• Die Tierchen sehen ganz possierlich aus, richten aber großen Schaden an.
  • Futtergrasanbau in Kenia.
  • Unzählbar viele Heuschrecken an einer Straße.
  • Die Tiere sind für die Menschen oft der einzige Besitz. Sie wandern mit ihnen auf der Suche nach Futtergras durch das Land.
  • Ein Jugendlicher des National Youth Service bei der Bekämpfung der Heuschrecken.

Ostafrika: „Das tödlichen Mahlen der Heuschrecken“!

Katastrophen

Erst kamen die Heuschrecken, dann das Corona-Virus. Kenia kommt nicht zur Ruhe. Während zur Bekämpfung des Corona-Virus Ruhe und Besonnenheit erforderlich sind, ist bei der Bekämpfung der Heuschrecken Eile notwendig. Man geht davon aus, dass in Kenia bis zu 8 Millionen Menschen in der zweiten Jahreshälfte 2020 von Hunger bedroht sein werden. Für Ostafrika mit den Ländern Südsudan, Äthiopien, Uganda, Kenia stehen Zahlen von rund 18 Millionen Menschen im Raum.

80.000 Hektar Futterplanzen vernichtet.

In Ostafrika leben viele Menschen von Viehhaltung; Wanderviehhaltung ist traditionell üblicher, als sesshafte Landwirtschaft. Die Menschen ziehen mit ihren Herden dem Futter hinterher. Nimmt die Futterverfügbarkeit ab, ziehen sie weiter. Wenn sich wegen der Heuschreckenplage die Futtermittelknappheit auf alle Regionen ausbreitet, hat dies erhebliche Folgen für die Viehhaltung. Erfahrungsgemäß führen Konflikte um Futtermittel schnell zu Gewalt zwischen den konkurrierenden Herdenbesitzern.

 

Die Trockenzeit ist lang: Von September bis März. Wegen des tropisch heißen Klimas fehlt es an Futtergras. Aus diesem Grund unterstützt NAK-karitativ mit einem Projekt den Futtergrasanbau in der Provinz Marsabit in Kenia.

Die umherziehenden Heuschreckenschwärme haben allein in Marsabit bisher 80.000 Hektar Futterpflanzen vernichtet. Fallen die Schwärme über die Grünflächen her, zermahlen sie alles innerhalb weniger Minuten. Der Wiederanbau der Futterpflanzen kommt hingegen nur langsam in Fahrt. Nach den Regenfällen des Jahres, sofern sie denn zeitgerecht und in gewünschter Intensität eintreffen, stehen schon zigtausende Nymphen (Heuschreckenlarven) in den „Startlöchern“, um ihr zerstörerisches Werk fortzusetzen.

Futterbedarf von 300 Elefanten!

Laut einem Bericht der “Desert Locust Control Unit“ in Marsabit wurden große Teile der Provinz von den Heuschreckenschwärmen heimgesucht. Die Schwärme hatten das unvorstellbare Ausmaß von 20 km Breite und 1 km Tiefe. Ein solcher Schwarm frisst in kürzester Zeit den täglichen Futterbedarf von etwa 300 Elefanten. Der Vermehrungszyklus der Heuschrecken beträgt nur drei Wochen. Die Regenfälle der letzten Wochen haben das Ausbrüten der Eier begünstigt.

 

Das Bestreben der Regierung Kenias liegt vorrangig in der Verringerung der Nymphen. Sechs Leichtflugzeuge wurden zur Verfügung gestellt, die Mittel zur Vernichtung der Nymphen aussprühen. Viele der Schwärme werden leider erst sehr spät entdeckt, da die Larven im Anfang ihres Entwicklungsstadiums noch nicht fliegen können. Zusätzlich setzt die Regierung Jugendliche ein, die gerade ihren National Youth Service absolvieren. Sie erhalten Schulungen in der Bekämpfung der Heuschrecken.

Maßnahmen:

NAK-karitativ beteiligte sich mit dem lokalen Partner SUSTAINET EA an der Bekämpfung der Plage:

 

• Jugendliche werden ausgebildet

• Sie werden mit Rückenspritzen und den erforderlichen Pflanzenschutzmitteln ausgerüstet. Da die Jugendlichen in den Regionen leben, erhofft man sich, dass sie die Bewegung der Schwärme gut einschätzen können.

• Um die Mobilität zu erhöhen, werden Motorradtaxis zum Transport der Jugendlichen eingesetzt.

• Zur Unterstützung des Wiederaufbaus werden in der Umgebung von Laisamis erneut Futtergrasfelder angelegt sowie drei Baumschulen mit Futter- und Fruchtbäumen. In einem weiteren Dorf entsteht zusätzlich ein Gemüsegarten.

Projektnummer: 2020-001
Projekt-Kennwort: "Heuschreckenplage Ostafrika"

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Für 1.000 Euro kann eine Baumschule für Futterbäume und Fruchtbäume eingerichtet werden.

Für 300 Euro können zwei Rückenspritzen und Pflanzenschutzmittel gekauft werden. Die Jugendlichen können zusätzlich Transportkosten für die Motorradtaxis bezahlen.

Für 130 Euro kann ein kompletter Satz an Saatgut für einen Farmer angeschafft werden.

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