• Schülerinnen und Schüler genießen ihr Mittagessen.
  • Schülerinnen und Schüler bei der Essensausgabe.
  • Das Küchenpersonal bereitet das Mittagessen vor.
  • Ein Blick in die Grundschulklasse in Juba.
  • Ein Blick in die Klasse der weiterführenden Schule in Juba.

Südsudan: Solarenergie für einen besseren Schulalltag

Ernährung

Noch bevor der Unterricht beginnt, füllen sich die Klassenräume in Juba im Südsudan. In der Schulküche stehen große Töpfe auf dem Herd, denn für viele der 1.500 Kinder ist das warme Essen in der Schule oft die einzige Mahlzeit des Tages – in einem Land, in dem jedes zweite Kind hungert. Ohne diese Mahlzeit können sich die Kinder kaum konzentrieren und nicht gut lernen. Doch ob gekocht, gelernt oder Wasser aufbereitet werden kann, hängt vom Strom ab. Fällt er aus, steht der Schulalltag still.

Mehr als eine Mahlzeit

Seit 2016 begleitet NAK‑karitativ die Schule in Juba im Südsudan mit regelmäßigen Schulspeisungen im Rahmen der Patenschaft „Kindernothilfe Südsudan“. In einem Land, in dem jedes zweite Kind hungert (Stand 2025), ist das warme Essen für viele Kinder an unserer Partnerschule der feste Anker im Alltag.
 

Dass heute 1.500 Kinder täglich an der Schule versorgt werden, ist das Ergebnis eines langen Weges. Schritt für Schritt entstand ein Ort, der trägt: mit einer Vor‑ und Grundschule, einer Krankenstation, einer Apotheke und  einer Wasseraufbereitungsanlage für diese sozialen Einrichtungen. Mit der Fertigstellung der weiterführenden Schule im Jahr 2018 eröffnete sich für viele Jugendliche erstmals die Möglichkeit, über die Grundschule hinaus zu lernen, und damit neue Perspektiven, die insbesondere für die Selbstbestimmung von Mädchen von entscheidender Bedeutung sind.

Wenn Strom über den Schulalltag entscheidet

Der Betrieb der Schule ist bis heute stark von einer unzuverlässigen öffentlichen Stromversorgung und einem Dieselgenerator abhängig. Fällt der Strom aus, gerät der Alltag sofort ins Stocken: Wasser kann nicht aufbereitet werden, in der Küche muss auf Holzkohle ausgewichen werden, und selbst grundlegende Abläufe werden zur täglichen Herausforderung. Gleichzeitig verschlingen Diesel und Treibstoff hohe Summen – Geld, das eigentlich für Unterrichtsmaterialien, Instandhaltung oder die Unterstützung der Kinder gebraucht würde.

So entsteht ein Kreislauf der Abhängigkeit: Weil die laufenden Energiekosten so hoch und gleichzeitig unberechenbar sind, kann die Schule ihren Betrieb nicht eigenständig und dauerhaft finanzieren. Ohne zusätzliche Unterstützung müssten die Schulgebühren deutlich erhöht werden, um die Kosten aufzufangen. Doch genau das hätte schwerwiegende Folgen: Viele Familien könnten sich den Schulbesuch ihrer Kinder nicht mehr leisten. Für zahlreiche Kinder würde Bildung damit unerreichbar werden. Statt langfristig planen zu können, ist die Schule deshalb gezwungen, immer wieder zu improvisieren – und bleibt auf Hilfe von außen angewiesen, um den Zugang zu Bildung für alle Kinder zu sichern.

Die Sonne als verlässliche Begleiterin

Auf den Dächern des Schulzentrums sollen deshalb Solaranlagen installiert werden, die die Kraft der Sonne nutzen – leise, sauber und verlässlich. Aus dem Sonnenlicht des Südsudans wird elektrische Energie für Klassenräume, Schulküche, Wasseraufbereitung, Gesundheitsstation und Apotheke. Batteriespeicher helfen dabei, auch an bewölkten Tagen, in der Regenzeit und nach Sonnenuntergang eine stabile Versorgung sicherzustellen.

Insbesondere das Kochen wird dadurch sicherer und gesünder, da Rauch und offene Flammen reduziert werden. Gleichzeitig sinken laufende Ausgaben für Brennmaterialien und der Arbeitsaufwand in der Küche. Die eingesparten Mittel können direkt dazu beitragen, den Schulbetrieb langfristig bezahlbar zu halten und Kindern weiterhin einen kostengünstigen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Ein Schritt weiter auf einem langen Weg

Solarenergie senkt die laufenden Kosten und entlastet damit die Familien bei den Schulgebühren. Zugleich gehen weniger Diesel und Holzkohle in den Alltag ein – gut für Umwelt und Gesundheit. Lokales technisches Personal wird in Bedienung und Wartung geschult, sodass der Betrieb und die Wartung der Anlage vor Ort gesichert ist. 

Dass NAK-karitativ seit 2016 die Versorgung der Kinder mit Mahlzeiten finanziert, hat dazu geführt, dass die Schule für viele Familien zu einem verlässlichen Ort geworden ist. Regelmäßige Mahlzeiten fördern nicht nur die Gesundheit der Kinder, sondern schaffen auch bessere Voraussetzungen für konzentriertes Lernen, regelmäßigen Schulbesuch und eine stabile Entwicklung. 

 

Unsere Aktivitäten im Überblick

  • Solarstrom für den Schulalltag: Installation einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeichern zur verlässlichen Versorgung von Klassenräumen, Schulküche, Wasseraufbereitung, Gesundheitsstation und Apotheke
  • Nachhaltiges und gesundes Kochen: Einsatz elektrischer Kochgeräte, die Holzkohle und Diesel ersetzen und die Arbeit in der Schulküche sicherer und gesünder machen
  • Wissen und Verantwortung vor Ort: Schulung von lokalem Personal in Nutzung und Grundwartung der Solaranlage für einen langfristig stabilen Betrieb
Spendenstichwort:
Südsudan Solarenergie

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2.600 EUR finanzieren eine Batterie, die Strom speichert und die Versorgung auch an Regentagen sicherstellt.

1.100 € finanzieren einen elektrischen Industrieherd für die Schulküche und schaffen damit gesündere und verlässliche Kochbedingungen.

350 € finanzieren ein Solarpanel mit 550 Watt, das eine zuverlässige Stromversorgung ermöglicht.

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