solidität bietet, gute Voraussetzungen für Bildung und Gesundheit. So ist es nicht verwunderlich, dass die New Apostolic School in den letzten Jahren kontinuierlich Zulauf erfährt.

Während der heftigen Unruhen im Jahre 2016 fanden auf dem Grundstück für einige Tage bis zu 3.000 Menschen Zuflucht; kein Bewaffneter betrat das Grundstück!

2017 entstand der Gedanke, für eine Übergangszeit von mehreren Monaten eine Schulspeisung einzurichten. Zusätzlich muss für die Lehrer etwas getan werden, die von dem staatlich festgelegten Salär von 25 US-$ nicht leben können. Ohne eine fühlbare Aufstockung sind sie gezwungen zum Teil sogar mehrere Nebenjobs anzunehmen, um ihre Familie „über Wasser zu halten.“ Das geht zu Lasten ihrer Präsenz in der Schule und damit der Ausbildungsqualität.

Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V., langjähriger Partner von NAK-karitativ, hat mit einer Unterstützung in Höhe von über 100.000 Euro aus dem Pool von „Aktion Deutschland hilft“ den Start für die Schulspeisung für das erste Jahr ermöglicht. Zunächst wurde die bestehende kleine Küche überholt und um eine Essensausgabe für die über 900 Kinder erweitert.

Am 4. Mai 2018 durchschnitt, im Rahmen einer Schulfeier, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland im Beisein von Pressevertretern und einigen weiteren Offiziellen, das Band zur Essensausgabe und eröffnete damit offiziell die Schulspeisung. Mit anerkennenden Worten hebt Botschafter van Thiel das Engagement aller Beteiligten hervor und wünscht den Schülern, die sich nun wenigstens einmal täglich satt essen können, ein erfolgreiches Lernen.

Schüler aus der Secondary-Stufe verkünden humorvoll die „Schul-News“, fast wie professionelle Nachrichtensprecher vom Broadcast. Ein paar kurze Ansprachen und eine Performance der Tanzgruppe umrahmen die 1stündige Eröffnungsfeier. Endlich kommen die über 900 Schüler an die Essensausgabe. Wer hätte gedacht, dass es so zivil und gesittet zugeht: Allen voran die 3-4jährigen Schüler aus der Vorschule. Sie holen ihre mitgebrachten Ess-Schüsseln oder Teller hervor und erhalten ihre Portion Reis zusammen mit einem schmackhaften sudanesischen Curry und einem Stück Brot. Zuvor haben Schüler aus den höheren Klassen dafür gesorgt, dass keiner mit ungewaschenen Händen sein Essen erhält.

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Projektberichte
news-40 Wed, 09 May 2018 14:23:37 +0200 Gambia: Legale Müllentsorgung http://www.nak-karitativ.de/news/gambia-legale-muellentsorgung/ Die gambische Hauptstadt Banjul versinkt im Müll. Die Situation kann durchaus als dramatisch bezeichnen werden. Während staatliche Behörden wie die National Environmental Agency (NEA) die prekäre Situation erkennen, sind ihnen gleichzeitig die Hände gebunden. Die Kommunen erhalten keine Mittel für die Reparatur der Fahrzeuge der städtischen Müllabfuhr, ein sich refinanzierendes Abholsystem existiert nicht. Das führt dazu, dass öffentliche Plätze wie Community-Märkte in urbanen Gebieten geradezu im Müll versinken. Diese sind fatalerweise im Zentrum von Gemeinden angesiedelt, womit sich das Müllproblem direkt vor der Haustür der Anwohner befindet. Damit einher gehen gesundheitsgefährdende Konsequenzen. Angesichts dieser Situation ergriff NAK-karitativ mit dem Partner DBO (Dresden –Banjul Organisation) die Initiative. Mit Radladern, Schaufelbaggern und eigenen LKWs wurden in den Stadtteilen Wellingera, Sandika und Sukuta 150 Tonnen Müll auf die Deponie Bakoteh im Stadtteil Kanifing verbracht. Der Einsturz einer Grundschule in Wellingera, die von den Müllmassen eingedrückt zu werden drohte, konnte verhindert werden. Erste Maßnahmen

Die Nationale Umweltagentur NEA, konnte als Partner für eine nachhaltige Müllentsorgung gewonnen werden. Inzwischen wurden 50 Müllcontainer mit einem Fassungsvermögen von jeweils 8m³ beschafft und an 20 Brennpunkten aufgestellt. Zusätzlich nehmen Touristenhotels Container für eine ordentliche Müllentsorgung in Anspruch. Für eine Leerung zahlen sie sechs Euro. Hierfür wurden Bagger, LKWs und Tieflader von NAK-karitativ finanziert. Die Räumaktionen in der Stadt wurden intensiviert, Straßen und Märkte teilweise bis in die Nacht hinein entmüllt. In Schulungen wurde die Bevölkerung für die Mülltrennung sensibilisiert. Mülltrennung erfolgt anhand von Farben, grün für organischen (Bioabfall) und blau für anorganischen Abfall(z.B. Restmüll, Plastik, Glas, etc.). Geschulte Aufsichtspersonen sorgen an den Containerstandorten für die richtige Trennung.
Diese dient der weiteren Müllverarbeitung. Die Container werden inzwischen zwei Mal die Woche in den urbanen Bereichen ausgetauscht. Anorganischer Müll wird auf die Mülldeponie in Bakoteh verbracht, während der organische Müll für die Kompostherstellung nach Tambana geliefert wird.

Vom Müll zum Kompost

Die Weiterverarbeitung des organischen Mülls zu Kompost stand früh als Ziel fest, da positive Effekten wie Bodenstrukturverbesserung und Ernteertragssteigerung mit Ihr einhergehen. Nach anfänglich zögerlicher Unterstützung der Behörden, erhielt die DBO in Folge einer Umweltverträglichkeitsprüfung einen Hektar Land auf der Mülldeponie in Tambana. Dort konnte im zweiten Halbjahr 2017 mit der Weiterverarbeitung des Bioabfalls zu Kompost und organischem Dünger begonnen werden. Die Deponiefläche wurde planiert, begradigt und mit Betonblöcken, die in der DBO Werkstatt gegossen wurden, begrenzt. Danach wurden mehrere Komposthaufen sogenannte Mieten angelegt. Hierin wird der Abfall gelagert und wöchentlich mit dem Radlader gewendet. Über einen Zeitraum von 10 Wochen reift der Biomüll zu Kompost. So werden aus 10 Tonnen Abfall 6 Tonnen Dünger und Komposterde. Tropische Temperaturen beschleunigen den Verrottungsprozess, können jedoch auch zu einer Fehlgärung und zu Pilzbefall führen. Eine permanente Überwachung der Temperatur in den Mieten ist unabdingbar für eine erfolgreiche Kompostherstellung. In der Kompostieranlage finden sechs Mitarbeiter eine Anstellung.

