• Die Maasai ziehen auf der Suche nach Futter für ihre Tiere mit ihrem Hab und Gut durch das Land.
  • Kleine Gemüsefelder ernähren die Familie. Ein Anbau wird wegen der extremen Dürre immer schwieriger.
  • Der Bau des Schulungszentrums hat bereits begonnen.

Kenia: Die Steinwüste Nairobi blüht auf!

Ernährung

Unweit der größten Stadt Kenias, Nairobi, erstreckt sich die Region Kajado über 21.000 Quadratkilometer. Das sind etwa neun Prozent der Landfläche Deutschlands. Extreme Hitze und Dürreperioden erschweren das (Über)Leben der rund 1,1 Millionen Bewohner dieser Halbwüste zunehmend. Zur größten Bevölkerungsgruppe gehören die Maasai, ein Nomadenstamm der hauptsächlich von der Tierhaltung lebt. Um ihr Vieh zu ernähren, sind sie zu stetigen Ortswechseln gezwungen.

Landwirtschaft unter extremen Bedingungen!

Während die Stadtzentren Kajados, wie Kitengela und Loitoktok, boomen und als das neue Silicon Valley Afrikas gehandelt werden, nehmen Weideflächen für die Landwirtschaft und Viehhaltung immer weiter ab. Die Nachfrage an ruralen Ländereien von Stadtbewohnern ist groß und zeitgleich werden aufgrund der Trockenheit die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen immer weniger. Nicht nur die Lebensgrundlage der Städter ist hierdurch gefährdet, sondern auch die der Maasai schwindet zusehends. Während städtische Investitionen subventioniert werden, gibt es für die Massai nur wenige Angebote für eine Unterstützung.

 

Um die Lebensgrundlage der Menschen zu verbessern, unterstützt NAK-karitativ die Menschen bei der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung in solchen Extremsituationen. Gemeinsam mit dem lokalen Partner Sustainet, erhalten die Menschen Zugang zu Wissen über unterschiedliche Anbaumethoden und werden bei der Umsetzung unterstützt und begleitet. Auch der Einsatz klimafreundlicher Technologien kommt nicht zu kurz. 600 Kleinbauernfamilien profitieren von dem Projekt.

Der wichtigste Schlüssel für Veränderungen ist Wissen!

Durch den Bau eines Schulungszentrums wird zukünftig insbesondere Jugendlichen und Frauen Zugang zu Bildungsangeboten im Bereich Landwirtschaft ermöglicht werden. Geschult werden Inhalte zu Methoden des organischen landwirtschaftlichen Anbaus und einer effizienten Betriebsorganisation. Um das in der Theorie erlernte in der Praxis anwenden zu können, werden landwirtschaftliche Demonstrationsflächen eingerichtet. Diese werden gemeinsam mit den Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmern angelegt. Zudem wird daran veranschaulicht, wie verschiedene Düngerzusammensetzungen wirken, welchen Abstand die Pflanzen haben müssen und vieles mehr. Zudem werden die auf den Feldern angebauten Feldfrüchte und Gemüsesorten konserviert und auf den umliegenden lokalen Märkten verkauft. Die Haltbarmachung von Gemüse und Obst ist in Entwicklungsländern nach wie vor ein Problem. Den jungen Menschen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie Ernteerträge haltbar machen, ist daher ein wichtiger Beitrag, um Hunger langfristig zu beenden.

 

Die erzielten Einnahmen aus dem Verkauf der Erträge und konservierten Produkte werden in die Instandhaltung und den Betrieb des Schulungszentrums reinvestiert. Weitere Einnahmequellen werden durch eine Milchverarbeitung und den Futtergrasanbau geschaffen. Das Zentrum soll mit seinen zahlreichen Wasseranlagen auch eine kleine Oase inmitten der kargen Landschaft sein. Kurz gesagt: Ein Ort, an dem Mensch und Wüste aufblühen.

 

Die Anfänge sind bereits gemacht. Erste Aktivitäten, wie die Einzäunung des zwei Hektar großen Grundstücks, wurden im Dezember 2020 vorgenommen. Das Land wurde durch die Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt. Begonnen hat auch der Bau des neuen Schulungs- und Bürogebäudes, sowie das Bohren von Wasserstellen, die in etwa 250 Metern Tiefe vorgenommen werden. Ende März 2021 soll das Zentrum betriebsbereit sein.

 

Helfen Sie mit und spenden Sie, um die Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten und ein umfangreiches Schulungsangebot möglich zu machen.

 

Projektnummer 2020-004 „Kajado Resilience“

Projektnummer: 2020-004
Projekt-Kennwort: Kajado Resilience

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Mit 500 EUR finanzieren Sie die Anschaffung eines Solarpanels zur Betreibung von Wasserpumpen zur Bewässerung der Felder oder der Hygieneeinrichtungen.

Mit 50 Euro finanzieren Sie zwei Säcke Saatgut zur Anlage von Demonstrationsfeldern für das Schulungszentrum.

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