• der neue Brunnen
  • Kanal vor der Reperatur
  • Vorbereitung der Bohrungen für den neuen Brunnen
  • Bau des Kanals
  • der neue Kanal am Rand der Gärten
  • der neue Kanal
  • ein Teil des neuen Kanals
  • die Feldbewässerung funktioniert
  • Schulung der Kleinbauern
  • Gruppenfoto der Projektteilnehmer

Ernährung

Malawi: Wasser für Kleinbauern

Projektberichte

In 2016 startete NAK-karitativ mit dem Partner NACRO (vormals Henwood Foundation) das Projekt „Wasser für Kleinbauern“ in Malawi. Es soll die schwierige Situation vieler Kleinbauern verbessern, indem es ihre Existenz sichert.

Ohne Wasser geht nichts

Am Anfang jeden Anbaus steht die Wasserversorgung. Die Grundversorgung mit Wasser wurde durch die Reparatur bestehender Bewässerungsanlagen und dem Neubau eines Kanals mit insgesamt 800 Metern Länge geschaffen. Mit den so geschaffenen Kanälen werden 100 Gärten bewässert. Zusätzlich wurde ein Brunnen mit 55 Meter Tiefe gebaut. Durch den neuen Brunnen werden 150 Haushalte mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Zur Sicherung der Wasserversorgung  wurden die Begünstigten in den Themen Bewässerungsmanagement, Wasserschutz und Umweltmanagement geschult und  die Aufgaben des (Brunnen-)Komitees zum Unterhalt des Damms und der Kanäle erklärt. Ein 12 köpfiges Komitee ist nun für die Instandhaltung und Wartung der Wasseranlage zuständig, stößt notwendige Reparaturen an und sammelt die Beiträge zum Unterhalt des Brunnens von den  Dorfbewohnern ein. 

Anbauen – aber wie?

Zusätzlich wurden die  Bauern in Methoden nachhaltiger Landwirtschaft geschult. Die 100 Teilnehmer besprachen Themen wie bodenschützender Anbau, jahreszeitengerechter Anbau, Anbau von Mischkulturen. Bei Mischkulturen macht man sich die besonderen Eigenschaften der unterschiedlichen Sorten zunutze, z. B.  hält die Zwiebel durch ihre Inhaltsstoffe Insekten ab. Baut man anderes Gemüse dazwischen an, profitiert es von diesen Eigenschaften der Zwiebel. So werden chemische Pflanzenschutzmittel vermieden und Kosten reduziert. Die Schulungen verfolgen das Ziel, den Familien eine bessere  Ernährung zu bieten und Einkommen zu generieren, denn was nicht zur eigenen Ernährung benötigt wird, kann auf den lokalen Märkten verkauft werden.

In den Schulungen werden ebenso Kenntnisse zur richtigen Weiterverarbeitung der Gemüsesorten vermittelt, wie auch Hinweise zu einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung.

Grüne Felder – gute Ernten

Bestandteil des Projektes ist es ebenso, die begünstigten Kleinbauern mit Saatgut für Kartoffeln, Tomaten und Zwiebeln auszustatten, sowie mit angemessenen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Jeder Bauer erhielt ca. 40 kg Saatgut und 50 kg Dünger. Dabei handelt es sich um überschaubare Größen, pro Kleinbauer ca. 30.000 Kwacha, das sind umgerechnet etwa 34 Euro. Das Geld können sie aus dem Verkauf ihrer angebauten Güter in Teilbeträgen zurückzahlen. Insgesamt wurde im Juni 2017 Saatgut und Düngemittel für ca. 3.377 Euro verteilt. Bis Dezember wurden bereits drei Viertel der Kredite zurückgezahlt. Die Wirkungen des Projektes gehen durch die Erhöhung der Produktionsmengen über den Kreis der Begünstigten hinaus: Zum einen sind sie selbst Nutznießer, durch den Verkauf aber auch weitere Dorfbewohner.

Im nächsten Schritt sollen 100 Ziegen verteilt werden. In diesem Zusammenhang wird es Schulungen zur Ziegenhaltung geben. Die Haltung der Ziegen dient unter anderem auch der Herstellung von Dünger für die Gärten, das bedeutet, dass langfristig auf den Kauf von chemischem Dünger verzichtet werden kann. Dies schützt nicht nur die Natur, sondern schont auch die Haushaltskassen der Bauern. Herstellung und Verwendung von biologischem Dünger wird Inhalt  weiterer Schulungen sein.

Versorgung – Einkommen – Bildung

Durch die Schaffung einer verlässlichen Wasserversorgung können sich die Menschen nun versorgen. Alles was nicht für den eigenen Verzehr benötigt  wird, kann verkauft werden. So  wird Einkommen generiert mit dem Schulgelder und wichtige Versorgungsgüter finanziert werden können – ein wichtiger Schritt  in ein selbstbestimmtes Leben. 

Spenden Sie jetzt für das Projekt "Wasser Kleinbauern Malawi"

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Mit 900 Euro finanzieren Sie die gesamte Betreuung eines Kleinfarmers und ermöglichen dessen Schulungen sowie die Beschaffung von Saatgut und anderen notwendigen Materialien.

Mit 125 Euro ermöglichen Sie die Versorgung einer Kleinbauernfamilie mit Düngemittel und Saatgut zum Anbau von Mais, Tomaten, Zwiebeln, Kohl und Karotten.

Mit 35 Euro ermöglichen Sie für den Kauf einer Ziege für einen Bauern.

Mit 10 Euro finanzieren Sie das Saatgut zum Maisanbau für zwei Kleinfarmerfamilien.

MEHR INFORMATIONEN ZU DIESEM PROJEKT

Subsistenzwirtschaft in Entwicklungsländern ist ein hartes Geschäft. Die Bedingungen in ländlichen Regionen lassen eine Ernährungs- und Existenzsicherung für Kleinfarmerfamilien kaum zu. Es fehlt an Wissen über nachhaltige Anbaumethoden, Zugang zu Wasser und Saatgut. In dem Dorf Luvuwo in Malawi sichert NAK-karitativ die Existenz von 100 Kleinfarmerfamilien.
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