In 2018 übernimmt das deutsche Entsorgungsunternehmen IMA (Institut für Mikrobiologie und Analyse) aus Germersheim den Betrieb der Anlage. Die Anlage wird dann mit einem Kredit der Deutschen Entwicklungsgesellschaft (DEG) betrieben. Für die folgenden drei Jahre wurde ein Businessplan erstellt, der sich der Erfahrungen der IMA mit Renaturierung und Entgiftung von Böden bedient. Die DBO beliefert zukünftig die von der IMA betriebene Anlage mit organischem Müll. Für jede Tonne verwertbares organisches Material erhält DBO 20 Euro. Für eine Tonne Kompost wurde ein Verkaufspreis für Schüttware von 60 Euro angesetzt. Im ersten Jahr des Betriebs sollen 600 Tonnen Kompost hergestellt werden. Dazu müssen zusätzlich andere organische Reststoffe wie z.B. Treber aus der Bierbrauerei, Erdnussschalen, Sägespäne und Fischabfälle auf die Deponie transportiert werden. Um die Wertschöpfungskette auszubauen, beteiligt sich NAK-karitativ an der Beschaffung einer Siebanlage und weiterer LKWs für die Kompostieranlage.

Kompost – und jetzt?

Die Fruchtbarkeit der Böden in Gambia hat durch falsche Bearbeitungsmethoden und die Konzentration auf bodenzehrende Pflanzen wie z.B. Mais kontinuierlich abgenommen. Mineralische Dünger bringen hier nur kurzfristige Ernteerfolge.

Mit Hilfe von Komposterde aus der Anlage, kann die Bodenstruktur langfristig verbessert werden. Auf Demonstrationsflächen wird den Bauern/Bäuerinnen der Unterschied zwischen mineralischem Dünger und organischem Dünger vermittelt. Zu Schulungszwecken dienen Gemüsegärten aus vorangegangenen Projekten. Die Begünstigten aus diesen Projekten nutzen bereits Kompost aus eigener Herstellung. Die Menge ist aber begrenzt. Durch die Kompostieranlage können die Gärten mit zusätzlicher Komposterde versorgt werden. Die Begünstigten aus dem Vorgängerprojekt agieren so als Multiplikatoren für die Nutzung von Biokompost. Auch traditionelle Gemüsesorten und – arten, die durch Importe aus Europa und den Nachbarländern Senegal und Guinea-Bissau verdrängt wurden, können wieder angebaut werden.

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Projektberichte
news-39 Wed, 02 May 2018 14:18:00 +0200 Malawi: Wasser für Kleinbauern http://www.nak-karitativ.de/news/malawi-wasser-fuer-kleinbauern/ In 2016 startete NAK-karitativ mit dem Partner NACRO (vormals Henwood Foundation) das Projekt „Wasser für Kleinbauern“ in Malawi. Es soll die schwierige Situation vieler Kleinbauern verbessern, indem es ihre Existenz sichert. Ohne Wasser geht nichts

Am Anfang jeden Anbaus steht die Wasserversorgung. Die Grundversorgung mit Wasser wurde durch die Reparatur bestehender Bewässerungsanlagen und dem Neubau eines Kanals mit insgesamt 800 Metern Länge geschaffen. Mit den so geschaffenen Kanälen werden 100 Gärten bewässert. Zusätzlich wurde ein Brunnen mit 55 Meter Tiefe gebaut. Durch den neuen Brunnen werden 150 Haushalte mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Zur Sicherung der Wasserversorgung  wurden die Begünstigten in den Themen Bewässerungsmanagement, Wasserschutz und Umweltmanagement geschult und  die Aufgaben des (Brunnen-)Komitees zum Unterhalt des Damms und der Kanäle erklärt. Ein 12 köpfiges Komitee ist nun für die Instandhaltung und Wartung der Wasseranlage zuständig, stößt notwendige Reparaturen an und sammelt die Beiträge zum Unterhalt des Brunnens von den  Dorfbewohnern ein. 

Anbauen – aber wie?

Zusätzlich wurden die  Bauern in Methoden nachhaltiger Landwirtschaft geschult. Die 100 Teilnehmer besprachen Themen wie bodenschützender Anbau, jahreszeitengerechter Anbau, Anbau von Mischkulturen. Bei Mischkulturen macht man sich die besonderen Eigenschaften der unterschiedlichen Sorten zunutze, z. B.  hält die Zwiebel durch ihre Inhaltsstoffe Insekten ab. Baut man anderes Gemüse dazwischen an, profitiert es von diesen Eigenschaften der Zwiebel. So werden chemische Pflanzenschutzmittel vermieden und Kosten reduziert. Die Schulungen verfolgen das Ziel, den Familien eine bessere  Ernährung zu bieten und Einkommen zu generieren, denn was nicht zur eigenen Ernährung benötigt wird, kann auf den lokalen Märkten verkauft werden.

In den Schulungen werden ebenso Kenntnisse zur richtigen Weiterverarbeitung der Gemüsesorten vermittelt, wie auch Hinweise zu einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung.

Grüne Felder – gute Ernten

Bestandteil des Projektes ist es ebenso, die begünstigten Kleinbauern mit Saatgut für Kartoffeln, Tomaten und Zwiebeln auszustatten, sowie mit angemessenen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Jeder Bauer erhielt ca. 40 kg Saatgut und 50 kg Dünger. Dabei handelt es sich um überschaubare Größen, pro Kleinbauer ca. 30.000 Kwacha, das sind umgerechnet etwa 34 Euro. Das Geld können sie aus dem Verkauf ihrer angebauten Güter in Teilbeträgen zurückzahlen. Insgesamt wurde im Juni 2017 Saatgut und Düngemittel für ca. 3.377 Euro verteilt. Bis Dezember wurden bereits drei Viertel der Kredite zurückgezahlt. Die Wirkungen des Projektes gehen durch die Erhöhung der Produktionsmengen über den Kreis der Begünstigten hinaus: Zum einen sind sie selbst Nutznießer, durch den Verkauf aber auch weitere Dorfbewohner.

Im nächsten Schritt sollen 100 Ziegen verteilt werden. In diesem Zusammenhang wird es Schulungen zur Ziegenhaltung geben. Die Haltung der Ziegen dient unter anderem auch der Herstellung von Dünger für die Gärten, das bedeutet, dass langfristig auf den Kauf von chemischem Dünger verzichtet werden kann. Dies schützt nicht nur die Natur, sondern schont auch die Haushaltskassen der Bauern. Herstellung und Verwendung von biologischem Dünger wird Inhalt  weiterer Schulungen sein.

Versorgung – Einkommen – Bildung

Durch die Schaffung einer verlässlichen Wasserversorgung können sich die Menschen nun versorgen. Alles was nicht für den eigenen Verzehr benötigt  wird, kann verkauft werden. So  wird Einkommen generiert mit dem Schulgelder und wichtige Versorgungsgüter finanziert werden können – ein wichtiger Schritt  in ein selbstbestimmtes Leben. 

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Projektberichte
news-38 Wed, 25 Apr 2018 15:32:09 +0200 Malawi: Häuser für Witwen und Waisen http://www.nak-karitativ.de/news/malawi-haeuser-fuer-witwen-und-waisen/ Seit 2016 läuft in Zusammenarbeit mit unserem Partner NACRO (ehemals Henwood Foundation) ein Hausbauprojekt für alleinstehende Frauen - meist Witwen - und Waisen in Malawi. Frauen und Kinder werden in Malawi oft benachteiligt. Ihnen werden nicht die gleichen Eigentumsrechte zugestanden wie den Männern. Maßnahmen und Fortschritte

Um den Frauen mit ihren Kindern zu helfen, sind bisher fünf Häuser entstanden, die kurz vor der Fertigstellung stehen.

