• Davis (51) präsentiert seine Ernte in einem unserer Projekte in Sambia.

Sambia: Zukunftsfähige Landwirtschaft im Klimawandel

Ernährung

In den ländlichen Regionen West- und Südsambias leben tausende Familien von dem, was ihre Felder hervorbringen. Doch Dürren, Überschwemmungen und unregelmäßige Regenzeiten machen den Anbau immer schwieriger. Ohne verlässliche Wasserversorgung geraten Ernten und Einkommen schnell in Gefahr. Mit solarbetriebenen Brunnen, klimaangepasster Landwirtschaft und Schulgärten stärken wir die Widerstandskraft der Gemeinden und schaffen neue Zukunftsperspektiven für Kinder und ihre Familien.

Landwirtschaft im Wandel

In den Distrikten Mongu, Nalolo, Choma und Kalomo in Sambia leben viele Familien von kleinen Feldern und ihren Ernten. Doch Dürren, Überschwemmungen und unregelmäßige Regenzeiten erschweren den Anbau zunehmend. Die El-Niño-bedingte Dürre 2023/24 hat erneut gezeigt, wie anfällig viele Haushalte für Wetterextreme sind: Ernteausfälle, Einkommensverluste und eine unsichere Ernährung waren die Folge. Gemeinsam mit lokalen Fachkräften erlernen 2.000 Bauernhaushalte neue Anbaumethoden, die Wasser sparen, Böden schützen und auch bei schwierigen Wetterbedingungen verlässlichere Ernten ermöglichen.

Wasser schafft Perspektiven

Ohne Wasser bleiben viele Möglichkeiten auf dem Feld ungenutzt. Deshalb errichten wir zehn solarbetriebene Brunnen mit Bewässerungssystemen und ergänzen an 3 bestehenden Brunnen 10.000-Liter-Wassertanks. Gemeinsam mit drei bereits bestehenden Anlagen sorgen sie dafür, dass Familien Wasser für den Haushalt und den Anbau von Gemüse und anderen Feldfrüchten nutzen können. Zusätzlich entstehen 13 Demonstrationsgärten, in denen Landwirtinnen und Landwirte neue Methoden direkt ausprobieren und voneinander lernen.

Lernen für eine sichere Zukunft

Auch Kinder profitieren von den Maßnahmen. An 22 Schulen werden Schulgärten angelegt, in denen 6.600 Schülerinnen und Schüler praktische Kenntnisse zu Landwirtschaft, Ernährung und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen erwerben. Die Gärten unterstützen zugleich die Schulverpflegung und schaffen lebendige Lernorte außerhalb des Klassenzimmers.

Besser vorbereitet auf Dürren und Fluten

Klimaresilienz bedeutet mehr als gute Ernten. Gemeinden müssen auch auf extreme Wetterereignisse vorbereitet sein. Deshalb werden Wasserkomitees und lokale Katastrophenschutzstrukturen geschult und durch Radioprogramme über Vorsorgemaßnahmen informiert. So können Risiken frühzeitig erkannt und die Auswirkungen von Dürren oder Überschwemmungen besser bewältigt werden.

Finanzierung: Das Projekt wird zu 75 Prozent vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Implementierung: Das Projekt setzen wir gemeinsam mit dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche in Sambia NACRO um. 

 

Unsere Aktivitäten im Überblick

  • 2.000 Bauernhaushalte: Unterstützung kleinbäuerlicher Familien in den Distrikten Mongu, Nalolo, Choma und Kalomo durch Schulungen zu klimaangepassten Anbaumethoden. 
  • 10 Solarbrunnen: Bau von zehn solarbetriebenen Brunnen mit Bewässerungssystemen und 3 bestehende Brunnen werden mit 10.000-Liter-Wassertanks für Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung ergänzt. 
  • 22 Schulgärten: Anlage von Schulgärten und Schulungen für Lehrkräfte, damit 6.600 Kinder praktische Kenntnisse zu Landwirtschaft und Ernährung erwerben.
  • Dürretolerantes Saatgut & 13 Demonstrationsgärten: Bereitstellung widerstandsfähiger Saatgutsorten sowie praktische Lernorte für klimaresiliente Anbaumethoden.
  • Auf Klimaveränderungen vorbereiten: Trainings für Wasserkomitees und Katastrophenschutzstrukturen sowie Radioprogramme zur Aufklärung und Vorsorge.
Spendenstichwort:
Zukunftsfähige Landwirtschaft

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Mit 3.650 EUR finanzieren Sie eine solarbetriebene Wasserpumpensystem und versorgen Familien und landwirtschaftliche Flächen auch dann mit Wasser, wenn der Regen ausbleibt

Mit 230 EUR tragen Sie zur Einrichtung eines Demonstrationsgartens bei.

Mit 30 EUR unterstützen Sie einen Bauernhaushalt mit dürretolerantem Saatgut.

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