• Foto: Help e.V. / Verteilung von Hygiene- und Lebensmittelpaketen.
  • Foto: Help e.V. / Das neu gebaute Haus von Munni Akter.
  • Foto: Help e.V. / Munni Akter vor dem Haus ihres jüngeren Bruders.
  • Foto: Help e.V. / Eine neue Pumpe für frisches Trinkwasser wurde installiert.
  • Foto: Help e.V. / Schulungen wurden an verschiedenen Standorten abgehalten.

Bangladesch: Hilfsmaßnahmen nach Überschwemmungen erfolgreich abgeschlossen!

Katastrophen

Im Juli 2019 erreichten uns Nachrichten von – wieder einmal – heftigen Überschwemmungen in Bangladesch. Besonders betroffen war die Region Cox’s Bazar südlich der Hafenstadt Chittagong am Golf von Bengalen mit etwa 200.000 Einwohnern, die dort in sehr prekären Verhältnissen leben. Sanitäre Einrichtungen und viele Hütten wurden zerstört. Das stehende Wasser in den „Wohn“-Gebieten begünstigte die Ausbreitung von Erkrankungen. NAK-karitativ unterstützte die von unserem Partner Help e.V. zusammen mit der regionalen Organisation BASTOB initiierte Notversorgung für die Menschen: Verteilt wurden neben Hygienepaketen auch Nahrungsmittel. Einsatzschwerpunkte waren die Orte Shilkahli Union und Pakua Sadar Upazila, Nebendistrikte von Cox’s Bazar.

Wiederherstellung von Trinkwasserstationen und Toilettenanlagen.

Bestandteil des Programms war die Wiederherstellung von fünf Trinkwasserstationen. Die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Maßnahmen in solchen Situationen, da es in den unzureichenden Slum-artigen Siedlungen keinen Zugang zu verlässlichem Trinkwasser gibt. Ergänzend wurden mehrere Toilettenanlagen wiederhergestellt. Darüber hinaus wurden für 25 besonders stark betroffene kinderreiche Haushalte einfache, zweckmäßige Häuser errichtet, die den häufigen Überschwemmungen besser standhalten. Die Familien wurden durch Fachkräfte angeleitet, so dass sie die Errichtung der Häuser weitgehend in Eigenleistung vornehmen konnten (Hilfe zur Selbsthilfe).

 

Verursacht durch starke Monsunregen im November und Dezember 2019 verzögerte sich die Fertigstellung der Häuser allerdings bis in den Januar 2020. Die Baumaßnahmen wurden flankiert durch Hygiene-Schulungen für die Menschen in der Region. Es gab altersgerechte Schulungen für Kinder, Jugendliche, aber auch angepasste Sessions für Frauen und Männer. Sie wurden ergänzt um Unterrichtungen in Verhaltensweisen zur Gesundheitsprophylaxe. Zusätzlich wurden die Männer für die Beachtung von Frühwarnungen, Wetterberichten und entsprechenden Anzeichen, wie ansteigende Flusspegel etc. sensibilisiert, um sich bei künftigen Überschwemmungen und Starkregen rechtzeitig vorbereiten und besser schützen zu können. Nunmehr sind die Maßnahmen des Projekts abgeschlossen.

Menschen sind dankbar für die Unterstützung.

Eines der neuen Häuser erhielt Munni Akter. Sie wurde als eine der ärmsten Bewohnerinnen des Cox-Distriktes ausgewählt. Munni Akter ist 29 Jahre alt und lebt im Dorf Alekdia Para, ist geschieden und Mutter zweier Töchter. Eine Tochter ist körperlich eingeschränkt. Bisher lebte sie zusammen mit ihren Töchtern in dem ärmlichen Haus ihres jüngeren Bruders, dessen Familie selbst schon acht Mitglieder zählt. Die Familie gehört zu den Ärmsten. Das bisher genutzte Haus war für die Menge der Personen völlig unzureichend. Während der Monsunzeit ist alles im Haus durchnässt. Mit Fertigstellung des neuen Hauses hat sich die Situation für die ganze Familie erheblich verbessert. Im Gespräch mit den Helfern vor Ort betonte Munni Akter immer wieder, wie dankbar sie für die Hilfe sei. Niemals hätte sie sich träumen lassen, in so einem Haus zu leben.

 

Stellvertretend für Munni Akter und alle anderen Begünstigten bedanken wir uns bei allen Unterstützern für die Hilfe.

Projektnummer: 2019-010
Projekt-Kennwort: Katastrophenhilfe Südasien

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