• Zwei hungrige Ziegen machen sich über das zur Verfügung gestellte Heu her.
  • Ein Teil der Frauengruppe bei einer Schulung.
  • Eine Baumschule auf dem Farmbetrieb.
  • Die Straßen auf dem Farm- und Betriebsgelände sind in der Regel nur schwer zu befahren.
  • Hier in einer Baumschule werden Futterbäume der Sorten Grevillea und Sesbania sesbans gesät und gezüchtet.
  • Ein Mitarbeiter von der lokalen Hilfsorganisation KUMEA bei einer Schulung.
  • Kinder auf dem Weg in die Schule.
  • Motorräder sind beliebte Fortbewegungsmittel in Kenia.
  • Auf einem Feld mit Nutzpflanzen zur Fütterung der Ziegen.

Kenia: Ziegenmilch statt Rausch

Ernährung

Die Provinz Machakos liegt relativ zentral in Kenia und befindet sich noch im Einzugsbereich seiner Hauptstadt Nairobi. Hier leben viele Kleinbauern, die jahrelang von ihren Einkünften aus dem Verkauf der Mira-Blätter gelebt haben. Aus diesen Mitteln lässt sich das gleichnamige Rauschmittel Mira herstellen, wofür England vor einigen Jahren einen Importstopp ausgesprochen hat. Viele Betriebe waren somit ihrer einzigen Einkommensmöglichkeit beraubt. Eine Diversifizierung des Anbaus war somit dringend notwendig. NAK-karitativ und sein lokaler Partner KUMEA haben bereits in den Jahren 2013 bis 2016 Ziegen als Zuchttiere für einige Gruppen der Kleinbauern auf den Betrieben eingeführt. Im Dezember 2018 konnte zur weiteren Einkommensförderung nun die zweite Phase des Projekts eingeleitet werden.

Zur Situation

Es war zunächst erwartet worden, dass durch den bedingten Importstopp der Pflanze Mira die Kleinbauern in der Provinz Machakos aufgeschlossen für eine Diversifizierung der Einkünfte durch Zuchthaltung der Ziegen der Rassen White Alpine und Toggenburger seien. Folgende Auflagen mussten dafür von den Teilnehmern an dem Projekt erfüllt werden: Ein Stall und zuzüglich 400m² Futterfläche sollten zur Verfügung gestellt werden. Die fehlende veterinäre Betreuung, die unkontrollierte Nachzucht und zu wenig Futterfläche, die eine konsequente Stallhaltung erlaubt hätten, waren der Grund für eine geringe Akzeptanz dieser Projektidee. Die Ziegen wurden zudem generell als nicht produktionsfördernd abgelehnt, was etwas überraschend kam. Im Dezember 2018 wurde die zweite Phase des Projekts gestartet und ein anderer Ansatz wird nun mit der Ziegenhaltung verfolgt.

Kontrolle, Schulung und Beratung für mehr Ertrag

Mit einer Laufzeit von zwei Jahren werden 60 Frauen aufgeteilt in zwei Gruppen, Nkiri und Ankoi. In einer Gruppe werden die Frauen auf dem Gebiet der Ziegenzucht, in der anderen in der Milchverarbeitung ausgebildet. KUMEA, der lokale Partner von NAK-karitativ, hat einen jungen Mann, der Tierzucht studiert hat, eingestellt. Er wird permanent den Projektfortschritt bewerten und zusammen mit den lokalen Behörden die Impfungen und Präventivbehandlungen durchführen. Mit der nationalen Ziegenzuchtvereinigung hat er Zuchttiere ausgewählt. Der Mehrwert der Tiere wurde den Teilnehmerinnen an dem Projekt vermittelt. Die Frauen der beiden Gruppen Nkiri und Ankoi müssen wiederum Ställe und Futterfläche zur Verfügung stellen, bevor die Auslieferung der zwei weiblichen Ziegen und eines Bocks pro Gruppenmitglied gestartet werden kann.

Eigenbeteiligung der Gruppe und Profiteure der Region

Zusätzlich kommt diesmal eine Zahlung von 50 Euro pro Mitglied hinzu. Diese Summe wird in einen Fonds eingezahlt, der dann bei Tod eines Tieres für die Wiederbeschaffung dienen soll. Die Komponente Agroforestrie wurde dieses Mal ausgelagert. Schulklassen bzw. die Umweltklubs an den von NAK Kirchenmitgliedern aufgebauten Baumschulen haben von Kumea Saatgut erhalten und pflanzen die Futterbäume Grevillea und Sesbania sesbans an. Da diese Bäume kontrolliert angebaut werden und die Schüler sie nicht gratis abgeben werden, ist davon auszugehen, dass die Anzuchtrate sehr viel höher ausfallen wird als in der ersten Phase. Viele Verbesserungen in dieser Phase, die auf den Erfahrungen aus der ersten Phase gründen, können dazu führen, dass ein spezifisches Ziel erreicht werden kann. Ende 2019 sollen täglich 200ltr Ziegenmilch in der Molkerei in Maua angeliefert werden.

Somit können die Kleinbauern auf lange Sicht ein geregeltes Einkommen sicherstellen und sind nicht mehr länger auf den Verkauf der einst sehr beliebten Mira-Blätter angewiesen.

Projektnummer: 2017-012
Projekt-Kennwort: Ziegenhaltung Igembe

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