Wasser, das Leben verändert
Wenn morgens die ersten Kinder den Schulhof betreten, wartet dort etwas, das lange nicht selbstverständlich war: sauberes Trinkwasser. Aus großen Tanks fließt es zu den Entnahmestellen – gespeist aus 4 geschützten Quellen und einem solarbetriebenen Brunnen, die gemeinsam 30 Dörfer versorgen. Rund 9.000 Menschen, 5 Schulen mit etwa 5.000 Kindern sowie Gesundheitsstationen und Märkte profitieren davon.
Indem Quellfassungen gesichert, Leitungen verlegt und Solartechnik genutzt wird, gelangt Wasser dorthin, wo es gebraucht wird – nah an den Alltag der Menschen. Für Mädchen bedeutet das mehr als Komfort: 5 neue Schulsanitäranlagen mit jeweils 6 Kabinen schaffen geschützte Räume und ermöglichen Menstruationshygiene. So wird regelmäßiger Schulbesuch selbstverständlicher.
Felder, die Hoffnung tragen
Dort, wo Wasser zuverlässig fließt, beginnen Felder wieder zu leben. In 15 bewässerten Gemüsegärten wachsen Spinat, Tomaten und Kohl in ordentlichen Reihen. Diese Gärten werden von 5 Frauengruppen, 5 Jugendgruppen und 5 Schulen gemeinsam bewirtschaftet.
Was hier gedeiht, bereichert den Speiseplan – und bringt zusätzliches Einkommen auf lokalen Märkten. Kinder erleben im Schulgarten, wie aus kleinen Samen frische Nahrung entsteht. Dieses Wissen nehmen sie mit nach Hause, in ihre Familien. Landwirtschaft wird so verständlich, praktisch und zu einer Perspektive für die Zukunft.
Bäume und Böden – Grundlagen für morgen
Zwischen Klassenzimmern und Feldern wachsen junge Bäume, die heute gepflanzt werden und morgen Schatten, Früchte und Stabilität schenken. Insgesamt 2.500 Bäume an 5 Schulen sowie 150 Obstbäume in den Dorfgemeinschaften verbessern das Mikroklima und schützen die Böden.
Ergänzt wird das durch neue hygienische Lösungen: 150 Haushalte in 5 Dörfern nutzen inzwischen einfache, stabile Latrinen. Schulungen vermitteln, wie Sauberkeit und gesunde Lebensweisen miteinander verbunden sind. Organische Abfälle werden zu Dünger, der die Böden der Gärten fruchtbar hält. Gesundheit beginnt hier direkt vor der eigenen Haustür.
Gemeinschaft, die Verantwortung trägt
Was entsteht, bleibt nur bestehen, wenn Menschen es gemeinsam tragen. Wasserkomitees kümmern sich um die Anlagen, organisieren Wartung und bilden Rücklagen. Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner bringen ihre Arbeitskraft, Materialien und eigene Mittel ein.
Gleichzeitig eröffnen sich neue Einkommensmöglichkeiten: 5 Frauengruppen erhalten insgesamt 130 Milchziegen, und 4 Fischteiche bieten eine zusätzliche, verlässliche Einnahmequelle. So wächst nicht nur Versorgungssicherheit, sondern auch wirtschaftliche Stabilität.
Diese gemeinsame Verantwortung stärkt das Miteinander – und sorgt dafür, dass die Veränderungen im Alltag der Menschen spürbar bleiben.
Partnerorganisation: KUMEA (Kujenga Maisha East Africa)
Unsere Aktivitäten im Überblick
- Wasser für Alltag und Schule: 4 geschützte Quellen und 1 solarbetriebener Brunnen versorgen 30 Dörfer mit rund 9.000 Menschen, 5 Schulen mit etwa 5.000 Kindern sowie Markt‑ und Gesundheitseinrichtungen zuverlässig mit sauberem Wasser.
- Sanitäranlagen an Schulen: Bau von 5 Schul‑Sanitäranlagen mit je 6 Kabinen inklusive Menstruationshygiene sowie ökologische Haushaltslatrinen für 150 Familien in 5 Dörfern.
- Mehr Vielfalt auf dem Teller: 15 bewässerte Gemüsegärten – betrieben von 5 Frauengruppen, 5 Jugendgruppen und 5 Schulen – stärken Ernährung und Einkommen durch angepassten Gemüseanbau.
- Bäume für morgen: Pflanzung von 2.500 Bäumen an 5 Schulen sowie 150 Obstbäumen in Dorfgemeinschaften verbessert Böden, Klima und langfristige Lebensgrundlagen.
- Zusätzliche Einkommen: Unterstützung von 5 Frauengruppen mit 130 Milchziegen und Aufbau von 4 Fischteichen eröffnet neue, verlässliche Einnahmequellen für Familien.





