• Im März sollen die Bienenkästen in Ngurnit bevölkert werden.
  • Eine Rinderherde-selten unter 100 Kopf- auf dem Weg zu einer Wasserstelle.
  • Eragrostis-Saat, gelagert in großen Säcken (ca. 40 Kilogramm).
  • Der Trockner für die Moringa-Blätter, die anschließende verarbeitet werden.
  • Die Imkerinnen besprechen die Verkaufsstrategie.
  • Technische Ingenieurskunst in Ngurnit.
  • Frau Koro erklärt den Futtergrassamenanbau.
  • Bienenkästen werden in der Regel in größerer Höhe in den Bäumen aufgehängt.
  • Ein Lastesel schwer bepackt mit Reis und einem Kleinkind.
  • Überprüfung der neuausgesäten Moringabäume in Loglogo.

Kenia: Bienen und Grassamen schaffen neue Perspektiven

Ernährung

Die Provinzen Marsabit Süd und Marsabit Central im Norden Kenias sind von eher größeren Trockenperioden gezeichnet, weswegen sich die Bauern Jahr für Jahr um ihre Erzeugnisse sorgen müssen. Aus diesem Grund haben NAK-karitativ e. V. und der lokale Partner Sustainet in 2017 ein Projekt zur Resilienzbildung umgesetzt. Das Durchhaltevermögen und die Widerstandskraft gegenüber widerkehrenden, lang andauernden Trockenzeiten der bäuerlichen Bevölkerung in diesem Teil Kenias werden dadurch gefördert. Nach einer 550 Kilometer langen Reise von Nairobi nach Marsabit auf durchgehend asphaltierter Straße vorbei am schneebedeckten Mount Kenya, kann sich der Betrachter ein Bild von den verschiedenen Projektansätzen machen: Durch insgesamt drei verschiedene Aktionen, Moringaanpflanzungen, Bienenstöcke und Futtergrassamenproduktion konnte den Kleinbauern ihre Existenzgrundlage gesichert werden.

Drei Wertschöpfungsketten in Marsabit und Loglogo

Das Projekt wurde im Juli 2017 begonnen und hat erstaunliche Erfolge vorzuweisen: So konnten 4000 Moringasträuche angepflanzt werden. Die in anderen Projekten von NAK-karitativ propagierte mehrjährige Pflanze trägt in Loglogo einem Nachbarort von Marsabit dazu bei, dass die Frauen den Kindern ein stärkendes Ergänzungspulver in den morgendlichen Brei mischen können. Die Blätter dieser Pflanze sind sehr schmackhaft und ersetzen anderes Blattgemüse, das nicht so trockenheitsresistent ist und einen niedrigeren Ertrag hat.

In der zweiten Aktion wurden 85 Bienenkästen an 10 Frauengruppen verteilt. Zwei Drittel von diesen wurden inzwischen bevölkert. Von einem Bienenkasten können 10 Kilogramm Honig erzeugt werden, welcher in 250 Gramm oder 500 Gramm-Flaschen verkauft wird. Eine Gruppe erhielt eine elektrische Honigschleuder. Damit kann mit weniger Zeitaufwand und Verlust Qualitätshonig aus den Blüten der Akazienbäume hergestellt werden.

Die dritte, äußerst erfolgreiche Wertschöpfungskette, besteht aus zwei sich ergänzenden Bestandteilen. Futtergrassamenanbau und Heuballenpressung. Interessierte Gruppenmitglieder bekamen Eragrostis und Cynchrus Grassamen, entweder um die Nachzucht zu betreiben, oder um das Gras vor dem Blühen zu ernten und zu Heuballen zu verarbeiten. 400 Kilogramm Grassamen wurden bisher produziert. Für einen Hektar werden etwa 10 Kilogramm benötigt. Das bedeutet, dass in der Summe 40 Hektar bepflanzt werden können. In Fußballfelder ausgedrückt entspricht das 85 Bolzplätzen.

Zuversicht bei den Kleinbauern

Während das technische Wissen mit kleinen Abstrichen korrekt angewendet wird, muss die Dokumentation von Daten, Zahlen und Mengen noch verbessert werden. Dann kann das Projekt nach zwei Jahren Laufzeit an die Gruppen übergeben werden. Dementsprechend werden die Gruppen ab Sommer 2019 eigenständig an ihrer Wertschöpfungskette weiterarbeiten und künftigen Dürreperioden erfolgreich entgegentreten.

Projektnummer: 2017-009
Projekt-Kennwort: Resilienzförderung Marsabit

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