Auch für Rhoda und Ihre 6 Kinder entsteht ein neues Zuhause. Sie ist 38 Jahre alt. Nach dem Tod ihres Mannes konnte sie ihr altes Haus nicht mehr instand halten. Mauern und Wände waren bereits teilweise eingestürzt. Um ihr wieder einen Lebensraum zu schaffen, hat der Chief (traditioneller Dorfanführer) Rhoda ein Grundstück übergeben. Das dort entstehende neue Haus kann ihr nicht mehr weggenommen werden. Häufig besucht Rhoda die Baustelle und beobachtet wie ihr neues Zuhause entsteht.

Der Weg hierher war mühsam. Viele Gespräche und Verhandlungen mit den Behörden mussten geführt werden, bevor mit dem Bau der Häuser begonnen werden konnte. Da keine befestigten Straßen von Mzuzu in die Dörfer existieren, war es schwierig, das Material heranzuschaffen. Schließlich behinderte noch die Regenzeit den Baufortschritt.

Über die Baumaßnahmen hinaus wurden Schulungen vorbereitet, um den Frauen das selbstständige Leben nach dem Bezug der Häuser zu erleichtern. Dazu gehören Themen wie Erbrecht, Nachlassvorbereitung, Krankheitsprävention und die Stärkung des Selbstbewusstseins.

 

Warum wir Ihre Unterstützung benötigen ?

Fünf Häuser sind im Bau. Mit fünf weiteren Häusern wird in den nächsten Wochen begonnen. Die Unterstützung der Witwen und ihrer Kinder ist eine der möglichen Chancen ihre Lebenssituation zu verändern.

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Projektberichte
news-37 Wed, 21 Mar 2018 17:04:36 +0100 Am 22. März ist Weltwassertag! http://www.nak-karitativ.de/news/am-22-maerz-ist-weltwassertag/ Wasser ist überlebenswichtig. Das gilt für Menschen ebenso wie für Tiere und Pflanzen. Die Wasserressourcen auf unserer Erde werden zunehmend knapper. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung - das sind 3,6 Milliarden Menschen - ist mindestens einen Monat pro Jahr von Wassermangel bedroht. In 2050 soll die Zahl auf 5,7 Milliarden Menschen steigen (epo). Der Weltwassertag macht am 22. März unter dem diesjährigen Motto „Nature for Water“ darauf aufmerksam, dass wir unsere natürlichen Wasserquellen vermehrt schützen müssen. Wie gelingt das?

  • Natürliche Feuchtgebiete, wie Seen, Flüsse, Moorgebiete oder andere wichtige Süßwasserträger, müssen erhalten und vor Verschmutzungen geschützt werden.
  • In der Landwirtschaft muss vermehrt auf umweltfreundliche Verfahren der Bewässerung gesetzt werden und auf Pestizide, die in das Grundwasser gelangen, verzichtet werden.
  • Wiederaufforstung muss betrieben werden.
  • Naturbasierte Lösungen zur Wasserversorgung in Städten müssen vermehrt eingeführt werden (z.B. Wasserrückhaltebecken und Dachgärten).

 

Wassermangel in Europa

124 Liter Wasser verbaucht eine Person in Deutschland pro Tag. Um ihre Familie mit dieser Menge an Wasser zu versorgen, müsste eine Frau, die beispielsweise in Subsahara-Afrika auf dem Land lebt, täglich rund zwölf 50-Liter-Kanister mit Wasser nach Hause tragen. Der Weg bis zur nächsten Wasserstelle kann bis zu sieben Kilometer lang sein. Aufgrund des fehlenden Wasserzugangs müssen die meisten Familien mit 25 Litern Wasser pro Person auskommen. Selbst um diese Wassermengen beschaffen zu können, sind viele Mütter auf die Hilfe ihrer Töchter angewiesen. Aufgrund ihrer Verpflichtung können diese Mädchen keine Schule besuchen.

Der Weltwassertag hält uns dazu an, über unseren Umgang mit Wasser nachzudenken. Besonders in der westlichen Welt sind wir uns dem Privileg, ausreichendes und sauberes Wasser zur Verfügung zu haben, nicht immer bewusst. Die Prognosen zeigen jedoch, dass wir unseren Blick vermehrt auf den Schutz unserer Wasserressourcen lenken sollten. In Nordafrika und im Nahen Osten herrscht bereits Wassermangel. Erste Anzeichen zeigen sich auch in Europa. In 2070 sollen 44 Millionen Europäer vom Wassermangel bedroht sein. Das sind fast 18 Prozent der Bevölkerung Europas.

Einen Bericht vom ZDF über den Wassermangel in Spanien finden Sie hier.

 

Wie engagiert sich NAK-karitativ für Wasser und Natur?

Nicht nur unter dem Zielbereich WASH (Wasser und Hygiene) spielt das Thema Wassersicherung bei NAK-karitativ eine Rolle. Wasser bildet ein Kernelement in allen Arbeitsbereichen, somit auch bei Projekten zur Ernährungssicherung, Gesundheit und Bildung. Der umweltschützende Aspekt spielt besonders im Rahmen landwirtschaftlicher Projekte eine entscheidende Rolle.

Projektbeispiele können Sie in unserem Newsletter einsehen, denen wir Ihnen hier zur Einsicht zur Verfügung stellen.

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Vereins-Nachrichten
news-36 Thu, 08 Mar 2018 13:46:27 +0100 Weltfrauentag: Eine starke Frau! http://www.nak-karitativ.de/news/weltfrauentag-eine-starke-frau/ 8. März ist Weltfrauentag! Geschichtlich gesehen hat dieser Tag seinen Ursprung im Kampf für Gleich-berechtigung und das Wahlrecht für Frauen im frühen 20sten Jahrhundert. Heute kann der Kampf der Frauen für Gleichberechtigung und gegen Sexismus in Bewegungen wie #metoo oder der aktuellen Debatte um sexuelle Ausbeutung beobachtet werden. In Verbundenheit mit diesem Tag stellen wir heute eine „Starke Frau“ aus unserem Projekt Choma Women Club in Sambia vor. Florence Hangoma

Florence ist Projektteilnehmerin in dem Projekt zur Unterstützung von Waisenkindern in Choma. 30 Frauen haben sich zusammengeschlossen und arbeiten seit sechs Jahren dafür, Waisenkindern eine Schulbildung zu ermöglichen. 

 

Mit acht eigenen Kindern und den drei Kindern ihrer verstorbenen Schwester haben die 45 jährige Florence und ihr Mann alle Hände voll zu tun. „Bildung ist teuer in Sambia“ erzählt Florence. Grundschulbildung ist bis auf eine Verwaltungsgebühr eigentlich frei, aber dann kommen Uniformen, Schuhe, Bücher, Hefte und viele Kleinigkeiten hinzu, die ein Schüler braucht. Ab der Sekundarschule muss dann drei Mal jährlich zusätzlich Schulgeld bezahlt werden. Von den Gebühren für ein College mal ganz abgesehen.

 

„In diesem Jahr habe ich bereits 20.000 Kwacha durch das Spar- und Kreditprogramm gespart.“ berichtet sie stolz. 20.000 Kwacha sind umgerechnet ca. 2.000 EUR. Durch das Programm ist sie nun sogar Vermieterin. „Ich habe ein 3-Zimmer Haus gebaut, welches ich vermiete. Mit den Einnahmen möchte ich die Ausbildung der drei Kinder meiner verstorbenen Schwester bezahlen.“ Ihre Einstellung zu Geld hat sich völlig verändert. Früher hatte sie das Gefühl, dass sie bereits mit kleinen Beträgen nicht gut haushalten konnte. Das Programm hat ihr diese Angst genommen und gezeigt, dass sie eine gute Businessfrau ist und entscheidend zum Wohl ihrer Familie beitragen kann.

