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Geschützte Räume für eine bessere Zukunft: Wie Safe Spaces Kinder in Südafrika unterstützen

Projektberichte

Für Kinder in Delft, einem der Townships in Kapstadt, sind Armut, Gewalt und Drogenmissbrauch Teil des Alltags, oft sogar im direkten familiären Umfeld. Der regelmäßige Schulbesuch wird unter diesen Umständen erschwert: Eltern fehlt es z.T. an Möglichkeiten, ihre Kinder zu unterstützen – sei es finanziell, emotional oder durch eigene Bildungserfahrungen. Stattdessen bieten Straßengangs scheinbar einfache Lösungen: schnelles Geld, Zugehörigkeit, Schutz. Für viele Kinder ist das verführerischer als ein unsicherer Schulweg und ein leerer Magen. Zudem fehlt ein Umfeld wo sie nach der Schule geschützt Kinder sein können, spielen oder lernen können. Dadurch fehlt ihnen der Grundstein für eine selbstbestimmte Zukunft. Seit 2018 bieten wir in Delft deshalb im „After School Safe Space Centre“ (Zentrum für sichere Räume nach der Schule) Kindern einen sicheren Raum, in dem sie liebevolle Betreuung, Nachhilfe, Freizeitangebote, warme Mahlzeiten und in speziellen Bedarfsfällen Stipendien erhalten. Im vergangenen Jahr besuchten 130 Kinder die Einrichtung regelmäßig und konnten alle ihre schulischen Leistungen messbar verbessern. Ab 2025 ging das Projekt in eine neue Phase.

Ayandas Weg

Weil ihre Eltern beide unter Alkoholismus leiden, lebt die 15-jährige Ayanda* bei ihrer Tante. Diese ist selbst alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und hatte daher große Schwierigkeiten, die Familie zu versorgen. Ayanda ging mit kaputten Schuhen zur Schule, hatte nicht genug Hefte und Stifte und musste die achte Klasse aufgrund der hohen psychischen Belastung wiederholen. Seitdem sie im Rahmen unseres Programms ein Stipendium erhielt und das Safe Space Zentrum besucht, hat sich ihre Situation stark verbessert. Ihre Tante wurde finanziell entlastet und mit der Hilfe eines Mathe-Tutors schaffte sie die achte Klasse. Erleichtert und motiviert hat sie die Grundlage dafür geschaffen, ihr großes Ziel zu verwirklichen: „Ich möchte Ärztin oder Anwältin werden, damit ich meine Familie versorgen und meinen Eltern die Hilfe ermöglichen kann, die sie benötigen“.

Der Klang der Zukunft

Wie wichtig es ist, den Kindern die Flucht aus dem Alltag zu ermöglichen und ihre kreative Ader zu fördern, zeigt auch das Beispiel von Tumi*. Seit 9 Jahren besucht er bereits den Safe Space, ist also damit großgeworden. Als seine Eltern sich scheiden ließen, bekam er hier die nötige Ablenkung, um sich von der belastenden Situation nicht erdrücken zu lassen. Zudem entdeckte er durch Musikstunden während des vierten Schuljahres seine Leidenschaft für Musik. Mittlerweile spielt er Flöte in einem Kirchenorchester und plant, Violine zu lernen und professioneller Musiker zu werden – ein ambitioniertes Ziel, von dessen Erreichen er fest überzeugt ist. Geschützte Lern- und Freizeiträume schenken Kindern Zuversicht und Selbstvertrauen, um ihre Zukunft so zu gestalten, wie sie es möchten.

Ein sicherer Raum für alle

Diese Geschichten sind Beispiele für die Erfolgsgeschichten, von denen dieses Jahr noch viele mehr geschrieben werden sollen. Seit 2025 besuchen 160 Kinder den Safe Space regelmäßig, 31 von ihnen erhalten Stipendien für Schuluniformen und -gebühren, Lernmaterialen und Laptops, aber auch persönliche Hygieneartikel. Fünfmal die Woche bekommen die Kinder hochwertige Nachhilfe und reichhaltige Mahlzeiten, damit sie mit vollem Magen lernen können. Doch die Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur ihre Noten verbessern, sondern auch gemeinsam Spaß haben und andere wertvolle Erfahrungen fürs Leben sammeln. Neben der Möglichkeit sich an Musikinstrumenten zu versuchen, finden auch wöchentliche Kunst- und Sport AGs statt um Kreativität und Teamgeist zu entwickeln, ebenso wie Workshops, die den Kindern Life Skills wie z.B. Computerkompetenzen näherbringen. 

Danke, dass Sie an ihre Zukunft glauben

Wenn Kinder einen sicheren Raum bekommen, können sie über sich hinauswachsen. Bildung, Zuwendung und Stabilität machen den Unterschied und eröffnen Chancen.

Mit Ihrer Hilfe können wir 2025 noch mehr bewirken. Jede Spende, jede Unterstützung hilft, Kindern in Delft ein Stück Zukunft zu ermöglichen. Vielen Dank.

 

Partnerorganisation: Masakhe Foundation

*Namen wurden aufgrund der Persönlichkeitsrechte geändert.

 

Unsere Aktivitäten 2025 im Überblick:

  • Safe Space: 160 Schülerinnen und Schüler besuchen die Einrichtung regelmäßig und erhalten neben Bildungsförderung täglich eine warme, nahrhafte Mahlzeit.
  • Unterricht und Freizeit: 11 freiwillige Betreuer:innen geben den Kindern vier Stunden täglich zwischen Montag und Freitag Nachhilfeunterricht und unterstützen sie beim Lernen. Ein speziell ausgebildeter Mathematik-Tutor besucht die Einrichtung dreimal die Woche, um vertieften Unterricht zu geben. Zudem finden einmal die Woche zusätzliche Workshops und Life-Skills-Schulungen statt.
  • Wirtschaftliche Unterstützung: 31 ausgewählte Schüler:innen (davon 13 neue Empfänger:innen) aus besonders vulnerablen Haushalten erhalten Stipendien und werden mit Laptops, Schuluniformen, Materialien und dem Ausgleich von Schulgebühren unterstützt.
  • Bessere Noten: Bis Ende des Jahres sollen mindestens 80 % der regelmäßig den Safe Space besuchenden Schüler:innen ihre schulischen Leistungen um mindestens 25 % verbessert haben.

 

 

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