Eine Region im Ausnahmezustand
Insbesondere in den Distrikte Rasuwa, Nuwakot und Dhading hat die Sturzflut eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Häuser wurden zerstört, Felder unter Geröll und Schlamm begraben, wichtige Straßen und Brücken beschädigt oder unpassierbar. Viele Familien verloren innerhalb weniger Minuten ihr Zuhause, ihre Ernte und die Grundlage für ihren Lebensunterhalt.
Noch immer warten zahlreiche Menschen auf Nachrichten von vermissten Angehörigen oder suchen selbst nach ihnen. Nach Angaben vom 3. September 2026 wurden mehr als 1.100 Todesopfer bestätigt, rund 4.500 Menschen gelten weiterhin als vermisst. Gleichzeitig konnten über 11.800 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Insgesamt könnten etwa 93.000 Menschen von den Folgen der Katastrophe betroffen sein.
Menschen brauchen Schutz, Nahrung und neue Perspektiven
Besonders schwierig ist die Situation für Familien, die ihr Zuhause verloren haben. Viele leben derzeit in provisorischen Unterkünften und verfügen nur über das Nötigste. Gleichzeitig steigen die gesundheitlichen Risiken. Die Weltgesundheitsorganisation warnt, dass Überschwemmungen, stehendes Wasser und die Unterbringung vieler Menschen auf engem Raum die Ausbreitung von Infektionskrankheiten begünstigen können.
Auch viele Kinder und Jugendliche haben ihre vertraute Umgebung verloren und müssen das Erlebte verarbeiten. Ältere Menschen stehen vor der Herausforderung, ihren Alltag unter völlig veränderten Bedingungen neu zu organisieren. Laut den Vereinten Nationen benötigen rund 43.000 Frauen und Mädchen benötigen dringende Unterstützung etwa durch geschützte Räume sowie geeignete Hygienemöglichkeiten. Menschen mit Behinderungen und Familien mit verletzten Angehörigen sind in besonderem Maße auf Unterstützung angewiesen.
Für die Menschen vor Ort beginnt nun eine Phase großer Unsicherheit. Viele stehen vor der Herausforderung, die ersten Wochen nach dem Unglück zu bewältigen.
Gemeinsam schnelle Hilfe ermöglichen
Während die Rettungsarbeiten weiterlaufen, müssen Familien mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln und sicheren Unterkünften versorgt werden. Besonders betroffene Familien sollen schnell und bedarfsgerecht unterstützt werden.
Die geplanten Hilfsmaßnahmen orientieren sich an den dringendsten Bedürfnissen der Menschen vor Ort. Dazu gehören die Bereitstellung lebenswichtiger Güter, die Verbesserung hygienischer Bedingungen, psychosoziale Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Schutzangebote für Frauen, Mädchen und andere besonders gefährdete Menschen.
Mit Ihrer Spende helfen Sie dabei, dass betroffene Familien die Unterstützung erhalten, die sie jetzt dringend benötigen. So können sie die unmittelbaren Folgen der Katastrophe bewältigen und Schritt für Schritt neue Hoffnung für die Zukunft entwickeln.
In Kooperation mit:
Gemeinsam mit Help - Hilfe zur Selbsthilfe (Deutschland) und den lokale Partnerorganisationen Unnati und NDRC (Nepal) unterstützen wir die Menschen vor Ort.
Unsere Aktivitäten im Überblick
- 300 Lebensmittel-Hilfspakete mit Grundnahrungsmitteln und wichtigen Hilfsgütern
- 200 Pakete für Notunterkünfte und Haushalte, beispielsweise mit Planen, Decken und grundlegenden Haushaltsgegenständen
- 400 Haushalts-Hygienesets mit Seife, Waschmitteln sowie Haushalts- und Menstruationshygieneartikeln
- 400 Pakete zur sicheren Wasserlagerung und -aufbereitung
- die temporäre Einrichtung bzw. Reparatur von sechs gemeinschaftlichen WASH-Einrichtungen mit sicheren und möglichst barrierefreien Toiletten und Handwaschstationen
- 200 speziell zusammengestellte Hygiene-Kits für Frauen und Mädchen
- mobile psychologische Hilfe zur Traumabewältigung, darunter psychologische Erste Hilfe und Angebote für Kinder und Betreuungspersonen
- Maßnahmen zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt sowie sichere und vertrauliche Anlauf- und Weiterverweisungsmöglichkeiten.
Mit diesen Maßnahmen erreichen wir mind. 400 Haushalte (2.000 Menschen) in den Distrikten Bidur, Nuwakot und Uttargaya, Rasuwa.