 

Mehr zu der Zusammenarbeit von dem Choma Women Club und NAK-karitativ erfahren Sie im Projekt.

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Vereins-Nachrichten
news-35 Wed, 07 Feb 2018 11:49:32 +0100 Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter in Vollzeit gesucht http://www.nak-karitativ.de/news/sachbearbeiterin-sachbearbeiter-in-vollzeit-gesucht/ Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Termin

eine Sachbearbeiterin/einen Sachbearbeiter in Vollzeit

 

Ihr Aufgabenbereich:

  • Administrative Aufgaben in der Geschäftsstelle
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Redaktion und Pflege von Website (CMS) und Social Media des Vereins sowie der Druckerzeugnisse des Vereins
  • Fundraising-Aktionen
  • Beantragung, Verwaltung und Abrechnung von Fördermitteln der öffentlichen Hand und anderer nationaler wie auch internationaler Geldgeber

 

Ihr Profil:

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
  • Fremdsprachenkenntnisse: Englisch verhandlungssicher (eine weitere Fremdsprache wünschenswert, z.B. Französisch, Portugiesisch oder Spanisch)
  • Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit
  • hohe Leistungsbereitschaft, Planungs- und Organisationsvermögen und eine ergebnisorientierte Arbeitsweise
  • Gute Kenntnisse in MS-Office und Erfahrungen mit CMS für Websites
  • Bereitschaft zu gelegentlichen Auslandsreisen
  • gesundheitlich belastbar, und kontaktfreudig
  • Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit

 

Wir bieten Ihnen einen angenehmen Arbeitsplatz in einem kleinen Team. Die Tätigkeit ist  abwechslungsreich und bietet Gestaltungsfreiraum. Die Vergütung erfolgt im Rahmen des bestehenden Haustarifs.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Bitte senden Sie die üblichen Unterlagen bis zum 15.04.2018 an:

NAK-karitativ e.V.
Vorstand
Kullrichstr. 1
44141 Dortmund

 

Für Rückfragen steht Ihnen unser Geschäftsführer Jörg Leske unter 0231 57700103 zur Verfügung.

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Vereins-Nachrichten
news-34 Wed, 31 Jan 2018 13:40:12 +0100 Insel der Hoffnung http://www.nak-karitativ.de/news/insel-der-hoffnung/ Vor einem Jahr startete NAK-karitativ die Zusammenarbeit mit der Einrichtung „Insel der Hoffnung“ in Weißrussland. Die Tagesstätte für Menschen mit Schwerstbehinderung liegt im Stadtteil Frunsenski Rayon in Minsk. Sie wurde im Jahre 1996 von Ludmila Michaelnowna-Gotko aufgebaut und wird seit-dem von ihr geführt. Hintergrund

Bis zu diesem Zeitpunkt gab es in Minsk für Eltern mit schwerstbehinderten Jugendlichen nur die Möglichkeit, ihre Kinder entweder selbst zu Hause zu pflegen oder sie dauerhaft einer psychiatrischen Klinik zu übergeben. Qualitative Therapien sind in diesen Anstalten jedoch nicht zu erwarten. Ludmila, die Leiterin, hat selbst ein Kind mit Behinderung und war daher mit der Problematik der Pflege und Betreuung vertraut, als sie die Insel der Hoffnung gründete. Zudem besitzt sie eine medizinische Berufsausbildung.

Aufgrund fehlender staatlicher Unterstützung für Nicht-Regierungsorganisationen, oblag die Finanzierung der Einrichtung Ludmilla selbst. Sie schaffte es Organisationen und Privatspender zu gewinnen und erhob einen geringen Betreuungsbeitrag durch die Eltern. Zwischenzeitlich erreichte Ludmilla durch zähe Verhandlungen zumindest eine dauerhafte Freistellung von den Mietkosten für das Areal, auf dem sich die Insel der Hoffnung befindet.

 

Fortschritte

Seit gut einem Jahr finanziert nunmehr NAK-karitativ einen Teil des Haushalts und ermöglichte Ludmilla den Ausbau des Betreuungsangebots. Es konnten ein zusätzlicher Psychologe und ein Kunsttherapeut eingestellt werden, das Gehalt der übrigen neun Fachkräfte auf ein faires Entgelt angehoben werden und die Qualität der Arbeit durch zusätzliche Schulungen des Personals in den Bereichen Schwerkrankenpflege, Hygiene und  richtiges Anreichen von Nahrungsmitteln erhöht werden. Diese Maßnahmen ermöglichten die Aufnahme von sechs neuen Patienten, darunter drei Rollstuhlfahrer, sowie eine Ausweitung des Beschäftigungsangebots.

Insgesamt sorgt die Insel der Hoffnung für 62 stark behinderte Menschen im Alter zwischen 16 und 40  Jahren. Die Betreuung wird für 10 Stunden pro Tag angeboten. Das ermöglicht den Eltern einem Gelderwerb nachzugehen. Viele von Ihnen sind alleinerziehend und dringend auf die Hilfe angewiesen. Die Eltern zahlen dafür einen geringen Betrag, der bei 40 weißrussichen Rubeln liegt. Im Vergleich dazu verdient eine Krankenpflegerin oder eine Buchhalterin zwischen 500 und 1.000 weißrussischen Rubel.

 

Warum wir Ihre Unterstützung benötigen?

Das Angebot in der Einrichtung ist vielseitig (töpfern, werken, weben, malen, sticken, stricken...). Die in Handarbeit produzierten Gegenstände können leider nur verschenkt werden, ein Verkauf würde die steuerliche Befreiung der Einrichtung gefährden. Durch geschicktes Agieren kann Ludmilla jedoch zumindest erreichen, dass Beschenkte ihrerseits der Einrichtung gelegentlich steuerunschädliche Spenden zukommen lassen.

Die Insel der Hoffnung ist die Einzige ihrer Art in Minsk, auf der Warteliste der Einrichtung befinden sich zurzeit 135 (!) Menschen mit Behinderung.

Helfen Sie uns, den jungen Menschen weiterhin ein Umfeld zu ermöglichen, in dem sie liebevoll und fördernd betreut werden.

 

Das Projekt wird in Kooperation mit der Neuapostolischen Kirche Berlin-Brandenburg durchgeführt.

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Projektberichte
news-33 Mon, 22 Jan 2018 18:00:59 +0100 Jordanien: Niemanden zurück lassen! http://www.nak-karitativ.de/news/jordanien-niemanden-zurueck-lassen/ Im Kontext von Flucht drehen sich die öffentlichen Diskurse meist um junge Menschen und deren Integrationsperspektiven. Immerhin sind rund 75 Prozent der Asylsuchenden in Deutschland unter 35 Jahre alt. Doch wie steht es eigentlich um die älteren Menschen, die ihre Heimat wegen Krieg und Gewalt verlassen mussten? Viele von ihnen sind gebrechlich, halten den Strapazen der Flucht nicht stand und bleiben in den Transitländern zurück. NAK-karitativ setzt sich in Jordanien für diese Menschen ein. Zur Situation

658.000 registrierte Geflüchtete leben in Jordanien. Die Dunkelziffer soll laut Schätzungen doppelt so hoch sein. Damit liegt der Bevölkerungsanteil von geflüchteten Menschen bei rund 15 Prozent. Für den Staat stellt das, in der ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Situation, eine große Belastung dar. Hunger und Ernährungsunsicherheit verbreiten sich. Durch humanitäre Hilfe wird die Not so gut es geht gelindert. Die spezifische Unterstützung älterer Menschen wird jedoch häufig vernachlässigt. Möglichkeiten zu schaffen, damit ältere Menschen auf eigenen Beinen stehen können und ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können, bedürfen einer gesonderten Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse und Fähigkeiten. NAK-karitativ unterstützt aus diesem Grund ein Projekt in Jordanien, das sich älteren Menschen annimmt und dafür sorgt, dass Hilfsorganisationen im Nahen Osten für die spezifischen Belange dieser Personengruppe geschult werden, um so deren Inklusion in humanitäre Hilfsmaßnahmen zu fördern.

