• Im Gespräch mit der Kleinbäuerin aus Ganda, Jennifer Mwiinga.
  • Im Gespräch mit den Dorfbewohnern aus Ganda und Umgebung.
  • Der Projektkoordinator von NACRO Sambia verdeutlicht die Wichtigkeit der Spargruppen.
  • Mit einigen Frauen aus der Dorfgemeinschaft werden Interviews geführt.
  • Gleiches gilt für die Männer.
  • Abschiedsbild mit den Kindern, die bald schon die neu gebaute Ganda-Community-School besuchen dürfen.

Sambia: Entwicklungen in Ganda Teil 2: Einkommenszunahmen durch Spargruppen

Ernährung

Schulgeld ist in vielen Ländern Afrikas obligatorisch. Bildungsangebote sind in Sambia bis zur Oberschule gebührenfrei, Kosten fallen für Schulmaterialien und Schuluniformen an. In der Oberschule kommen hohe Schulgebühren hinzu. Das ist für sehr viele Familien ein großes Problem. Ohne ausreichendes Einkommen können Eltern ihren Kindern keine Bildung bieten. Deshalb gehört neben dem Schulbau in Ganda der Aufbau von Spargruppen zum Programm und zusätzlich die Förderung und Hilfestellungen bei der Weiterentwicklung in organischer Landwirtschaft.

Funktionsweise der Spargruppen

Monatlich zahlen die Spargruppenmitglieder kleine Beiträge in eine Gruppenkasse. Aus dem Angesparten werden den Mitgliedern kleine Kredite für Investition in eigene „Businessaktivitäten“ gewährt. So werden die Familien Stück für Stück beim Aufbau eigener Kleinstunternehmertätigkeiten begleitet. Mit wachsendem Gruppenkapital steigt das Potential für die individuellen Kleinkredite. Am Ende eines Jahres erhalten die Mitglieder einen Anteil ihrer Spareinlagen ausgezahlt. Neben den Erträgen aus den eigenen Businessaktivitäten und der Landwirtschaft verwenden viele Familien diese Mittel häufig für die anfallenden Schulgebühren für ihre Kinder.

Schulungen in organischer Landwirtschaft sind in den ruralen Bereichen sehr wichtig. Mit nachhaltigen Methoden werden die Familien befähigt, auf den Zukauf von chemischem Dünger und die Verwendung von Pestiziden zu verzichten, das ist nicht nur gut für die Umwelt, es spart auch Geld. Um den unregelmäßigen und ausgebliebenen Regenfällen der letzten Jahre etwas entgegenzusetzen, kommen neue, trockenresistente Pflanzenarten zum Einsatz, die selbst bei ungünstigen Wetterbedingungen eine ertragreiche Ernte ermöglichen sollen.

 

Seit Beginn des Projektes sind 15 organische Gemüsegärten in der Region entstanden. Sie werden durch verschiedene Gruppen gemeinschaftlich betrieben. Überschüsse aus der Ernte werden in der Nachbarstadt Livingstone verkauft. Das UNESCO Weltnaturerbe der Viktoria Falls zieht jährlich viele Touristen in die Stadt, folglich gibt es dort einen hohen Bedarf an frischen Lebensmitteln.

Kleinbauern aus Ganda berichten

Über ihre Erfahrungen berichtet die Kleinbäuerin Jennifer Mwiinga:

„Ich habe etwa 10 Hektar Land. Davon habe ich auf 5 Hektar Mais anbauen können. Die Ernten fielen im letzten Jahr schlecht aus, wir haben also nur 21 Säcke Mais ernten können. Wir sind 11 Personen in der Familie. Das hat ganz knapp zum Überleben gereicht.

Ich hoffe, dass es mit den Spargruppen jetzt besser wird. Zwei meiner Kinder will ich in die neue Community-School schicken, sie sollen eine bessere Zukunft haben. “

 

Ein Sack hat etwa 50 Kilogramm; im Optimalfall ermöglicht ein Hektar Land einen Ertrag von etwa 50 Säcken Mais. Eine elfköpfige Familie verbraucht um die zwei Säcke Mais pro Monat als Eigenbedarf. Dieser Vergleich zeigt, wie gering der Ertrag ist, den die Familie von 5 Hektar Land erzielen konnte.

 

Projektnummer: 2019-005 „Ganda-Community-School“

Projektnummer: 2019-005
Projekt-Kennwort: Ganda-Community-School

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