• Die gebauten Häuser sind seit Februar 2019 bewohnt.
  • Der Wassertank wird auf dem Farmgelände befüllt.
  • Das Gelände ist vorbereitet für den Hausgarten.
  • Die Hochtanks für das Wasser sind noch ungesichert.
  • Bei der Feldnutzungsplanung mit Bezirksapostel Misselo (links).
  • Im Wohnzimmer von Simao Camboetea.

Ernährung

Schöner wohnen in Angola

Vereins-Nachrichten

Ganz im Nordosten Angolas in der Nähe der Stadt Saurimo, ungefähr zwei Tagesreisen mit dem PKW von der Hauptstadt Luanda entfernt, befindet sich der Farmbetrieb Muachucico. Sie liegt etwa 30 Kilometer von der als Diamantenzentrum bezeichneten Stadt Saurimo entfernt und wird von NAK-karitativ seit 2014 finanziell und mit technischer Hilfe unterstützt. Ein Großteil der ländlichen Bevölkerung führt in dieser ländlichen Gegend ein hartes Leben als Kleinbauern oder arbeitet in den Diamantenminen für einen Hungerlohn. Um den aus anderen Provinzen stammenden Feldarbeitern eine langfristige Perspektive bieten zu können wurde beschlossen, 6 Häuser und eine Versammlungshalle auf der Farm zu errichten. Die ersten Häuser konnten nun bezogen werden.

Zur Situation

Seit 2 Wochen wohnt Simao Camboeta mit seiner Frau und seinen beiden Jungen im Haus Nr 1 in der Siedlung in Machuchico. 30 Kilometer von der nächsten Stadt Saurimo in der Provinz Lunda Sul im Norden Angolas entfernt. Sechs Familien konnten Ende Februar nach der Maisernte, der Tomatenernte und der Ananasernte mit dem Abklingen der Regenzeit aus ihren Lehmhäusern mit Strohdach in die Steinhäuser mit Wellblechdach einziehen. Die Kinder konnten die Schule, die nur 100 Meter von den Häusern entfernt neu errichtet wurde, das erste Mal vor 2 Wochen besuchen. Der Lehrer, der von der Regierung entsandt wird, kann bis zu 30 Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren unterrichten. Beim Besuch des Projektkoordinators wurden einige infrastrukturelle Lösungen besprochen und der Mietvertrag erläutert.

 

 

Maßnahmen

Mit dem Bau der Häuser war die Absicht verbunden, dass die Farm in mehreren Schritten in die Selbstverwaltung durch die 8 Mitarbeiter der Farm übergehen sollte. Dazu gehört das Anlegen eines Hausgartens, der die Selbstversorgung der Familien mit Gemüse, Obst und Getreide sicherstellen soll. Die Fläche von 1 Hektar pro Arbeiter erlaubt mehr Lebensmittel zu produzieren als für die durchschnittliche Familie mit 5 Personen benötigt werden. Eine Einkommenssteigerung ist somit auch möglich. 30 Stunden ihrer wöchentlichen Arbeitszeit arbeiten die Bauern auf dem Gelände der Farm und 10 Stunden pro Wochen sollen sie in ihren Hausgärten verbringen. Momentan wird der Vertrieb der Farmprodukte und die Planung der Feldnutzung noch von einem lokalen Agraringenieur übernommen. Mit Beginn 2020 werden die Farmmitarbeiter mit dieser Aufgabe betraut.

 

Wert auf Eigeninitiative der Bauern

Es wurde zudem festgelegt, dass nach 6 Monaten die Versorgung der Farmarbeiter mit Lebensmitteln eingestellt wird, da bis dahin die ersten Produkte verzehrt bzw. verkauft werden können. Ebenso muss jeder Farmarbeiter, solange bis die Solaranlage für Licht auf den einzelnen Dächern installiert ist, 10 Euro monatlich für Beteiligung an Diesel bezahlen. Dann kann ein Generator, der für 5 Stunden täglich Strom bereitstellt, betrieben werden. In den letzten beiden Tagen wurde die Fläche festgelegt, die nun in den nächsten Wochen in Hausgärten umgewandelt wird. Dabei wurde auf die Notwendigkeit der Erhaltung der schattenspendenden Bäume hingewiesen, die auf dem Betriebsgelände stehen, das 30 Jahre landwirtschaftlich nicht genutzt worden war.

 

Aus dem ganzjährlich Wasser führenden Fluss, der sich durch das Betriebsgelände schlängelt, wurde während der Anwesenheit des Projektkoordinators von NAK-karitativ Wasser in einen Tank gepumpt, der in der Mitte der Häuser stehend den Familien die langen Wege zum Wasserholen verkürzt. Der nächste Schritt zu einer mühelosen Wasserversorgung erfolgt in den nächsten Tagen: Dann sind die Hochtanks, die das Wasser in Leitungen direkt in die Häuser bringen , vor den Einflüssen von Wind und Starkregen geschützt und können befüllt werden. Eine Filterung und nachhaltige Sicherung der Wasserqualität als Trinkwasser ist dann ebenfalls möglich.

Dieses soziale Projekt verlangt noch sehr viel Betreuung seitens von NAK-karitativ. Es ist ein Pilotprojekt für den Aufbau einer landwirtschaftlichen Genossenschaft, verbunden mit hohen Anforderungen an Kreativität, Durchhaltevermögen und Bereitschaft zur Solidarität für die Farmarbeiter. Die ersten getätigten Schritte stimmen jedoch positiv im Hinblick auf die weitere Entwicklung.

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