 

Maßnahmen

In einem Schulungszentrum werden lokale Organisationen an das Thema Inklusion herangeführt. Im Fokus steht dabei, die Bedürfnisse älterer Menschen verstehen zu lernen und zu erfahren, wie die zielgruppenspezifische Integration in humanitäre Maßnahmen zielführend erfolgt. Die Schulungsteilnehmer beschäftigen sich mit Fragen, wie:

  •  Welche körperlichen Einschränkungen haben ältere Menschen?
  • Wie fühlt es sich an, wenn man unter typischen altersbedingten Augenerkrankungen leidet, die das Sehvermögen auf unterschiedlichste Weise einschränken?
  • Was ist älteren Menschen im Umgang mit ihnen wichtig?
  • Wie lernen ältere Menschen?
  • Wie wichtig ist das Einbringen eigener Erfahrungen in die gemeinsame Arbeit?
  • Welche existenzsichernden Maßnahmen bieten sich unter Berücksichtigung der körperlichen Verfassung älterer Menschen an?

 

Ziel

Das Projekt zielt zum einen auf eine erhöhte Inklusion älterer und behinderter Menschen in humanitäre Maßnahmen, als auch direkt auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der älteren Bevölkerung in Jordanien. Den Weg dahin bilden Schulungen für lokale Organisationen sowie existenzsichernde Maßnahmen, zur direkten Unterstützung der Zielgruppe. Ein angegliedertes E-Learning-Konzept ermöglicht die  länderübergreifende Sensibilisierung für die Thematik und soll lokale Organisationen in Syrien, im Jemen, in der Türkei, im Libanon und im Irak mobilisieren, um eine nachhaltige Entwicklung in Bezug auf ältere Menschen und Menschen mit Behinderung zu bewirken.

 

 

Durch das Projekt werden sowohl ältere Menschen mit, als auch ohne Fluchthintergrund gefördert. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit HelpAge Deutschland. Die Maßnahmen begründen sich auf, im Rahmen des Projekts, durchgeführte Studien zur Erfassung der aktuellen Situation der älteren Bevölkerungen in Jordanien sowie der Herausforderungen, denen sie gegenüber stehen.

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Projektberichte
news-32 Tue, 12 Dec 2017 15:04:41 +0100 Deutschkurse für Geflüchtete wieder gestartet http://www.nak-karitativ.de/news/deutschkurse-fuer-gefluechtete-wieder-gestartet/ Am Montag, den 4. Dezember 2017, hat NAK-karitativ die Deutschkurse für Geflüchtete in Dortmund wieder gestartet. Rückblick

NAK-karitativ kooperiert seit Beginn 2016 mit der Geflüchtetenunterkunft in der Mergelteichstraße in Dortmund. Neben der Mitorganisation der Sommer- und Weihnachtsfeste, wurde eine Verschönerungsaktion der Unterkunft im Sommer 2017 gestartet. Aus alten Autoreifen wurden Blumenkübel, die bemalt und bepflanzt wurden. An der Aktion waren hauptsächlich die Kinder beteiligt. Motivierte Helfer kamen auch aus der Nachbarschaft. So wurde die Aktion zu einem interkulturellen Event. Um auch ein Miteinander innerhalb der Einrichtung zu ermöglichen, wurden ein Indoor- und Outdoor-Treffpunkt eingerichtet.

In 2017 hat NAK-karitativ zudem 15 geflüchteten Familien bei der Wohnungssuche und deren Ausstattung geholfen. Zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und Spendern verdanken wir diesen Erfolg. Noch immer dient NAK-karitativ den ehemaligen Bewohnern der Unterkunft als Ansprechpartner, sei es bei der Suche nach weiterführenden Deutschkursen sowie Schul- und Ausbildungsplätzen oder zur sprachlichen Unterstützung bei Elternsprechtagen und bei Behördengängen.

 

Deutschkurse

Der Auszug der Familien in ihre eigenen vier Wände und die vermehrt Eingliederung in Integrationskurse, machten die ehrenamtlichen Sprachkursangebote, die zur Überbrückung dienten, weitestgehend überflüssig. Im Sommer 2017 pausierte NAK-karitativ die Kurse und setzte stattdessen auf Einzelnachhilfe.

Seit Oktober kommen durch bundesweite Umverteilungen wieder Geflüchtete in Dortmund an. Rund 200 Menschen leben aktuell wieder in dem Containerbau in der Mergelteichstraße. Geplant ist die Aufnahme von rund 300 Menschen. Sie benötigen Sprachkurse, Hilfe bei der Wohnungssuche und Begleitung im Alltag.

Aufgrund der hohen Nachfrage hat NAK-karitativ die Deutschkurse vor einer Woche wieder gestartet. Drei Mal pro Wochen unterrichten Jouhaina Müller, Vorstandsmitglied von NAK-karitativ, und die ehrenamtlichen Helfer Reinhard, Walter und Doro die Bewohner in der deutschen Sprache. Auch Omar, ein ehemaliger Bewohner, hilft unterstützend bei der Durchführung des Unterrichts. Ab Januar ist zudem ein Deutschkurs speziell für Frauen geplant.

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Projektberichte
news-31 Tue, 14 Nov 2017 15:29:57 +0100 Armenien: Stühle und Spielzeuge für Kindergarten Stepanavan http://www.nak-karitativ.de/news/armenien-stuehle-und-spielzeuge-fuer-kindergarten-stepanavan/ Der staatliche Kindergarten in Stepanavan wurde nach dem schweren Erdbeben 1988 von deutschen Organisationen aufgebaut. Seitdem haben die Kinder nur bedingt Unterstützung erfahren. Die staatlichen Zuschüsse reichen gerade einmal für die notwendigsten Anschaffungen. NAK-karitativ hat den Kindergarten im Rahmen der Patenschaft „Kindernothilfe Kaukasus“ mit 100 Kinderstühlen sowie Spielzeugen unterstützt. Die wenigen Stühle, die es noch gab, waren altersbedingt überwiegend beschädigt, sodass die Kinder beim Spielen und Basteln stehen mussten. Neben den Stühlen fehlte es an Spielzeugen für die älteren Kinder. Besonders zur Vorbereitung auf die Schule benötigten diese auf ihr Alter und die zu entwickelnden Fähigkeiten und Fertigkeiten abgestimmte Lernspielzeuge. „Seit wir die Stühle und Spielsachen haben, habe ich wieder das Gefühl meinen Arbeitsplatz würdevoll betreten zu können.“, äußert sich Lilit, die Kindergartenleiterin.

