• Foto aus einem ähnlichen Projekt der Betty Adera Foundation

Kenia: Y-Wise – Gründerinnen von Morgen

Ernährung

Im Migori County im Westen Kenias gestaltet sich der Alltag vieler junger Menschen von Unsicherheit. Besonders junge Frauen stehen oft früh vor Entscheidungen, die ihr Leben dauerhaft prägen. Eine Schwangerschaft während der Schulzeit beendet für viele den Weg im Klassenzimmer; danach dominiert die Sorge um das tägliche Einkommen. Gelegenheitsarbeiten ersetzen langfristige Pläne, und jeder Tag fühlt sich an wie ein Balanceakt zwischen Verantwortung und Mangel. Für Frauen mit Behinderungen kommen weitere Hürden hinzu. Unwegsame Wege, fehlende Unterstützung und Vorbehalte aus der Umgebung machen selbst einfache Besorgungen zu Herausforderungen. So wächst das Gefühl, am Rand der Gemeinschaft zu stehen. Diese Bedingungen rauben Perspektiven. Während einige Städte neue Möglichkeiten entwickeln, wirken ländliche Regionen wie Suna West abgehängt. Selbst Jugendliche mit guter Ausbildung merken schnell, wie schwer es ist, hier eine feste Arbeit zu finden. Viele entscheiden sich schließlich für den Weg in größere Orte – und mit ihnen verschwindet Wissen, das vor Ort dringend gebraucht würde.

Förderung durch digitale und unternehmerische Kompetenzen

In Migori County schaffen wir schaffen praktische Lernräume, in denen die 100 Teilnehmerinnen zwischen 18 und 35 Jahren digitale Grundlagen erkunden, zum ersten Mal selbst Geräte bedienen, einfache Geschäftsmodelle testen oder lernen, wie sie ihre Einnahmen planen können. Die jungen Frauen können ausprobieren,  wie sich kleine Dienstleistungen zuverlässig anbieten lassen, andere feilen an den Grundlagen eines eigenen Geschäfts. Zudem erhalten mindestens 10 Frauen mit Behinderung gezielte zusätzliche Unterstützung, um Barrieren zu überwinden.

Parallel dazu begleiten erfahrene Trainerinnen die Frauen. Sie stellen Fragen, unterstützen bei schwierigen Entscheidungen und helfen dabei, berufliche Wege zu finden, die zum jeweiligen Alltag passen. Ergänzendes Startkapital ermöglicht es, dass Ideen nicht nur als Gedanken existieren, sondern Gestalt annehmen können.

So wachsen nach und nach Kleinstunternehmen: kleine Reparaturservices, lokale Dienstleistungen, erste digitale Angebote oder einfache Handelsmodelle. Mindestens 80 Kleinstunternehmen werden entstehen – kleine wirtschaftliche Ankerpunkte, die Familien stärken und im ländlichen Raum neue Möglichkeiten eröffnen.

 

Ein Innovation Hub für Suna West

In Suna West wächst ein Ort heran, der für viele junge Frauen wie ein kleines Versprechen wirkt: ein Y-Wise* Innovation Hub, der nicht nur aus Wänden, Schreibtischen und Technik besteht, sondern aus der Idee, dass Lernen und Arbeiten endlich greifbar werden. Hier probieren Teilnehmerinnen erstmals Software aus, üben Präsentationen, recherchieren Marktpreise oder skizzieren Geschäftsmodelle, die sich in ihrem Alltag umsetzen lassen. Manche tüfteln an einem einfachen Serviceangebot für ihr Dorf, andere überlegen, wie sie Produkte online sichtbarer machen können. Der Hub wird zu einem Treffpunkt, an dem Menschen gemeinsam lernen, scheitern, lachen – und wieder neu ansetzen.

Sechs Absolventinnen und Absolventen regionaler Bildungseinrichtungen begleiten diese Schritte. Sie sitzen mit den Frauen an einem Tisch, zeigen, wie ein Geschäftsplan aufgebaut wird, erklären, welche Daten für Marktanalysen wichtig sind, oder helfen, wenn Fragen zur praktischen Umsetzung auftauchen. Während sie ihr Wissen weitergeben, sammeln sie selbst wertvolle Erfahrung und stärken ihren Platz auf dem lokalen Arbeitsmarkt.

Mit jeder neuen Idee entsteht ein Stück wirtschaftliche Eigenständigkeit – und damit ein Gegengewicht zu den unsicheren Erträgen der Landwirtschaft, auf die viele Familien bislang angewiesen sind. Wenn kleine Unternehmen wachsen, stabilisiert sich der Alltag: Kinder essen regelmäßiger, Schulbesuche werden planbarer, und Sorgen verlieren ein wenig von ihrem Gewicht.

So entsteht in einem ländlichen Teil des Migori County ein nachhaltiger Impuls, der weit über den Moment hinauswirkt.

Partnerorganisation: Betty Adera Foundation

*Y-Wise: Young Women’s Innovation for Sustainable Empowerment (Nachhaltige Selbstbestimmung durch die Innovation junger Frauen)

Unsere Aktivitäten im Überblick

  • Innovation Hub: Offener Lern- und Arbeitsraum mit Computern, Internet und Beratung, dauerhaft verfügbar.
  • Digitale & unternehmerische Skills: 100 Frauen lernen Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), Geschäfts- und Finanzwissen.
  • Mentoring: Sechs lokale Absolvent:innen begleiten bei Geschäftsplänen und Marktanbindung.
  • Inklusive Teilhabe: Mindestens zehn Frauen mit Behinderung erhalten gezielte Unterstützung.
  • Startkapital für Ideen: Coaching und Mittel ermöglichen mindestens 80 Kleinstunternehmen.
  • Starke Gemeinden: Dauerhafter Lernort, regionale Fachkräfte und lokale Strukturen sichern nachhaltige Wirkung.
Spendenstichwort:
Gründerinnen von Morgen

Spenden Sie jetzt für dieses Projekt

  • 1
    Spende
  • 2
    Ihre Daten
  • 3
    Zahlart
  • 4
    Ihre SEPA-Daten
  • 5
    Überblick

Mit 820 EUR finanzieren Sie die Durchführung einer Schulung für 30 junge Frauen zu den Themen digitale Kompetenz, Unternehmertum und Finanzkompetenz

Mit 136 EUR finanzieren Sie die Anpassung von Trainingsmaterialien und -räume für Barrierefreiheit (Beschilderung, Rampen, Bildschirmlesegeräte)

Mit 75 EUR finanzieren Sie das Startkapital für die Geschäftsidee einer jungen Frau

DZI-Siegel

Ihre Spende kommt an!

NAK-karitativ e.V. trägt seit 2005 das Spendensiegel des DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen). Dieses Siegel bescheinigt den transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit Spendenmitteln.