• Die Zerstörung durch den Taifun ist groß. Bild: NAC SEA Relief
  • Die Menschen erhalten Baumaterialien zum Wiederaufbau. Bild: NAC SEA Relief
  • An die Menschen werden Lebensmittelpakete und frisches Trinkwasser ausgegeben. Bild: NAC SEA Relief
  • Mit den Wellblechen können die Dächer erneuert werden. Bild: NAC SEA Relief

Katastrophen

Philippinen: Weitere Hilfe für Wiederaufbau dringend benötigt!

Projektberichte

Im Dezember des vergangenen Jahres fegte Taifun Rai (Odette) über die Philippinen. Das Ereignis fand medial wenig Aufmerksamkeit und das Ausmaß der Zerstörung wurde zunächst unterschätzt. Mittlerweile zeigt sich, dass die Schäden größer sind als anfänglich gedacht – weitaus größer noch als bei Super-Taifun Haiyan 2013. Die betroffene Bevölkerung benötigt dringend Hilfe beim Wiederaufbau und Unterstützung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser.

Bereits kurz nach Weihnachten rief NAK-karitativ gemeinsam mit den Hilfswerken NAK-Humanitas und human aktiv zu Spenden auf. Gemeinsam stellen sie insgesamt 80.000 EUR zur Verfügung, um die Wiederaufbaumaßnahmen der lokalen Organisation NAC SEA Relief zu unterstützen. Weitere Spenden werden dringend gebraucht, um noch mehr Menschen helfen zu können. Vor Ort versuchen die Helferinnen und Helfer derzeit das Tempo beim Wiederaufbau zu erhöhen: „Die Instandsetzung der Häuser hat erst einmal Priorität, da in wenigen Wochen die Regenzeit beginnt und die Familien dann wieder ein festes Dach über dem Kopf brauchen“, sagt Urs Hebeisen, Präsident von NAC SEA Relief.

Helferteam in die betroffenen Gebiete entsandt

Unmittelbar nach der Katastrophe entsandte die Hilfsorganisation ein Helferteam auf die stark betroffenen Inseln Surigao, Negros und Bohol. Nach dem Eintreffen zeigte sich den Helferinnen und Helfern das ganze Ausmaß der Zerstörung. Allein in der Provinz Negros Oriental im südöstlichen Teil der Insel Negros wurden mehr als 100.000 Häuser stark beschädigt. Im ganzen Land sind etwa 600.000 Häuser durch den Taifun vollständig zerstört worden. Mehrere hunderttausende Menschen sind jetzt obdachlos und in Evakuierungscamps untergebracht.

So auch Vivian, die alleinerziehende Mutter ist und zusammen mit ihren Kindern in der Provinz Negros Oriental lebt. „Es war ziemlich hart für meine Kinder und mich seitdem mein Partner letzten November starb. Jetzt musste meine Familie mit Taifun Odette wieder mit einer schweren Katastrophe zurechtkommen. Wasserfluten drangen in unser Haus ein, die Wände fingen an zu wackeln. Wir retten uns in eines der Evakuierungscenter. Als wir am nächsten Morgen zu unserem Haus kamen sahen wir, dass es durchzogen war mit Schlamm. Wir sammelten das alte Dach ein, welches durch den starken Wind weggeflogen war. Es ist nicht einfach, aber ich muss weitermachen und stark sein für meine Kinder und mich.“

454 Haushalte konnten, durch die von den Organisationen zur Verfügung gestellten Mittel, bereits mit Baumaterialien für die Instandsetzung ihrer Häuser mit Wellblech, Holz, sowie Werkzeugen ausgestattet werden. Den Aufbau erbringen die Familien in Eigenleistung.

Ganze Regionen von der Außenwelt abgeschnitten

Im ganzen Land sind über 1,5 Millionen Häuser stark beschädigt. Doch die Auswirkungen des Taifuns gehen noch weiter: Die zerstörte Infrastruktur und die anhaltend eingeschränkte Stromversorgung schneiden ganze Regionen von der Außenwelt ab. Die Menschen müssen auf verunreinigtes Trinkwasser zurückgreifen. Die zerstörten Gesundheitszentren sind auch wegen der anhaltenden Covid-19 Pandemie ein Problem. Dazu kommt, dass viele Menschen von der Landwirtschaft abhängig sind und ein Großteil der landwirtschaftlichen Flächen vernichtet wurden. Der Schulbesuch von Kindern kann aufgrund der durch den Sturm stark beschädigten Gebäude nicht mehr gewährleistet werden. Werden sie nicht schnell wieder aufgebaut, ist die Entwicklung der Kinder gefährdet. Am dringlichsten ist aber der Wiederaufbau von Unterkünften, die Existenz- und die Ernährungssicherung.

Lebensmittel und Trinkwasser knapp

Vor allem die Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser ist derzeit ein großes Problem. Urs Hebeisen berichtet hierzu, dass innerhalb von drei Stunden nach dem Eintreffen des Helferteams alle vorhandenen Lebensmittelpakete bereits verteilt waren. „Wenn dann keine weitere Unterstützung kommt, hungern die Menschen“, sagt er uns.

1.221 Lebensmittelnothilfepakete konnten durch das Hilfsteam bereits an bedürftige Menschen in fünf Distrikten verteilt werden. Die Pakete enthalten Reis, Fisch, Fleisch, Nudeln, Kaffee und Zucker. Etwa eine Woche kommen die Familien mit Lebensmitteln aus, benötigen dann jedoch weitere Unterstützung.

Weitere Spenden sind also weiter dringend notwendig. Helfen Sie mit, damit Familien in der Regenzeit ein festes Dach über dem Kopf haben und sich ausreichend ernähren können. Mit bereits 200 Euro kann eine Familie mit Lebensmittelpaketen und notwendigen Baumaterialien unterstützt werden.

Herzlichen Dank.

 

2021-006 „Katastrophenhilfe Taifun Rai Philippinen“

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