Besonders positiv zu werten war, dass die Holzstühle bei einem Projekt in Auftrag gegeben werden konnten, das zuvor von NAK-karitativ im Rahmen der Einkommensförderung unterstützt wurde. Mkhitar, der Begünstigte, hat die Stühle selbst geschreinert und zum Unkostenbeitrag abgegeben. Damit brachte er seinen Dank für die an ihn gerichtete Unterstützung zum Ausdruck.

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Projektberichte
news-29 Mon, 23 Oct 2017 15:33:48 +0200 Video: Wasser für das Dorf Akhalsheni http://www.nak-karitativ.de/news/video-wasser-fuer-das-dorf-akhalsheni/ Nach umfangreichen Vorarbeiten und zwei Monaten intensiver Baumaßnahmen wird das Dorf Akhalsheni in Georgien nun 24 Stunden pro Tag mit Trinkwasser versorgt. Das Dorf Akhalsheni liegt in Georgien nahe der tschetschenischen Grenze. Ein großer Teil des Dorfes hatte lediglich ein bis zwei Stunden pro Tag Zugang zu Wasser. Das beförderte Konflikte an den Entnahmestellen und führte dazu, dass die Menschen ihre Landwirtschaft nur unzureichend betreiben konnten.

Wie NAK-karitativ die 150 Familien des Dorfes nun mit Wasser versorgt, erfahren Sie in unserem Video.

 

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Projektberichte
news-27 Tue, 19 Sep 2017 13:19:27 +0200 Jahresbericht 2016 online verfügbar http://www.nak-karitativ.de/news/jahresbericht-2016-online-verfuegbar/ Ab sofort steht der Jahresbericht von NAK-karitativ über das Geschäftsjahr 2016 zum Download bereit. „Jemand hat einmal aus den einzelnen Buchstaben des Wortes LIEBE die Aufforderung hergeleitet: Lass Immer Eine Brücke Entstehen! Das ist ein beachtenswerter Ansatz, ein Impuls für konkretes Handeln.“, schreibt Dr. Wilhelm Leber, Schirmherr von NAK-karitativ, in seinem Grußwort.

„Brücken baut man nicht für einen Tag, man erwartet vielmehr eine dauerhafte Nutzung.“, schreibt er weiter. Der Schirmherr macht damit auf die Wichtigkeit langfristiger und nachhaltiger Projekte im Rahmen der Hilfe für bedürftige Menschen und auf unser aller Zutun aufmerksam.

Im Jahresbericht 2016 zeigen wir Ihnen, welche Brücken das Team von NAK-karitativ mit der Unterstützung seiner Spender und Helfer bauen konnte und welche Wirkung dadurch erzielt wurde. Die folgenden sechs Projekte finden Sie in dem Bericht detailliert dargestellt:

 

  • Die Milch macht’s: Aufbau einer Milchsammel- und Verarbeitungsstätte
  • Im Land der Steine! – Schritte in die Unabhängigkeit in Armenien
  •  Frauen in Sambia setzen sich für Waisenkinder ein!
  • Das Tabu der Periode aufheben – Aufklärung und Damenbinden-Herstellung in Kenia
  • Wassersicherung für 13 Dörfer und 400 Schüler
  • Brücken bauen: Integrationshilfe für Geflüchtete

 

Darüber hinaus wird Rafael Movsesyan von der Partnerorganisation Gesellschaft für deutsch-armenische Freundschaft aus Armenien vorgestellt und Jonathan Zeuch berichtet über seinen freiwilligen Aufenthalt bei der sambischen Partnerorganisation NACRO.

Ergänzend dazu erhalten Sie umfangreiche Informationen zur Vereinstätigkeit und Einblicke in die Finanzen.  

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und danken Ihnen für das Interesse an unserer Arbeit!

 

Ihr Team von NAK-karitativ

 

Interessieren Sie sich auch für die Berichte über die vorangegangenen Jahre? Diese finden Sie hier.

Der Jahresbericht wird unsere Freunden und Förderern in kommenden Wochen per Post zugestellt.

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Vereins-Nachrichten
news-26 Thu, 31 Aug 2017 16:12:01 +0200 weltwärts mit NAK-karitativ http://www.nak-karitativ.de/news/weltwaerts-mit-nak-karitativ/ 12 Monate. Zwei junge Erwachsene. Ein fremdes Land. NAK-karitativ entsendet erstmalig zwei junge Erwachsene über das weltwärts-Programm der Bundesregierung für einen Freiwilligendienst. Kerstin aus Witten und Laurenz aus Lemgo reisen am 1. September nach Sambia. 12 Monate lang absolvieren sie bei NACRO, der Partnerorganisation von NAK-karitativ, ihren Freiwilligendienst. An 12 Seminartagen wurden Kerstin und Laurenz in Deutschland bereits auf ihre weltwärts-Zeit vorbereitet. Gesundheit, Handeln in Notfällen, interkulturelle Kommunikation, die Reflektion über Rassismus, Armut und die eigenen Privilegien waren Inhalt der Seminare. Im Folgenden stellen sich Laurenz und Kerstin kurz vor.

 

Kerstin: Neugierde auf andere Kulturen

Mein Name ist Kerstin Alexy, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Witten, einem Ort im Ruhrgebiet in der Nähe von Dortmund. Nach zwölf Jahren Schulbank drücken und meinem Abitur im Gepäck ruft nun die große Freiheit! Bevor ich allerdings eine Ausbildung oder ein Studium beginne, möchte ich vorher die Gelegenheit nutzen eine andere Kultur und neue Menschen kennenzulernen. Aus diesem Grund entschied ich mich für den Freiwilligendienst des „weltwärts-Programms“ und habe nun die Möglichkeit für die nächsten zwölf Monate in eine neue Kultur einzutauchen und Erfahrungen in den gemeinsamen Projekten von NAK-karitativ und NACRO zu sammeln.

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meinen Freunden, mit Lesen oder auch Klavier spielen. Aber ich liebe es auch die Welt zu bereisen. Schon während meiner Schulzeit zog es mich immer wieder ins Ausland. Meine Neugierde auf andere Kulturen wurde 2014 mit einem Schüleraustausch nach Yuxi, China geweckt. Der Kulturschock war zunächst groß, doch trotz des subtropischen Klimas, des ungewohnten Essens und den vielen kulturellen Unterschieden habe ich mich in den zwei Wochen bei meiner herzlichen Gastfamilie sehr wohl gefühlt und stehe auch heute noch mit meiner Austauschschwester in Kontakt. Wenige Monate nach meiner Heimkehr war ich bereits wieder auf dem Weg. Dieses Mal nach Irland, um dort für vier Monate bei einer Gastfamilie zu leben, in die Schule zu gehen und vor allem auch mein Englisch zu verbessern.

Auf einer Tour durch Namibia, die ich zusammen mit meiner Familie machte, ist mir bewusst geworden, in welchen fast schon luxuriösen Umständen wir in Deutschland leben. In den Townships lebten Familien teilweise mit acht Personen in einer Wellblechhütte, die gerade einmal so groß war wie mein eigenes Zimmer in Deutschland. Die Eindrücke häuften sich und mir wurde klar, was ich nach dem Abitur machen wollte. Ich wollte mich in Afrika sozial engagieren.

 

 Kerstin wird sich in Frauenförderungs- und Bildungsprojekten engagieren. Die Unterstützung und Begleitung von Waisenkindern in Choma (sambische Südprovinz) und in der von NACRO betreuten Schule in Makapaela (sambische Westprovinz) stehen im Vordergrund. 

