• Eine junge Frau im Lager mit hergestelltem Orangensaft.
  • Saftherstellung bei Kirdi.
  • Jugendgruppe Plastikverwertung.
  • Jugendgruppe, die für die Plastikverwertung zuständig.
  • Große Mengen an Müll werden jeden Tag getrennt.
  • Plastikmüll wird zu Schnipsel zerschlagen.
  • Die fertig gestellten Kohle-Briketts.

WASH

Kenia: Erfolgreiche Mikroprojekte im Mukuru Slum in Nairobi

Vereins-Nachrichten

Im Februar 2019 konnte endlich das neue Biocentrum im Mukuru-Slum in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, eröffnet werden. Während der einjährigen Erbauung des Biozentrums, erhielten mehrere Jugend- und Frauengruppen begleitende Schulungen. Sie erlernten neben den Grundsätzen der Buchhaltung die Herstellung von Holzkohle, Wiederverwertung von Plastikmüll und die Saftherstellung. Der Verkauf von Holzkohle läuft nun seit mehreren Monaten erfolgreich. Nicht nur weniger Hausbrände, sondern weniger Ausgaben für Energie lassen sich feststellen. NAK-karitativ hat neben den Schulungen in der Herstellung dieser angepassten Technologie finanziert. Auch die Einrichtung eines Fonds zur Beschaffung der benötigten Materialien wurde begleitet.

Verkauf von Mango- und Orangensaft

Die Ausbildung in der Saftherstellung wurde bis jetzt noch in den Ausbildungsräumen des Kenianischen Instituts für Qualitätssicherung durchgeführt. Parallel dazu wurde während der Herstellung des Mango- und Orangensafts auch das Qualitätszertifikat beantragt. Dieses konnte nach einiger Wartezeit zur Freude aller Beteiligten erteilt werden. Somit kann die Produktion in den Slum verlagert werden und die Familien, die um das Biozentrum herum leben, profitieren von einem vielfältigen Getränkeangebot zum fairen Preis. Darüber hinaus haben die jungen Menschen sowie Frauen einen Arbeitsplatz und ein festes Einkommen.

 

Einkommen durch Müllbeseitigung-, Trennung, und Recycling

Zwei Jugendgruppen wurde beigebracht, wie Plastik gesammelt und getrennt werden muss. Es werden dabei zwei Sorten, gezogener und geblasener Plastik, bei der Trennung des Plastikmülls unterschieden: Gezogener Plastik wird bei der Herstellung von Plastikwannen verwendet, während Plastik bei der Kanister-Herstellung geblasen wird. Eine Maschine zum häckseln wurde angeschafft und ein Abnehmer für die Plastikschnipsel gefunden. Die kleinen, geschredderten Plastikreste werden momentan in einem 18-Fuß Container gelagert. Um diese Sammlung in größerem Umfang durchführen zu können, wird überlegt sich einen Trafo anzuschaffen. Dieser kann wiederum den Anschluss an das Versorgungsnetz im Slum garantieren.

 

Selbst hergestellte Holzkohle: Aus vielerlei Sicht ein Gewinn für Mukuru

Auch die Herstellung und der Verkauf von Holzkohle hat sich für die Jugend- und Frauengruppen ausgezahlt: Lange Zeit war die genutzte Kohle aus der Region für die Menschen gesundheitsschädlich- Zusatzstoffe wie Eukalyptus sorgen für ein Brennen in den Augen- ebenso löste der Rauch bei vielen einen Reizhusten aus. Darüber hinaus gab es vermehrt Hausbrände, weswegen vor wenigen Jahren ein Umdenken erfolgte: Aus Altpapierresten und Resten von Kohleflöze wird dieses Gemisch zu neuen Holzkohle-Briketts gepresst. Diese sind energiesparender, besser für die Gesundheit, und haben die Anzahl der Hausbrände quasi auf null gebracht.

 

Das Potenzial in Mukuru ist längst noch nicht ausgeschöpft

Diese drei Projekte sind das erfreuliche Beiwerk zu dem Großprojekt „Hygieneverbesserung und Biogasproduktion im Slum Mukuru“. Sie bieten langfristig Arbeitsplätze für die Jugendliche und die Frauen. Darüber hinaus gibt es schon weitere kreative Überlegungen, um weitere Projekte im Bereich Gesundheit in Eigenverwaltung durchführen zu können.

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Spenden Sie jetzt für das Projekt "Entwicklung Slum Mukuru"

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Mit 1.000 Euro finanzieren Sie fünf Prozent der Trinkwasserinstallation.

Mit 700 Euro ermöglichen Sie das Recycling-Training für eine Gruppe Jugendlicher sowie die Aufnahme der Produktion von Plastikbriketts.

Mit 100 Euro ermöglichen Sie einer Person das Ausbildungsprogramm im Bereich Wertschöpfung.

MEHR INFORMATIONEN ZU DIESEM PROJEKT

Der Mukuru Slum ist eines der größten Armutsviertel der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Rund 700.000 Menschen leben dicht an dicht in Wellblechhütten. Bei der Mehrheit der Bewohner handelt es sich um junge Menschen, die vom Land in die Stadt abgewandert sind. Dort suchen sie nach Arbeit. Eine Anstellung finden jedoch die Wenigsten. Durch ein Trainingszentrum und ein Biogas-center schafft NAK-karitativ Möglichkeiten der Ausbildung und sorgt für verbesserte Hygiene-bedingungen.
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