• Manuelle Feldarbeit - Realität vieler Kleinbauern
  • Auszug Simbabwe Karte zur Ernährungssicherung
  • Unkraut entfernen.
  • Anbau von Chili.

Simbabwe: 15 US-Dollar für 300 Kilogramm Baumwolle

Ernährung

Viele Bauern in Simbabwe stehen vor großen Herausforderungen. Die politische und wirtschaftliche Lage im Land ist fragil und sehr unbeständig. An den Bankautomaten können am Tag nicht mehr als 50 US-Dollar abgehoben werden. Dies hat auch Auswirkungen auf die Preise für landwirtschaftliche Produkte. Hinzu kommen durch den Klimawandel bedingte Wetterextreme. So kann bereits jetzt schon vorausgesagt werden, dass es aufgrund der schlechten Regenzeit in 2018/2019 im Laufe des Jahres zu Ernährungsengpässen in der Bevölkerung kommen wird. Kleinbauern sind hiervon besonders betroffen, da sie kaum Mittel haben diese Engpässe durch andere Einnahmen auszugleichen. Gemeinsam mit dem Fairtrade Support Network Zimbabwe arbeitet NAK-karitativ daran den Bauern einen Ausweg aus ihren Ernährungs- und Finanzengpässen zu ermöglichen.

Situation

Um ein vermeintlich sicheres Einkommen mit ihren landwirtschaftlichen Produkten zu erzielen, bauen viele Bauern Baumwolle oder Tabak für große Unternehmen an. Die Unternehmen geben den Bauern einen sicheren Markt, jedoch keine stabilen Preise. Ein weiterer Aspekt des Vertragsanbaus ist, dass die Bauern Düngemittel sowie Pflanzenschutzmittel mittels Kredit beim Vertragspartner für den Anbau erhalten. Die Kosten hierfür werden bei Ablieferung der Baumwolle oder des Tabaks verrechnet. Dies ist jedoch für viele Bauern ein Minusgeschäft. Zum Anbau sind sie auf die Regenzeit angewiesen, somit können sie den Verkauf in Phasen, in denen auf dem Markt gute Preise angeboten werden nicht umsetzten. Häufig erhalten die Bauern nach Abzug der Kredite für Düngemittel und Pflanzenschutzmittel nicht einmal ihre Arbeitszeit geschweige denn einen Gewinn für ihre Mühen. Neben den Herausforderungen mit dem Vertragsanbau fehlen den Kleinbauern auch ein Marktzugang sowie Kenntnisse in der Nacherntebehandlung.

Eine Familie ausreichend zu ernähren und den eigenen Kindern eine angemessene Ausbildung zu ermöglichen wird infolgedessen immer schwieriger.

Maßnahmen

Gemeinsam mit der lokalen Organisation Fairtrade Support Network Zimbabwe wird den Bauern eine Alternative zum herkömmlichen Vertragsanbau geboten. In Schulungen erhalten die Bauern das Wissen zum organischen Landbau. Hierfür wird Schulungsmaterial erstellt und an die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Kleinbauern angepasst. Im Vordergrund steht vor allem der Anbau von Gewürzen für den internationalen Handel. In den Regionen Makoni, Mutoko, Murehwa und Goromonzi können insgesamt 500 Bauern an der Maßnahme teilnehmen. Die Bauern werden an den lokalen Verband für Produzenten von Organischen Produkten, ZOPPA (Zimbabwe Organic Producers and Promoters Association), angeschlossen. Über diesen werden ihre Produkte zertifiziert, gleichzeitig bietet der Verband den Link zu den Exportmärkten für ihre Ernteerzeugnisse. Eine zusätzliche Registrierung im Fairtrade Netzwerk bietet den Bauern die Chance weitere Prämien beim Verkauf zu erhalten. Die in den Trainings vermittelten Methoden des organischen Landbaus versetzten die Bauern in die Lage, neben dem Anbau für den Handel, auch ihre lokalen Getreide- und Gemüsesorten nachhaltig und kostengünstig zu produzieren. Diese Diversifizierung soll den Familien ein ausreichendes Einkommen für ihre Arbeit sichern.

Projektnummer: 2018-005
Projekt-Kennwort: organische Landwirtschaft in Simbabwe

Downloads

Spenden Sie jetzt für dieses Projekt

  • 1
    Spende
  • 2
    Ihre Daten
  • 3
    Zahlart
  • 4
    Ihre SEPA-Daten
  • 5
    Überblick

Durch eine Spende von 1.000 Euro ermöglichen Sie die Konzipierung und den Druck von Trainingsmaterial für eine Bauerngruppe.

Mit 100 Euro ermöglichen Sie einem Bauern eine Schulung in Methoden der organischen Landwirtschaft.

Mit 50 Euro übernehmen Sie für einen Bauern die Kosten für eine Fairtrade-Zertifizierung.

DZI-Siegel

Ihre Spende kommt an!

NAK-karitativ e.V. trägt seit 2005 das Spendensiegel des DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen). Dieses Siegel bescheinigt den transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit Spendenmitteln.

