• So sehen die notdürftigen Bewässerungsgräben in den ländlichen Gebieten zumeist aus.
  • Eine Schulung der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in organischer Landwirtschaft (vor Corona).
  • Der Anbau gestaltet sich in der trockenen Erde ohne gezielte Wasserzuläufe schwierig.

Malawi: Wasser, die Quelle des Lebens!

Ernährung

Rund 75 Prozent des landesweiten Einkommens wird in Malawi durch die Agrarwirtschaft generiert. Seit einigen Jahren können sich die Bäuerinnen und Bauern jedoch nicht mehr auf eine beständige Regenzeit verlassen und die Hitzephasen halten immer länger an. Die Böden trocknen meist so stark aus, dass sie während der kurzen Regenphasen kaum mehr Wasser aufnehmen können und unfruchtbar werden. Für die Menschen bedeutet das ernst zu nehmende Ernährungsengpässe und im schlimmsten Fall Hunger. Gemeinsam mit dem Partner NACRO, dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche in Sambia und Malawi, schafft NAK-karitativ daher Bewässerungsmöglichkeiten für 25 Hektar Agrarfläche im Dorf Mpazo und damit bessere Ernährungsbedingungen für 100 Familien.

Fehlende Ressourcen verursachen Hunger

Die Auswirkungen der zunehmenden Hitzephasen in Malawi werden an dem sinkenden Wasserspiegel des 24.000 Quadratkilometer großen Malawisees besonders sichtbar. Jedes Jahr verliert dieser rund einen Kubikkilometer Wasser: Das entspricht in etwa dem Volumen von 1,2 Millionen Schwimmbecken!

 

Die Folgen der extremen Wetterschwankungen werden verstärkt durch geringe Kenntnisse für ökologische Anbaumethoden und fehlende Bewässerungsinfrastruktur in ländlichen Regionen. Hinzu kommen Preisschwankungen auf den Märkten, die kein zuverlässiges Einkommen für die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zulassen. Strenge internationale Standards und eine unzureichende Einbeziehung bei staatlichen Entscheidungsprozessen, hängen das Land weiter von der internationalen Gemeinschaft ab. Das hat massive Auswirkungen auf das Leben der Menschen: Ein hoher Armutsindex, ein besorgniserregender gesundheitlicher Zustand und Unterernährung.

Wasser für den Anbau von mindestens 2.500 Tonnen Nahrungsmittel pro Jahr

Durch den Aufbau eines Wasserrohrleitungssystems, gespeist aus den Flüssen Katayemowa und Rivirivi, wird die Bewässerungsinfrastruktur in Mpazo nachhaltig verbessert. Das Dorf liegt etwa 170 Kilometer südlich von der Hauptstadt Lilongwe entfernt.

Insgesamt werden über 1.066 Meter an Wasserrohren auf 25 Hektar Agrarland verlegt. Jährlich können die Familien so 2.500 Tonnen Mais anbauen. Durch eine kontinuierliche Bewässerung wird zudem ein ganzjähriger Anbau möglich, sodass neben dem Hauptnahrungsmittel Mais auch Kartoffeln, Kohl, Zwiebeln, Bohnen, Blattgemüse und Tomaten angebaut werden können. Die Ernährungssituation und auch die Gesundheit der Familien wird dadurch nachhaltig verbessert. Überschüssige Erträge können zudem auf den heimischen Märkten verkauft werden.

Damit die Menschen das Bewässerungssystem in Stand halten und sich nachhaltig selbst versorgen können, werden umfassende Schulungen angeboten. In Spargruppen lernen sie zum Beispiel Grundlagen der Finanzplanung und das Tätigen von Investitionen. Eine Gruppenkasse dient als eine Art Bank, von der sich die Teilnehmenden Mittel zur Investition leihen und mit Zinsen zurückzahlen. Mit dem gemeinsam angesparten Guthaben sollen die Kleinfarmerinnen und -farmer zudem Reparaturen an der Wasserinfrastruktur zukünftig selbst finanzieren können.

Darüber hinaus gehören Schulungen zu organischer Landwirtschaft ebenso zum Angebot wie gesunde Ernährung, Umweltschutz und Wassermanagement. Das Konzept steht unter dem Begriff der klimasmarten Landwirtschaft.

Wir freuen uns über Ihre Spende, damit Hunger in Malawi nachhaltig beendet wird und die Menschen sich selbst versorgen können. Mit beispielsweise nur 100 Euro können Sie sich an dem Bau von einem Meter Wassergraben beteiligen.

Projekt in Fakten:

- Standort: Dorf Mpazo in Kanthunkhama Malawi.

- 25 Hektar Ackerfläche werden durch die Installation eines landwirtschaftlichen Bewässerungssystems für den Nahrungsmittelanbau nutzbar gemacht.

- 100 Familien bauen ausreichend Nahrungsmittel an und verdienen Einkommen durch den Verkauf.

- Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern lernen ihr Land nachhaltig zu bewirtschaften und sich gesund zu ernähren.

- Neue Kenntnisse in der Finanzplanung und gemeinsames Sparen ermöglichen lang-fristige Investitionen und machen die Menschen unabhängig von fremder Hilfe.

Projektnummer: 2019-008
Projekt-Kennwort: Bewässerung für Kleinbauern in Kanthunkhama

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Mit nur 1.000 EUR finanzieren Sie 10 Meter Wasserleitung für das Bewässerungssystem in Malawi.

Mit nur 500 EUR finanzieren Sie den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Malawi die Anschaffung von 5 Metern Leitung für das Bewässerungssystem.

Mit nur 100 EUR finanzieren Sie den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern die Anschaffung eines Meters Wasserleitung.

Mit nur 50 EUR ermöglichen Sie den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern den Kauf eines Gebindes an Samen für den Anbau in ihrer Landwirtschaft.

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