 

 

Laurenz : Upcycling ist eine Selbstverständlichkeit

Ich bin 20 Jahre jung und lebe in Lemgo. Im vergangenen Jahr begann ich mein Studium der Elektrotechnik. In diesem Jahr soll es mal etwas ganz anderes sein. Was könnte ich besseres tun als das das Studium zu unterbrechen und mich für ein Jahr ins Ausland zu begeben? Nun mache ich mich im September auf den Weg in ein Land, in dem ich niemanden kenne, ich die Sprache nicht verstehe und schon gar nicht spreche, und zu allem Überfluss auch noch alles anders aussieht, als hier in Europa. Was in Sambia im Detail auf mich zukommt, weiß ich wahrscheinlich erst hinterher. Dennoch versuche ich mir anhand der mir vorliegenden Informationen ein Bild von meinen Aufgaben zu machen. Die große Überschrift lautet ‚ländliche Entwicklung‘, allein diese beiden Wörter lassen mich schon grübeln.

Meine Hobbies? Ich schreibe gerne, über Weltbewegendes oder auch das, was grade so passiert. Ich bin ein leidenschaftlicher Katamaran-Segler. Mindestens genauso gerne reise ich durch die Welt. In den letzten Jahren ist der Trend ´Upcycling` aufgetaucht. Schon in jungen Jahren hat mir mein Vater Upcycling beigebracht - allerdings in einer etwas abgewandelten Form. Es geht uns um Verwertung von vermeintlichem Müll bis zum bitteren Ende. Das heißt: Das, was wir wegwerfen, ist wirklich Müll. Upcycling ist für mich also weniger ein Trend als eine Selbstverständlichkeit, die sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben zieht. Außerdem liebe ich es, zu essen. Wobei ich eine klare Linie ziehe zu so ziemlich allem, was gesüßt wird mit Zucker (na ja, vielleicht auch generell raffinierter Zucker) und allem, was mit ´Rahm` anfängt oder diesen beinhaltet.

 

Laurenz wird im Rahmen des Freiwilligendienstes in den Projekten zur ländlichen Entwicklung in Sambia helfen und den Projektkoordinator bei seiner Arbeit begleiten. Seit 2014 baut NAK-karitativ mit dem Partner NACRO einen Farmbetrieb auf 18 ha Land auf. Dieser Farmbetrieb dient als Grundlage für das gegenwärtig entstehende Ausbildungszentrum für gefährdete Jugendliche und Straßenkinder.

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Projektberichte
news-25 Fri, 07 Jul 2017 11:56:25 +0200 Griechenland: Wohnraum und Integrationshilfe für Geflüchtete http://www.nak-karitativ.de/news/griechenland-wohnraum-und-integrationshilfe-fuer-gefluechtete/ Am 21. Juni wurde in Griechenland das Mosaico house eröffnet. Besonders bedürftige Geflüchtete, wie beispielsweise allein reisende Frauen mit Kindern, erhalten dort eine menschenwürdige Unterkunft und gezielte Unterstützung. Situation in Griechenland und Notwendigkeit von menschenwürdigem Wohnraum

Die Mehrzahl der rund 60.000 Geflüchteten, die mit oder nach den Grenzschließungen auf der Balkanroute in Griechenland angekommen sind, lebt noch immer in Notunterkünften. Viele von diesen sind in einem miserablen Zustand. Je nach Standort leben die Menschen in Zeltlagern, in Gebäuden auf ehemaligem Militärgelände oder in Containern. Die meisten Geflüchteten befindet sich dort bereits seit einem Jahr.

 

Fehlende Aussichten auf ein Weiterkommen führen bei den Menschen zu Frustration, die durch die oft schlechten Lebensbedingungen noch verstärkt wird. „Die Menschen haben so viel Wut in sich, so viel Schmerz und Verzweiflung. Die ursprüngliche Rollenverteilung in den Familien zerfällt. Wegen der Brandgefahr dürfen die Familien nicht selbstständig kochen und sind abhängig von Cateringfirmen, die sie beliefern. Die Frauen können dadurch ihre Rolle als Versorgerin der Familie nicht mehr wahrnehmen. Der Stolz nagt an den Männern, weil diese das Gefühl haben, ihre Familien nicht mehr beschützen zu können“, erzählt eine Mitarbeiterin des Partners Antigone.

 

Immerhin besuchen die Kinder eine Schule und erhalten Freizeitangebote durch Organisationen vor Ort. Das gibt ihnen ein wenig Normalität und lenkt sie ab. Dennoch leiden auch die Kinder an den erschwerten Bedingungen. Vor allem der schlechte Zustand der Unterkünfte gefährdet ihre Gesundheit. In den Zeltlagern fällt das Atmen schwer. Die Hitze ist kaum auszuhalten. Provisorisch angebrachte Ventilatoren geben sich alle Mühe die schwere Luft aufzuwirbeln. In anderen Unterkünften ist es nicht die stickige Luft, sondern der sich an den Wänden ausbreitende Schimmel, der krank macht. Selbst den Psychologen und Sozialarbeitern des lokalen Partners Smile of the child kommen trotz der täglichen Anwesenheit in den Camps noch immer die Tränen in die Augen. „Wenn die Kinder nicht schon krank herkommen, werden sie hier krank“, äußert sich eine der Psychologinnen. Das Unverständnis und die Sorge um die Schutzbefohlenen sind ihrem Gesicht abzulesen.

 

Menschenwürdige Unterkunft

NAK-karitativ kooperiert bereits seit dem Frühjahr 2016 mit der Partnerorganisation Help zur Unterstützung von Geflüchteten in Griechenland. Schwerpunkte bilden die psychosoziale Betreuung und Beratung, medizinische Hilfeleistungen als auch juristische Begleitung. Um besonders bedürftigen Geflüchteten eine menschenwürdige Unterkunft zu bieten, wurde in 2017 ein vierstöckiges Gebäude in Athen umgebaut und eingerichtet.

 

Das Mosaico house bietet auf 350 qm und vier Stockwerken Platz für 35 Geflüchtete und Raum für Beratungs- und Betreuungsangebote. Für einen Zeitraum von jeweils sechs Wochen werden Familien und Einzelpersonen in der Einrichtung untergebracht und erhalten ein ganzheitliches Angebot auf sozialer und juristischer Ebene. Beratungsräume ermöglichen lokalen Organisationen ihre Leistungen direkt in der Unterkunft anzubieten. Auf diese Weise kann den Menschen schneller und besser geholfen werden eine eigene Wohnung zu finden, Asylanträge in die Wege zu leiten und sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden.

 

NAK-karitativ fördert die vom Auswärtige Amt kofinanzierten Maßnahmen bis Mitte 2018.
Bei den lokalen Partnern handelt es sich um Smile of the child, Antigone und Greek Council for Refugees.

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Projektberichte
news-24 Mon, 26 Jun 2017 12:15:39 +0200 Nacht der Kirchen in Darmstadt http://www.nak-karitativ.de/news/nacht-der-kirchen-in-darmstadt/ Im Rahmen der Nacht der der Kirchen in Darmstadt präsentierte sich NAK-karitativ am vergangenen Freitag, den 23. Juni 2017, mit einem Informationsstand auf der Meile der Menschlichkeit. Zahlreiche kirchennahe Hilfswerke unterschiedlicher Konfessionen fanden sich in der Wilhelminenstraße ein und brachten den Besuchern ihre Arbeit näher. Ein ergänzendes Bühnenprogramm wurde dazu genutzt, den Besuchern durch Talk-Runden aktuelle, das soziale Engagement betreffende, Themen zu veranschaulichen. NAK-karitativ nahm gemeinsam mit Vertreter(inne)n der Caritas, Brot für die Welt und ADRA an der Talk-Runde „Think global – act local“ teil.

