• Vorderansicht eines notdürftig verkleideten Containers.
  • Waschraum in einem der Container.
  • Blick in das Esszimmer einer Kleinfamilie.
  • Da Feuerholz teuer ist, heizen die Menschen nur in seltenen Fällen ihre Wohnungen.
  • In fast allen Containern befindet sich Schimmel an den Wänden. Die Decken drohen aufgrund der Feuchtigkeit einzustürzen.
  • Blick in das Bad.
  • Wohnzimmer eines Containers, dessen Außenwände mit Tuffsteinen stabilisiert und dessen Fenster verdichtet werden konnten.
  • Notdürftig ausgebesserte Decke eines Containers.
  • Den Wänden wurde durch Schimmel und Feuchtigkeit sehr zugesetzt.
  • Ein mit Tuffsteinen verkleideter Container.
  • Dieser Container wurde dank Spendenmitteln mit Tuff-Steinen isoliert. Gut zu sehen auch die verdichteten Fenster und das neue Dach, womit die Feuchtigkeit abgehalten werden konnte.
  • Noch nicht ganz abgeschlossen ist die Verdichtung dieses Fensters.

Struktur

Armenien: Winterfeste Unterkünfte

Projektberichte

In der Großstadt Gjumri in der Provinz Schirak im Nordwesten Armeniens leben heute noch mehrere Tausend Menschen in großer Armut. Das schwere Erdbeben im Jahre 1988 zerstörte viele Häuser. Nur wenige Häuser wurden seither vom Staat neu aufgebaut. Hinzu kam, dass viele Industrieanlagen durch das Beben zerstört wurden. Ein Großteil der Einwohner von Gjumri verlor dadurch den Arbeitsplatz und ein sicheres Einkommen. Seither leben mehrere tausend Menschen in den von Hilfsorganisationen errichteten Containern, welche nur unzureichend Schutz gegen die strenge Kälte im Winter bieten. NAK-karitativ hat 2018 insgesamt 6 Container erfolgreich saniert und engagiert sich nun bei der Ausstattung von weiteren 8 Containern. Dadurch wird den Betroffenen ein menschenwürdigeres Leben ermöglicht.

Zur Situation

In der Regel sinken die Temperaturen in der Gebirgsregion von Schirak unter minus 40 Grad Celsius. Die meisten der in Gjumri errichteten Container verfügen wegen der dünnen Wände nicht über die notwendige Isolation, um die eisige Kälte abzuhalten. Da zudem die Wellblechdächer unzureichenden Schutz bieten, treten häufig Feuchtigkeit und Schimmel an den Wänden auf. Einige Familien konnten, nachdem sie wieder Arbeit gefunden haben, ihre Container mit Tuff-Steinen ummanteln. Dies war längst nicht für alle Räume ausreichend.

Vor allem alleinerziehende Frauen sind betroffen. Ihnen fehlt das Geld um sich und ihre Kinder zu versorgen. Zum Teil sorgen die Großmütter alleine für ihre Kinder und Enkelkinder oder helfen mit ihrem wenigen Geld aus, um die Not ein wenig zu lindern. Dass darüber hinaus die Kosten für Kohle und Holz zum Heizen sehr hoch sind, macht es für die Familien nicht leichter und vergrößert die Notlage. All das führt dazu, dass die Betroffenen jeden Winter große Existenzängste haben. Jedes Jahr aufs Neue stellt sich die Frage, ob die finanziellen Mittel und die Struktur der Unterkunft ausreichen, um sicher über den Winter zu kommen.

Maßnahmen

NAK-karitativ hat deshalb ein Pilotprojekt im Herbst 2017 gestartet. Zunächst wurden sechs Container von innen mit Teppichen und Decken ausgestattet. Drei davon haben zudem Steinfassungen an den Außenwänden bekommen. Des Weiteren wurden an allen Containern verbesserte Türen und Fenster mit Plexiglas-Fassung eingebaut. Die undichten Dächer wurden durch neue ersetzt, Zwischendecken mit einer Holzfassung versehen und die Böden erneuert. Die getätigten Maßnahmen machen sich bereits spürbar bemerkbar: Durch die Verdichtungen an den mit Tuff-Steinen verkleideten Wänden hält sich die Wärme länger in den Häusern. Schließlich tritt viel seltener Feuchtigkeit an den Wänden auf, was das Wohnen menschenwürdiger macht.

Acht weitere Container sollen nun im Frühjahr 2019 winterfest gemacht werden. Bis dahin werden in den Wintermonaten Ausbesserungen im Innenbereich (zum Beispiel Einlegen von Teppichen, Einbau und Verdichten neuer Fenster, etc.) gemacht. Etwa 30 Menschen konnte bisher geholfen werden, was als kleiner, aber erster wirksamer Schritt zu einer Besserung in der Region Schirak gesehen werden kann. Angesichts des großen Bedarfs in der Region sind noch weitere Hilfsmaßnahmen nötig.

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Mit 1.000 Euro ermöglichen Sie den Kauf von 2,5 m³ Holz für die Dachkonstruktion

Mit 400 Euro finanzieren Sie 800 Steine zur Fassung der Häuser.

Mit 100 Euro ermöglichen Sie den Kauf eines Fensters

Mit 10 Euro finanzieren Sie 30 Kg Zement für die Fassung der Häuser mit Steinen.

MEHR INFORMATIONEN ZU DIESEM PROJEKT

Gjumri, eine Containerstadt an der türkischen Grenze in Armenien. 1988 wurden weite Teile der Stadt durch ein Erdbeben zerstört. Container dienten Tausenden als Notunterkunft. Fast 30 Jahre später sind noch immer ganze Stadtteile durch Containerhäuser geprägt, die mehr und mehr unter den extremen Witterungsbedingungen leiden und damit auch die Menschen, die darin leben müssen. Im Rahmen eines Pilotprojekts unterstützt NAK-karitativ Familien dabei, die Containerunterkünfte winterfest zu machen.
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