• Die Absetzkammern in der ersten Bauphase.
  • Der Fauldom, in dem das Biogas entsteht.
  • Die Absatzbecken werden begutachtet.
  • Die Biogasanlage wurde für die Kaunda Secondary School gebaut.
  • Brennholzvorräte, die zum kochen und heizen gehortet werden.
  • Auch das Abfüllen von Trinkwasser aus dem Rückhaltebecken ist jetzt möglich.

Kenia: „Grünes Gas für die Zukunft! Kaundu zeigt wie es geht!“

WASH

Ein in Kenia weit verbreitetes Problem ist der Raubbau von einheimischen Hölzern. Schätzungen der Behörden zufolge, wurden in den letzten Jahren Hölzer im Wert von ca. 11 Millionen US-Dollar abgeholzt. Kenias Wälder haben aufgrund der besonderen Holzarten einen hohen wirtschaftlichen- aber auch kulturellen und wissenschaftlichen Wert. Die jährliche Nachfrage nach Holz liegt schätzungsweise bei 37 Millionen Kubikmetern. Verantwortlich dafür ist die im Land verbreitete hohe Armut, fehlende Jobperspektiven und infrastrukturelle Probleme, die die Menschen dazu zwingen auf diese Ressource zurückzugreifen. Die Nachfrage nach Holz boomt. Die Folge ist, dass Kenias Wälder existenziell bedroht sind und der Baumbestand stetig schrumpft. Doch wie kann das Problem gelöst werden?

Biogasanlage sorgt für Verbesserung der Lebensqualität!

Wir berichteten von den großen Slums, in denen den Menschen aufgrund fehlender Elektrizität oftmals keine andere Möglichkeit bleibt, als mit Holz zu kochen. Ein weiteres Problem sind die fehlenden Hygieneeinrichtungen, da Exkremente oftmals per Flying Toilet entsorgt werden. Abfälle werden nach wie vor verbrannt. Um dieses Problem zumindest punktuell anzugehen, starteten wir ein Projekt im Slum Mukuru. Dort wurde in den letzten Jahren eine Biogasanlage gebaut, die die Lebenssituation zumindest für einige Menschen im Slum verbessert. Die Anlage ist mittlerweile in Betrieb und produziert genug Gas für circa 50 Haushalte. Auch das Angebot der integrierten Hygieneeinrichtung wird intensiv genutzt.

 

Aufgrund der positiven Erfahrungen seit Inbetriebnahme, zögerte man nicht lange, als sich im County Makweni eine weitere Möglichkeit zum Bau einer Biogasanlage bot. Rund 170 km vor der Haupstadt Nairobi im Dorf Kaundu hatten zuvor zwei Sekundärschulen mit finanzieller Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) neue Toiletten-/Sanitäranlagen erhalten. Auch ein Wasserrückhaltebecken mit einem Volumen von 10.000 Litern wurde errichtet. Dieses Rückhaltebecken machte es möglich, angrenzend eine Biogasanlage zu bauen.

Keep it not only clean – keep it green!

Mittlerweile ist auch die Anlage in Betrieb und rund 300 Schüler- und Schülerinnen profitieren von dem Neubau. Das produzierte Gas wird für den Betrieb der Schulküche eingesetzt. Das Wasser aus den Absetzbecken unterhalb der Biogasanlage wird für die Bewässerung Schulgartens genutzt, der durch die Schüler angelegt wurde. Das hieraus geerntete Gemüse wird in der Schulküche für die täglichen Mahlzeiten verwendet. Martin, der zuständige Projektkoordinator erzählte uns, dass so ein schöner "Verwertungskreislauf" geschaffen wurde, der insbesondere den von NAK-karitativ angestrebten „goes green“ Gedanken trägt.

 

Erfahrungen mit einer anderen Biogasanlage einer benachbarten Schule zeigten bereits, dass so pro Jahr bis zu zwei LKW-Ladungen, also rund 8 Tonnen Brennholz, eingespart werden können. Das bedeutet, dass auf rund 70 Prozent des bisher benötigten jährlichen Brennholzbedarfs verzichtet werden kann. Ein schönes Beispiel für unseren Ansatz: Keep it not only clean – keep it green!

Projektnummer: 2018-004
Projekt-Kennwort: "WASH-Schulen Ostekenia"

Downloads

Spenden Sie jetzt für dieses Projekt

  • 1
    Spende
  • 2
    Ihre Daten
  • 3
    Zahlart
  • 4
    Ihre SEPA-Daten
  • 5
    Überblick

Mit 1.000 Euro finanzieren Sie fünf Prozent der Trinkwasserinstallation.

Mit 700 Euro ermöglichen Sie das Recycling-Training für eine Gruppe Jugendlicher sowie die Aufnahme der Produktion von Plastikbriketts.

Mit 100 Euro ermöglichen Sie einer Person das Ausbildungsprogramm im Bereich Wertschöpfung.

Mit 400 Euro finanzieren Sie die Hygieneschulungen der Familien im Radius der Wasserstelle.

Mit 25 Euro sorgen Sie für sauberes Trinkwasser für eine Familie.

Rund 50 Euro kostet die landwirtschaftliche Schulung für einen Kleinfarmer in Subsahra-Afrika

DZI-Siegel

Ihre Spende kommt an!

NAK-karitativ e.V. trägt seit 2005 das Spendensiegel des DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen). Dieses Siegel bescheinigt den transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit Spendenmitteln.

ÄHNLICHE PROJEKTE

Ein in Kenia weit verbreitetes Problem ist der Raubbau von einheimischen Hölzern. Schätzungen der Behörden zufolge, wurden in den letzten Jahren Hölzer im Wert von ca. 11 Millionen...
weiterlesen
In Mchinji, einer kleinen Stadt auf rund 1360m Höhe in der Zentralregion von Malawi, leben rund 20.000 Einwohner dicht an der Grenze zu Sambia. Infrastruktur und Verkehrssysteme gibt es...
weiterlesen
Der Mukuru Slum ist eines der größten Armutsviertel der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Rund 700.000 Menschen leben dicht an dicht in Wellblechhütten. Bei der Mehrheit der Bewohner...
weiterlesen
Wasser gibt es in Georgien eigentlich zur Genüge. Dennoch liegen besonders auf den Dörfern viele Wasserleitungen trocken. Für die Bewohner hat das massive Auswirkungen auf den Ausbau...
weiterlesen
Das Recht auf Trinkwasser und Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht. Dennoch haben weltweit 663 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mangelhafte Wasserversorgung...
weiterlesen
Der acht Kilometer entfernte Gitaru-Damm des Tana-Flusses ist die einzige nutzbare Wasserquelle für die Bewohner der 13 Dörfer, in denen die 400 Schüler der Ikomenie-Schule zu Hause...
weiterlesen
Im Durchschnitt verpassen Mädchen aus armen Familien in unterentwickelten Ländern zwei bis drei Schultage pro Monat. Grund dafür sind fehlende Schutzmöglichkeiten während ihrer...
weiterlesen
Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser ist in den ländlichen Gebieten Kenias ist noch immer dramatisch. Alleine in der im Westen von Kenia gelegenen Region Busia befinden sich 295...
weiterlesen