Am Informationsstand informierten Martin Petzoldt, Jouhaina Müller und Tatjana Augustin von NAK-karitativ über die Projektarbeit und führten eine Pflanz-Aktion unter dem Motto „Deine Blume für unsere Welt“ durch.

NAK-karitativ dankt allen Besuchern für das große Interesse und die zahlreichen bereichernden und interessanten Gespräche.

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Informations-Veranstaltungen
news-23 Mon, 12 Jun 2017 17:15:10 +0200 Spendenlauf am 8. Juli 2017 http://www.nak-karitativ.de/news/spendenlauf-am-8-juli-2017/ Jugendliche der Neuapostolischen Kirche des Bezirks Hagen führen am Samstag, den 8. Juli 2017, im Ischelandstadion in Hagen einen Spendenlauf zugunsten von NAK-karitativ durch. Die Aktion wurde von den Jugendlichen initiiert und wird von den Kirchengemeinden in Hagen tatkräftig unterstützt.

Die gesammelten Spenden werden für Wasser- und Hygieneprojekte in Kenia eingesetzt.


Der Spendenlauf findet von 10 bis 15 Uhr statt.

 

Adresse:

Ischelandstadion Hagen
Humpertstraße 21
58097 Hagen

 

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Mitmach-Aktionen
news-22 Wed, 07 Jun 2017 14:52:17 +0200 Kletter-Projekt für Geflüchtete in Wuppertal http://www.nak-karitativ.de/news/kletter-projekt-fuer-gefluechtete-in-wuppertal/ Seit April 2016 ergänzt NAK-karitativ das Kursangebot für Geflüchtete am Bergischen Kolleg in Wuppertal durch Betreuungs-, Beratungs-, Sport- und Kunstangebote. Neben dem Futsal-Kurs (eine Variante des Hallenfußballs), der im vergangenen Jahr startete, ist nun auch das Kletterprojekt mit Schüler der Integrationsklassen am Bergischen Kolleg erfolgreich angelaufen. Durch das Integrationsprojekt erhalten die jungen Menschen nicht nur ein abwechslungsreiches Freizeitangebot, sondern lernen im Team füreinander da zu sein, verbessern ihre Sprachfertigkeiten und verlieren die Hemmungen vor der deutschen Sprache.


In dem Video erläutert ein Teilnehmer und Schüler, was er persönlich beim Klettern gelernt hat.

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Projektberichte
news-19 Wed, 17 May 2017 11:08:40 +0200 Nothilfe Südsudan http://www.nak-karitativ.de/news/nothilfe-suedsudan/ „An dem Tag als wir die Nahrungsmittel erhalten habe, war Freude in den Augen meiner Kinder. Sie wussten ganz genau, dass sie sich jetzt satt essen können.“, erzählt eine Mutter einige Tage nach der Verteilung der Nahrungsmittelpakete als sie ihre Kinder von der Schule abholt. Aufgrund der Notsituation im Südsudan organisiert NAK-karitativ seit 2016 regelmäßige Verteilungen von Hilfsgütern. Erste Anlaufstelle sind die örtlichen Schulen. Im Mai 2017 wurden erneut 559 Familien mit Lebensmitteln versorgt und damit 2.406 Menschen. Jede Familie hat 10 Kilogramm Maismehl, 5 Kilogramm Bohnen und 1,5 Liter Öl pro Familienmitglied erhalten. Mit dieser Ration können sich die Familien mindestens einen Monat lang ernähren. 

„Es herrscht noch immer Krieg bei uns. Das Leid der Menschen im Südsudan wächst stetig an. Menschen, die für die Regierung arbeiten, wie beispielsweise Lehrer, haben teilweise seit vier Monaten kein Gehalt bekommen. Wenn die Zahlung wieder aufgenommen wird, dann nur für einen Monat. Danach folgen wieder mehrmonatige Zahlungsausfälle. Die Preise auf dem Markt sind so hoch, dass die Menschen sich noch nicht einmal mehr 10 Kilogramm Maismehl von ihrem Gehalt kaufen können.“, berichtet unser Ansprechpartner vor Ort.

Zwar löst die Verteilung von Nothilfepaketen die Versorgungsengpässe nicht auf Dauer, doch gibt sie den Menschen für einen bestimmten Zeitraum etwas Kraft. Kinder können sich im Unterricht wieder konzentrieren, Lehrer können unterrichten und der Hunger tritt für ein paar Wochen in den Hintergrund. „Essen bedeutet für die Kinder Frieden. Wenn ein Kind versorgt und satt ist, kann es mit anderen Kinder spielen.“, erzählt Apostel Morris aus dem Südsudan.

 

Das Projekt wird unterstützt vom Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V.

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Projektberichte
news-18 Fri, 12 May 2017 09:55:08 +0200 „Die Zeit in Sambia hat mich wachsen lassen!“ http://www.nak-karitativ.de/news/die-zeit-in-sambia-hat-mich-wachsen-lassen/ Nach dem sechsmonatigen Aufenthalt in Sambia ist Jonathan Zeuch wieder in Deutschland angekommen. Es war für ihn eine erfahrungsreiche Zeit. Seine Aufenthaltszeit verbrachte Jonathan bei unserer Partnerorganisation NACRO (New Apostolic Church Relief Organisation) in Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Sechs Monate lang hat sich Jonathan vor Ort eingebracht und mitgewirkt. Die Entwicklung der Farm in Chibombo hat Jonathan besonderen Spaß bereitet. Bei diesem Großprojekt von NAK-karitativ konnte Jonathan seine Kenntnisse aus dem Betriebswirtschaftsstudium einbringen und anwenden.

„Häufig habe ich Kostenvoranschläge für die Farm geprüft, Nachforschungen z.B. zum Verkauf der Masthähnchen betrieben oder dem Projektkoordinator geholfen Projektanträge zu schreiben. Das hat mir großen Spaß bereitet. Businesspläne schreiben, Konzepte entwickeln, Budgets aufstellen.“

 

Während seines Aufenthaltes begegnete Jonathan einigen Projektteilnehmern an unterschiedlichen Orten. Diese Begegnungen sowie die Einblicke in die sambische Kultur zählen zu seinen schönsten Erlebnissen.

 „Ich sehe viele Dinge nun nochmal aus einem anderen Blickwinkel. Durch das Erlebte werde ich viele Dinge mehr zu schätzen wissen. Sie mehr genießen. Werde jedoch auch immer im Hinterkopf haben, dass eine Menge Arbeit auf uns wartet, um alle auf einen ausgewogenen Standard zu bringen. Die Bilder der Verschmutzung, des Leids und dem nicht so einfachen Leben werde ich nicht vergessen. Die Zeit in Sambia hat mich wachsen lassen!“

 

NAK-karitativ bietet jungen Menschen durch einen Freiwilligendienst die Möglichkeit eine andere Kultur und ein anderes Leben abseits des Wohlstands kennen zu lernen. Die Erfahrungen prägen und sensibilisieren die Jugendlichen für die globalen Zusammenhänge unserer Gesellschaft.

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Projektberichte