ÄHNLICHE PROJEKTE

Gemeinsam mit ca. 100 Jugendlichen und 30 Bauern in Monte Verde auf der Insel Fogo starten wir mit dem Aufbau eines Gemeinschaftsgartens auf den Kapverden. Die Kapverden sind ein...
weiterlesen
Das ist nicht der neue Sommertanzhit, sondern drückt in São Tomé und Príncipe die Bitte um eine Mitfahrgelegenheit aus. Vor allem auf der 18km langen Fahrt aus der Hauptstadt Sao Tome...
weiterlesen
Burkina Faso, das Land des aufrichtigen Menschen, liegt in der Subsahara-Gegend in Westafrika. Als Binnenstaat ist das Land auf den Fischimport angewiesen, der jedoch aufgrund hoher...
weiterlesen
Viele Bauern in Simbabwe stehen vor großen Herausforderungen. Die politische und wirtschaftliche Lage im Land ist fragil und sehr unbeständig. An den Bankautomaten können am Tag nicht...
weiterlesen
Die Provinz Machakos liegt relativ zentral in Kenia und befindet sich noch im Einzugsbereich seiner Hauptstadt Nairobi. Hier leben viele Kleinbauern, die jahrelang von ihren Einkünften...
weiterlesen
Die Provinzen Marsabit Süd und Marsabit Central im Norden Kenias sind von eher größeren Trockenperioden gezeichnet, weswegen sich die Bauern Jahr für Jahr um ihre Erzeugnisse sorgen...
weiterlesen
Im Distrikt Rumphi im Norden Malawis führen die ansässigen Kleinbauern ein hartes Leben: Aufgrund überholter oder nicht vorhandener Bewässerungsanlagen bleiben die notwendigen...
weiterlesen
Kleinbauern in Sambia stehen vor einer Vielzahl von Problemen. Eines der Größten ist die kontinuierliche Bedrohung von Hunger und Armut resultierend aus ihren sehr limitierten...
weiterlesen
Landwirtschaft ist einer der größten Wirtschaftssektoren in Sambia, nicht in Bezug auf die erzielten Gewinne, die nur 4,8 Prozent betragen, sondern hinsichtlich der Arbeitsplätze. Grund...
weiterlesen
Wasser aus dem Hahn trinken – in Kenia meist nicht denkbar. Das vorgefundene Wasser vor Ort ist verschmutzt und krankheitserregend. Durchfallerkrankungen sind oft die Konsequenz. Alle 2...
weiterlesen
Mal eben zur Bank gehen und Geld holen und für Investitionen Kredite beantragen – für uns Normalität aber in Sambia nicht denkbar.
weiterlesen
Stetiges Umherwandern auf der Suche nach Weidegründen für das Vieh, das ist der Lebensstil von Nomaden. Diese Art zu leben liegt nicht in ihrem Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit,...
weiterlesen
Viele Familien in Malawi leben in prekären Lebenssituationen. Das Überleben wird für alleinstehende Frauen und Waisenkinder zu einer besonderen Herausforderung. Frauen können ihren...
weiterlesen
Die Bevölkerungsstruktur in Burkina Faso zeichnet sich durch einen hohen Anteil junger Menschen aus. Wie in vielen Entwicklungsländern stehen die Heranwachsenden vor der Herausforderung...
weiterlesen
Ein Zinssatz von 40-60 Prozent für Kredite. Mit diesen Wucherpreisen werden Bauern und Kleinhänd-ler in Malawi konfrontiert. Landwirtschaftliche Aktivitäten können ohne die finanzielle...
weiterlesen
Subsistenzlandwirtschaft ist in ruralen Regionen von Burkina Faso noch immer Haupteinkommens-quelle. Die Abhängigkeit von der Regenzeit erschwert den Kleinfarmern eine kontinuierliche...
weiterlesen
Subsistenzwirtschaft in Entwicklungsländern ist ein hartes Geschäft. Die Bedingungen in ländlichen Regionen lassen eine Ernährungs- und Existenzsicherung für Kleinfarmerfamilien kaum...
weiterlesen
Die Hauptstädte der Balkanstaaten wirken fortschrittlich. Zu sehen sind moderne Hochhäuser, Menschen, die in Cafés und Restaurants sitzen, große Supermärkte, zahlreiche Banken und...
weiterlesen
Der Verkauf von Milch könnte für Milchviehhalter in der Sahelzone ein lukratives Geschäft sein, doch fehlt es an Kühl- und Transportmöglichkeiten in den ländlichen Gebieten. Während das...
weiterlesen
Die Marktstände in Niamey, der Hauptstadt des Niger, quellen über von Keksen, Milchpulver und Grießmischungen. Allesamt importierte Nahrungsmittel. Gleichzeitig haben lokale Kleinbauern...
weiterlesen
Paramaribo, die Hauptstadt Surinams, leidet unter eine Überbevölkerung. Mittellose Menschen werden an den Rand der Stadt gedrängt. Notdürftig errichten sie sich kleine Hütten und leben...
weiterlesen
Immer wieder kommt es in der armenischen Region Tawusch zu kriegerischen Auseinandersetzun-gen und Angriffen von Scharfschützen. Tawusch befindet sich im Nordosten Armeniens an der...
weiterlesen
Kleinfarmerfamilien sind besonders stark von Armut und Ernährungsengpässen betroffen. Der anhaltende Hunger kostet jährlich 2,5 Millionen Kindern das Leben. Ihnen fehlen notwendige...
weiterlesen